Die nationalrätliche SGK hat zwei Vorstösse für kleinere BVG-Revisionen beschlossen: eine einfachere Staffelung der Beiträge und die Plicht für BVG-Beiträge ab 2o statt wie bisher 25. 20 Minuten hat dazu zwei parlamentarische Stimmen eingeholt. 

Unterstützt wird das Vorhaben unter anderem von der FDP. «Jeder Franken, der früher in die Pensionskasse fliesst, ist beim Renteneintritt in 45 Jahren deutlich mehr wert», erklärt FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt. Junge Menschen sollten möglichst ab dem ersten Franken, den sie verdienen, in die Pensionskasse einzahlen, sodass sie im späteren Rentenalter ein möglichst sorgenfreies Leben haben, so der Zürcher.

Dank des Zinseszinses und der Arbeitgeberbeiträge verwandle sich jeder Franken, den man einzahle, in drei Renten-Franken. Auch wenn man mit Anfang 20 noch nicht viel verdiene, zahle sich diese Vorsorge aus: «Die Lebenskosten sind in dem Alter meist noch nicht so hoch, weil man oft noch keine Familie und damit auch weniger Ausgaben hat.»

SP-Nationalrätin Sarah Wyss wehrt sich gegen das Vorhaben: «Ich lehne diese Forderung ab, weil es den Arbeitseinstieg der jungen Menschen erschwert – ohne nennenswerte bessere Rente im Alter», sagt sie. Dies, weil junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt «teurer» würden, da Arbeitgebende ihren Anteil an den Pensionskassenbeiträgen früher übernehmen müssten.

Von der Anpassung profitieren würden vor allem die älteren Arbeitnehmenden, weil sich das Einkaufspotenzial vergrössere, so Wyss. «Die Jungen hätten einfach weniger Nettolohn», argumentiert die SP-Frau. Pensionskassen könnten zudem bereits heute den Sparbeginn früher ansetzen, es brauche also keinen «Zwang für alle».

  20 Minuten  / Vorstösse SGK-N