Die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern (PVK) musste zwei grössere Liegenschaften sanieren, den bisherigen Mietern wurde gekündigt. Die Rede war von Mietzinsaufschlägen in Höhe von 40%, jetzt wurden 70% daraus. Die bisherigen Mieter sind enttäuscht. Der Bund schreibt:
Obwohl den Betroffenen gesagt wurde, dass sie bei der Wiedervermietung Vorrang hätten, war wohl allen bewusst: Dazu wird es nicht kommen. Einmal in einem anderen Quartier, in vielen Fällen in einer neuen Gemeinde, kehrt man nicht zurück in ein Haus, in dem nichts – und niemand – mehr ist wie zuvor.
Viele hätten es sich ohnehin nicht leisten können: Die Mieten würden 40 Prozent höher ausfallen, stellte die Personalvorsorgekasse (PVK) der Stadt Bern damals in Aussicht.
Allerdings war dies noch tiefgestapelt. Tatsächlich sind die sanierten Wohnungen nun 70 Prozent teurer. So kostet eine 3,5-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, die vor der Sanierung für monatlich 1180 Franken vermietet wurde, statt der angekündigten 1650 neu 2000 Franken.
Hinzu kommen die Nebenkosten, die mit 240 Franken ebenfalls deutlich über den früheren Werten liegen dürften. (…)
«Eine Sauerei»: So oder ähnlich bezeichnen ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner, die mit dieser Redaktion gesprochen haben, den Standard der sanierten Wohnungen und die Verkaufsrhetorik. Sie seien angelogen worden, für Leute wie sie habe es keinen Platz mehr. Mit Namen will dies niemand sagen, wer sich öffentlich wehre, so der Tenor, schade sich bloss selber.
