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(PwC) Die Studie verzeichnet für das Jahr 2022 insgesamt 2544 Transaktionen mit Private-Equity-Beteiligung in Europa. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 19 Prozent. Der Deal-Wert aller Transaktionen lag bei 208,6 Milliarden Euro. Das sind rund vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Deutschland, Österreich und die Schweiz waren vom Rückgang der PE-Transaktionen besonders stark betroffen: 2022 fanden im DACH-Raum insgesamt 437 PE-Transaktionen statt – rund ein Drittel weniger als im Vorjahr (679). Beim Gesamtwert der Deals war der Einbruch noch deutlicher zu spüren: Der Wert ging um 52 Prozent zurück auf 18,1 Milliarden Euro.

Der Gesamtwert der Private-Equity-Deals ist 2022 stärker eingebrochen als die Anzahl an Transaktionen. Der Grund: PE-Investoren fokussierten sich mit Blick auf das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die fehlende Finanzierungsbereitschaft der Banken eher auf das bestehende Portfolio, um die Wertgenerierung voranzutreiben.

Anders als in den Vorjahren interessierten sich die europäischen PE-Investoren nicht am stärksten für den Sektor Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT), sondern für den Bereich Industrielle Produktion. Darauf entfielen insgesamt 36 Prozent aller PE-Deals. TMT und Konsumgüter waren die zweitstärksten Branchen; jeweils 24 Prozent der PE-Transaktionen fanden in diesen Sektoren statt.

Die Studie zeigt jedoch Verschiebungen bei den Schwerpunkten der Investoren: Das pandemiebedingte hohe Interesse an Technologieunternehmen ebbt ab, stattdessen nehmen Investoren immer häufiger Ziele aus den Branchen Energie, Logistik und Infrastruktur ins Visier. Immer populärer werden zudem Targets aus dem Konsumgüterbereich: 40 Prozent der Befragten wollen in den kommenden zwei bis drei Jahren in diesen Sektor investieren. 

  PwC-Report