Die bz berichtet über diverse geschlossene Restaurants in Basel, deren Pächter das Handtuch geworfen haben, wegen hoher Mietforderungen aber keine Nachfolger finden. Immobilienbesitzer sind häufig Immobilienfirmen und Pensionskassen.

«Die hohen Mieten dürften ein Hauptgrund für Leerstände sein. Es gibt Immobilienfirmen oder Pensionskassen, die es vorziehen, ein Objekt leer zu lassen statt es zu einem wirtschaftlich tragbaren Betrag zu vermieten, weil sie Wertkorrekturen in ihren Büchern hinauszögern wollen», sagt Maurus Ebneter vom Basler Wirteverband. Und tatsächlich: Bis auf den «Lällekönig» sind prominente leerstehende Gastro-Lokale meist im Besitz von Immobilienfirmen oder Pensionskassen.

Aktuelles Beispiel: das Café Beschle am Bahnhof. Das Logo prangt noch immer über dem Lokal, auch an den Fenstern klebt der Schriftzug noch. Das Lokal aber ist seit dem 5. Mai «dauerhaft geschlossen», wie es auf einem Zettel an der Tür heisst. Die Schliessung liegt bald zwei Monate zurück – doch weder im Raum noch davor tut sich was. Es sieht aus, als hätte das Café Betriebsferien. Das Haus gehört der Anlagestiftung der UBS für Personalvorsorge, die Wincasa verwaltet es. Die «zuständige Person» war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

  bz