imageDie schweizerische Bankiervereinigung hat vor Jahresfrist eine Studie zur Anlagestrategie der Pensionskassen publiziert, welche explizit den Anstoss zu einem Überdenken der bisher sehr zurückhaltenden Haltung der Kassen bezüglich der alternativen Anlagen geben sollte.

Der SWIC, Verband der Anlageexperten in der beruflichen Vorsorge, hat nun in einem Papier unter dem Titel “Perspektiven des SWIC zu alternativen Anlagen im Portfoliokontext der Schweizer Pensionskassen” das Thema aufgegriffen. Darin heisst es:

Der SWIC bezieht in diesem Artikel zwar keine Stellung für oder gegen alternative Anlagen im Portfoliokontext von Schweizer PKs, erörtert aber wesentliche Perspektiven, die bei Anlageentscheiden zu berücksichtigen sind. Wir beginnen mit drei besonderen Risiken, welche viele alternative Anlagen auszeichnen. Anschliessend diskutieren wir, weshalb diese und weitere spezifische Risiken im beliebten Markowitz-Modell zur Portfolio-Optimierung nicht erfasst werden und weshalb sich daher weiterführende Abklärungen vor allfälligen Investitionen lohnen.

Als besondere Risiken werden bezeichnet und untersucht:

– Intransparenz und Komplexität
– Illiquidität
– Aussagekraft von Track Records.

Schliesslich wird im Fazit festgehalten:

Gemäss BVV2 50 muss die Vorsorgeeinrichtung bei der Anlage des Vermögens das Risiko angemessen verteilen. Diese bewusst vage formulierte Vorgabe ist intuitiv einleuchtend und sinnvoll, weil sie Spielraum für individuelle Lösungen lässt. Aber sie leistet nur wenig Hilfe bei der praktischen Umsetzung einer Anlagestrategie, welche noch ansprechende Renditen erwarten lässt, aber dennoch keine überhöhten Risiken mit sich bringt.

Musterlösungen mit garantiertem Erfolg gibt es leider keine, auch im alternativen Bereich nicht. Aber solche sind auch gar nicht gefordert, denn die Einhaltung der Sorgfaltspflicht reicht aus. Denn blinde Implementierung von Anlagen kann enttäuschend und kostspielig werden, aber das Vernachlässigen von Opportunitäten auch. Entsprechend wichtig ist es. mögliche Lösungen und Ansätze, insbesondere bei alternativen Anlagen, kritisch zu prüfen und dabei verschiedene Perspektiven bei der Betrachtung des heterogenen Universums einzunehmen.

  SWIC Papier /  Studie Bankiervereinigung

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