Michael Ferber befasst sich in der NZZ mit dem Thema variable Renten und der PK SBB, welche sich deren Einführung überlegt. Er schreibt: “Im Juni werde sich der Stiftungsrat der Pensionskasse SBB treffen und über die Einführung eines variablen Rentenmodells befinden, sagt Markus Hübscher, Geschäftsführer der Vorsorgeeinrichtung, im Gespräch. Ziel sei es, die Stabilität der Kasse und damit die langfristige Sicherheit der Renten zu erhöhen. (…)

Es sei nur fair, wenn künftig in schwierigen Zeiten nicht nur die Aktiven einen Beitrag zur Gesundung der Kasse leisteten. Die Pensionskasse SBB bezeichnet Hübscher als «rentnerlastig». Auf rund 28 000 Aktive kämen 27 500 Rentner. Die Pensionskasse SBB gehört mit einem verwalteten Vermögen von rund 15 Mrd. Fr. zu den grösseren Vorsorgeeinrichtungen der Schweiz. Werde das variable Rentenmodell nicht eingeführt, müsste die Kasse den Umwandlungssatz noch stärker reduzieren als mit der Einführung des Modells, sagte Hübscher. Die Pensionskasse SBB hat den Umwandlungssatz zum Oktober 2012 auf 5,8% gesenkt.

Der unabhängige Vorsorge-Spezialist Daniel Dubach geht davon aus, dass dieses Thema noch politischen Gesprächsstoff liefern wird. Das diskutierte Modell der Pensionskasse SBB sorge zwar bei angehenden Rentnern für einige Verunsicherung. Dubach hält es aber für eine legitime Massnahme, um das Problem der vielerorts im Vergleich zur Marktzins-Entwicklung zu hohen technischen Zinsen und Umwandlungssätze zu lindern. Faktisch käme hier das Prinzip zum Tragen, das Lebensversicherer seit langem anwendeten.”

  NZZ

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