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Der Ausfinanzierungsgrad der Schweizer Pensionspläne war über das Jahr 2012 gesehen relativ stabil. Diese scheinbar robuste Entwicklung der Deckungsgrade verschleiert jedoch die Tatsache, dass sowohl die Verpflichtungen als auch das Planvermögen im Verlauf des Jahres stark anstiegen. Die tiefen Rechnungszinsen in Kombination mit den Veränderungen in den internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS) werden 2013 zu signifikant höheren Pensionskosten führen als im Vorjahr. Dies geht aus dem Pensionskassen-Index Swiss Pension Finance Watch hervor, der vierteljährlich von Towers Watson auf Basis internationaler Rechnungslegungsstandards (IAS) veröffentlicht wird.

Im vierten Quartal 2012 zeichnete sich nach einem leichten Negativtrend in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 eine leichte Erholung der Deckungsgrade ab. Der Benchmark Pension Index stieg von 88.4 auf 89.7 Punkte, liegt damit aber immer noch tiefer als vor Jahresfrist mit 90.4 Punkten. Die Verpflichtungen sanken im vierten Quartal leicht um 0.3 Prozent, während das Planvermögen um 1.3 Prozent stieg. Über das ganze Jahr stiegen die Verpflichtungen um fast 11 Prozent, während das Planvermögen um 10 Prozent anwuchs. Dies führt zu einer relativ stabilen Entwicklung der Deckungsgrade über das Jahr 2012.

„Die Rechnungszinsen befinden sich weiterhin in einer Negativspirale. Im vierten Quartal 2012 lagen sie bei 1.62 Prozent, vor Jahresfrist dagegen noch bei 2.41 Prozent. Die vom Kapitalmarkt getriebenen Anlageerträge trugen jedoch dazu bei, den Negativeffekt auf die Unternehmensbilanz zu dämpfen“, sagt John Carter, Senior Consultant bei Towers Watson. Für das kommende Jahr empfiehlt der Experte mit Blick auf das schwierige Zinsumfeld, die Pensionsverpflichtungen sehr gut im Auge zu behalten. Dies gilt insbesondere für multinationale Firmen, die nach IAS bilanzieren, denn die Änderungen in den Rechnungslegungsstandards werden ihre Pensionskosten merklich erhöhen.

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