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Wie einem Beitrag von Werner Enz in der NZZ zu entnehmen ist,  wurde bei der Vorsorgeeinrichtung Profond der langjährige Stiftungsratspräsidenten Herbert Brändli durch Olaf Meyer, Professor an der Universität Freiburg, abgelöst. Enz schreibt: “Dass das Haus gut bestellt sei, kann nicht behauptet werden, denn der Deckungsgrad sank 2011 infolge der negativen Performance von 5% um 6,8 Punkte auf 92,8%. Notabene werden Verbindlichkeiten mit einem (sehr stolzen) technischen Zins von 4% diskontiert.”

Weiter hält er fest: “Ein Blick in die Bilanz zeigt, dass die Wertschwankungsreserve nicht nur null beträgt, sondern das Stiftungskapital als Folge der Unterdeckung mit minus 269,7 Mio. Fr. verbucht ist. Weiter fällt auf, dass das Deckungskapital für Rentner 2011 um satte 65% auf 1,1 Mrd. Fr. stieg; Profond verbuchte 470 Mio. Fr. Einlagen aus dritten Stiftungen.”

“Brändli wäre nicht Brändli, wenn er zum Abschied nicht einigen die Leviten lesen würde. Ein Vorwurf lautet, in Sammelstiftungen der Versicherer verschwinde viel Geld. Den Politikern sodann wird vorgehalten, sie hätten mit Art. 46 BVV2  eine «Lex Profond» geschaffen; es geht in besagtem Artikel um Einschränkungen von Leistungsverbesserungen, wenn Wertschwankungsreserven nicht in genügendem Masse geäufnet sind. Die Profond mag diverse Probleme haben, doch gewiss nicht in diesem Kontext, denn sie hat seit 2008 dem Crash am Aktienmarkt gar keine Reserven mehr, um Wertschwankungen abfedern zu können. Eine Aktienquote von fast 50% ist auf diesem Hintergrund gerade aus Sicht der Rentner zu hinterfragen.”

 Jahresbericht Profond

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