PW. Im Tages-Anzeiger fasst Hubert Moser die aktuelle Verfassung der  Pensionskassenwelt aus seiner Sicht zusammen. Im Zentrum steht der Umwandlungssatz. Moser richtet sich in der Beurteilung der Notwendigkeit einer Senkung an der Politik der SP aus und insbesondere an Aeusserungen von NR Stéphane Rossini (SP Wallis). Demzufolge ist die tiefe Verzinsung eine vorübergehende Erscheinung und die Senkung des Umwandlungssatzes erst dann zu diskutieren, wenn die Versicherungen und Vermögensverwalter nicht mehr länger Milliardenbeträge abkassieren. Das ist alles nicht neu und überraschend und auch die ideologisch eingefärbte Behandlung des Themas durch den TA ist es nicht.

Fragt man sich als Leser: Reicht der Ehrgeiz der Tages-Anzeiger-Redaktion wirklich nicht weiter als bis zu einer so oberflächlichen um nicht zu sagen abstrusen Darstellung einer Frage von so hoher sozialpolitischer Bedeutung? Es reicht wohl der folgende Abschnitt, um den Artikel als ganzes verlässlich einschätzen zu können: “Das bei der 2. Säule angesparte Kapital muss also für eine längere Zeit ausreichen. Um das auszugleichen, braucht es entweder höhere Beiträge oder tiefere Renten. Nur ist die Linke nicht bereit, darüber zu diskutieren, solange die Pensionskassen bei der Verwaltung der Guthaben Milliardenbeträge auf Kosten der Versicherten abkassieren – ganz legal. Sie dürfen von den Bruttoerträgen 10 Prozent für sich abzweigen. Die Verwaltung der Pensionskassengelder kostet so über 20-mal mehr als jene der AHV.” Falls das nicht reichen sollte, führen Sie sich die Leserkommentare zu Gemüte. Aber seien Sie gewarnt, es  kommt noch schlimmer.

 Tages-Anzeiger

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