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Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen realisieren eine durchschnittliche Performance von -5.46% in der ersten Jahreshälfte 2008, bzw. von -6.0% per Ende September. Aufgrund der Banken- und Finanzkrise wird sich das Jahr 2008 (zusammen mit 1990) wohl als schlechtestes Jahr seit Einführung des BVG erweisen. Nur die (direkten und indirekten) inländischen Immobilienanlagen realisieren eine (geringe) positive Performance in den ersten 9 Monaten. Der Deckungsgrad sämtlicher Vorsorgeeinrichtungen fällt per Ende Juni (mit durchschnittlich 104%) auf das Niveau von Mitte 2005 zurück. Die Verschärfung der Lage wird durch den gleichzeitigen Rückgang der Wertschwankungsreserven (rund 6% per Ende Juni) bestätigt.

Der VorSorge- Barometer belegt die Verschlechterung der Stimmung bei den Anlegern, die dennoch keine grundlegende Änderung ihrer langfristig ausgerichteten Asset Allokation in Betracht ziehen. Bezüglich der Effizienz der Vermögensverwaltung sind bedeutende Differenzen zu beobachten.

Wie in den vorhergehenden Umfragen ist eine signifikante taktische Übergewichtung der flüssigen Mittel festzustellen; untergewichtet sind jedoch nicht mehr länger die CHF-Obligationen, sondern die ausländischen Aktien. In beiden Fällen ist diese Entwicklung als Zeichen einer vorsichtigen Haltung gegenüber der Marktentwicklung und vor allem gegenüber den Aktienmärkten zu deuten. Das Gewicht der alternativen Anlagen – Hedge Funds, Rohstoffe und Private Equity – steigt weiter an und erreicht nun, aufgrund der sinkenden Aktienkurse und der zusätzlichen Anlagen in diesem Bereich, beinahe 7%.

Die im Rahmen der Umfrage erhobenen Daten, insbesondere der VorSorge-Barometer und die taktische Allokation, legen nahe, dass die Teilnehmer davon abgesehen haben, ihre Positionen in flüssigen Mitteln massiv aufzustocken oder die risikoreichsten Anlagen (Aktien) in ihrer Asset Allokation massiv zu reduzieren. Sie ziehen auch nicht in Erwägung, ihre strategische Allokation wesentlich zu verändern, obwohl sie sehr besorgt über die Gesamtperformance, die Volatilität und den Einbruch des Deckungsgrades sind.

Die Antworten belegen ebenfalls, dass die Teilnehmer den Bereich, den sie am besten unter Kontrolle haben, d.h. die Verwaltung, zuversichtlich beurteilen. Diese Beobachtungen zeigen auf, dass die Vorsorgeeinrichtungen ihrem Standpunkt als langfristig ausgerichtete Anleger treu bleiben und in den
meisten Fällen einen Aktivismus mit ungewissem Ergebnis vermeiden. Damit stellen sie einen Faktor der Stabilität in einem von Turbulenzen geprägten Marktumfeld dar.

Der zweite Teil der Ergebnisse zum aktuellen Thema « Reporting und Controlling » wird am 30. Oktober 2008 veröffentlicht.

Mitteilung Inst. Survey

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