UBS veröffentlichte im Juni eine Studie, die weit über klassische BVG-Reformen hinausgeht. Vorgeschlagen bzw. diskutiert wird ein grundlegender Umbau des Schweizer Vorsorgesystems – unter anderem mit einer stärker kapitalgedeckten ersten Säule und einer obligatorischen Pflegeversicherung. UBS bezeichnete das Modell ausdrücklich als weitreichendes Gedankenexperiment und nicht als konkreten politischen Reformvorschlag. Trotzdem ist die Publikation bemerkenswert, weil damit erstmals von einer Grossbank ein grundsätzlich neues Architekturmodell der Schweizer Altersvorsorge öffentlich diskutiert wurde.
Fazit: Die Diskussion verschiebt sich damit von der Frage „Wie reparieren wir AHV und BVG?“ zunehmend zu „Wie muss ein Vorsorgesystem für die nächsten 30–50 Jahre überhaupt aussehen?“ – Experten kritisierten die Vermischung der Finanzierungsquellen, begrüssten aber das Bestreben nach mehr Generationengerechtigkeit und einer nachhaltigeren und transparenteren Finanzierung.
UBS Studie: Diskussionsbeitrag zu einem nachhaltigeren Schweizer Vorsorgesystem

