Nach dem Tages-Anzeiger hat auch die NZZ das Thema der  Bevölkerung im Pensioniertenalter aufgegriffen. Das Blatt verweist auf das ungenutzte Potenital. Melanie Häner-Müller vom Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Uni Luzern schreibt: 

Wenn über Generationengerechtigkeit diskutiert wird, stehen die 65- bis 70-Jährigen zunehmend am Pranger. Sie sind frisch pensioniert, beziehen neu eine 13. AHV-Rente, gelten als reisefreudig und haben selbst zu wenige Kinder grossgezogen, damit die demografische Rechnung heute aufgeht. Der Vorwurf ist schnell formuliert: eine privilegierte Altersgruppe, die Ressourcen bindet und den Jüngeren zur Last fällt.

Doch dieses Bild greift zu kurz. Diese Generation hat entscheidend zum heutigen Wohlstand beigetragen. Vor allem aber wird verkannt, wie leistungsfähig sie heute wäre – und wie wenig unsere Institutionen dieses Potenzial nutzen. (…)

Diese Altersgruppe ist deutlich fitter, als es die Institutionen der Altersvorsorge unterstellen. Das gesetzliche Rentenalter – neu Referenzalter genannt – markiert längst keine gesundheitliche Zäsur mehr, sondern bloss eine administrative.

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