Internationale Spannungen und Aufwertungsdruck auf den Franken
Die (allzu grosse) Attraktivität des Frankens als sichere Währung zwingt die SNB laufend zu Leitzinssenkungen. Ein nächster Schritt würde erneute Negativzinsen bedeuten, mit den bekannten Folgen für die 2. Säule. Tiefe Zinsen haben aber auch Vorteile. Die UBS zeigt sie in ihrem Outlook September 25 auf:
- Die globale Landschaft für Zufluchtswährungen verändert sich. Jüngste Entwicklungen – darunter Änderungen in Handelspolitiken, Kapitalflüssen und fiskalischen Aussichten – veranlassen Anlegerinnen und Anleger, traditionelle Reservewährungen neu zu bewerten. Der Schweizer Franken hat als «sicherer Hafen» an Bedeutung gewonnen, was seine Stabilität und starken Fundamentaldaten widerspiegelt.
- Da Investoren bereit sind, eine Prämie für sichere, liquide Vermögenswerte zu zahlen, senkt die Attraktivität des Schweizer Frankens Zufluchtswährung die Zinssätze in der Schweiz um geschätzte 2 Prozentpunkte. Dadurch sparen Schweizer Haushalte und Unternehmen zusammen jährlich geschätzte 28 Milliarden CHF an Zinszahlungen, während die öffentliche Hand etwa 5 Milliarden CHF pro Jahr an Zinszahlungen einspart.
- Ein starker Schweizer Franken kommt auch den Konsumenten zugute, da importierte Waren und Dienstleistungen erschwinglicher werden. Seit 2009 haben diese Einsparungen, basierend auf dem oberen Ende dieser Schätzungen, durchschnittlich etwa 0,3 Prozent des privaten Konsums pro Quartal oder 1,2 Milliarden CHF (annualisiert) ausgemacht.

