Hansueli Schöchli seziert in der NZZ mit scharfem intellektuellem Besteck den Staf-Kuhhandel. Seine Schlussfolgerung:

Das Problem der Einschränkung der Volksrechte bleibt. Das Parlament hätte im Prinzip genügend Spielraum für einen Kompromiss innerhalb der Steuerreform gehabt; diese Reform enthält auch ohne AHV-Zusatz viele Stellschrauben. Der Ausgang einer allfälligen Referendumsabstimmung über eine «reine» Steuerreform wäre ungewiss gewesen; jede Veränderung einer Stellschraube hätte zwar eine Seite besänftigt, aber dies zum Preis einer potenziell grösseren Gegnerschaft auf der anderen Seite. Doch so ist das Leben in der direkten Demokratie. Wer gegen Unsicherheiten von Volksabstimmungen ist, sollte nach Nordkorea auswandern. Man muss es deutlich sagen: Es war die Angst vor dem Volk, welche viele Befürworter der Steuerreform in den Deal mit den AHV-Milliarden getrieben hat.

  NZZ