Am Forum “Nachhaltig Investieren 2018” der FuW kam bei einem Referat von Ambachtsheer auch zur Sprache, ob die berufliche Vorsorge der Schweiz aufgrund der grossen Zahl meist kleiner Pensionskassen Renditeeinbussen erleidet. Cash schreibt dazu:

Losgelöst vom Thema der Nachhaltigkeit diskutierten Keith Ambachtsheer vom International Centre for Pension Management der University Toronto und Luzius Neubert von PPCmetrics das sogenannte Kanada Modell. Ambachtsheer meint: „Die Schweiz hat circa 1’600 Pensionskassen, die etwa 900 Milliarden CHF verwalten. Kanada dagegen hat acht sehr grosse Fonds, die 1’200 Milliarden Kanadische Dollar verwalten. Diese acht Fonds übertrafen in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt ihren Vergleichsindex netto um 60 Basispunkte.“

In einer Studie über 139 Schweizer Pensionsfonds hingegen sah das Ergebnis mit minus 70 Basispunkten, also einer Differenz von 130 Basispunkten weniger erfreulich aus, meint der Experte. Er argumentierte, dies liege an Skaleneffekten und daran, dass diese kanadischen Fonds von Finanz- und Investmentprofis geführt werden.

Neubert verteidigte den Schweizer Pensionsmarkt und vertrat die Meinung, dass die kanadischen Fonds einen deutlich höheren Risikoappetit hätten und mit Leverage arbeiten würden. Ausserdem seien die Kanadier bis zu 50% in privaten Märkten investiert, sodass die Performancezahlen mit Vorsicht zu betrachten seien.

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