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Die Sonntagszeitung befasst sich mit der Anpassung der technischen Parameter bei den Kassen von CS und UBS.

Die UBS begründet die Massnahmen mit den tiefen Zinsen, mit erwarteten niedrigen Anlagerenditen und der steigenden Lebenserwartung. Mit ihren Einschätzungen zu den Renditen zeigt sie sich äusserst pessimistisch. «Die UBS geht von einem sehr düsteren Szenario mit schlechten Renditen aus», sagt Heinz Rothacher, Chef des Pensionskassenberaters Complementa.

Die UBS-Pensionskasse rechne so, als ob das Tiefzinsumfeld noch 20 Jahre oder mehr andauern werde, was aber sehr fraglich sei. Laut Stefan Thurnherr, Vorsorgeexperte beim VZ Vermögenszentrum, herrscht fast schon Katastrophenstimmung. «Pensionskassen mit Umwandlungssätzen unter 4,5 Prozent rechnen extrem konservativ. Ich halte das für übertrieben.»

Auch die Pensionskassen anderer Branchen haben die Sätze bereits gesenkt. Doch der weitergehende Schritt der UBS hat laut Heinz Rothacher Signalwirkung. «Die Grossbank durchbricht als erster grosses Unternehmen die Marke von 4,5 Prozent. Dies könnte einen Nachahmereffekt auslösen.» Neben den beiden Grossbanken haben verschiedene Kantonalbanken Senkungen angekündigt oder umgesetzt. Weitere Banken dürften folgen.

Während Geldhäuser wie die UBS und die Zürcher Kantonalbank die tieferen Umwandlungssätze mit einmaligen Zuschüssen abfedern, gibt es für die Angestellten der Credit Suisse keine solchen dämpfenden Massnahmen. Credit Suisse und Basler Kantonalbank zwingen ihre Pensionäre zudem, ab einem bestimmten angesparten Vermögen einen Teil des Altersguthabens bei der Pensionierung in bar zu beziehen.

  Artikel Sonntagszeitung

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