Die Regionalgruppe der Nordwestschweizer BVG-Aufsichtsbehörden (Basel-Stadt, -Land und Solothurn) hat am 17. und 31. August in Liestal ihre diesjährige Informationsveranstaltung durchgeführt. Im Zentrum stand die Umsetzung der BVG-Revision mit den Themen technische Rückstellungen (Referat Stephan Gerber), Fer 26 (Roland Sauter) sowie die Gestaltung und Genehmigung der neu geforderten Reglemente. Die Swissfirst-Problematik durfte im aktuellen Zeitpunkt natürlich nicht übergangen werden. Christina Ruggli, Leiterin Aufsicht Basel-Stadt, nahm dazu in einem kurzen Statement Stellung. Sie rief die Teilnehmer auf, sich zu Wort zu melden. Sonst befürchte sie den "Effekt der FCB-Fankurve": wer sich nicht rechtzeitig und deutlich distanziere, gehöre als Mitläufer dazu.

Für die Herbstsession erwartet sie mit Blick auf das bevorstehende Wahljahr parlamentarische Vorstösse aus allen Richtungen, welche darauf hinsteuern, dass eine zentrale Aufsicht analog zur EBK errichtet wird. "Kommt jedoch diese zentrale, EBK-ähnliche Aufsicht, dann ist dies eine Bankrotterklärung für das heutige System der sozialpartnerschaftlich geführten Vorsorgeeinrichtungen und die laufenden und geplanten Verstärkungen des Systems. Die medienwirksam ausgeschlachtete Affäre um die angesprochene Bankenfusion muss den Befürwortern einer Zentralaufsicht äusserst gelegen kommen und es ist daher wohl kaum ein Zufall, dass die Wogen derart hoch gehen," führte sie aus. Schliesslich bestätigte Ruggli, dass die Abklärungen laufen und dass Transparenz im Interesse aller Beteiligter geschaffen werde.

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