imageDer AHV-Ausgleichsfonds warnt vor einem Nein am 24. September, weil er dann weniger Risiko eingehen und keine Startups finanzieren könne. Die Gegner der Vorlage widersprechen, schreibt Simon Gemperli in der NZZ. Im Artikel heisst es dazu:

Compenswiss mache keine Politik, sagt Präsident  Manuel Leuthold auf Anfrage. Die Reform sei ein Kompromiss mit verschiedenen Elementen, die unterschiedlich beurteilt und gewichtet werden könnten. Aus der Sicht des Ausgleichsfonds sei eine Annahme der Vorlage aber wünschenswert, weil damit die Finanzen für 10 bis 12 Jahre stabilisiert würden.

Martin Kaiser, beim Schweizerischen Arbeitgeberverband zuständig für Sozialversicherungen, kann der Argumentation Leutholds nichts abgewinnen. «Auch Compenswiss und Herr Leuthold sollten an einer echten Lösung interessiert sein, welche die Renten und die finanzielle Stabilität der Altersvorsorge nachhaltig sichert und damit auch die für eine optimale Anlagestrategie zentrale Rechtssicherheit und Systemstabilität schafft», sagt Kaiser.

Compenswiss-Präsident Leuthold begründet seine positive Haltung zur Vorlage auch mit der Möglichkeit, in Anlageklassen zu investieren, die weniger liquid sind. Konkret nennt er Private Equity, ausländische Immobilien oder die Finanzierung von Startups. Letztgenanntes wird auch immer wieder von der Politik gefordert. Compenswiss hat entschieden, entsprechende Investitionen insbesondere in Venture-Capital nur bei einem Ja zur Altersvorsorge 2020 zu tätigen.

  NZZ / LeTemps

Share on FacebookShare on LinkedInTweet about this on TwitterEmail to someone