Claude Chatelain hat in Cash die Lösung, wie die 2. Säule “wirklich frauenfreundlich” würde. Seine Lösung: Abschaffung des Koordinationsabzugs.

Arbeitet man nur 50 Prozent, so halbiert sich der Bruttolohn auf 30’000, doch der Koordinationsabzug von 25’095 bleibt. Das heisst, der versicherte Lohn beträgt nur noch 4905 Franken. (“10 vor 10” verwechselte übrigens den Koordinationsabzug mit der Eintrittsschwelle. Na ja, kann passieren. Ist halt kompliziert).

Fazit: Wer Teilzeit arbeitet, zieht oft den Kürzeren. Deshalb ist der Koordinationsabzug nicht einfach nur frauenfeindlich, sondern Teilzeitbeschäftigten-feindlich. Denn bestraft werden auch Paare, wenn sie beide Teilzeit arbeiten und sich Haushalt und Kinderbetreuung aufteilen. Mit der Halbierung des Koordinationsabzugs würde die Benachteiligung der Teilzeitbeschäftigten zwar abgeschwächt, aber nicht eliminiert.

Melanie Mettler, grünliberale Nationalrätin aus dem Kanton Bern, wollte mithilfe der FDP-Fraktion den Koordinationsabzug ganz abschaffen. Sie erhielt aber in der zurückliegenden Wintersession keine Mehrheit. Selbst die links-grüne Seite verwehrte ihr die Unterstützung.

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