Der Grenchner Gemeinderat hat den Sanierungsmassnahmen für die Städtische Pensionskasse oppositionslos zugestimmt. Der Lohnabzug für städtische Angestellte steigt. Das Rentenalter wird von 64 auf 65 Jahre angehoben und das Leistungsprimat durch das Beitragsprimat ersetzt. Weil die Lebenserwartung steigt und die Erträge im Kapitalmarkt zurückgehen, müssen die Versicherten höhere Lohnabzüge gewärtigen, können diese aber auch selber beeinflussen.

Einige Fragen warf  gemäss Grenchener Tagblatt die Neuvergabe der Krankentaggeldversicherung der städtischen Angestellten auf. Die Versicherungsgesellschaft AXA Winterthur hatte diesen Vertrag nämlich wegen ungünstigem Schadensverlauf gekündigt, wie Finanzverwalter David Baumgartner darlegte. Trotz Konkurrenz-Ausschreibung müssen neu über 200’000 Franken zusätzliche Prämien bezahlt werden. «Wenn da die Krankheitstage aus dem Ruder laufen, wäre es höchste zeit, ein Case Management einzuführen», forderte etwa Daniel Hafner (SP).«Manchmal genügt ein Telefon des Chefs schon, um den Leuten zu zeigen, dass sie vermisst werden. Das kann viel bewirken.» Stadtpräsident François Scheidegger versprach, in Absprache mit der Personalchefin, mögliche Massnahmen zu prüfen.

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