In einem Interview mit dem Blick liess NSB-Präsident Roth verlauten, dass er Stimmen, die für eine kleinere Anzahl Pensionskassen plädieren, begrüsse. Derzeit gebe es 8000 Kassen; er bezweifle sehr, das es genügend kompetente Chefs gebe, soviele Kassen gut zu führen.

Allerdings darf auch an an der Kompetenz des SNB-Chefs gezweifelt werden, jedenfalls was die berufliche Vorsorge angeht. Die Zahl von 8000 Pensionskassen geistert zwar schon seit einiger Zeit im Zusammenhang mit dem Swissfirst-Fall durch die Medien ("Experte" Greter hat sie lanciert), sie stimmt jedoch nicht. Gemäss der neusten Erhebung 2004 des Bundesamtes für Statistik beträgt die Zahl noch 2935 Pensionskassen. Vielleicht entspricht dies eher den Vorstellungen der Nationalbank.

Es wäre wünschenswert, wenn die jetzt von den Medien zur endlosen Ausschlachtung des Swissfirst-Falles aufgebotenen "Fachleute" ein Minimum Skepsis und Zurückhaltung entwickeln würden, bevor sie sich für die allzu offensichtlichen Eigeninteresse der Presse (und insbesondere der Ringierpresse) instrumentalisieren liessen.
Tages-Anzeiger Online | Wirtschaft

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