NZZ: Probleme bei der grenzüberschreitenden beruflichen Altersvorsorge
Die Unternehmen rufen nach mobilen, flexiblen Arbeitskräften – doch wer während seiner Karriere das Land wechselt, stösst bei der Altersvorsorge in der zweiten Säule häufig auf Probleme. Mit der Globalisierung erschliessen Schweizer Unternehmen weltweit neue Märkte. Gleichzeitig trocknet hierzulande der Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus, und die Firmen sind auf ausländische Experten angewiesen. Diese Entwicklungen erfordern mobile und flexible Arbeitnehmer. Besonders bei Führungskräften ist grenzüberschreitende Mobilität in den meisten Unternehmen an der Tagesordnung. Diese wirft aber einige Fragen im Sozialversicherungsrecht auf, die sich besonders bei der beruflichen Vorsorge über Pensionskassen (zweite Säule) stellen.
Gemäss den Beratern von Watson Wyatt behindert die jetzige Gesetzeslage an einigen Stellen die Freizügigkeit von Arbeitnehmern. Dies gilt sowohl für Arbeitnehmer, die hierherkommen, als auch für Schweizer, die in anderen Ländern arbeiten. Dabei ist das grundsätzlich geltende «Erwerbsortprinzip» klar definiert: Es besagt, dass Berufstätige dem Sozialversicherungssystem desjenigen Landes unterstehen, in dem sie arbeiten.
BSV-Ausschreibungen: Forschungsprojekt Hilflosenentschädigung IV
www.rentenklau.ch
Unter dem programmatischen Titel "Rentenklau" ist eine Website gestartet worden, welche mit wirren Argumenten und Rechnungen aufzeigen will, was den Versicherten durch die behördlich festgesetzten Parameter an Vorsorgegeldern angeblich verloren gehen.
Scor will Schweizer Pensionskassen entgegenkommen
Der französische Rückversicherer Scor macht bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Converium einen Schritt auf die Schweizer Investoren zu: So soll Scor bei dem Zusammengehen der beiden Konzerne an der Schweizer Börse kotiert werden. «Das entspricht einem klaren Bedürfnis der Aktionäre, also setzte ich mich dafür ein», sagte Scor-Chef Denis Kessler in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft». In Gesprächen mit Schweizer Investoren und Pensionskassen habe er festgestellt, dass die Frage der Kotierung der Aktien sehr wichtig sei.
ASIP – Mitgliederversammlung
Unterlagen über die Mitgliederversammlung des Schweizerischen Pensionskassenverbandes vom 11. Mai 2007 mit Angaben über den neuen Präsidenten Christoph Ryter.
ASIP Mitgliederversammlung: Ryter folgt auf Ender
Die Mitgliederversammlung des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP wählte erwartungsgemäss Christoph Ryter, den Chef der PK Alcan, zum neuen Präsidenten. Er erhielt 118 von 126 Stimmen. Die Wahl war in Abwesenheit weiterer Kandidaten unbestritten. Sie ist bemerkenswert, weil sich damit wohl auch ein Generationenwechsel in den Gremien der Beruflichen Vorsorge (hoffentlich) abzeichnet. Dieser setzte sich allerdings bei den Wahlen in den Vorstand vorerst nicht fort. Von den 20 Mitgliedern stellten sich 17 einer Wiederwahl. Zurückgetreten war bereits vor Jahresfrist Jean-Pierre Steiner von der PK Nestlé, dieses Jahr folgten Armin Braun (PK der Stadt Zürich) und Urs-Peter Amrein (Gastrosuisse). Nachdem Ryter mit seiner Wahl auch im Vorstand Einsitz genommen hatte, blieben lediglich zwei Vakanzen neu zu besetzen. Gewählt wurden Verena Kupper von der PK der Stadt Zürich und Martin Leuenberger, Direktor der PK des Baumeisterverbandes.
Hans Ender liess in seiner Ansprache noch einmal die Ereignisse der letzten drei Jahre seiner Präsidentschaft mit ihren Ups and Downs Revue passieren und widmete schliesslich dem mutigen Projekt des «Neuen BVG» einen Grossteil seiner Ausführungen. Eine Umfrage bei den Mitgliedern hat ergeben, dass grundsätzlich das Projekt von praktisch allen Mitgliedern unterstützt wird. Vorbehalte bestehen gegen die Abschaffung des Koordinationsabzugs, die Höhe des Beitragssatzes und den Wegfall der Garantieren. Ender wies mehrfach darauf hin, dass die bestehenden Garantien zweifelhafter Natur sind und das Neue BVG dafür die Sicherheit biete,
dass die Versicherten auch das erhielten, was ihnen gehöre, ohne verdeckte und und andere unerwünschte Solidaritäten.
Ryter seinerseits nannte vier Herausforderungen, denen er sich stellen müsse, wobei er an erster Stelle das Neue BVG erwähnte. Weiter auf der Liste stehen für ihn die Frage der Loyalität, die Ausbildung im PK-Bereich sowie die Oeffnung der Schweiz für europäische Vorsorge-Lösungen.
SA: Swiss pension funds buy into junior platinum explorers fund
Swiss pension funds have bought 20% of the Best Asset Class (BAC) Platinum Fund, marketed as the world’s only platinum fund, as junior platinum stocks are undervalued and demand for the green metal is set to grow.
Best Asset Class (BAC) fund manager Bernard Loriol said that Swiss Pension Funds now had a 20% asset holding in the Bushveld platinum fund invested in junior platinum companies in the South African Bushveld complex compared to a zero holding three months ago. He said pension funds were likely to increase holdings in the fund when it established a 3 year track record towards the end of the year. Sophisticated Swiss pension funds that had already invested in the fund sought the returns commodities offered and were disappointed with the performance of some indexes, according to Loriol.
Andre Ludin of the Novartis Pension Fund in Switzerland said liquidity could be an issue if one made a large investment in the Bushveld Fund, but the «small» platinum companies offered good value as only 6 to 10% of their reserves were included in their net asset values (NAVs). This compared to the NAVs of major platinum producers, which accounted for about 80% of company reserves. «The small companies will finally perform better,» Ludin said.
He said investors had a choice between investing in Exchange Traded Funds or the platinum metal, big companies such as Anglo Platinum and Lonmin that are expensive for newcomers and small companies or the Bushveld fund that spreads the risk over a number of juniors and are currently undervalued. He said the company has invested in platinum as it believes it is an investment in the future. Demand will come from autocatalysts, energy battery sales and issues such as pollution in China that will have to be addressed.
Kritik am Pensionskassen-Management
Viele Schweizer Pensionskassen arbeiten bei der Verwaltung der Versichertengelder mit veralteten Methoden. Um in den kommenden Jahren neue Ertragsquellen zu erschliessen, sind Veränderungen bei den verwendeten Kennzahlen, der Risikostreuung und dem Vermögensmanagement notwendig. Dies war der Tenor der Vorträge von Branchenexperten an einem Investoren-Anlass des Vermögensverwalters State Street am Donnerstag in Zürich, schreibt die NZZ
L’OCDE plaide pour une meilleure protection des plans de retraite professionnels
Débat public au Crédit Suisse sur le sort des forêts tropicals
Une assemblée générale peut-elle être un lieu de débat sur la rémunération des dirigeants ou l’impact environnemental des activités de l’entreprise ? Le Crédit Suisse a expérimenté cette double pratique novatrice lors de la réunion de ses actionnaires, organisée le 4 mai à Zürich. Ethos, fondation rassemblant 75 fonds de pension suisses, engagée sur l’ISR est à la pointe de cette forme d’engagement actionnarial, pas encore pratiquée en France.
Griechische Journalisten streiken wegen Pensionskasse
Wegen eines 24-stündigen Journalistenstreiks ist Griechenland von aktuellen Nachrichten abgeschnitten gewesen. Grund für den Streik ist eine Korruptionsaffäre um die Renten- und Pensionskasse der Medienschaffenden. 130 Millionen Euro aus der Kasse sollen von deren Verwaltern in Staatsanleihen investiert worden sein. Die einflussreiche Athener Journalistengewerkschaft fordert die Rückzahlung der Summe in die Rentenkasse. Wegen das Skandals war Arbeitsminister Savvas Tsitouridis im April von seinem Amt zurückgetreten.
Afiaa erwirbt Salzburger Gewerbe-Immobilien
«Salzburg ist Jagdrevier internationaler Immobilienhaie. Die Schweizer Pensionskassen wollen heuer bis zu 150 Millionen € anlegen», schreibt das oesterreichische «Wirtschafts-Blatt». Die Afiaa Investment AG (verantwortlich für die Geschäftsführung der Afiaa Anlagestiftung) hat in Salzburg um 31,3 Millionen € sechs Gewerbe-Objekte gekauft. „Salzburg bietet die besseren Ankaufsrenditen als Wien. Daher weichen wir dort aus», sagt Afiaa-CEO Hans Jürg Stucki gemäss Wirtschafts-Blatt.
IBM plant Massenentlassungen zur Schonung der Pensionskasse
Insidern zufolge plant IBM Global Services in den USA bis zu 100’000 Arbeitsplätze durch Entlassungen und Ausgliederung abzuschaffen. Durch die Massnahmen soll sich IBMs Kapitalstruktur aus Sicht der Anleger verbessern, da langfristig weitaus geringere Beiträge in den Pensionskassen für die US-Mitarbeitenden gebunden wären. Ab 2008 will IBM zudem keine weiteren Zahlungen in die Pensionskassen seiner Beschäftigten fliessen lassen. Mit einem Lohnzuschlag sollen diese künftig privat in ihre Rentenversicherung investieren.
SGK Ständerat: Spätere Senkung des Umwandlungssatzes
Der Bundesrat hat in seiner Botschaft für 2008 eine Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,9 Prozent vorgeschlagen und dann einen weiteren Abbau in Etappen auf 6,4 Prozent im Jahr 2011. Die Sozialkommission des Ständerates beantragt, mit dem Abbau 2009 zu beginnen und die 6,4 Prozent erst 2014 anzupeilen. Eine Minderheit möchte den Satz erst in den Jahren 2014 bis 2018 senken. Die SP-Minderheit bekämpft jegliche Senkung. Sie musste sich aber schon beim Eintreten und mit 6 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung auch in der Gesamtabstimmung geschlagen geben. Mit dem Bundesrat und den angehörten Experten ist die SGK-Mehrheit der Ansicht, dass eine zusätzliche Senkung des Umwandlungsatzes angesichts der höheren Lebenserwartung und langfristig tieferer Renditerwartungen unausweichlich ist. «Immer noch nötig, aber weniger schrötig» sei ihr Motto, sagte Bruno Frick (CVP/SZ).
Laut Frick seien vorab die Quersubventionen zu verringern, mit der die Beschäftigten die überhöhten Renten finanzierten. Bleibe der Satz wie vom Parlament beschlossen, machten diese 2008 bis 2018 insgesamt 5,4 Milliarden Franken aus. Beim Bundesrat seien es 700 Millionen, bei der Mehrheit 1,5 Milliarden, bei der Minderheit 4 Milliarden.
Die SGK habe den Ausgleich zwischen den Interessen der Aktiven und der Rentner gefunden, zeigte sich Frick überzeugt. Dank der Korrektur durch die Kommission fällt die Rentensenkung nun für die zwischen 2008 und 2013 Pensionierten deutlich tiefer aus als nach den Plänen des Bundesrates.
Für Männer mit Jahrgang 1948 verringert sich die jährliche Maximalrente (Ausgangspunkt AHV-Lohn 79 560 Franken) so statt um 1274 nur um 849 Franken. Bei einem AHV-Lohn von 39 280 Franken sind es statt 334 bloss 222 Franken. Für den Jahrgang 1949 ist der Verlust dann mit 1181 bzw. 310 Franken bei Bundesrat und Kommission gleich gross.
Antrag der BVG-Kommission für 2,75% Mindestzins
(sda) Der Mindestzinssatz für Pensionskassenguthaben soll für das Jahr 2008 von 2,5 auf 2,75 Prozent angehoben werden. Das beantragt die Eidgenössische Kommission für die berufliche Vorsorge dem Bundesrat. Den Arbeitnehmern ist das zu wenig. Der Entscheid sei klar gefallen, sagte Kommissionspräsident Claude Frey auf Anfrage. 16 Mitglieder stimmten für 2,75 Prozent, nur zwei für 2,5 Prozent; zwei Mitglieder enthielten sich der Stimme.
Den Arbeitnehmervertretern in der Kommission war die Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt allerdings nicht genug. Sie hatten beantragt, den Mindestzinssatz von 2,5 auf 3 Prozent anzuheben, wie die Gewerkschaft Angestellte Schweiz mitteilte. Auch die Angestellten sollten etwas von den guten Jahren der Märkte haben.
Die Kommission lehnte den Antrag jedoch knapp ab, wie Frey sagte. 8 Mitglieder stimmten für 3 Prozent, 11 für 2,5 Prozent und ein Mitglied enthielt sich der Stimme. Laut den Angestellten Schweiz stimmten neben Arbeitnehmern auch Arbeitgebervertreter aus der Romandie für die starke Erhöhung.



