NZZ: "Fonds-Industrie entdeckt qualifizierte Anleger"
Seit Anfang 2007 besitzt die Schweiz ein neues Fondsgesetz. Ein zentrales Anliegen des KAG bleibt der Anlegerschutz. In Erweiterung der unter dem Anlagefondsgesetz (AFG) umgesetzten «Fonds für institutionelle Anleger» werden neu die Investorenschutz-Bedürfnisse differenziert, und mit dem «qualifizierten Anleger» aufgrund des verminderten Schutzbedarfs wird ein Typus definiert, welchem ein grösseres Anlage-Universum offensteht. Irland und Liechtenstein ermöglichen einem einzelnen qualifizierten (Privat-)Anleger die Auflegung eines Fonds mit nur einer Anlage.
Die Schweiz verfolgt mit minimal fünf Investoren eine restriktivere Praxis als ihre Wettbewerber. Eine Aufhebung dieser vergleichsweise starken Einschränkung lässt die Eidgenössische Bankenkommission nur aufgrund der Destinatärs-Theorie zu: So ist Pensionskassen die Auflegung von Einanleger-Fonds gestattet, weil dahinter eine Vielzahl von Anspruchsberechtigten steht. Umgekehrt wird ein einzelner qualifizierter Privatanleger sein Depot weiterhin nicht in eine separate Fondsstruktur überführen können.
Fonds-Industrie entdeckt qualifizierte Anleger
Pension funds believe Widows‘ advice cost £1bn
Scottish Widows faces a compensation claim for up to £1bn after allegedly giving negligent advice to about 100 company pension schemes. The firm, which is owned by Lloyds TSB, has been accused of encouraging the schemes to give up guaranteed returns and protections against the risk of pensioners living for longer than expected.
According to an independent consultancy, the Actuarial Review Company (Arc), the pension funds‘ trustees were advised to switch investments from guaranteed deferred annuity funds into a Scottish Widows managed fund with a high exposure to shares. The moves, made in 1999 and 2000 at the height of the dotcom boom, saw the investments give up a guaranteed return of about 7% a year and removed protection for the funds from improved lifespan projections, which have led to much higher pension scheme costs.
Pension funds | Money | The Guardian
Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit 2006 – Leichter Anstieg der Sozialausgaben
Gemäss Schätzung des Bundesamtes für Statistik (BFS) wurden für die Soziale Sicherheit 2006 insgesamt 138,6 Milliarden Franken ausgegeben. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Gesamtausgaben damit um nominal 2,3 Prozent gestiegen. Diese niedrigste Zunahme seit 1999 ist zu einem grossen Teil auf die geringeren Aufwendungen für die Arbeitslosenversicherung (ALV) zurückzuführen. Da das Wirtschaftswachstum stärker zugenommen hat als die Sozialausgaben, ist deren Anteil am BIP gesunken und wird für 2006 auf 28,5 Prozent geschätzt.
www.news.admin.ch – Die Gesamtrechnung
Mitgliederversammlung Vorsorgeforum
Die Mitgliederversammlung des Vorsorgeforums findet statt am Donnerstag, den 5. Juni 2008 in Bern, 11 Uhr, Hotel Bellevue.
Als Gastreferent eingeladen ist Alex Kuprecht, Ständerat des Kantons Schwyz und Vizepräsident der SGK-S. Er wird über aktuelle Fragen der Sozialpolitik referieren.
www.vorsorgeforum.ch / Anmeldungen
Flexicurity: Der Kompromiss zwischen sozialer Sicherheit und Flexibilität des Arbeitsmarkts
In der Schweiz schliessen sich Flexibilität des Arbeitsmarkts und soziale Sicherheit nicht aus. Die Sozialversicherungen bieten auch Personen in atypischen Arbeitsverhältnissen eine gute Absicherung gegen prekäre Lebensbedingungen. Die gegenwärtigen Reformen in den Bereichen AHV, IV und Familienpolitik gehen in die richtige Richtung, während bei der beruflichen Vorsorge Anpassungen nötig scheinen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie «Flexicurity: Bedeutung für die Schweiz», die das Bundesamt für Sozialversicherungen veröffentlicht hat.
Das BSV möchte in der beruflichen Vorsorge Anpassungen vornehmen. Bei mehreren befristeten Verträgen mit demselben Arbeitgeber werden die einzelnen Arbeitseinsätze zusammengezählt, sofern die Unterbrechung dazwischen nicht länger als zwei Wochen dauert. Geplant ist, diese Frist durch eine Verordnungsänderung auf drei Monate zu verlängern. Noch zeichnet sich aber keine Lösung für Personen ab, die mehrere Arbeitseinsätze bei verschiedenen Arbeitgebern leisten. Das BSV will den Verlauf der Diskussionen und die auf internationaler Ebene eingebrachten Vorschläge bei den nächsten Anpassungen der Sozialversicherungen berücksichtigen.
www.news.admin.ch – Flexicurity:
SF Tagesschau: Königliche Bedingungen an Pariser Staatsoper
Nicolas Sarkozy will die Franzosen mehr arbeiten lassen und das generelle Rentenalter von 58 auf 60 erhöhen. Ein besonderer Dorn im Auge des Präsidenten sind dabei die Sonderprivilegien (les régimes spéciaux) gewisser Berufsgruppen – etwa der Angestellten der Staatsoper. Diese gehen so früh in Rente wie sonst niemand in Frankreich. Für die 1680 Angestellten der Pariser Staatsoper gilt ein 310 Jahre altes Dekret des Sonnenkönigs Louis XIV. Dieses bestimmt, dass die Tänzer mit 40, die Sänger mit 50 und das technische Personal mit 55 Jahren in den Ruhestand treten dürfen.
Mit 40 in Rente / International / SF Tagesschau
New York Times: "Actuaries Scrutinized on Pensions"
By firing its actuarial consultant last week, the New York State Legislature shone a light on one of the public sector’s deepest secrets: All across the country, states and local governments are promising benefits to public workers on the basis of numbers that make little economic sense.
Actuaries Scrutinized on Pensions – New York Times
Roland Sauter: "Rechnungslegung von Personalvorsorgeeinrichtungen"
Der Rechnungslegungsstandard für Personalvorsorge- einrichtungen Swiss GAAP FER 26 wurde auf den 1. Januar 2004 in Kraft gesetzt. Auf dem Verordnungsweg wurde dessen Anwendung ab dem Geschäftsjahr 2005 für alle Einrichtungen der beruflichen Vorsorge zwingend vorgeschrieben. Dieses Frühjahr wurden die Jahresrechnungen der Vorsorgeeinrichtungen somit zum dritten Mal nach diesem Standard erstellt, womit ein guter Zeitpunkt gegeben ist, eine Bilanz zu ziehen.
Unbestritten ist, dass mit der Einführung von Swiss GAAP FER 26 in der beruflichen Vorsorge der Schweiz ein entscheidender Schritt gemacht wurde. Eine Rückkehr zur vorgängigen wenig systematischen und daher sehr heterogenen Rechnungslegung ist aus heutiger Sicht nicht mehr vorstellbar. Der Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER 26 sorgt für eine zeitgemässe Transparenz in der beruflichen Vorsorge und stellt sicher, dass der Geschäftsverlauf und die Entscheidungen des obersten Organs sachgerecht widerspiegelt werden.
Treuhänder – Der Schweizer Treuhänder – L’Expert Comptable Suisse
Daniel Suter: "Vorsorgeverpflichtungen nach Swiss GAAP FER 16 – Ein Erfahrungsbericht"
Die nach Swiss GAAP FER 26 erstellte Jahresrechnung der Personalvorsorgeeinrichtung bildet die Basis für die Beurteilung, ob in der Jahres- oder Konzernrechnung nach Swiss GAAP FER eine wirtschaftliche Auswirkung erfasst wird. Nach der Erläuterung der Fachempfehlung wird deren Verwendung bei 15 am Segment Local Caps der SWX Swiss Exchange (SWX) kotierten Unternehmen beurteilt.
Die Untersuchung über die Anwendung der Swiss GAAP FER 16 zeigt ein klares Verbesserungspotenzial auf. Dies betrifft vor allem jene Unternehmen, die einen international anerkannten Standard wie IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmende, anwenden und generell die Offenlegung der Daten in Tabellenform.
Treuhänder – Der Schweizer Treuhänder – L’Expert Comptable Suisse
Neue Website der Aufsicht Berufliche Vorsorge
Die Aufsicht Berufliche Vorsorge beim BSV hat eine neue Internetseite erhalten, welche einige Informationen über Struktur und Aufgaben dieses Amtes enthält. Bemerkenswert ist, dass die vom BSV beaufsichtigen Vorsorgeeinrichtungen und weiteren Institutionen ein Gesamtvermögen von knapp 300 Mrd. Fr. aufweisen, was rund der Hälfte des Gesamtvermögens aller VE entspricht.
| Beaufsichtigte Einrichtungen 2006 |
Vermögen |
|
124 Vorsorgeeinrichtungen |
180 Mrd. |
|
30 Anlagestiftungen bzw. 325 Sondervermögen |
75 Mrd. |
| 17 Freizügigkeitseinrichtungen |
18 Mrd. |
|
16 Bankstiftungen der Säule 3a |
25 Mrd. |
|
11 andere Einrichtungen |
0.1 Mrd. |
|
Total |
298.1 Mrd. |
BSV – Aufsicht Berufliche Vorsorge (ABV)
BSV: Mitteilungen über die Berufliche Vorsorge Nr. 106
In Nr. 106 der Mitteilungen des BSV wird hingewiesen auf den Bericht über die berufliche Vorsorge von «atypischen Arbeitnehmenden», die neue Internetseite der Aufsicht Berufliche Vorsorge (ABV), die Liste der «gleichgeschlechtlichen Verbindungen und die Aequivalenz dieser Verbindungen mit der schweiz. eingetragenen Partnerschaft» sowie auf eine Zusammenstellung zu «Steuern und berufliche Vorsorge». Eine Stellungnahme betrifft Abgangsentschädigungen und Beiträge. Hinzu kommt die Behandlung einer Reihe von Rechtsfällen im Bereich 2. Säule.
BSV – Berufliche Vorsorge und 3. Säule – Aktuell
Bundesrat beruft Monica Mächler und Daniel Zuberbühler in den Verwaltungsrat der FINMA
Der Bundesrat hat mit der Wahl von Monica Mächler, Direktorin des Bundesamtes für Privatversicherungen BPV, und Daniel Zuberbühler, Direktor der Eidgenössischen Bankenkommission EBK, die Zahl der Mitglieder des Verwaltungsrates der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA um zwei auf neun erhöht und damit dieses Gremium auf den 1. Januar 2009 hin komplettiert. Sieben Verwaltungsratsmitglieder waren vom Bundesrat bereits am 16. Januar 2008 gewählt worden und sind seit dem 1. Februar im Amt. Die Amtsdauer für alle neun Mitglieder des Verwaltungsrates endet am 31. Dezember 2011.
Der Bundesrat hat zudem die Wahl von Patrick Raaflaub zum FINMA Direktor auf Antrag des Verwaltungsrates genehmigt. Die Besetzung der FINMA Geschäftsleitung (GL) ist damit abgeschlossen. Die GL wird ihre Arbeit am 1. Januar 2009 aufnehmen. Bis zum Start der FINMA verbleibt die operative Aufsichtstätigkeit vollumfänglich bei den drei Fusionsbehörden.
Finma Besetzung / EFD – Bundesrat beruft Monica Mächler
Demographie und Staatsfinanzen: Massnahmen erforderlich
Im Laufe der kommenden 20 Jahre wird die «Baby-Boom-Generation» pensioniert, gleichzeitig steigt bei tiefer Geburtenrate die Lebenserwartung. Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) zeigt erstmals in einem umfassenden Bericht die Folgen für die Haushalte von Bund, Kantonen, Gemeinden und Sozialwerken bis im Jahr 2050 auf. Fazit: Je früher Massnahmen ergriffen werden, desto geringer fallen die notwendigen Korrekturen aus und desto gerechter können die Lasten zwischen den Generationen verteilt werden (Vergrösserung mit Legende durch Click auf Grafik).
EFD – Langfristperspektiven der öffentlichen Finanzen
Vera/Pevos-Prozess beginnt Ende Juni
Das Amtsgericht Olten-Gösgen verhandelt ab dem 30. Juni erneut über einen der grössten Pensionskassen-Pleiten der Schweiz. Darauf einigten sich im Fall des Pensionskassen-Debakels Vera/Pevos die sechs Angeklagten und die Staatsanwaltschaft.
Die Hauptverhandlung werde mit der Einvernahme der Angeklagten und der bewilligten Zeugen beginnen, teilte das Richteramt Olten- Gösgen am Dienstag mit. Die Anwälte der Beschuldigten hätten den Terminplan grundsätzlich akzeptiert. Um eine Verjährung des Falls zu verhindern, musste der Verhandlungsplan laut Richteramt innert nützlicher Frist festgelegt werden. Die Rechte der Beschuldigten seien gewahrt worden. Die Urteile sollen bis Ende Juli gefällt sein.
baz.ch – Basler Zeitung Online
In eigener Sache: Newsletter-Flut
Beim Versand unseres Newsletters vom 19. Mai hat uns die Software einen Streich gespielt und die Post gleich vier Mal verschickt. Für die unerwünschte Informationsflut bitten wir um Entschuldigung.


