Dieter Stohler wird neuer Direktor der Publica
Die Kassenkommission Publica hat Dieter Stohler zum neuen Direktor der Pensionskasse des Bundes Publica gewählt. Stohler ist Direktor der Pensionskasse Basel-Stadt und tritt die Nachfolge von Werner Hertzog an, welcher Publica per 30.06.2011 verlässt. Stohler ist seit 2000 Direktor der Pensionskasse Basel-Stadt. Zuvor war er Leiter des Amts für Stiftungen und berufliche Vorsorge (BVG-Aufsicht) des Kantons Basel-Landschaft. Nach Einschätzung der Kassenkommission ist er die geeignete Führungspersönlichkeit, um den erfolgreichen Kurs der Publica weiterzuführen. Der neue Direktor ist 53-jährig, ist verheiratet und wohnt in Pratteln. Der Amtsantritt von Dieter Stohler erfolgt am 01. Januar 2012.
Jahresbericht Sozialversicherungen 2010
Der jährliche Bericht über die Sozialversicherungen liegt vor. Er enthält aktuelle Informationen zu den Sozialversicherungen, einen Überblick über die jüngsten politischen Diskussionen und die sich bietenden Perspektiven. Er gibt Auskunft über die neuesten Kennzahlen der einzelnen Sozialversicherungen und stellt Querbezüge zwischen den verschiedenen Sozialversicherungen dar. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe gibt einen umfassenden Überblick über die laufenden Gesetztesrevisionen im Sozialversicherungsbereich. Gedruckte Exemplare des Berichts können ab Mitte August bestellt werden via www.bundespublikationen.ch (Bestellnummer 318.121.10D).
Swiss Re senkt UWS
Auf den 1. Januar 2012 werden die technischen Grundlagen auf BVG 2010 gewechselt und der technische Zinssatz auf 3% gesenkt. Dies hat eine Senkung der Umwandlungssätze von 6,35 auf 5,8% zur Folge. Die daraus resultierende Kürzung der Alterspension wird mittels der gebildeten technischen Rückstellungen für die Zunahme der Lebenserwartung weitgehend abgefedert werden können, heisst es auf der Website der Pensionskasse der Swiss Re.
Die Kapitalanlagen der Pensionskasse hätten sich im Jahr 2010, gesamthaft gesehen positiv entwickelt! Der Deckungsgrad beläuft sich auf rund 115,3%. Es dürfe festgestellt werden, dass trotz eines nicht ganz einfachen Anlagejahres, mit insbesondere grossen Währungsturbulenzen, eine Performance von 4,8% erreicht werden konnte. Somit wird der Deckungsgrad auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert werden können.
Institutionelle bevorzugen festverzinsliche Anlagen
Die Ergebnisse der European Institutional Asset Management Survey (EIAMS) 2011 weist darauf hin, dass europäische institutionelle Anleger vermehrt auf festverzinsliche Anlagen setzen. Der Trend zur Nutzung externer Asset Managers hält an. In der jährlichen Umfrage werden europäischen Pensionsfonds und Versicherungsunternehmen befragt.
Treuhänder: Einbringung von Immobilien in Anlagestiftungen
Sacheinlagen von Vorsorgeeinrichtungen sind im institutionellen Markt für Immobilienanlagen das Thema der Stunde, schreibt Andreas Bleisch im Treuhänder 6-7 / 2011. Die Transaktionsdichte ist hoch, das Potenzial für weitere Asset Swaps gross. Dies hat einerseits mit den offensichtlichen Vorteilen der Kollektivierung von Immobilienbeständen zu tun. Andererseits stehen mit den Immobilien- Anlagestiftungen für Vorsorgeeinrichtungen optimierte Kollektivgefässe in grosser Zahl bereit.
Bleisch hält fest: “Der Trend geht klar in Richtung indirekter Anlage, insbesondere bei kleineren Pensionskassen mit Immobilienbesitz unter 200 Mio. Franken. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Neben der Verbesserung der Diversifikation in geographischer Hinsicht – Pensionskassen verfügen häufig über einen Investitionscluster am Ort ihrer Stifterfirma – lässt sich auch die Diversifikation hinsichtlich Nutzungsmix und Objekteigenschaften verbessern. Mit der indirekten Anlage lassen sich zudem die Cashflows verstetigen. Der zyklische Investitionsbedarf bei nur wenigen eigenen Objekten entfällt. Im weiteren ist die Liquidität von indirekten Anlagen im allgemeinen höher und somit auch die Steuerung der gesamten Asset Allocation einer Pensionskasse einfacher.
Vom Trend zur indirekten Immobilienanlage bei den Pensionskassen profitieren in erster Linie die Anlagestiftungen, weil sie ein optimales Produkt für den Vorsorgebereich anbieten können. Gemäss Daten von Wüest & Partner zum institutionellen Markt sind die Anlagestiftungen in den letzten fünf Jahren von allen Gefässtypen mit Abstand am stärksten gewachsen. Ihr gesamtes Anlagevermögen hat sich in diesem Zeitraum fast verdoppelt. Gemäss einer Auswertung der Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungen (KGAST) haben Sacheinlagen in den letzten paar Jahren ein Volumen von jährlich rund 400 Mio. Franken in durchschnittlich 12 Transaktionen erreicht. Die Anlagestiftungen erwarten für die kommenden Jahre weiter steigende Volumina. In der Tat dürfte das sacheinlageverdächtige Potenzial noch viel Raum bieten. Selbst wenn sich nur 20% der Pensionskassen mit direktem Immobilienbesitz mit dem Gedanken eines Asset Swaps tragen, so dürfte ein transaktionsfähiges Volumen im Bereich von 10–15 Mrd. Franken in den kommenden Jahren zur Disposition stehen. Mit der Absorption dieser Masse würden die Anlagestiftungen in Ihrer Bedeutung zu den Immobilienfonds aufschliessen.”
Burkhalter: “A-t-il cédé au copinage?”
Didier Burkhalter fait-il du copinage? Le ministre de l’Intérieur vient en tout cas de créer la surprise. Il a désigné à la tête de la toute nouvelle Commission de haute surveillance de la prévoyance professionnelle son collègue de parti et conseiller national Pierre Triponez. Ce poste, prévu dans le cadre de la réforme structurelle du 2e pilier, est censé assurer plus de transparence dans la gestion des fonds de pension. Mais, depuis l’annonce à mi-juin de la nomination du libéral-radical bernois, les critiques fusent, y compris dans son propre camp.
Motion Schmid: Kompensation von Leistungskürzungen im BVG
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 79b BVG dahingehend zu ändern, dass künftig neben dem Einkauf bis zur Höhe der reglementarischen Leistungen auch die Kompensation von Leistungskürzungen infolge einer Senkung des Umwandlungssatzes möglich ist.
Begründung: Eine Senkung des BVG-Umwandlungssatzes wurde anlässlich der Volksabstimmung vom 7. März 2010 unter anderem deshalb abgelehnt, weil mit der Senkung Leistungskürzungen verbunden gewesen wären. Während des Abstimmungskampfes wurden immer wieder kompensatorische Möglichkeiten gefordert. Dazu gehören u.a. die Reduktion des Koordinationsabzuges, die Erhöhung der Altersgutschriften oder der frühere Einbezug in den Sparprozess. Eine sehr einfache und zweckmässige Lösung wäre jedoch auch die Kompensation der Leistungskürzungen durch entsprechende Einkäufe in die Vorsorgeeinrichtungen. Nach heutiger Gesetzgebung wäre dies nicht möglich, lässt Artikel 79b doch nur den Einkauf höchstens bis zur Höhe der reglementarischen Leistungen zu.
Interpellation: Umwandlungssatz Publica
In einer Interpellation von Hans Kaufmann zur Senkung des UWS bei der Publica wird der Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. Wie rechtfertigt er die Zweckentfremdung von Schwankungsreserven für die Gratiserhöhung der Alterskapitalien des Bundespersonals?
2. Bei welcher Unterdeckung der Publica plant er die nächste Nachfinanzierung?
3. Wie ist zu erklären, dass die Gewerkschaft vpod bei der Volksabstimmung vom 7. März 2010 eine Senkung des Umwandlungssatzes für die (privatwirtschaftlichen) Pensionskassen der Schweizer Bevölkerung vehement abgelehnt hat, im Falle der Pensionskasse des Bundespersonals nun aber mit einer solchen einverstanden ist?
4. Ist es richtig, dass die Begleitmassnahmen (Kapitalerhöhung wie auch Lohnbeitragserhöhungen) zu Lasten des Staatshaushaltes und damit des Steuerzahlers gehen? Wenn Nein, warum nicht?
5. Welche Massnahmen bezüglich Umwandlungssatz sind von der Publica für dritte verwaltete Pensionskassen vorgesehen (z.B. jener für das Personal der Auslandschweizerschulen)?
6. Welches sind die konkreten Gründe für den Rücktritt des erfolgreichen Publica-Direktors Werner Hertzog? Haben diese mit der Person der Personalchefin des Bundes zu tun?
7. Welche Position und Interessen nimmt die Personalchefin des Bundes innerhalb der Leitung der Publica und im Vergleich zu den anderen Leitungsmitgliedern ein?
8. Die Publica hat im Jahr 2010 durch Währungsabsicherungsgeschäfte einen Zusatzertrag von rund 4 Prozent (von insgesamt 5,1 Prozent) erwirtschaftet. Sind solche Fremdwährungsverkäufe von 25 bis 30 Milliarden Franken für die Frankenstärke mitverantwortlich und laufen sie nicht der Politik der SNB (exzessive Fremdwährungskäufe) völlig zuwider?
Differenzierte Besteuerung von Kapitalleistungen in BS
Der Kanton Basel-Stadt versteuert Kapitalleistungen aus Vorsorge zwar separat, aber je nach begünstigter Person zu einem anderen Steuertarif. So können zum privilegierten Steuertarif Kapitalleistungen aus Vorsorge lediglich dann versteuert werden, wenn diese dem Vorsorgenehmer, dem überlebenden Ehegatten, den direkten Nachkommen oder Personen, für deren Unterhalt die verstorbene Person zur Hauptsache aufkam,
ausgerichtet werden. Ansonsten sind die Kapitalleistungen aus Vorsorge separat zum ordentlichen Einkommenssteuertarif zu versteuern. Von dieser nicht privilegierten steuerlichen Behandlung waren die Eltern eines Verstorbenen betroffen, an die eine Kapitalleistung aus Vorsorge in Höhe von rund 1,2 Millionen Franken ausbezahlt wurde. So besteuerte die Steuerverwaltung BS die deklarierte Kapitalleistung separat vom übrigen Einkommen nach dem ordentlichen Einkommenssteuertarif und erhob darauf eine Steuer von annähernd 330000 Franken. Eine Besteuerung zum privilegierten Tarif hätte indessen lediglich eine Steuerschuld von rund 95000 Franken ergeben. Gegen diese Veranlagungsverfügung erhoben die Betroffenen Einsprache und gelangten ans Verwaltungsgericht des Kantons BS, das die Einsprache jedoch abwies.
Avenir Suisse: Kostenwahrheit
Avenir Suisse zieht aus der Kostenstudie von c-alm die folgenden Schlussfolgerungen:
- Es ist aus Kosten- und Transparenzgründen sinnvoll, passiv verwaltete Anlagefonds stark zu gewichten. Dennoch soll die Breite des Anlageuniversums nicht regulatorisch beschnitten werden. Sie ermöglicht den einzelnen Pensionskassen ein effizientes Portfoliomanagement und die Berücksichtigung der individuellen Risikofähigkeit einer Vorsorgeeinrichtung. Verbote von Anlagen in bestimmten Produkten widersprechen dem Prinzip der optimalen Allokation.
- Auch Hedge Fonds sind eine zulässige Anlagekategorie. Der Untersuchungszeitraum 2005 bis 2009 ist zu kurz, um über Anlagevehikeln wie Hedge Fonds den Stab zu brechen. Wegen der globalen Finanzkrise konnte das Diversifizierungspotenzial der alternativen Anlagen nicht zum Tragen kommen. Vor dem Hintergrund möglicher Einbrüche auf den Märkten für Immobilien und Staatsobligationen kann sich das wieder ändern.
- In Bezug auf die Anlageprodukte muss grösstmögliche Transparenz angestrebt werden. Grosszügig ausgestaltete Anlagevorschriften sind allerdings nur verantwortbar, wenn Transparenz bezüglich der Konstruktion und der Kosten der Anlageinstrumente herrscht. Informationssymmetrie muss angestrebt, Intransparenz vermieden werden. In diesem Licht ist die kritische Beurteilung der wenig transparenten Dach-Hedge Fonds angebracht.
- Die für die Anlagestrategie verantwortlichen Stiftungsräte benötigen viel Finanz-Know-how. Sie müssen mit den Produkteanbietern auf Augenhöhe verhandeln können und dürfen sich nicht unverstandene Anlagen aufschwatzen lassen. Mit besserem Finanz-Know-how werden die Pensionskassenverantwortlichen weniger abhängig von Beratern. Sie sind eher in der Lage, Konditionen im Wettbewerbsverfahren auszuhandeln und Konkurrenzangebote zu vergleichen. Damit tragen sie zur Senkung der Kosten bei. Es ist zu erwarten, dass die Strukturbereinigung in der PK-Landschaft ebenfalls eine kostendämpfende Wirkung hat. Grössere Vorsorgeeinrichtungen haben eine stärkere Verhandlungsmacht und können höhere Professionalität ausspielen.
AHV international
Grenzüberschreitende Erwerbstätigkeiten gehören heute zum beruflichen Alltag. Mehr als 30 % der Erwerbstätigen in der Schweiz sind Ausländer. Ein Fünftel davon sind Arbeitnehmer aus den angrenzenden Nachbarstaaten. Daher sind die Abkommen mit den EU- und EFTA-Staaten von besonderer Wichtigkeit. Auf www.ahv-iv.info > Internationales finden Arbeitgeber und –nehmer neu die wichtigsten Informationen, Dokumente und Kontakte rund um die Sozialversicherungen im internationalen Kontext.
SVV: Urs Berger neuer Präsident
Nach vier Jahren an der Verbandsspitze hat Erich Walser an der Generalversammlung des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV sein Amt als Verbandspräsident abgegeben. Der bisherige Vizepräsident des SVV, Urs Berger ( auf dem Bild links), wurde von den Delegierten ad personam für den Rest der Amtsperiode 2009–2012 zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Versicherungsverbandes gewählt. Berger ist Präsident des Verwaltungsrates der Mobiliar Holding AG sowie der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft.
Towers Watson Hot Topics: BVG 2010 und IAS
In der neuen Ausgabe ihrer Hot Topics behandelt Towers Watson die neuen technischen Grundlagen BVG 2010 und deren Auswirkungen auf die IAS-Rechnungslegung. Der Fokus liegt dabei primär auf der Anwendung der Generationentafeln, welche die künftige, steigende Lebenserwartung berücksichtigen. Die Anwendung dieser Tafeln dürfte zu einer markanten Zunahme der Verpflichtungen und Kosten gegenüber den derzeit verwendeten Periodentafeln führen.
Blick: “Unsere Renten gehen bachab”
Werner Vontobel schreibt im Blick: “Fast 24 Milliarden Franken gingen der zweiten Säule allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verloren! Und so sieht die Rechnung im Detail aus: Zu Beginn des Jahres lagen auf den Konten aller Pensionskassen und Sammelstiftungen rund 750 Milliarden Franken. 400 Milliarden davon sind Altersguthaben der Beitragszahler, 350 Milliarden sichern die Auszahlungen für die jetzigen Rentner. Dieses Gesamtvermögen ist gemäss Pensionskassenindex der Banque Pictet um rund 2 Prozent geschrumpft: 15 Milliarden wären damit schon mal weg. Für die Beitragszahler kommt es aber noch schlimmer. Um die – gemessen am Kapitalertrag viel zu hohen – laufenden Renten zahlen zu können, bräuchten die Pensionskassen mindestens 4,9 Prozent Ertrag auf ihren 350 Milliarden Franken Rentnerguthaben, also 8,6 Milliarden.
Da dieses Geld nicht erwirtschaftet worden ist, wird es von den Guthaben der Beitragszahler abgebucht. Zu den 15 Milliarden Einbussen (siehe oben) kommen also noch einmal 8,6 dazu, macht 23,6 Milliarden. Damit haben die Beitragszahler in einem halben Jahr rund 6 Prozent ihres Kapitals verloren.”
Tages-Anzeiger startet das 4. PK-Rating
Der Tages-Anzeiger hat die Umfrage zu seinem 4. Pensionskassen-Rating begonnen. Die technische Unterstützung für das anspruchsvolle Unterfangen kommt wiederum von den Experten von Mercer. Das bewährte System mit drei einzeln bewerteten Bereichen und einer umfassenden Schlusswertung wurde beibehalten. Es wird getrennt gefragt nach Leistungen, Finanzierung und Performance. Damit haben auch kleinere Kassen mit bescheideneren Altersleistungen eine reelle Chance auf einen Podiumsplatz. Der in den letzten Jahren zunehmend ausgefeiltere Fragebogen wurde dieses Mal weitgehend beibehalten. Die Experten haben sich jeweils einige Mühe gemacht, die komplexen Strukturen der 2. Säule möglichst zu berücksichtigen. Neu wurde eine Internet-Seite zum Rating aufgeschaltet, welche im Menupunkt FAQ alle relevanten Fragen zu beantworten sucht. Über die Website werden auch die Anmeldung und der Zugang zum Online-Fragebogen ermöglicht. Zu hoffen ist, dass eine grosse – im Vergleich zu den Vorjahren zumindest grössere – Zahl an Kassen den Mut aufbringt, sich dem Vergleich zu stellen.

