UBS. Für das Jahr 2022 wird in der Schweiz ein durchschnittlicher nominaler Lohnanstieg von 0,8 Prozent erwartet, was dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre entspricht. Der moderate Lohnanstieg spricht klar gegen eine starke Inflationszunahme. Die UBS-Ökonomen prognostizieren für das kommende Jahr eine Teuerung von 0,4 Prozent, weshalb die Löhne real nur leicht ansteigen.
Volkswirtschaft
Swiss Life: Der Arbeitsmarkt 55+
Menschen ab 55 sind in der Schweiz trotz einer mehrheitlich passiven Personalpolitik von Unternehmen stärker in den Arbeitsmarkt integriert als noch vor zehn Jahren. Dennoch ist die Angst vor den Folgen eines Jobverlusts gegen Ende des Erwerbslebens weit verbreitet und beeinflusst die Diskussion um ein höheres Rentenalter, wie die neue Studie «Länger leben, länger Arbeit geben» von Swiss Life zeigt.
In der Studie heisst es u.a.
Viele Unternehmen unterschätzen wohl den bevorstehenden demografischen Wandel des Arbeitsmarkts. Zwar wird davor schon länger gewarnt, richtig spürbar dürfte dieser Prozess aber erst in den nächsten Jahren werden: 2030 wird es etwa 30 % mehr Pensionierungen geben als noch 2019 und 80 % mehr als zur Jahrtausendwende. Gleichzeitig fehlt der Nachwuchs. Das Arbeitsangebot wächst bereits heute fast nur noch dank den über 55-Jährigen und dürfte im nächsten Jahrzehnt weniger als halb so stark zunehmen wie in der letzten Dekade.
Die Wohnbevölkerung – ein grober Indikator für die Arbeitsnachfrage der Unternehmen – wird voraussichtlich schneller expandieren als das Arbeitsangebot. Entsprechend dürfte der Druck steigen, jegliches brach liegende Arbeitskräftepotenzial abzuschöpfen – also auch jenes der erwerbslosen, nicht erwerbstätigen oder unterbeschäftigten über 55-Jährigen. Ein bereits heute beobachtbares Indiz für diese These ist der Umstand, dass in den meisten OECD-Ländern die Arbeitsmarktbeteiligung der über 55-Jährigen mit der zunehmenden demografischen Alterung steigt.
Gesamtarbeitsvertragliche Lohnabschlüsse 2021
BFS. Im Rahmen der wichtigsten GAV, d.h. der GAV mit mindestens 1500 unterstellten Personen, wurde von den Sozialpartnern für das Jahr 2021 eine nominale Effektivlohnerhöhung von durchschnittlich 0,4% vereinbart (2020: 0,9%; 2019: 1,1%; 2018: 0,9% und 2017: 0,5%). Unter Einbezug der Teuerungsprognosen für das Jahr 2021 (+0,5%) dürften die Reallöhne im GAV-Bereich um 0,1% sinken. Von den Effektivlohnanpassungen sind nahezu 589 000 Personen betroffen (2020: 632 000; 2019: 613 000; 2018: 480 000; 2017: 453 000).
Das Effektivlohnwachstum betrug im Sekundärsektor 0,1% und im Tertiärsektor 0,6%. Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 0,4%. Die Lohnanpassungen nach Wirtschaftsabschnitt sehen wie folgt aus: Gesundheits- und Sozialwesen (+0,8%), Information und Kommunikation (+0,6%), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (+0,6%), Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+0,5%), Verkehr und Lagerei (+0,4%), Baugewerbe (+0,1%), Verarbeitendes Gewerbe (+0,1%) und Öffentliche Verwaltung (0%).
PK-Renten: Ende der Kürzungen in Sicht?
Michael Ferber geht in der NZZ der Frage nach, ob angesichts der guten Finanzmarktsituation und den geltenden sehr tiefen Umwandlungssätzen ein Punkt erreicht sein könnte, der weitere Kürzungen der Renten überflüssig macht.
Laut Peter Zanella [WTW] könnte für viele Pensionskassen bei einem Umwandlungssatz von 4,8% für einen 65-Jährigen beim Eintritt in die Rente eine Art Boden erreicht sein. Bei einem langfristigen Ertrag der Vermögensanlagen einer Pensionskasse von 1,75% pro Jahr sei dies ein realistischer Satz. Einiges spreche dafür, dass eine solche Rendite auch in den kommenden Jahren an den Finanzmärkten erreichbar sein sollte, sagt Zanella.
Möglicherweise rechneten manche Pensionskassen sogar zu vorsichtig, wenn die expansive Geld- und Fiskalpolitik die Kurse an den Finanzmärkten und die Preise an den Immobilienmärkten weiterhin nach oben treibe. «Es könnte nun die Zeit gekommen sein, in der man wieder stärker nach den Versicherten schauen und nicht nur in Extremszenarien denken sollte», sagt Zanella. Im vergangenen Jahr sei die Vorsorgebranche Corona-bedingt gelähmt gewesen. «Die meisten dachten dann, wir müssen bei den Umwandlungssätzen noch weiter heruntergehen.»
Jackie Bauer [Ökonomin UBS] sieht dies etwas weniger optimistisch. Kurzfristig sehe es bei den Kassen zwar sehr gut aus. Auch die Deckungsgrade seien nach dem Einbruch im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen. «Wenn die Pensionskassen jedes halbe Jahr eine Performance von 6% erwirtschaften würden, würde ihnen das sicherlich etwas mehr Spielraum geben», sagt sie. Laut den Kapitalmarktannahmen ihrer Bank und dem durchschnittlichen Pensionskassen-Portfolio sei für die kommenden Jahre aber von einer durchschnittlichen Jahresrendite von rund 2,5% auszugehen. Zudem stimmten Demografie und Umwandlungssatz immer noch nicht überein – folglich ändere sich das Umfeld nicht.
PPCmetrics: Zins- und Inflationsrisiken
Das Thema Inflation steht aktuell im Fokus. Eine aktuelle Präsentation von PPCmetrics beleuchtet die ökonomischen Zusammenhänge und die historischen sowie heutigen Zins- und Inflationsrisiken. Weiter zeigt sie auf, inwiefern Schweizer Pensionskassen von Zins- und Inflationsrisiken betroffen bzw. in welchem Ausmass solche Risiken für sie tragbar sind. Als Einschätzung wird zusammenfassend festgehalten:
- Die Realzinsen sinken bereits seit Jahrhunderten und sind aktuell negativ.
- Die aktuellen Marktwerte reflektieren auch zukünftig tiefe nominelle und reale Zinsen sowie tiefe (wenn auch leicht steigende) Inflationsraten.
- In der Vergangenheit waren starke Verschiebungen in den Realzinsen fast immer die Folge von überraschenden Ereignissen wie Krisen und Kriegen, welche zu einem starken Anstieg der Kapitalnachfrage geführt haben.
- Gleiches gilt für inflationäre Schocks, welche praktisch immer die Konsequenz eines monetären Kontrollverlusts waren.
- Gegenwärtig rechnen die Marktteilnehmer im Durchschnitt weder mit einem inflationären Schock noch einem starken Anstieg der Realzinsen.
- Insofern werden stark steigende Zinsen aktuell vom Markt als eher unwahrscheinlich erachtet, können aber nicht ausgeschlossen werden.
Und noch mehr Umverteilung
Der Schweizer Monat greift ein kaum bis gar nicht registrierter Umverteilungseffekt von Arbeitern zu Geisteswissenschaftlern auf. Grund dafür ist die ebenso wenig bekannt Tatsache, dass die Schöngeister sich nach dem Studium mit einem kümmerlichen Lohn von durchschnittlich 3750 Franken nach Studienabschluss zufrieden geben müssen, so sie denn eine Stelle finden. In der Pflege gibt es immerhin 4100 Franken und Mechaniker können auf über 5000 Franken bei Stellenantritt rechnen.
Wenn Philosophen, Soziologinnen oder Kunsthistoriker ein tieferes Einkommen als Anwälte, Ärzte oder Ingenieure aufweisen, kräht kein Hahn danach. Wenn sie aber weniger als Pflegehilfen, Elektromonteure oder KV-Angestellte verdienen und entsprechend weniger Steuern bezahlen und zudem Subventionen für Krankenkassenprämien oder Krippenplätze ihrer Kinder beziehen, dann findet eine Umverteilung von Arbeitern zu Akademikern statt. (…)
Die Umverteilung von der Arbeiterklasse zu Geisteswissenschaftern ist auch daher stossend, da die Anzahl der Geisteswissenschafter in der Schweiz massiv zunimmt. Von 1980 bis 2012 stieg die Zahl der Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften (wobei Psychologen mitgerechnet werden) in der Schweiz um 190 Prozent an und spülte Tausende Historikerinnen, Ethnologen und Soziologen auf den Arbeitsmarkt.
Heute machen die Geistes- und Sozialwissenschaften weiterhin einen Drittel aller Studierenden aus, trotz sinkendem Einkommen und übersättigtem Arbeitsmarkt. Leisten all diese Tausenden Geisteswissenschafter einen nicht durch Geld zu beziffernden Beitrag an die Gesellschaft, der die Quersubventionierung durch Pflegefachfrauen, Elektromonteure und KV-Angestellte legitimieren würde? Genau solche Fragen fallen eigentlich in den Kompetenzbereich der Geisteswissenschafter.
Mehr Inflation, bitte
Sie nennen ihr Projekt «SNB Observatory» und wollen damit eine Debatte über die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank initiieren. Würde diese den Vorschlägen folgen, müsste sie ihr Konzept grundlegend ändern. Beteiligt sind die drei Ökonomen: Yvan Lengwiler, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Basel und von 1994 bis 2001 wissenschaftlicher Berater der SNB; Stefan Gerlach, früher Vizepräsident der irischen Notenbank, jetzt Chefökonom der Bank EFG; Charles Wyplosz,Graduate Institute, Genf. Die NZZ schreibt dazu:
In ihrem Paper argumentieren die drei Ökonomen nun, die Schweiz habe unter den herrschenden Bedingungen «zu viel des Guten»; die Inflation sei zu tief. Sie warnen vor Deflation und sehen die Handlungsfähigkeit der SNB eingeschränkt, weil deren Zins mehr oder weniger an der faktischen Untergrenze verharre und ihr nur noch übrig bleibe, das Preisniveau mit massiven Interventionen über den Wechselkurs zu steuern.
Die Ursache orten die Ökonomen einerseits in der (zu) erfolgreichen Inflationsbekämpfung der SNB und in strukturellen Faktoren, die die Inflation und den Gleichgewichtszins über die letzten Jahrzehnte gesenkt haben. Andererseits argumentieren sie, die Inflationserwartungen seien übermässig gesunken. Als Gegenmittel schlagen sie vor, dass die Nationalbank Preisstabilität nicht länger als eine Teuerung zwischen 0 und 2% definiere und auch Abweichungen unter null toleriere, sondern stattdessen ein Punktziel von 2% festlege.
Um dieses Ziel herum solle die Teuerung über die Zeit ausgeglichen schwanken müssen. Das hätte ihrer Ansicht nach zwei Vorteile: Wenn allgemein eine höhere Inflation erwartet würde, müsste erstens die SNB normalerweise weniger tiefe Zinsen setzen und zweitens würde eine Anpassung der realen Löhne und Preise einfacher, als dies bei stabilen oder gar sinkenden Preisen der Fall ist.
Fragile Verfassung des Arbeitsmarkts
Das vom Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) neu entwickelte Beschäftigungsbarometer vermittelt auf der Grundlage von KOF-Betriebsumfragen ein aussagekräftiges Bild zur Entwicklung von Geschäftslage und Beschäftigung in ausgewählten Branchen. Die Analyse der jüngsten Werte zeigt, dass die Corona-Krise die Widerstandskraft vieler, aber nicht aller Unternehmen besonders herausfordert.
Besonders stark unter der zweiten Ansteckungswelle leidet das Gastgewerbe, wo die Margen dünn und die Reserven vieler Betriebe nach den behördlich verordneten Schliessungen inzwischen aufgebraucht sind sowie Bereiche des Detailhandels, wo der Bundesrat nun wieder einen Lockdown verordnet hat. Ebenfalls empfindlich von den Corona-Massnahmen getroffen worden sind der Grosshandel, die Informations- und Kommunikationsbranche und die MEM-Industrie. Demgegenüber sind die Einschätzungen zu Geschäftslage und Beschäftigung in der Pharma- und Chemiebranche, bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie im Baugewerbe inzwischen wieder auf solidem Niveau und wirken stabilisierend auf den Arbeitsmarkt und die Gesamtwirtschaft.
ASIP: Start ins neue Vorsorgejahr
Coronabedingt ist der traditionelle Neujahrsanlass des ASIP dieses Jahr ausgefallen. Als Ersatz hat der Verband die Referate seines Präsidenten J.R. Roulet und von Direktor Hanspeter Konrad (ab Minute 10) auf Video aufgenommen und über YouTube publiziert.
Auch das Referat von Dr. Stefan Kull mit einer Standortbestimmung und einem Ausblick zu den Themen China, Weltwirtschaft, Emerging Markets und Schweiz / Europa steht als YouTube Beitrag zur Verfügung.
Indikatorensystem Wohlfahrtsmessung 2020
Das Indikatorensystem Wohlfahrtsmessung wurde aktualisiert. Es zeigt sich, dass die Situation im Bereich Wohlfahrt in den letzten Jahren stabil geblieben ist. Dabei ist die Situation nach Ausbruch der Corona-Pandemie allerdings noch nicht berücksichtigt. Diese Effekte werden sich aufgrund des Jährlichkeitsprinzips der meisten Basisstatistiken erst später in den Zahlen niederschlagen.
Einige Resultate: Das verfügbare Einkommen ist von 2000 bis 2017 preisbereinigt um rund 14% gestiegen. Die Lebenserwartung betrug 2019 81,9 Jahre für Männer und 85,6 Jahre für Frauen. Die Treibhausgasemissionen der Schweiz haben gemäss Umweltgesamtrechnung des BFS zwischen 1990 und 2018 um 8% abgenommen. 2018 erreichte die durchschnittliche Lebenszufriedenheit der Bevölkerung einen Wert von 8,0 auf einer Skala von 0 bis 10.
Diese Zahlen und weitere Ergebnisse des Indikatorensystems Wohlfahrtsmessung sind auf dem Statistikportal Schweiz verfügbar.
Zweite Säule mit Besentanz
Die “Deutschen Pensions & Investmentnachrichten” haben einen Bericht über die 2. Durchführung des “Institutional Assets Swiss Pension Forum” des FAZ-Fachverlags aufgeschaltet. Das Forum beschäftigte sich mit der Frage, wie die Zukunft der beruflichen Vorsorge aussieht und wo sie im internationalen Vergleich steht. Es war mit zahlreichen prominenten Teilnehmern bestückt – u.a. Hanspeter Konrad, Peter Zanella, Markus Hübscher. Den Schlusspunkt setzte Beat Kappeler. Aus seiner Sicht wird die Geldflut kein gutes Ende nehmen, denn die Staatsausgaben und deren Defizite seien nicht mehr durch Steuern irgendwelcher Art finanzierbar. Kappeler nennt die Folgen der Geldschwemme mit Nullzinsen, steigenden Wertpapierkursen und Immobilienpreisen eine “synthetische Herstellung von Wohlstand”. Wie lange das noch so weiter geht, kann auch er nicht sagen. Es sei so “wie beim Besentanz”, aber im Moment seien wir “noch alle ruhig gestellt”.
UBS-Lohnumfrage: Löhne steigen 2021 um 0,3 Prozent
Die 325 von UBS befragten Unternehmen erwarten für das Jahr 2021 eine durchschnittliche nominale Lohnerhöhung von 0,3 Prozent. Das Lohnwachstum dürfte damit wesentlich tiefer ausfallen als in 2020. Für das laufende Jahr geben die befragten Unternehmen eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 0,8 Prozent an. Real ist die Differenz gar weitaus grösser. Die Frankenaufwertung und der starke Fall des Ölpreises führen 2020 zu einer negativen Jahresteuerung. Mit der Erholung der Wirtschaft und möglicherweise höheren Ölpreisen im kommenden Jahr dürfte die Jahresteuerung hingegen wieder leicht positiv ausfallen. Die UBS-Ökonomen rechnen mit einer Teuerung von -0,6 Prozent für 2020 und 0,2 Prozent für 2021. Damit dürfte das Lohnniveau 2020 real um 1,4 Prozent, 2021 aber um lediglich 0,1 Prozent ansteigen.
Zinsniveau – Tiefer für immer?
Christian Dreyer nimmt eine Forschungsarbeit der Bank of England über die Entwicklung der globalen Realzinsen über die letzten 700 Jahre zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen zur Frage, ob die aktuelle Situation als Anomalie eine Ausnahme darstellt oder nicht vielmehr im Rahmen eines säkularen Trends liegt. Die obige Grafik gibt bereits eine erste Antwort.
Sein Fazit: “Wir dürfen die Zukunft der Altersvorsorge nicht in der Hoffnung aufs Spiel setzen, dass die Zinsen bald wieder auf ein «normales» Niveau zurückkehren. Ein solches Niveau gibt es nicht. Wenn der Zins tatsächlich das Mass von Knappheit oder Überfluss des Kapitals darstellt, so sind wir über die Jahrhunderte einen weiten Weg hin zum Überfluss gewandert. Vielleicht wird es ja tatsächlich bald so sein, dass Kapital für sich allein keine Rente mehr verdient, sondern nur noch sein kreativer Einsatz. Es wird schwieriger, Kapitalist zu sein.”
«Inflation is Totally Out of the Control of Central Banks»
Eugene Fama, Nobel laureate and Professor of Finance at the University of Chicago, doesn’t believe in a stock market bubble. But he is worried about the high levels of government debt. He warns that investors could stop perceiving government bonds as risk-free. A conversation with the «father of modern finance» on The Market. Excerpts:
Professor Fama, the efficient market hypothesis has revolutionized the way people invest. What goes through your mind when you look at the wild swings the stock market made this year?
The market seems pretty good. It held up even though the economy is deep in the bucket. This is a good example of how forward looking the market really is: It’s looking past what we are going through now, and it’s saying that the future doesn’t look that bad.
Do you think that’s the correct assumption?
If I could forecast, I wouldn’t be a professor.
Still, since the crash in February/March, we basically went from 1929 to 1999 in just a few months. What are the chances stocks are in a bubble?
Bubbles are things people see in hindsight. They don’t identify them in advance. Sure, you can look at the behavior of prices, and you may be able to identify cases where they are too high. But if you only look back and say: «Oh, stocks went down a lot, so that was a bubble», then that’s 20/20 hindsight. At the time, there was no evidence that there was a bubble.
Snake oil dressed up as statistics
Ende August haben wir uns unter dem formidablen Titel «Auspicia ex Avibus» im Newsletter über die bescheidenen Vorhersagefähigkeiten unserer Experten mit Blick auf unseren gesetzlich festgelegten Umwandlungssatz ausgelassen. Jetzt werden wir in einem Artikel von Alex Murrell aufs schönste bestätigt. Er hat Prognosen von Deloitte, McKinsey und Boston Consulting Group unter die Lupe genommen und verschiedene Untersuchungen zu den Trefferquoten analysiert. Das Resultat ist niederschmetternd. Er schreibt:
«Viewed through the lens of Tetlock, it becomes clear that the 15,000 predictions with which I began this article are not forecasts but fantasies.
The projections look precise. They sound scientific. But these forecasts are nothing more than delusions with decimal places. Snake oil dressed up as statistics. Fiction masquerading as fact. They provide a feeling of certainty but they deliver anything but.
In his 1998 book The Fortune Sellers, the business writer William A. Sherden quantified our consensual hallucination:
“Each year the prediction industry showers us with $200 billion in (mostly erroneous) information. The forecasting track records for all types of experts are universally poor, whether we consider scientifically oriented professionals, such as economists, demographers, meteorologists, and seismologists, or psychic and astrological forecasters whose names are household words.”
The comparison between professional predictors and fortune tellers is apt.
From tarot cards to tea leaves, palmistry to pyromancy, clear visions of cloudy futures have always been sold to susceptible audiences. Today, marketers are one such audience. It’s time we opened our eyes.
Let’s stop clamouring over the ten-year trend decks. Let’s stop counting on the constant conjecture of consultants. Let’s stop trying to guess the future and start trying to build it.”




