According to a survey from the Employee Benefit Research Institute, more workers are losing confidence in their ability to retire comfortably, and they name the economy, inflation and the cost of living as among the reasons.
Versicherte
Handels-Zeitung: Lieber bauen statt vorsorgen
Wegen der tiefen Verzinsung der Pensionskassengelder und der Unsicherheit über die Verfassung der Vorsorgeeinrichtungen gewinnt der Vorbezug an Brisanz, schreibt die Handels-Zeitung. “Angesichts der Tatsache, dass sich durch die Finanzkrise fast jede sechste Pensionskasse in Unterdeckung befindet, wie die jüngsten Berechnungen des Bundesamtes für Sozialversicherungen ergaben, hat dieses Vorgehen an Brisanz gewonnen. «Es kann sein, dass Versicherte aufgrund der tieferen BVG-Verzinsung unzufrieden sind und daher die Gelder lieber für einen Eigenheimkauf nutzen», bestätigt Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassenverbandes Asip. Einen fundamentalen Trendwechsel, was die Eigenheimfinanzierung betrifft, hat er allerdings nicht festgestellt.”
Bund: Vorzeitig Pensionierte weiterhin angestellt
Gut 60 Prozent der seit 2006 vorzeitig pensionierten Bundesangestellten lassen sich vom Bund weiter beschäftigen. Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte hat den Bundesrat aufgerufen, hier auf die Bremse zu treten. Während der Übergangsfrist für den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat bei der Bundespensionskasse haben bis Mitte Januar 2008 rund 850 Angestellte gekündigt – halb so viele, wie im Sommer zuvor noch erwartet wurde. 70 vorzeitig frei gewordene Stellen wurden nicht wieder besetzt.
Wie die Finanzdelegation von den zuständigen Stellen erfuhr, arbeiteten seit Anfang 2006 insgesamt 531 vorzeitig Pensionierte mit einem neuen Arbeitsverhältnis oder auf Mandatsbasis weiter beim Bund. In der zentralen Bundesverwaltung waren es 286, bei den ausgelagerten Unternehmen und Anstalten 245. Ein Anteil von 60 Prozent sei doch «relativ viel», sagte Nationalrat Bruno Zuppiger (svp., Zürich) als Präsident der Finanzdelegation am Freitag vor den Medien in Bern. Zwar sei es sinnvoll, einem Verlust von Know-how entgegenzuwirken. Der Finanzdelegation missfielen aber vor allem jene Fälle, in denen neben der Rente weiterhin ein Einkommen bezogen wird. Der Bundesrat wird zu einer möglichst restriktiven Praxis aufgefordert. Die Landesregierung erklärte sich damit einverstanden. Sie wird voraussichtlich 2010 über die Entwicklung Bericht erstatten.
Sammelstiftungen: Was tun bei einer Unterdeckung?
Das Vermögen von Sammelstiftungen und Pensionskassen ist letztes Jahr empfindlich geschrumpft. Einige müssen jetzt Sanierungsmassnahmen einleiten. Sammelstiftungen mit einem Vollversicherungsmodell hingegen tragen kein Unterdeckungsrisiko. Stefan Thurnherr vom VZ beschreibt in der UnternehmerZeitung die Situation.
Tages-Anzeiger: PK-Sanierung – Womit Sie rechnen müssen
Der Tages-Anzeiger geht auf die in vielen Pensionskassen anstehenden Sanierungsmassnahmen ein und stellt die möglichen Konsequenzen für die Versicherten dar.
Beobachter: Nullrunden und die Konsequenzen für die Versicherten
Der "Beobachter" behandelt in seiner neusten Ausgabe das Thema der Nullrunden (Wegfall der Verzinsung) als Sanierungsmassnahme bei Unterdeckung. Zitiert wird er ASIP. Der Beobachter schreibt: "Eine Nullverzinsung ist ein harter Eingriff, der bei einer leichten Unterdeckung von knapp unter 100 Prozent «nur für einzelne Pensionskassen verhältnismässig ist», wie der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP findet. Das Gesetz verlangt zwar, eine Unterdeckung zu beheben. Doch die Aufsichtsbehörden lassen den Kassen dazu fünf bis sieben Jahre Zeit, in Ausnahmefällen gar zehn Jahre."
Weiter wird an die Adresse der Versicherten festgehalten: "Sind Sie mit Ihrer Pensionskasse unzufrieden und stossen Sie beim Arbeitnehmervertreter im Stiftungsrat auf taube Ohren, müssen Sie nicht die Faust im Sack machen: Wenden Sie sich an die Aufsichtsbehörde. Für die meisten Kassen sind die kantonalen Aufsichtsstellen zuständig, bei überkantonal tätigen Vorsorgeeinrichtungen ist es das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Unterdeckungen und Sanierungsmassnahmen müssen bei der zuständigen Aufsicht formell angemeldet werden – dort weiss man also bereits, was sich tut."
D: Verlust der Betriebsrente für Spitzenkräfte
Mit Netz und doppeltem Boden sind die Ansprüche von künftigen und heutigen Betriebsrentnern in Deutschland gegen die Pleite des Arbeitgebers geschützt – zumindest bei durchschnittlichen Arbeitnehmern. Dagegen greifen bei Führungskräften, die eine sehr hohe betriebliche Altersversorgung erwarten, und vielen GmbH-Gesellschaftern die gesetzlichen Sicherheitsseile nicht. Sie sollten darauf dringen, dass ihr Unternehmen ihre Betriebsrentenansprüche privatrechtlich absichert.
NZZ: Eine Lanze für die Rentner der zweiten Säule
Wenn Rentner im Falle der Sanierung von Pensionskassen entgegen der bisherigen Praxis mitziehen sollen, stellt sich die Frage nach ihren Rechten. Herbert Wohlmann, Rechtsanwalt, votiert in einem Beitrag in der NZZ vom 24.2.09 für die Einsitznahme von Rentner-Vertretern ohne Stimmrecht in den Stiftungsrat. Wohlmann schreibt: “Da die Pensionierten (…) aber keine Stimme hätten, sondern nur beratend mitarbeiten würden, müsste es dem Vertreter der Rentner erlaubt werden, in Fällen, wo die Rentner ihrer Ansicht nach ungerecht behandelt werden, gegen den Entscheid des Stiftungsrates eine Beschwerde an die Aufsichtsbehörde zu richten. Dies hätte den Vorteil, dass sich diese Behörden im Voraus mit Allokationsproblemen von Pensionskassen auseinandersetzen müssten. Es ist anzunehmen, dass die Aufsicht die Mitarbeiterzahl etwas erhöhen müsste, was aber diesfalls im Interesse der Rentner läge und auch gerechtfertigt werden könnte.”
Schips: Prüfen, ob Rentner auch zur Kasse gebeten werden können
Im “Sonntag” äusserte sich der interviewte Prof. Bernd Schips zur Frage, wer und wie die Löcher in den Pensionskassen zu stopfen hat.
Sonntag: Also sind Pensionskassen zu hohe Risiken eingegangen?
Schips: Die Kassen sollten sich in ihrer Anlagepolitik langfristig orientieren. Sie sollten Anlagen mit geringen Wertschwankungen bevorzugen – etwa bestimmte Immobilien – oder in langfristig ertragsversprechende Aktien investieren wie etwa Nestlé. Aber in Hedge Funds haben Pensionskassen nichts zu suchen. Denn diese streben nach kurzfristigen Gewinnen.”
Kann denn die zweite Säule die Rentenversprechungen halten?
Ich bin skeptisch, ob mit dem Kapitaldeckungsverfahren die Versprechungen erfüllt werden können. Denn niemand kann den Wert des jetzigen Vermögensstandes garantieren. Bereits heute finden Subventionierungen der Rentner durch die Jungen statt, da das geäufnete Kapital der Rentner zu klein ist. Kassen mit einem hohen Rentneranteil drohen in Schieflage zu geraten. Die Situation wird sich mit dem demografischen Wandel weiter verschärfen.
Sollten Rentner künftig helfen, Löcher in den Pensionskassen zu stopfen?
Es ist zu prüfen, ob Rentner bei Sanierungen auch zur Kasse gebeten werden können. Dann müssten die Rentner aber einen Bonus bekommen, wenn es der Kasse wieder gut geht. Ein solches Modell ist durchaus prüfenswert.
Rethinking Retirement Income Strategies
Due to rising life expectancy, many European households may be faced with the prospect of insufficient pension savings to finance their desired level of consumption and lifestyle. In addition, their retirement income options are often constrained by a requirement to purchase an annuity to maintain an appropriate income level until the end of their life.
The report on Rethinking Retirement Income Strategies: How Can We Secure Better Outcomes for Future Retirees, prepared by Professor Maurer and Barbara Somova, shows that this requirement does not give individuals the level of flexibility needed to choose the best solution for managing their accumulated pension savings. By holding a proportion of pension assets in equity early on in retirement, and switching to bond holdings and annuities progressively over time, individuals can expect to achieve significantly higher retirement income, at a comparatively low risk.
The explanation for this result is simple: in an environment where individuals are living longer, the benefits of investment diversification extend well beyond normal retirement age, as diversification creates the kind of upside income potential not found in conventional annuities, while providing downside protection against the higher risks associated with a portfolio that is concentrated on equity holdings.
Rethinking Retirement Income Strategics: How Can We Secure Better Outcomes for Future Retirees? published by the European Fund and Asset Management Association (EFAMA). The authors of this report a Raimond Maurerand Barbara Somova.
NZZ: 20 Prozent weniger Pro-Kopf-Einkommen im Jahr 2050, falls nicht …
In den nächsten vier Jahrzehnten wird die Lebenserwartung der Männer von 79 auf 85 Jahre steigen, jene der Frauen von 84 auf 90 Jahre. Kommen heute vier 20- bis 64-Jährige auf einen Rentner, sind es 2050 nur noch zwei. Wenn das Pro-Kopf-Einkommen beibehalten werden soll, muss also die Erwerbsbeteiligung insbesondere der älteren Bevölkerung erhöht werden. Gelingt dies nicht, sinkt die Kaufkraft der Bevölkerung gemäss einer neuen Studie (Christian Jaag, Christian Keuschnigg, Mirela Keuschnigg: Alterung, Sozialwerke und Institutionen, Universität St. Gallen) um 20 Prozent.
Der 20-prozentige Rückgang der Pro-Kopf-Einkommen könnte laut den Forschern mit dem Rentenalter 68 halbiert werden. Anders ausgedrückt: Wenn die Lebenserwartung um ein Jahr zunimmt, muss der Ruhestand im Durchschnitt um 9,2 Monate hinausgeschoben werden. Arbeiten heute 40 Prozent aller 60- bis 70-Jährigen, müssten es im Jahr 2050 sogar 80 Prozent sein, damit das Wohlstandsniveau gehalten wird. Ohne Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt müssten die Lohnbeiträge für die Sozialversicherung um 8 Prozent angehoben werden, wenn es keine Abstriche bei den Leistungen geben soll.
Hewitt: Unternehmen auf Sparkurs im Personalbereich
Mehr als ein Drittel der Schweizer Unternehmen erwarten für dieses Jahr finanzielle Einbrüche und planen erste Sparmassnahmen im Personalbereich. Bereits über 70 Prozent haben auf Grund der schlechten Prognosen hierzulande das Personalbudget für 2009 gekürzt. Vor der Krise gingen die Schweizer Unternehmen im Top-Management von einer Gehaltssteigerungen von 3,3 Prozent aus – nach der aktuellen Umfrage stehen noch 2,9 Prozent im Plan. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Umfrage «Impact of European Economic Conditions on 2008/2009 Compensation Spending» der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates.
Caisse de pension: décrypter son certificat personnel
Les assurés auprès d’une institution de prévoyance ont reçu en janvier le certificat personnel contenant les projections de prestations, calculées chaque année.
Tages-Anzeiger: Die wohlhabenden Pensionäre sollen bluten
Die Hälfte der Pensionskassen hat finanzielle Probleme. Nun fordern Experten, dass vermögende Rentner einen Beitrag zur Sanierung leisten: Ihre Renten sollen schrittweise gekürzt werden, meint der Tages-Anzeiger. Der Pensionskassenexperte Olivier Deprez betont, dass eine Sanierung bei Kassen mit einem grossen Rentneranteil alleine mit den gesetzlichen Massnahmen nicht möglich ist. Er fordert darum: «Die Rentner sollten auch einen Beitrag zur Sanierung der Pensionskassen leisten können.»
Streit um Nullrunden
Als Folge der Minusperformance im vergangenen Jahr dürften sich zahlreiche Pensionskassen gezwungen sehen, sog. Nullrunden durchzuführen, also auf eine Verzinsung gemäss BVG-Mindestzins verzichten(das BVG-Obligatorium wird bei umhüllenden Kassen in der Schattenrechnung jedoch weiterhin verzinst und eine entsprechende Freizügigkeitsleistung berechnet, allerdings ist eine Anrechnung mit dem überobligatorischen Teil erlaubt). Die Unia hat das Vorgehen thematisiert und spricht von “amtlich bewilligtem Diebstahl”, sie sagt aber nicht, wie bei Kursverlusten ein Zins finanziert werden kann. Ein Beitrag im Tages-Anzeiger mit Zitaten von Hanspeter Konrad, Olivier Deprez, Urs Schaffner, Daniel Ruppen (BSV) und anderen schildert die Stimmung.
