Der viel gelesene Blog von Werner Messmer «arlesheim reloaded» befasst sich in einem Post vom 11.3. mit den Themen Ausbeuter, AHV und Rentenalter.
Sozialversicherung
Positives Betriebsergebnis der AHV für 2007
Die AHV schliesst das Jahr 2007 mit einem positiven Betriebsergebnis von 1499 Millionen ab. Das Umlageergebnis, welches die Versicherungstätigkeit widerspiegelt, bestimmt mit 1209 Millionen das Gesamtresultat.
BSV – Kennzahlen: Alters- und Hinterlassenenversicherung
Tages-Anzeiger: Dank praktischer Hilfe der IV die Stelle nicht verlieren
Mit Integrationsmassnahmen kann die IV schon früh aktiv werden und damit verhindern, dass Kranke und Verunfallte aus dem Arbeitsprozess fallen.
tagesanzeiger.ch | Geld | Sozial + sicher |
Blick-Interview: Couchepin sucht Neuanfang bei der AHV-Revision
«Früher pensionieren lassen mit gleicher Rente? AHV-Alter für Frauen rauf? Auch nach drei Jahren hat das Parlament keine AHV-Revision zustande gebracht. Jetzt zieht Innenminister Pascal Couchepin (FDP) die Notbremse», schreibt der Blick in einem Kommentar zu einem Interview mit dem Bundesrat. Dieser meint mit Bezug auf eine Stellungnahme der FDP: «Seit drei Jahren arbeitet das Parlament an der 11. AHV-Revision. Ohne Erfolg: Eine gemeinsame Lösung zur Flexibilisierung des Rentenalters ist nicht in Sicht. Wenn wir so weitermachen, dauert es noch Jahre, und dann ist längst eine grössere Revision fällig. Darum: Schluss mit der kleinen Revision, machen wir eine grössere.»
Schweiz – News – Blick Online
Früherfassung und Frühintervention der IV: Broschüre für Arbeitgeber
Das Bundesamt für Sozialversicherungen lanciert gemeinsam mit dem Schweizerischen Arbeitgeberverband und dem Schweizerischen Gewerbeverband eine Broschüre für Arbeitgeber. Der Ratgeber motiviert die Arbeitgebenden, insbesondere der KMU, sich der Herausforderung behinderter Mitarbeiter/innen zu stellen, damit Menschen mit Behinderung erfolgreich im Erwerbsleben integriert bleiben können.
www.news.admin.ch – Früherfassung und Frühintervention der IV
Soziale Sicherheit – Änderungen 2008
Was gilt neu? Was bleibt unverändert? Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen bei den Sozialversicherungsleistungen und -beiträgen ab 2008, zusammengestellt von Colette Nova, SGB.
Aenderungen 2008
IV-Zusatzfinanzierung. Nationalratskommission feilt am Konzept des Ständerats
Bei der Zusatzfinanzierung zugunsten der IV folgt die Sozialkommission (SGK) des Nationalrates dem Konzept des Ständerates ( 05.053 ). Sie ist für eine befristete Mehrwertsteuererhöhung und mit Ahpassungen auch für einen eigenständigen IV-Fonds.
SDA-Meldung: IV-Zusatzfinanzierung.
SGK-N: 11. AHV-Revision ohne Förderung des Vorbezugs
Gemäss Entscheid der Sozialkommission des Nationalrats (SGK-N) sollen mit der 11. AHV-Revision weniger Verdienende bei vorzeitigem Rentenbezug ebenfalls die normale Rentenkürzung erfahren. Der Entscheid fiel knapp mit Stichentscheid des Präsidenten (Stahl, SVP). Diverse Minderheitenanträge mit unterschiedlichen Kostenfolgen unterlagen. Das Frauenrentenalter wird auf 65 Jahre erhöht. Eine neue Regelung des Mischindex wird die Rentenanpassung verlangsamen. Die Revision gemäss Vorstellungen der Kommission würde die AHV um 800 Mio. Fr. jährlich entlasten.
SDA-Meldung: 11. AHV-Revision
11. AHV-Revision: Streit um flexibles Rentenalter
Die Gewerkschaften haben sich vehement gegen Entscheide der nationalrätlichen Sozialkommission zur 11. AHV-Revision gewehrt. Ihren Widerstand kündigten sie an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz an, die noch vor der Medieninformation der Kommission selber stattgefunden hat.
Streit um flexibles Rentenalter (Schweiz, NZZ Online) / Interview Colette Nova
BSV: Nicht zielkonforme Leistungen in der IV
Im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprogramms zu Invalidität und Behinderung und zur Umsetzung des Invalidenversicherungsgesetzes (FoP-IV 2006 – 2009) gab das BSV eine Studie in Auftrag, um nicht zielkonforme Leistungen in der IV zu untersuchen. Die Studie kommt zum Schluss, dass sich die nicht zielkonformen Leistungen in der IV nur durch einen pragmatischen Ansatz reduzieren lassen. Sie verdeutlicht, dass die im Rahmen der letzten beiden IV-Revisionen eingeführten Massnahmen in die richtige Richtung weisen. Allerdings kann auch diese Untersuchung aufgrund mangelnder Datengrundlage das Ausmass des Versicherungsbetrugs nicht beziffern und klar vom Ausmass der gesamten nicht zielkonformen Leistungen trennen. Die Studie ist nur auf Deutsch verfügbar. Sie enthält eine Zusammenfassung und ein Vorwort des BSV in vier Sprachen.
BSV – Forschungspublikationen
Working Poor: Armut trotz Erwerbstätigkeit
2006 betrug die Armutsquote der 20 bis 59-Jährigen 9 Prozent; im Jahr 2000 9,1 Prozent. Diese Stabilität lässt sich teilweise mit der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen erklären. Die Working-Poor-Quote lag 2006 mit 4,5 Prozent leicht tiefer als 2000. In vielen Fällen liegt das Haushaltseinkommen mehrere Hundert Franken unter der Armutsgrenze, schreibt das BfS.
www.news.admin.ch – Working Poor
AHV-Revision: Grosszügige Regelung zur Frühpensionierung
Die nationalrätliche Sozialkommission (SGK-N) will auch mittelständischen Leuten mit Jahreseinkommen bis 93’000 Franken die Frühpensionierung finanziell erleichtern. Mit ihrem grosszügigen Modell würden neun von zehn Frauen und sechs von zehn Männern quersubventioniert.
Frühpensionierung (Schweiz, NZZ Online)
Die Geschichte des Schweizer Sozialstaats: Solidarity without the State?
Erst kürzlich wieder hat die OECD für das Schweizer 3 Säulen-Systems geworben und Deutschland nahe gelegt, ein ähnliches System aufzubauen und die Weltbank hat gar von einem «triumph of commen sense» gesprochen und es als die Lösung für die weltweiten Vorsorge- probleme empfohlen. Regelmässig besuchen ausländische Delegationen die Schweiz, um sich an Ort und Stelle über das Erfolgsmodell zu orientieren. Jetzt liegt erstmals eine ausführliche Darstellung in englischer Sprache vor, welche die Entwicklung des schweizerischen Sozialstaats seit Ende des 19. Jahrhunderts darlegt und insbesondere auch auf die in der Freiwilligkeit liegenden Wurzeln der 3 Säulen eingeht. Vergleiche mit anderen Ländern (USA, Kanada, Grossbritannien, Niederlande) sollen die bestehenden Ähnlichkeiten und Besonderheiten verdeutlichen.
Der Autor Matthieu Leimgruber schreibt dazu: «This genealogy of the three-pillar pension system brings new understanding to the development of a welfare state that has been neglected by historians of social policy. However, this study does more than show how and why Switzerland became a model for pension reformers in the late twentieth century. The issues investigated in this book – the role of taxation in the development of occupational provision, the role of insurers in the making of social policy, and the connections between pension provision, collective bargaining, and financial markets – constitute key issues in studies of welfare states. The boundaries between public and private provision are now being redrawn, and the financialization of pensions is progressing. A critical reappraisal of these interactions can open new perspectives on the history of the welfare state.»
Das Buch ist erschienen bei der Cambridge University Press und kann mit dem Link zum aktuellen Flyer noch bis 1.3.08 mit 20%-Rabatt erworben werden.
Flyer und Bestellung / Solidarity without the State? – Cambridge University Press
Newsletter Familie&Generationen 1/2008 des BSV
Die Nummer 1/2008 des Newsletters „Familie&Generationen“, herausgegeben vom BSV, ist erschienen. Sie informiert über Aktuelles aus der Kinder-, Jugend-, Alters-, Familien- und Generationenpolitik.
BSV – Familie&Generationen 1/2008, Januar 2008
«Wer soll Renten der Babyboomer zahlen?»
In Westeuropa werden bis zum Jahr 2030 auf vier Todesfälle drei Geburten kommen, prognostizieren Demografen. Trotz Zuwanderung wird die westeuropäische Bevölkerung jährlich um über eine halbe Millionen Menschen schrumpfen. Diese Zahlen haben Hans Groth und Nicholas Eberstadt in ihrem eben erschienenen Buch zusammengetragen. Im wirtschaftlichen Wettbewerb, zum Beispiel mit den USA, verliere Europa so dringend benötigte Arbeitskräfte, warnen Groth und Eberstadt. Lebten im Jahr 2005 in Europa noch rund 100 Millionen Menschen mehr als in den USA, werden es 2030 nur noch rund 35 Millionen mehr sein. Will Europa nicht den Anschluss verlieren, müssen Europäer ihre Gesundheit fördern und länger arbeiten, sagt Hans Groth, Direktionsmitglied bei Pfizer.
