Im Asset Management, dem Geschäft mit Grosskunden wie Pensionskassen und Versicherungen, haben beide Grossbanken massiv Vermögen verloren – wegen schlechter Performance bei Anlagemandaten, schreibt die NZZ am Sonntag.
Kapitalanlagen
State Street Subprime Damages May Surpass Reserve
State Street Corp., the largest money manager for institutions, may have to pay more than the $625 million it set aside for damages from lawsuits over losses from subprime-mortgage investments made for pension funds.
Bloomberg.com: Worldwide
Institutional Survey: Vermögensverwaltung und Anlagemodalitäten
Wie reagieren die Pensionskassenverantwortlichen in ausgeprägten Baisseperioden wie derjenigen vom 1. Quartal 2008? Greifen sie zu taktischen Massnahmen? Sind sie mit den Ergebnissen ihrer Entscheidungen zufrieden? Sichern sie sich gegen Währungsschwankungen ab? Bevorzugen sie spezialisierte Anlagen nach Anlageklassen oder gemischte Anlagen? Dies sind einige der Fragen, die im Rahmen des Fokusthemas der 10. Ausgabe des Swiss Institutional Survey über Vermögensverwaltung und Anlagemodalitäten zum Teil beantwortet werden konnten.
An der jüngsten Umfrage, die im 1. Quartal 2008 durchgeführt wurde, nahmen 155, zumeist grosse institutionelle Anleger mit einem Gesamtvermögen von 239 Milliarden Franken teil, was rund 40% des Vermögens der 2. Säule entspricht. Das durchschnittliche Vermögen der Teilnehmer liegt bei 1’542 Millionen, der Median bei 480 Millionen.
Die Umfrage ergab, dass eine Mehrheit der Institutionen intern taktische Entscheidungen trifft, jedoch enttäuscht über die Ergebnisse ist. Nur die Hälfte der Teilnehmer nimmt eine Währungsabsicherung vor. Die spezialisierte Verwaltung nach Anlageklassen wird gegenüber der gemischten Verwaltung bevorzugt. Die bevorzugten Anlagevehikel und -formen sind von den Anlageklassen abhängig. Die durchschnittliche Anzahl der externen Vermögensverwalter liegt bei den inländischen Anlagen unter drei.
Institutional Survey Mai 2008
Mikrofinanz-Fonds: Mit Entwicklungshilfe verdienen
Weltweit haben rund 1500 Mikrofinanz-Institute an Handwerker, Schneiderinnen oder Bauern 25 Milliarden Dollar verliehen. Vier Milliarden Dollar kommen von privaten Investoren. 2015 sollen es, so eine Studie der Deutschen Bank, 20 Milliarden sein. Die Pensionskasse des niederländischen Gesundheitswesens etwa will bis zum Jahr 2010 rund 200 Millionen Euro in Mikrofinanz-Anlagen investieren. Der auf Mikrofinanz spezialisierte Vermögensverwalter Responsability aus Zürich sammelt derzeit zehn Millionen Euro Anlegergeld » pro Monat ein. Deutsche Anleger können zurzeit in eine Handvoll Luxemburger Investmentfonds investieren.
Mikrofinanz-Fonds: Mit Entwicklungshilfe verdienen – WirtschaftsWoche
L.A. Times: CalPERS should maintain its activism
Since 1985, CalPERS has pushed the envelope of corporate governance initiatives and socially targeted investing. After the Los Angeles riots in 1992, for instance, CalPERS launched a $375-million initiative aimed at rehabilitation and development in California’s major urban areas. By 2005, the effort reached $1.2 billion, with investments in single-family homes as well as the mixed-use and industrial real estate. According to a Harvard Law School study, the return on investment during that period was over 22%. The study concluded that the investments «paid off handsomely for the fund, its beneficiaries and communities across the state.»
CalPERS should maintain its activism – Los Angeles Times
Le Temps: Les caisses de pension devraient se lancer dans les «commodities»
Les institutionnels devraient placer 2 à 4% de leurs actifs dans les matières premières, selon Frédéric Dodard, responsable de l’allocation de State Street Global Advisors en Europe.
Le Temps – Finance
Credit Suisse – PK-Index für Q1 2008: Schlechtestes Quartal seit 9/11
Der «Credit Suisse Schweizer PensionskassenIndex» (blaue Linie in obiger Abbildung) hat sich im 1. Quartal 2008 deutlich negativ entwickelt. Der schwächste Monat war mit einem Minus von 4,27 Punkten (–3,37%) der Januar, gefolgt vom März (–2,19 Punkte resp. –1,80%), während der Februar 0,61 Punkte verlor (–0,50%). Unter Ausklammerung des 3. Quartals 2001 (Sondereffekte des 9/11) bedeutet dies das schlechteste Quartalsergebnis seit Lancierung des Index im Jahr 2000.
Der Index, der zu Beginn des Jahres 2000 bei 100 gestartet wurde, hat im Berichtsquartal insgesamt 7,07 Punkte (–5,59%) verloren und einen Stand von 119,45 Punkten erreicht. Der Rückgang hat dazu geführt, dass die von Schweizer Pensionskassen verwalteten Vermögen der 2. Säule hochgerechnet im Berichtsquartal um rund CHF 35 Mrd. auf etwa CHF 595 Mrd. abgenommen haben.
Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie in Abbildung) ist, ebenfalls ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, im Berichtsquartal um 0,87 Punkte (0,68%) von 127,89 auf 128,76 gestiegen. Da sich der Index im ersten Quartal 2008 negativ entwickelt hat, während die BVG-Vorgabe stetig voranschreitet, ist er, verglichen mit dem Startdatum im Jahr 2000, weiter ins Minus gerutscht und liegt nun insgesamt 9,29 Punkte im Hintertreffen. Der Rückstand auf die BVG-Mindestverzinsung hat somit im Quartalsvergleich um 7,94 Punkte resp. 6,27% zugenommen.
PK-Index Q1 2008 / Website CS Pensionskassen-Index / NZZ
Le Temps: Entretien avec Michel Thétaz, IAM
L’année commence mal pour l’épargne du deuxième pilier. Le rendement des caisses de pension suisses est en baisse de 8% au 1er trimestre 2008, selon une étude de State Street. Un résultat en ligne avec l’indice LPP 40 (composé à 40% d’actions). Des résultats aussi mauvais n’avaient pas été vus depuis 2001. En tenant compte du rendement des parcs d’immeubles, que détiennent de nombreuses institutions, les caisses enregistrent en moyenne -5,6% sur leur portefeuille total, selon l’indice de Credit Suisse (
CSGN.VX). Une mauvaise année boursière est loin d’être une fatalité pour le IIe pilier, assure Michel Thétaz. Cet ancien de Pictet a fondé Institutional Asset Management (IAM) en 1995. La fortune de ce gérant indépendant genevois a connu une croissance fulgurante, pour atteindre 7,5 milliards de francs.
Le Temps – Finance
Institutional Survey: Schweizer PKs mit 2,3 Performance 2007
Gemäss der 10. Ausgabe des Swiss Institutional Survey haben die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen 2007 eine durchschnittliche Performance von 2.3% erwirtschaftet. Positiv zu diesem Ergebnis beigetragen haben die direkten Immobilienanlagen in der Schweiz mit 5.0%, vor allem aber die alternativen Anlagen mit den Untergruppen Rohstoffe (+11% in CHF), Private Equity (über +8.3%) und Hedge Funds (+5.6%). Einige der in den Portfolios am stärksten vertretenen Anklageklassen, Schweizer Aktien und Obligationen in CHF, konnten mit einer Performance von rund 0% nicht überzeugen; die ausländischen Aktien und die Fremdwährungsobligationen schnitten besser ab als die inländischen Werte. Im vergangenen Jahr erzielten 4 Teilnehmer eine negative Performance, und 76 – nahezu die Hälfte aller Teilnehmer – eine Performance unter dem technischen BVG-Mindestzinssatz.
Der ermittelte Deckungsgrad verzeichnete einen Rückgang unter das Niveau von Ende 2006. Bei den Umfrageteilnehmern liegt er bei 110.6% auf Basis der nicht vermögensgewichteten Werte, und bei 104.3% auf Basis der gewichteten Werte. Bei den Vorsorgeeinrichtungen des Privatsektors sind diese Werte mit 115.9% (nicht gewichtete Werte) und 111.0% (gewichtete Werte) noch sehr komfortabel. Bei den Wertschwankungsreserven – 11% per Ende 2007 auf Basis der nicht vermögensgewichteten Werte, 8% auf Basis der gewichteten Werte – resultiert wie beim Deckungsgrad einen Rückgang unter das Niveau von Ende 2006.
Der zweite Teil der Ergebnisse zum aktuellen Thema «Vermögensverwaltung und Anlagemodalitäten» wird am 7. Mai 2008 veröffentlicht.
Mitteilung Institutional Survey
State Street PK-Index: Rendite minus 8,4% im Q1; Transaktionskosten plus 11%
Der von State Street Investment Analytics errechnete Schweizer Pensionskassen-Index ergibt im ersten Quartal 2008 eine Rendite von –8.04 Prozent auf den Wertschriften. «Die Markt-Turbulenzen weiten sich aus» sagt Reto Tschäppeler, Vice President in Zürich und Regional Head von State Street Investment Analytics in Europa. «Das schlechteste Quartalsergebnis seit 2001 wird insbesondere bei Pensionskassen ohne nennenswerte Liegenschaftsbestände deutliche Spuren im Jahresergebnis und Deckungsgrad hinterlassen.»
Die Transaktionskosten nahmen gegenüber dem letzten Quartal zu. Sie stiegen um 11 Prozent von 22.44 auf 24.91 Basispunkte.
Mitteilung State Street
CASH: Auftakt zur Mindestzins-Diskussion
«Die Pensionskassenmanager sind stark gefordert», stellt Cash in einem Artikel über die aktuelle finanzielle Verfassung der Kapitalmärkte und ihre Konsequenzen für die Vorsorgeeinrichtungen fest. Im ersten Quartal wurde eine Minusperformance von (je nach Index) 4 bis 5 Prozent ausgewiesen, für das gesamte Jahr ist laut bundesrätlicher Anordnung netto aber mindestens 2,75 Prozent zu erzielen. Damit ist aber auch schon die Mindestzinsdiskussion für 2009 eröffnet.
«Angesichts der Finanzkrise ist die Frage nicht, ob der Zinssatz reduziert wird, sondern um wie viel», sagt Pensionsversicherungsexperte Claude Stierlin von der Sammelstiftung Prevas. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) geht laut Cash nicht so weit, sieht aber auch Gesprächsbedarf. «Die Kommission für berufliche Vorsorge wird aller Wahrscheinlichkeit nach Anfang Juni über eine Senkung des Mindestzinssatzes für Altersguthaben diskutieren müssen», sagt Joseph Steiger vom BSV. Aufgrund früher angewendeter Modelle scheint für Cash heute eine Senkung des Mindestzinses auf den 1. Januar 2009 um einen Prozentpunkt auf 1.75 Prozent möglich. Konflikte mit den Gewerkschaften sind programmiert: «Der Mindestzinssatz ist eine langfristige Richtlinie, die man nicht ständig anpassen soll», sagt Heinrich Nydegger von der Gewerkschaft Unia. – Wenn das nur die Finanzmärkte auch endlich begreifen würden…..
CASH.ch | CASH daily
UBS veröffentlicht Zusammenfassung ihres Berichts an die EBK
UBS hat einen Bericht veröffentlicht, der zuhanden der Aktionäre die wichtigsten Fakten im Zusammenhang mit ihren bis zum 31. Dezember 2007 eingegangenen Positionen und den darauf entstandenen Verlusten am US-Markt für Subprime-Hypotheken detailliert erläutert. Das Dokument fasst den ausführlichen Bericht zusammen, den UBS bereits der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) vorgelegt hat. Er ist auf www.ubs.com/agm verfügbar.
UBS – News/ NZZ
Ethos Quarterly und Ethos Investment Focus: Quartalsberichte per 31.3.2008
Die aktuelle Ausgabe des Ethos Quarterly befasst sich unter anderem mit den folgenden Themen:
- Die Opfer der Subprime-Krise
- Schleuderfahrt der UBS: Die Aktionäre erwachen
- Nestlé-Statutenrevision: Corporate Governance im Aufwind
- Nestlé: Ethos-Rating verbessert
Staatsfonds
- Die bekanntesten Staatsfonds
- Staatsfonds – Eine neue Anlegerkategorie
- Norway Government Pension Fund: Vorbild für Transparenz und Verantwortung
- Streubomben: Problembewusstsein wächst
Generalversammlungen
- Trendwende bei den Doppelmandaten
- Vierteljährlicher Rückblick der von Ethos analysierten Generalversammlungen
- Aktionärsanträge
Ethos – Schweizerische Stiftung für nachhaltige Entwicklung
US: Large funds lead the way
Large pension funds lead the way in reacting to market and accounting changes, according to research from Greenwich Associates.
A Greenwich survey found whilst funding ratios for all sizes of funds had improved in recent times, larger pension schemes were quicker to adapt to fluctuations in the world economy and liability management.
Chris McNickle, consultant, Greenwich Associates, said: “Rarely in the course of our global pension research have we come upon such a dramatic difference in strategy between groups of funds operating in the same market.”
The survey found, despite producing good returns over the past two years, 40% of corporate funds with over $5bn in assets and a third of public funds of the same size said they planned to significantly change their asset allocation over the next three years. Only 8% of corporate funds with less than $500m in assets said they would do the same.
Global Pensions
Verzinsung ist noch offen
Die finanzielle Deckung der Pensionskassen in Liechtenstein und der Ostschweiz ist nach Ansicht der Aufsichtsbehörden weitgehend gesund. Per Ende vergangenen Jahres wiesen alle in Liechtenstein tätigen Vorsorgeeinrichtungen einen Deckungsgrad von deutlich über 100 Prozent aus. In der Ostschweiz wiesen per Ende 2006 lediglich 3 von insgesamt 300 Vorsorgeeinrichtungen eine Unterdeckung aus. Nach Ansicht von Experten bedürfte es eines grösseren Börsenabsturzes, dass einzelne Pensionskassen in finanzielle Engpässe geraten, schreibt das Liechtensteiner Vaterland. Bernhard Kramer, Aufsichtsleiter der Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht, vergleicht die aktuelle Entwicklung an den Aktienmärkten mit dem Jahr 2002, als die Anlagen der Pensionskassen mehr als 8 Prozent verloren.
Gegensatz zur Schweiz ist in Liechtenstein kein Mindestzinssatz vorgeschrieben. Dies hat für die Pensionskassen den Vorteil, dass sie die jährliche Verzinsung an die Entwicklung an den Finanzmärktern angleichen können. Wie die Vorsorgegelder in diesem Jahr verzinst werden, steht naturgemäss noch nicht fest.
