Avenir Suisse hat einen Artikel im Quartalsbericht der Avadis Anlagestiftung auf ihrer Website aufgeschaltet, der für mehr Flexibilität wirbt. Darin heisst es u.a: Der geltende Umwandlungssatz von 6,8% basiert auf einer Lebenserwartung, wie sie Ende der 1980er Jahre bemessen wurde und setzt eine Marktrendite von über 4% pro Jahr voraus. Unter Verwendung aktueller Sterbetafeln und realistischer, tieferer technischer Zinsen sollte der Umwandlungssatz eher unter 6,0% liegen (Abbildung). Umhüllende Kassen, die Leistungen über das BVG-Obligatorium anbieten, können dank dem Anrechnungsprinzip tiefere Umwandlungssätze anwenden. Gemäss Swisscanto lag 2013 der Schweizer Durchschnittswert bei 6,5%: Tiefer als die gesetzlichen 6,8%, doch deutlich höher als 6,0%. Der Trend zu tieferen Umwandlungssätzen wird sich fortsetzen. Diese Anpassungen brauchen jedoch lange Vorlaufzeiten und können schwer rückgängig gemacht werden.
Aktuarielles
Deckungsgrad: unerfülltes Versprechen auf Transparenz
PPCmetrics hat in der Schweizer Personalvorsorge 1/14 einen Beitrag zum Thema Deckungsgrad und seine Aussagekraft publiziert. Darin verweisen die beiden Autoren, Marco Jost und Urs Burch, auf die Tatsache, dass der Deckungsgrad allein noch nicht allzuviel über die tatsächliche Finanzierungssituation einer Pensionskasse aussagt und es zudem neuerdings diverse “Flavours” von Deckungsgraden gibt.
Libera: Risikokennzahlen als Führungsinstrument
Matthias Wiedmer und Gerold Betschart von Libera haben in der Schweizer Personalvorsorge 1/14 einen Beitrag zu den Risikokennzahlen publiziert.
Towers Watson: Unterschätzte Lebenserwartung führt zu steigender Umverteilung
Rekordtiefe Zinsen und trübe Aussichten am Kapitalmarkt belasten die Pensionskassen seit geraumer Zeit. Aufgrund der Krisen der letzten 15 Jahre fällt nun plötzlich auf, was bisher dank guter Renditen niemand bemerkt hatte: Die Lebenserwartung von Schweizerinnen und Schweizern wurde bisher massiv unterschätzt, schreibt Towers Watson in einer Medienmitteilung. Das bedeutet in der Konsequenz, dass Pensionskassen nicht genügend Rückstellungen haben, um die künftig anfallenden Renten bis zum Lebensende zu bezahlen. Weil die bereits gesprochenen Renten nicht gekürzt werden können, erfolgt deshalb auch in der 2. Säule immer stärker eine Umverteilung von Aktivversicherten zu Rentnern. Dringender Handlungsbedarf besteht sowohl bei Vorsorgeeinrichtungen als auch auf politischer Ebene, betont das Beratungsunternehmen.
Ein Blick in die Statistiken der letzten 40 Jahre zeige, dass die Lebenserwartung deutlich höher ist als angenommen und linear steigt. Statt um 1,1 Monate pro Jahr nimmt die Lebenserwartung in der Schweiz um 1,74 Monate pro Jahr zu. «Die durchschnittliche Lebenserwartung einer 65-jährigen Frau im Jahr 2030 kann bis zu 32.2 Jahre betragen statt 25.3 Jahre. Für die Differenz von fast sieben Jahren in diesem Beispiel verfügen die Pensionskassen aber nicht über genügend Rückstellungen. Bisher fiel der Fehler nicht weiter auf, weil der günstige Kapitalmarkt das Defizit aufwog, nun aber besteht dringender Handlungsbedarf», meint Peter Zanella, Leiter Retirement Solutions bei Towers Watson in Zürich.
Towers Watson hat ein stochastisches Sterblichkeitsmodell für die Schweiz entwickelt, das die potentielle Streuung der Lebenserwartung dank statistischer Methoden korrekt abbilden kann. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass hier entsprechende Modelle bereits genutzt werden. «Wird jetzt nichts unternommen, müssen die Aktivversicherten die Renten im grösseren Ausmass querfinanzieren. Das entspricht weder der Generationengerechtigkeit noch ist das langfristig tragbar», warnt Ljudmila Bertschi, Pensionskassenexpertin bei Towers Watson.
Aon Hewitt Survey und die technischen Zinsen
Michael Ferber schreibt in der NZZ (Börsen und Märkte) über Ergebnisse des Aon Hewitt Survey und hält fest, dass die Pensionskassen trotz der schwierigen Lage am Kapitalmarkt “auf Kurs geblieben sind”. Ferber schreibt: “Eine wichtige Rolle hat dabei die Senkung der technischen Zinssätze der Vorsorgeeinrichtungen gespielt. Gemäss der Studie ist der durchschnittliche technische Zinssatz in den vergangenen vier Jahren von 3,72% auf 3,25% gesunken (vgl. Grafik). Eine weitere Reduzierung auf 3% ist gemäss der Umfrage wahrscheinlich. Mit dem technischen Zins schätzt eine Pensionskasse ein, wie hoch das für die Rentenzahlungen zurückgelegte Kapital verzinst werden dürfte. Eng verbunden mit dem technischen Zins ist der Umwandlungssatz. Dabei handelt es sich um den Prozentsatz des angesparten Vermögens in der zweiten Säule, der den Rentnern pro Jahr ausbezahlt wird. Auch hier gab es Rückgänge. So beträgt der durchschnittliche Umwandlungssatz bei den befragten Vorsorgeeinrichtungen derzeit 6,41%, während er 2011 noch bei 6,69% gelegen hatte. Dennoch liege der Satz höher, als es bei der derzeitigen Ertragslage der Fall sein dürfte, teilte Aon Hewitt mit. Eine Mehrheit der Kassen gab in der Studie an, der angemessene Umwandlungssatz solle nicht mehr als 6% betragen.”
Totengräber, der SGB und die OAK
Andreas Valda hat im Tages-Anzeiger den Vorwurf des Gewerkschaftsbundes aufgenommen, die PK-Experten würden mit ihrer Forderung nach Senkung des technischen Zinses auf 3% zu Totengräbern der 2. Säule. Wie an dieser Stelle bereits ausgeführt, sind die 3% nicht weit entfernt vom Durchschnitt der von den Kassen heute verwendeten Zinssätze. Wie viele Pensionskassen davon betroffen sein könnten, ist laut Darstellung von Valda offen. Der Jahresbericht der Oberaufsichtskommission der beruflichen Vorsorge (OAK) für das Jahr 2012 zeigt, dass 580 Pensionskassen mit einem Zins von 3,5 Prozent oder mehr betroffen wären. Weitere rund 540 Kassen verwendeten Zinsen zwischen 3 und 3,5 Prozent. Sie verwalten zusammen ein Vermögen von rund 400 Milliarden Franken. Stephan Wyss, Präsident der Kammer der PK-Experten, rechnet deshalb grob mit 100 Milliarden Franken Rentenguthaben, das nach einer Senkung des technischen Zinses aufgestockt werden müsste. Stimmt diese Annahme, so müssten rund «5 Milliarden Franken» verschoben werden. Das wäre ein Siebtel aller Reserven, die die OAK im Jahresbericht 2012 ausweist.
Den Vorwurf von Doris Bianchi (SGB) kontert Wyss im Tages-Anzeiger mit der Bemerkung, es sei der SGB, der Totengräberei betreibe mit Forderungen nach zu hohen technischen Zinsen. Je länger das tiefe Zinsniveau am Kapitalmarkt anhalte, desto schwieriger die Ertragslage. «Wenn Pensionskassen mit zu hohen technischen Zinsen operieren, geben sie vor, gesünder dazustehen, als sie es wirklich sind.» So fahren sie eine zu riskante Anlagestrategie, die beim nächsten Crash grosse Löcher reissen könnte.
Laut Insidern hat der Streit inzwischen die Oberaufsichtskommission alarmiert. Sie überprüft zurzeit alle sechs Fachrichtlinien der Kammer. «Dies gilt auch für die Fachrichtlinie zum technischen Zins», sagt Vizepräsidentin Vera Kupper Staub auf Anfrage. Die Oberaufsicht wolle sich im kommenden Jahr dazu äussern.
OAK: Weisung zur Unabhängigkeit des Experten
Die Oberaufsichtskommission hat die Weisung zur Unabhängigkeit des Experten für die BV publiziert. Auffallendste Differenz zum Entwurf – der auf heftige Kritik gestossen ist – bildet der Wegfall des Verbots von Dienstleistungen, die über das Expertenmandat hinausgehen. An dessen Stelle ist das Verbot von Entscheidfunktionen getreten.
Stephan Wyss, Präsident der Kammer der PK-Experten, hat in “Vorsorge Aktuell” dazu eine erste Stellungnahme abgegeben. Wyss sagte u.a.: “Die OAK hat im letzten Jahr kommuniziert, dass sie prioritär die Systemrisiken der 2. Säule analysieren will. Deshalb waren wir in der SKPE überrascht, dass eine der ersten Weisungen der Unabhängigkeit von uns Experten für berufliche Vorsorge galt. Dazu kommt, dass bereits die BVV2 in Art. 40 die Unabhängigkeit des Experten detailliert regelt und die SKPE ihr eigene Unabhängigkeitsrichtlinie im letzten Jahr an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst und verschärft hat. Schliesslich haben Nachfragen ergeben, dass die Unabhängigkeit des Experten bisher aufsichtsrechtlich zu keinen Problemen geführt hat.
Die OAK hat uns ermöglicht, Feedback zum ersten Entwurf der Weisung zu geben und unsere Sicht der Dinge darzulegen. Gemäss meiner persönlichen Einschätzung war dieses Vorgehen geeignet und konstruktiv. Namentlich führte es gemäss meiner Meinung zu einer praxistauglichen Lösung nicht nur aus Sicht der Kassen und der Experten für berufliche Vorsorge, sondern auch aus Sicht der Aufsicht. Dieser konstruktiv-kritische Austausch mit der OAK ist eine gute Basis für die anstehenden noch wichtigeren Fachthemen, wie die Allgemeinverbindlichkeitserklärungen unserer SKPE Fachrichtlinien durch die OAK.”
Experten als “Totengräber der 2. Säule”
Doris Bianchi vom Schweiz. Gewerkschaftsbund schreibt im Newsletter des SGB: “Ende September 2013 hat die Kammer der Pensionskassenexperten den Referenzzinssatz für den technischen Zins neu auf 3 Prozent festgelegt. Das ist falsch und gefährlich. Gefährlich, weil in der Folge 15 Mia. Franken in die berufliche Vorsorge eingeschossen werden müssten und das Vertrauen in die Zweite Säule so strapaziert würde. Falsch, weil die Grundlagen zu diesem Entscheid nicht das tatsächliche Anlageverhalten der Pensionskassen abbilden.”
pw. Bianchi wiederholt das Argument des SGB, dass es sich bei der derzeitigen Tiefzinsphase um ein vorübergehendes Phänomen handle und verweist auf das gute Ergebnis von 2012. Sie erwähnt nicht, dass über acht Jahre die Durchschnittsrendite nur rund 3% erreichte (Swisscanto), also selbst für einen technischen Zins von 3% nicht ausreichte. Dass derzeit die Kassen auf breiter Front auf einen technischen Zins von 3% und tiefer einschwenken bleibt ebenfalls unerwähnt. Die privatrechtlichen Kassen weisen derzeit im Beitragsprimat gemäss Swisscanto noch einen durchschnittlichen technischen Zins von lediglich 3,08% auf. Unter diesem Umständen ist es schleierhaft, wie Bianchi zu ihrer Schlussfolgerung kommt: “Mit einer flächendeckenden Absenkung der technischen Zinssätze auf 3 % und tiefer machen sich die Pensionskassenexperten zu den Totengräbern der Zweiten Säule. Die auf falschen Annahmen beruhende Fachrichtlinie 4 der Pensionskassenexperten gehört schnellstens revidiert.”
Technischer Referenzzinssatz bei 3%
Die Kammer der Pensionskassen-Experten hat den technischen Referenzzinssatz in der beruflichen Vorsorge Ende September von 3,5 auf 3 Prozent gesenkt. Ein technischer Zins von 3 Prozent entspricht bei Männern einem Umwandlungssatz von 5,7 Prozent (mit Periodentafeln gerechnet 5,9 Prozent). Der Mindestumwandlungssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge wurde aber 2010 in einer Referendumsabstimmung vom Volk bei 6,8 Prozent festgelegt. Die Differenz von 1,1 Prozent bedeutet im Fall eines Kapitals von 300’000 Franken, dass von der Jahresrente von 20’400 Franken ganze 3300 Franken nicht finanziert sind bzw. von den aktiven Versicherten bezahlt werden. 16 Prozent einer solchen BVG-Rente werden also wie bei der AHV nach dem Umlageverfahren und nicht nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanziert, rechnet die NZZ ihren Lesern vor.
Die meisten Pensionskassen haben, weil sie auch überobligatorische Leistungen anbieten, ihren Umwandlungssatz unter 6,8 Prozent festlegen können. Der technische Zins ist aber in den meisten Fällen höher als der neue Referenzwert von 3 Prozent, der vor sechs Jahren noch 4,5 Prozent betrug. Das ist legal, doch müssen Abweichungen gegenüber der Aufsicht begründet werden. Insofern ist der technische Referenzzinssatz eine halboffizielle Grösse. Berechnet wird der Satz mit einer Formel, die den Pensionskassen-Index Pictet 25 plus und die Bundesobligationen im längerfristigen Durchschnitt berücksichtigt.
PKs im Licht des risikotragenden Deckungsgrads
PPCmetrics hat an einem Medienanlass Daten ihrer Erhebung zum risikotragenden Deckungsgrad publiziert und mit den von der OAK zur Finanzierungssituation gemachten Angaben verglichen.
Die Untersuchung umfasst über 250 Schweizer Vorsorgeeinrichtungen mit einem Gesamtvermögen von rund CHF 500 Mrd. Um höchste Datenqualität sicherzustellen, wurden sämtliche Daten auf der Basis der revidierten Geschäftsberichte einheitlich erfasst. Die Finanzierungssituation der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen hat sich im 2012 wie auch im laufenden Jahr markant verbessert. Alfred Bühler, Partner von PPCmetrics, erklärt: „Wir dürfen von einer Trendumkehr sprechen. Im Durchschnitt sind die gesetzlichen Verpflichtungen der privatrechtlichen Kassen vollständig gedeckt. Es bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Vorsorgeeinrichtungen. Rund 450‘000 aktive Versicherte sind in privatrechtlichen Kassen mit einem risikotragenden Deckungsgrad von unter 100% versichert.“ Bei öffentlich-rechtlichen Kassen bestehen nach wie vor teilweise erhebliche Unterdeckungen. Weitere Informationen sind unter www.deckungsgrad.ch ersichtlich.
Blick: Problem viele Rentner, wenig Zahler
Die Überlegungen der SBB, die Renten der Mitarbeiter in Zukunft in einen fixen und variablen Betrag aufzuteilen, haben einen Wirbel ausgelöst, schreibt der Blick. Und weiter: “Klar ist: Viele Pensionskassen kämpfen mit dem Problem, dass grosse Summen für die Renten ausbezahlt werden müssen, aber wenig aktive Beitragszahler vorhanden sind und die Erträge auf dem Kapital unsicherer geworden sind.
«Etwa 50 Prozent der Pensionskassen hätten Bedarf, solche Massnahmen zu ergreifen», schätzt Othmar Simeon, Geschäftsführer von Swisscanto Vorsorge. Es gibt erst einzelne Vorsorgestiftungen, die variable Renten zahlen. «Wenn sich die SBB dazu entscheiden, hat das Signalwirkung», so Simeon.
An der Börse lief es doch gut – wo liegt das Problem? Die Pensionskassen profitierten zwar letztes Jahr vom Börsen-Boom. Doch diese Erträge können stark schwanken. Zudem halten sie viele Obligationen von Schuldnern mit tiefem Risiko, und die werfen derzeit kaum Rendite ab.
«Das Vorsorgesystem muss auf weiterhin tief bleibenden Zinsen ausgerichtet werden», sagt Experte Alfred Bühler von der Beratungsfirma PPC Metrics. Gleichzeitig werden wir älter – die Renten werden länger bezahlt. Das Geld in der Hoffnung auf mehr Rendite risikoreicher anzulegen, ist keine Lösung: «Grössere Risiken bei der Anlage gehen auch zulasten der Aktiven», so Bühler. «Jährlich fliessen etwa 3 Milliarden Franken von den Aktiven zu den Rentnern. Diese Pensionierungsverluste kommen zustande, weil die Erträge auf dem Kapital nicht reichen, die Renten zu finanzieren», rechnet Bühler vor. Wenn dieser Zustand lange anhält, fehlt das Geld für die Zukunft: «Die ganz Jungen sind die Verlierer. Die sind schlecht vertreten und sich oft nicht bewusst, was auf sie zukommt», warnt Bühler.
Die Debatte dreht sich laut Experte Bühler zu stark um den Umwandlungssatz. «Das Problem mit den rentnerlastigen Kassen wird auf die lange Bank geschoben. Es ist zwar bekannt, aber man hat keine Lösung», so Bühler.”
NYT: Ray Kurzweil Says We’re Going to Live Forever
Ray Kurzweil, bekanntester und prominentester Futurologe und Unternehmer der USA, hat in einem Interview im Magazin der New York Times Auskunft über seine Visionen gegeben.
As a futurist, you are famous for making predictions of when technological innovations will actually occur. Are you willing to predict the year you will die?
My plan is to stick around. We’ll get to a point about 15 years from now where we’re adding more than a year every year to your life expectancy.
You have described microscopic nanobots of the future that will be able to shape shift into anything, even gather into patterns that mimic familiar life-forms. So millions of nanobots will be running around that look just like Ray Kurzweil?
This idea of creating a whole virtual body with nanobots, that’s more like a 2050 scenario. But by the 2030s we’ll be putting millions of nanobots inside our bodies to augment our immune system, to basically wipe out disease. One scientist cured Type I diabetes in rats with a blood-cell-size device already.
You’ve said that if you woke up one day with a terminal disease, you’d be forced to invent a cure. Were you being serious?
I absolutely would try. I’m working now on a cancer project with some scientists at M.I.T., and if I develop cancer, I do have some ideas of what I would do.
I imagine a lot of people would hear that and say, Ray, if you think you’re capable of curing yourself, why don’t you go ahead and start curing others?
Well, I mean, I do have to pick my priorities. Nobody can do everything. What we spend our time on is probably the most important decision we make. I don’t know if you’re aware, but I’m joining Google as director of engineering.
Should we live to 1,000?
Aubrey de Grey, Chief Science Officer of SENS Foundation and the world’s most prominent advocate of anti-aging research, argues that it makes no sense to spend the vast majority of our medical resources on trying to combat the diseases of aging without tackling aging itself, writes ethicist Peter Singer on Project Syndicate.
De Grey believes that even modest progress in this area over the coming decade could lead to a dramatic extension of the human lifespan. All we need to do is reach what he calls “longevity escape velocity” — that is, the point at which we can extend life sufficiently to allow time for further scientific progress to permit additional extensions, and thus further progress and greater longevity.
What most attracts de Grey about this prospect is not living forever, but rather the extension of healthy, youthful life that would come with a degree of control over the process of aging.
Swiss Re announces GBP 800 million longevity insurance cover
Swiss Re has completed a GBP 800 million longevity insurance contract with the pension fund of UK insurer LV=. The transaction includes insurance of longevity exposures for 1,000 members who are still to retire.
Swiss Re’s latest longevity insurance agreement covers over 5,000 individuals who were members of the LV= Employee Pension Scheme as of 31 December 2011. The agreement covers a broader population than previous pension market longevity transactions, extending beyond in payment pensioners to also cover members not yet retired down to age 55.
PPCmetrics: Renditen- und andere Perspektiven
PW. Die andauernde Tiefzinsphase und die daraus sich ergebenden Konsequenzen für die berufliche Vorsorge bildeten Thema einer Fachtagung von PPCmetrics. Aus makroökonomischer Sicht gingen Daniel Lampart (SGB ) und Jêrome Cosanday (avenir suisse) das Thema an, aus Kassenperspektive Susanne Haury von Siebenthal (Publica) und aus Expertensicht Marco Jost (PPCmetrics).
Wie man die aktuelle Situation beurteilt, hat politische Konsequenzen. Deutlich wurde das aus den beiden ersten Referaten von Lampart und Cosanday. Lampart betonte mehrfach, es handle sich um ein singuläres Ereignis. Die Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte sei eine Jahrhundertkrise. Die Schlussfolgerung: sie ist vorübergehend und darf nicht Anlass für langfristig wirkende Entscheide sein. Cosanday hingegen wies darauf hin, dass die tiefen Zinsen nun bereits seit Ende der 90er Jahre dominieren und der Fall Japan zumindest Anlass sein sollte, auch das Szenario einer über Jahrzehnte hinweg andauernden Tiefzinsphase in Betracht zu ziehen. Auch die aktuellen Obligationenrenditen zeigen, dass die Märkte mit weiterhin tiefen Zinsen rechnen. Das gleiche Resultat ergab eine Spontanumfrage bei den Tagungsteilnehmern. Die grosse Mehrheit rechnet für die nächsten Jahre mit weiterhin tiefen Zinsen.
Ganz genau weiss es allerdings niemand. Wie ist entsprechend beim Entscheid zum Umwandlungssatz vorzugehen? Lampart wehrt sich als SGB-Vertreter gegen die aus Experten- und Kassensicht längst überfällige Anpassung. Sein Argument: ohne eine umfassende, ökonomische Abklärung des schweizerischen Wachstumspotentials dürfte nicht angepasst werden, denn das Wachstum bestimme letztlich das Zinsniveau. Eine solche Analyse vermisst er in den neusten Absichtserklärungen des Bundesrates zur Altersvorsorge 2020. Bei einem aus seiner Sicht möglichen Wachstum von nominal 3% plus einer Liquiditätsprämie von 1% plus einer Risikoprämie von ungenanntem Ausmass ergäbe sich eine theoretische, längerfristige Rendite von 4,8 bis 4,9 Prozent. Damit liesse sich kurzfristig die Umwandlungssatz-Anpassung (knapp) verhindern; allerdings ist die Zahl nur hypothetisch und klammert die biometrische Entwicklung aus.
Aus ökonomischer Sicht wäre anzufügen, dass die Abhängigkeit von Wachstum und Zinssatz problematisch ist und der Zins theoretisch stärker durch das Produktivitätswachstum bestimmt wird. Zudem geht Lampart mit seiner Formel davon aus, dass es über die Kapitalverzinsung zu einer laufenden Umverteilung zwischen den Produktivitätsfaktoren Kapital und Arbeit kommt, und zwar einseitig von Arbeit zu Kapital, weil das Kapital am Wachstum überproportional partizipiert.
Es ist bemerkenswert aber nicht ungewöhnlich, wenn der Vertreter eines liberalen Think Tank sehr viel geringere Hoffnungen auf die Effizienz der Kapitalmärkte setzt und stärker zur Vorsicht rät als der Gewerkschaftsvertreter. Mit ein paar einfachen Berechnungen zeigte Cosanday auf, dass mit den geltenden gesetzlichen Parametern eine starke und nicht gewünschte Umverteilung zwischen den Generationen verbunden ist. Diese wird von Gewerkschaftsseite nicht explizit bestritten, aber kommentarlos hingenommen.

