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Zusammenfassung der Performance von etwa 70 Schweizer Pensionskassen im UBS Sample

  • Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Januar 2022 insgesamt eine durchschnittliche Performance von -1,86% nach Gebühren. Damit startet das Jahr für die berufliche Vorsorge so schlecht wie seit 2008 nicht mehr. Seit Messbeginn 2006 steht die Rendite bei 74,62%.
  • Die Bandbreite der Performance aller Pensionskassen lag im letzten Monat bei 2,20 Prozentpunkten. Das beste Ergebnis von -0,41 % wie auch das schlechteste von -2,71 % lieferte eine kleine Pensionskasse mit weniger als 300. Mio. verwalteten Vermögen. Die Bandbreite bei den mittleren Pensionskassen mit verwalteten Vermögen zwischen CHF 300 Mio. und CHF 1 Mrd. (1,44 Prozentpunkten) war deutlich geringer als bei den grossen (1,65 Prozentpunkten) und den kleinen (2,30 Prozentpunkten).
  • Die Sharpe Ratio (der letzten 36 Monate) lag mit durchschnittlich 1,21 deutlich unter dem Vormonat (1,51). Die grossen Pensionskassen (1,34) und die mittleren (1,27) wiesen eine deutlich höhere risikoadjustierte Rendite auf als die kleinen (1,09).

  • Bei den Anlageklassen trugen Anleihen und Aktien negativ bei. Festverzinsliche Anlagen in Fremdwährung lieferten -1,35% und in Schweizer Franken -0,58%. Schweizer Aktien schnitten mit -5,80% am schlechtesten ab, gefolgt von globalen Titeln mit -2,84%. Immobilien waren leicht im Plus mit 0,23%. Die alternativen Anlagen – Hedge Funds mit 1,51% und Private Equity und Infrastructure mit 1,92% – waren deutlich positiver.
  • Die Finanzmärkte zeigten sich zum Jahresauftakt volatil, was mit verschiedenen Faktoren zusammenhängt. Unter anderem die Inflationszahlen, die länger höher blieben als erwartet und damit die Erwartungen bezüglich Leitzinserhöhungen in den USA näher brachten. Dies führte zu einer Preiskorrektur vor allem bei den Wachstumsaktien.
  • Zusätzlich stiegen auch die geopolitischen Spannungen zwischen Russland und den USA. Wir erwarten, dass die hohen Wachstums- und Inflationszahlen in den nächsten Monaten abnehmen werden. Während dieses Übergangs dürfte die Volatilität hoch bleiben. Robustes Gewinnwachstum bei den Unternehmen sollten die Aktien allerdings weiterhin unterstützen.