Die “Zeit” beschäftigt sich mit der Initiative für ein “Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten”. Dabei gehen die Autoren auch auf die notorische 5%-Quote ein.

Swissmem-Direktor Brupbacher erklärt, wie die international ausgerichteten Zuliefererfirmen der Flugzeug-, Uhren- und Autoindustrie gerade jetzt in der Corona-Krise wieder unter Druck stünden und mit Einbrüchen von 30 bis 70 Prozent zu kämpfen hätten. “Da überspringt der langfristig stabile Verteidigungsbereich fast automatisch die Fünfprozenthürde.”

In den Details verstecken sich denn auch für die Pensionskassen und den Ausgleichsfonds ein paar knackige Umsetzungsprobleme. Allen voran die Fünfprozentmarke: “Es scheint schwierig, Informationen bei Mischeinnahmen aus verbotenem und nicht verbotenem Material oder für verschiedene Teile einer Waffe zu finden”, schreibt Compenswiss. Tamara Hardegger vom SVVK sagt: “Die Rüstungsindustrie ist intransparent, und auch die Zulieferer machen keine genauen Angaben.” Am schwersten treffen würde die institutionellen Anleger aber, wenn auch sogenannte Aktienindex-Futures verboten würden. Also Finanzkonstrukte, mit denen sich Kursverluste absichern lassen.

Fiele dieses Werkzeug weg, hätten alle Anleger ein Problem. Auch die ganz Großen.

  Die Zeit