10-jährige Festhypotheken gibt es bereits für weniger als 1%. Also jetzt einsteigen? Könnte falsch sein, meint Adrian Wenger vom Hypothekenzentrum in Cash.

“Der Zeitpunkt für einen Festhypothek ist völlig falsch”, sagt Wenger. Im Moment gebe es am Hypothekenmarkt eine “erfundene” Zinskurve, die sich Banken zurechtgelegt hätten. Finanzinstitute würden auf “Teufel komm raus” versuchen, Festhypotheken abzuschliessen zwecks Margensicherung. Doch sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Hypothekenzinsen schon bald deutlich fielen. “In einem Jahr sind zehnjährige Festhypotheken womöglich für 0,2 Prozent erhältlich”, so seine Vermutung.

Der Hintergrund: Banken geben die derzeitigen Negativzinsen nicht in Form von negativen Hypothekarzinsen an ihre Kunden weiter. Vielmehr gehen sie in ihren Berechnungsmodellen von null Prozent Zins aus und schlagen darauf noch eine fixe Marge darauf. Wenger glaubt nun, dass die Banken diese (zu) hohen Hypothekarzinssätze durch den zunehmenden Zins- und Konkurrenzdruck bald nicht mehr aufrechterhalten werden können.

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