Das Parlament hat den geforderten Sonderbeitrag an die Publica, PK des Bundes, im Rahmen ihrer Budgetdebatte abgelehnt.

Nach dem National- hat auch der Ständerat diese Finanz­spritze abgelehnt und sie damit un­widerruflich ge­strichen. Im Gegenzug erhält das Personal 2018 eine Lohnerhöhung von 0,6 Prozent für ­alle, nachdem der Bund in den letzten zwei Jahren keine generellen Lohnrunden gewährt hatte. Fabian Schäfer schreibt dazu in der Berner Zeitung:

Aus Sicht der Bundesangestellten ist der Entscheid unter dem Strich unerfreulich. Zwar erhalten sie insgesamt 33 Millionen Franken mehr Lohn. Gleichzeitig entfallen aber die höheren Beiträge an die Pensionskasse, die stärker ins Gewicht ­fallen. Denn der Bundesrat wollte nicht nur einmalig 160 Millionen Franken aufwerfen, sondern zusätzlich seine Beiträge an die Publica um jährlich 40 Millionen erhöhen – ohne dass sich die Angestellten daran hätten beteiligen müssen. Nun aber müssen sie sich im schlimmsten Fall damit abfinden, dass ihre Pensions­kassenrenten dereinst rund 5,5 bis 10 Prozent tiefer ausfallen.

Trotzdem fiel die Stellung­nahme des Personalverbands des Bundes am Dienstag erstaunlich zahm und sachlich aus. Wie muss man das verstehen? SP-Nationalrätin Barbara Gysi, Präsidentin des Verbands, antwortet sprichwörtlich: «Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.» Wegen der bürgerlichen Mehrheit im Nationalrat habe die reale Gefahr bestanden, dass das Personal am Ende gar nichts erhalte: weder die Lohnerhöhung noch die Zuschüsse an die Pensionskasse. «Ich bin froh, dass wir wenigstens die Teuerungszulage auf sicher haben. Im Moment ist für das Personal offenbar nicht mehr herauszuholen.»

  BZ

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