Laut der halbjährlich vorgestellten Complementa-Risikostudie erzielten die Pensionskassen in den ersten vier Monaten des Jahres kaum Renditen. Die Gefahr einer Unterdeckung wächst wieder, auch wegen des Tiefzinsumfeldes. Für die Vorsorgeeinrichtungen bedeutet dies, dass die Anlagen gezielt ausgewählt werden müssen.

Dabei sollen die Entscheidungen nicht anders gefällt werden als im Supermarkt oder beim Online-Shopping, wo die Gesellschaft heute von einem mündigen Verbraucher ausgeht. „Pensionskassenverwalter müssen sich wie Konsumenten verhalten“, sagt Heinz Rothacher im cash-Video-Interview. Der Geschäftsführer der Beratungsfirma Complementa kritisiert, dass Pensionskassen teure Lösungen in der Anlagenverwaltung wählen, wenn es günstigere gäbe: „Es muss verglichen werden und bestimmt werden, was am besten geeignet ist.“

Um das Know-How der PK-Verwalter zu verbessern, sei Schulung wichtig: „Es wird viel Ausbildung betrieben.“ Rothacher ist der Ansicht, die Vorsorgeverantwortlichen seien fit für ihre Aufgabe, aber es brauche immer eine Lernkurve.

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