Thomas Hengartner beschäftigt sich in der Finanz und Wirtschaft mit dem Thema Variable PK-Renten, das seit dem Bekanntwerden entsprechender Überlegungen bei der PK SBB grosse Resonanz findet. Er rechnet vor, wieweit das Altersguthaben unter den geltenden Bedingungen reicht und überlegt, wie die absehbaren Lücken zu schliessen sind. Hengartner schreibt: “Nur folgerichtig in ökonomischer und gesellschaftlicher Hinsicht ist deshalb, den für künftige Neurentner geltenden Umwandlungssatz drastisch zu senken, aber um eine vom Anlageerfolg abhängende Zusatzrente zu ergänzen. Dass in diesem Zweikomponenten-Konzept der unveränderliche Rententeil zu vielleicht 5,5% anstelle von 6,8% des Alterskapitals gebildet würde, mag auf ersten Blick schockieren. Immerhin entspräche es einer Veränderung von 20%. Für die Rentenbeziehenden bliebe indes im Umfang des Teilbetrags die Budget- Gewissheit; für die Pensionskassen aber schwände die Gefahr der dauernden Überforderung.

Auf den zweiten Blick sind Ältere wie Junge gleichermassen Gewinner eines solchen Systemwechsels. Die Rentenbeziehenden erhielten eine variable Zusatzrente nach Jahren mit hohem Anlageertrag der Pensionskasse, was sich üblicherweise in Phasen höherer Zinsen und Inflation einstellt just dann also, wenn für die Rentenabhängigen ein Teuerungsausgleich nötig ist. Korrigiert würde folglich ein wesentlicher, aber vollkommen tabuisierter Nachteil des heutigen BVG-Systems: Es sieht keinerlei Inflationssicherung vor.”

  Artikel FuW

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