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Es sieht immer ärger aus: Die Pensionskassen des Kantons Bern wollen ihre Renditeprognosen so stark reduzieren, dass die Deckungslücken von 3 auf 5,5 Milliarden Franken anwachsen würden. In der Politik kommt das nicht gut an, schreibt die Berner Zeitung.

Die Regierung wird die Pläne der Pensionskassen nicht einfach schlucken. Dies lässt sich aus der Stellungnahme des zuständigen Regierungsrats Bernhard Pulver (Grüne) schliessen, die – das betont er – lediglich seine persönliche Meinung wiedergebe. Pulver fragt sich, ob es wirklich nötig sei, jetzt die langfristige Renditeerwartung so stark zu senken. Es gebe seines Wissens bisher keine Pensionskasse in der Schweiz, die den Zinssatz gleich auf 2,5 Prozent gesenkt habe. So ist etwa in Zürich geplant, den Zinssatz der ebenfalls sanierungsbedürftigen kantonalen Pensionskasse «nur» auf 3,25 Prozent zu senken.

Andererseits will der Grosse Rat den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat, in dem grob gesagt jeder für sich allein spart und die Rente nicht mehr fix in Prozent des letzten Lohns garantiert ist. Die Regierung will noch vor den Sommerferien eine Vorlage präsentieren. Pulver warnt davor, das Fuder zu überladen.

 Berner Zeitung / Bund

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