Der Versicherungsverband will die Vorwürfe von Travail.Suisse nicht auf sich sitzen lassen. In einer Mitteilung wird festgehalten: “Erstens haben die angeblichen «Gewinne» der Lebensversicherer ungeachtet ihrer Höhe grundsätzlich nichts mit der Höhe des Umwandlungssatzes zu tun und damit auch nicht mit der «Unterfinanzierung» der Altersleistungen. Der Vorwurf von Travail.Suisse, die Gewinne der Lebensversicherer würden die Reform der 2. Säule blockieren, ist schon alleine deshalb völlig deplatziert. Gezielt blockiert wird die Reform vielmehr durch Travail.Suisse selbst.

Der Verband verknüpft einmal mehr den Umwandlungssatz mit der Mindestquote, um bei der unvermeidlichen Senkung des Umwandlungssatzes politische Erfolge zu erzielen, die Lebensversicherer aus der beruflichen Vorsorge zu drängen und den Weg für eine Volkspension zu ebnen.

Zweitens handelt es sich bei den erwähnten Zahlen nicht um «Gewinne», sondern um den in der Betriebsrechnung transparent und nachvollziehbar ausgewiesenen Anteil der Versicherer. Selbstverständlich wird unterschlagen, dass aus diesem Anteil der Versicherer insbesondere das Solvenzkapital zu äufnen und Steuern zu bezahlen sind.”

Der SVV hält erwartungsgemäss auch wenig von den Forderungen, die Risikoprämien nach Massgabe der ausgerichteten Leistungen zu berechnen und die Legal Quote um 5 Prozentpunkte nach oben zu schrauben. In der Tat handelt es sich dabei um Populismus der übleren Sorte. Er gibt sich naiv, ist aber politisch knallhart berechnet.

  Mitteilung SSV

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