Das Ende der Minimallösung – ein Armutszeugnis
Ohne die übliche Rücksichtnahme äussert sich Colette Nova, die pensionierte Verantwortliche für die Altersvorsorge im BSV, über die Probleme ihres Geschäftsfelds. An offenen Baustellen mangelt es bei den drei Säulen wahrhaft nicht. Aber die Aussichten für eine grundlegende Reform sind gering. Ein höchst lesenswerter Beitrag zum aktuellen Stand der zentralen Sozialwerke und der 2. Säule. Auszüge zu den Themen Rentenalter und BVG-Reform:
Die Lebenserwartung steigt stetig, wir sind länger gesund, die Zahl der Rentner steigt schneller als die der Jüngeren: Weshalb haben Sie nie ein höheres Rentenalter vorgeschlagen?
Die Verwaltung richtet sich nach den Vorgaben des Bundesrats. Er hat vor langer Zeit beschlossen, zuerst das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen und erst danach über eine allgemeine Erhöhung zu sprechen. Leider hat man für den ersten Schritt über zwanzig Jahre gebraucht. 2022 klappte es endlich. Doch dann kam die Renteninitiative der Jungfreisinnigen dazwischen – mit dem denkbar schlechtesten Timing. Sie verlangte eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters. Das Volk hat sie derart klar verworfen, dass es für den Bundesrat nicht opportun war, das Thema sofort wieder aufzunehmen.
Ist das nicht eine Ausrede? Die Initiative war spezifisch, sie sah einen Automatismus vor. Der Bundesrat könnte stattdessen eine gezielte Erhöhung auf 66 oder 67 Jahre vorschlagen.
Die Nachbefragung hat gezeigt, dass die meisten Stimmbürger, die Nein sagten, dies als Votum gegen ein höheres Rentenalter verstanden. Aber wissen Sie was? Wenn die bürgerlichen Parteien Rentenalter 66 oder 67 einführen wollen, können sie im Parlament einfach einen Vorstoss einreichen oder, noch einfacher, die nächste AHV-Reform des Bundesrats anpassen. Doch offensichtlich wagen sie das nicht.
Was sagen Sie als Bürgerin: Wäre es richtig, das Rentenalter zu erhöhen?
Selbstverständlich sollten wir das Rentenalter erhöhen. Alles spricht dafür: Wir leben länger und sind gesünder, das Arbeitsleben ist weniger beschwerlich. Ein höheres Rentenalter wäre ein logischer Schritt, es würde viele Probleme lösen und den Wohlstand vergrössern. Die Renten der Pensionskassen würden steigen. Aber ich bezweifle, dass sich das Parlament in absehbarer Zeit dazu durchringen wird. Alle verstecken sich hinter vermeintlichen Zauberworten wie «Flexibilisierung», weil sie wissen, wie unpopulär ein höheres Rentenalter ist.
Avenir Suisse fordert Lohnprozentbremse
In einer aktuellen Analyse der laufenden und geplanten neuen Lohnabgaben zeigt Avenir Suisse auf, wie diese sich auf die Löhne auswirken. Den Grund für die stete Erhöhung sieht der Thank Tank in einer Asymmetrie: Die Verfassung begrenzt die Höhe der Steuern, aber nicht jene der Lohnabgaben. Das führt zu dem Fehlanreiz, neue Sozialleistungen über die Lohnabrechnung zu finanzieren – aus taktischen Überlegungen. Die NZZ erwartet, dass bald entsprechende Vorstösse von bürgerlicher Seite eingereicht werden. Avenir Suisse schreibt:
MoreErwerbstätige werden aus institutionellen Gründen eher zur Kasse gebeten als die Steuer zahler. Avenir Suisse schlägt deshalb eine «Lohn prozentbremse» vor: einen verfassungsrechtlichen Maximalsatz für steuerähnliche Lohnbeiträge, analog zu den bestehenden Höchstsätzen für Steuern. (…)
Für die wichtigsten Steuer arten sind heute Höchstsätze festgeschrieben: 11,5 Prozent auf dem Einkommen natürlicher Personen, 8,5 Prozent auf den Gewinnen juris tischer Personen und 8,1 Prozent bei der Mehrwertsteuer. Wer diese Plafonds anheben möchte, braucht in einem obligatorischen Referendum das doppelte Mehr von Volk und Ständen.
Bei der Finanzierung der Sozialwerke fehlen beide Schutzmechanismen weitgehend: weder besteht eine Regel, die Ausgaben an Einnahmen bindet, noch ein verfassungs rechtlicher Höchstsatz, der die Belastung be grenzt. Denn der Bund finanziert sie nicht so sehr über Steuern, sondern vor allem über zweckgebundene Lohnbeiträge.
«PKs und Versicherungen sind Teil der Lösung»
Die Volkswirtschaft vom 9.3.2026 hat ein Interview mit Donato Scognamiglio von Iazi AG zur Wohnungsknappheit geführt. Bauland ist knapp, Verfahren dauern lange, Einsprachen nehmen zu, sagt Scognamiglio. Verdichtung werde so teurer und konfliktreicher. Auszüge:
Selbst der steigende Leitzins der SNB zwischen 2022 und 2024 änderte wenig daran. Warum?
Ohne die Leitzinserhöhung wären die Immobilienpreise wohl noch stärker gestiegen. Wir standen damals kurz vor einer Korrektur. Doch wer nicht verkaufen muss, kann abwarten. Zudem haben viele eine Fixzinshypothek und spüren Zinserhöhungen kurzfristig nicht.
Was ist der Hauptgrund, weshalb nicht mehr gebaut wird?
Es gibt einen Grund, den wir nicht gerne hören: In vielen Städten stossen wir an die Grenzen der Verdichtung – politisch, gesellschaftlich und baulich. Bauland ist knapp, Verfahren dauern lange, Einsprachen nehmen zu. Verdichtung ist kein kostenloser Kapazitätsausbau, sondern wird teurer und konfliktreicher.
UBS PK-Performance Februar 2026
Monatlicher Durchschnitt, gleichgewichtet, nach Gebühren, in Prozent
Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Januar nach Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Performance von 0,53%, wobei sie bei einzelnen Pensionskassen zwischen -0,4% und 2,36% betrug. Die annualisierte Rendite seit der Lancierung der UBS Pensionskassen-Performance im Jahr 2006 liegt bei 3,33%.
«Haben Sie das gewusst?» Rentenpanik aus dem Hause SGB
Der Gewerkschaftsbund fürchtet die 10 Millionen-Initiative der SVP und fängt schon jetzt mit der Gegenpropaganda an. In einer Mail warnt Chefökonom Lampart: «Haben Sie das gewusst? Die extreme SVP-Initiative («keine 10-Millionen-Schweiz»), über die wir im Juni abstimmen werden, hätte gravierende Folgen für unsere Altersrenten.»
Die Altersrenten scheinen ein sicherer Wert, wenn es um politische Propaganda geht, auch wenn der Zusammenhang eher weit hergeholt ist. Welche negativen Konsequenzen die ungebremste Zuwanderung hat, blendet Lampart dafür sicherheitshalber aus, bspw. die gravierenden Folgen für die Mieten. Die Argumentation in seinem «Modell» ist denkbar dürftig. Lampart schreibt:
Wir haben analysiert, welche Folgen diese Initiative für unsere Renten hätte. Und ich muss sagen: Die Resultate sind wirklich besorgniserregend:
AHV und Pensionskassen geraten massiv unter Druck. Es gäbe deutlich weniger Erwerbstätige, die in die AHV einzahlen. Gleichzeitig würde der Anteil der Rentnerinnen und Rentner steigen. So fehlen Milliarden an Einnahmen für unsere Sozialwerke mittelfristig. Hinzu kommen Anlage-Risiken, niedrigere Renditen und damit weniger Zinsen auf unsere Vorsorgeguthaben.
Die Renten der heute älteren Arbeitnehmenden würden um rund 1100 Franken sinken. Bei heute jüngeren Arbeitnehmenden summiert sich das. Sie müssten mit 10 Prozent tieferen Renten rechnen – das wären Stand heute rund 2500 Franken weniger Rente pro Jahr.
Und dazu kommen noch weitere Effekte. Zum Beispiel: weil bei einem Ja das durchschnittliche Alter der Bevölkerung steigt, werden die Krankenkassen-Prämien für alle teurer. Das ist nur ein Beispiel von vielen.
Ruedi Studer schreibt im Blick dazu:
MoreASIP Newsletter
Der Pensionskassenverband will mit seinem neuen Newsletter seine Mitglieder und weitere Interessierte in regelmässiger Form über das aktuelle Geschehen in der 2. Säule informieren. Die einzelnen Abschnitte sind mit «Am Puls der Politik», «intern», «Vernehmlassungen», «Fachmitteilungen», «Veranstaltungen» und «Weiterbildung» überschrieben. Das Abo ist kostenlos.
Neue Einschränkung der 2. Säule auf der Traktandenliste
Eine Motion von NR Yvonne Bürgin, Mitte, verlangt die Halbierung des in der 2. Säule versicherbaren Lohns. Die Forderung trifft beim Bundesrat auf grosses Wohlwollen. Er empfiehlt Annahme. Die NZZ schreibt dazu:
More[Die] berufliche Vorsorge bleibt für die Entlastung des Bundeshaushaltes attraktiv. Bereits im vergangenen Frühling schlug die Mitte-Partei vor, die Obergrenze des in der Pensionskasse versicherbaren Lohnes zu halbieren. Derzeit sind Löhne von bis zu 907 200 Franken versicherbar – mit der Gesetzesänderung wären es noch 453 600 Franken.
Die entsprechende Motion der Mitte-Nationalrätin und Fraktionspräsidentin Yvonne Bürgin ist in der grossen Kammer hängig. Die Politikerin stört sich insbesondere an den Möglichkeiten für Spitzenverdiener, sich mit sehr hohen Beträgen in die Pensionskasse einzukaufen. Mit der geltenden Obergrenze entstünden «erhebliche Steuerausfälle», so Bürgin.
Nächste Woche debattiert der Ständerat darüber, ob das Finanzdepartement die Effekte einer Gesetzesänderung in einem Bericht festhalten sollte. Wie stark eine solche Regulierung den Fiskus entlasten könnte, wird allerdings schwierig abzuschätzen sein. Es stellt sich jedoch erneut die politische Grundsatzfrage, welche Rolle die berufliche Vorsorge im Schweizer Dreisäulensystem haben sollte. (…)
Absicherung gegen PK-Pleiten
Die enormen Verluste der Berliner Zahnärztekasse haben über Deutschland hinaus für Aufsehen gesorgt. In Cash ist Reto Zanettin der Frage nachgegangen, ob Ähnliches auch in der Schweiz möglich wäre. Er kommt zum Schluss: Auch in der Schweiz können Pensionskassen insolvent werden, aber es ist sehr viel weniger wahrscheinlich und kaum in einem solchen Ausmass. Er schreibt:
MoreKönnen solche Fälle wie dieser auch in der Schweiz passieren – beziehungsweise: Welche Sicherungsanker gibt es, die hohen Verlusten und Insolvenzen vorbeugen?
«Die Schweiz hat ein anderes und strenger reguliertes Vorsorgesystem als Deutschland. Deswegen sind Fehlentscheide aus Inkompetenz oder mit krimineller Absicht weniger wahrscheinlich, aber nicht vollständig ausgeschlossen», sagt Sozialversicherungsexpertin Beatrix Bock im Gespräch mit cash.ch.
Beispielsweise müsse in der Schweiz das Vorsorgevermögen der Versicherten in einer vom Arbeitgeber unabhängigen Stiftung oder öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen stecken. «In Deutschland taucht das Vorsorgevermögen oft in der Bilanz des Arbeitgebers auf, was das Risiko einer Pleite erhöht. Denn geht das Unternehmen Konkurs, geht auch das Alterskapital verloren», so die Spezialistin. (…)
Arbeit im Pensionsalter soll lohnender werden
(sda) Das Parlament will die Berufstätigkeit von Pensionierten rasch attraktiver machen. Ein im Ständerat angenommener Vorstoss beauftragt den Bundesrat unter anderem, Zuschläge bei einem Aufschub der Altersrente zu erhöhen.
Zudem soll der heutige Kürzungssatz der Altersrente beim Rentenvorbezug von 6,8 Prozent pro Jahr beibehalten oder erhöht werden. Der Bundesrat soll dabei die Situation von Menschen mit einer langen Erwerbslebenszeit oder belastender Arbeit berücksichtigen.
Eingereicht wurde der Vorstoss von der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S). «Heute bleibt rund ein Viertel der Pensionierten erwerbstätig. In anderen Ländern ist der Anteil höher, weil Anreize stärker wirken», sagte Damian Müller (FDP/LU) namens der Kommission.
Die Räte hatten die Motion im Grundsatz denn bereits auch angenommen. Der Nationalrat wollte den Bundesrat allerdings zusätzlich damit beauftragen, die Motion unabhängig von der AHV-Reform 2030 rasch umzusetzen.
Keine Steuererhöhung auf Kapitalbezüge
Der Nationalrat ist dem Ständerat gefolgt und hat ebenfalls die vom Bundesrat geforderte Steuererhöhung auf Kapitalbezüge von PK-Altersleistungen abgelehnt.
Nach einer rund zwölfstündigen Debatte, verteilt über zwei Tage, nahm die grosse Kammer die Gesetzesvorlage in der Gesamtabstimmung an – mit 126 zu 62 Stimmen bei 4 Enthaltungen. Dagegen stimmten SP und Grüne, die sich mit ihren Anträgen während der Detailberatung des Geschäfts nur selten durchzusetzen vermochten.
Positiv reagiert hat der Versicherungsverband auf den Entscheid des Nationalrats. In einer Mitteilung hält er fest:
Die Steuererhöhung hätte vor allem diejenigen belastet, die verantwortungsvoll für Alter, Tod oder Invalidität vorgesorgt haben. Sie hätte insbesondere den Mittelstand unverhältnismässig getroffen.
«Mit seiner Entscheidung setzt das Parlament ein wichtiges Signal an all jene, die über Jahrzehnte hinweg eigenverantwortlich für ihre Zukunft finanziell vorgesorgt haben. Verlässliche Rahmenbedingungen sind zentral. Das Parlament hat diesbezüglich die nötige Weitsicht bewiesen.
«Pensionskassen sind allwettertaulich»
Der Irankrieg hat erste Spuren an den Börsen hinterlassen. Weitere dürften folgen. Asip-Direktor Lukas Müller-Brunner wird im Blick mit einer ersten Lageeinschätzung zitiert.
MoreDer Iran-Krieg sorgt bei den Anlegern für Nervenflattern. Die globalen Aktienmärkte stehen angesichts der unsicheren Entwicklung unter Anspannung. So büsste beispielsweise der Schweizer Leitindex SMI am Dienstag über 3 Prozent ein, erholte sich aber am Mittwoch wieder etwas. Auch in Europa, den USA und Asien haben die Aktienmärkte deutlich verloren.
Das Auf und Ab an den Börsen trifft auch die Pensionskassen, die einen Teil ihrer Gelder in Aktien anlegen. Allfällige Börsenverluste schlagen sich entsprechend in der Bilanz nieder. Müssen wir nun um unsere Renten zittern?
«Unsere Pensionskassen sind allwettertauglich und kommen auch mit schwierigeren Börsenzeiten gut klar», sagt Lukas Müller-Brunner (43), Direktor des Pensionskassenverbands Asip. Für eine definitive Einschätzung sei die Zeitspanne noch zu kurz, doch selbst für eine grössere Krise seien die Pensionskassen grundsätzlich gewappnet.
Swisscanto PK-Monitor Februar 2026
Deckungsgrade per 28.2.2026
– Performance: Im Februar erzielten die Kassen (gleichgewichtet) eine durchschnittliche Performance von 1,3 Prozent. Die Performance für den Januar wurde aufgrund rückwirkender Daten-Anpassungen leicht nach oben revidiert, von 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent.
– Deckungsgrad: Nachdem der kapitalgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen Ende 2025 auf 120,6 Prozent gestiegen war, erreichte er im Februar gemäss unserer Hochrechnung 122 Prozent. Somit wurde die Bestmarke vom Januar nochmals übertroffen. Die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung erzielten einen Deckungsgrad von 116,8 Prozent, jene mit einer Teilkapitalisierung 93,5 Prozent.
– Anlageklassen: Rohstoffe setzen ihren Höhenflug fort. Nachdem sie bereits im 2025 unter den betrachteten Anlageklassen die beste Performance auswiesen, ist dies auch in diesem Jahr der Fall: Per Ende Februar betrug ihre Performance 15,0%. Mit einigem Abstand folgt als zweitbeste Kategorie Aktien Schweiz, deren Performance bis Ende Februar 6,0% beträgt. Das Schlusslicht unter den betrachteten Kategorien sind ausländische Immobilien, die in diesem Jahr bislang -0,5 Prozent verloren.
– Finanzmärkte: Sorgen um die hohen Investitionen in KI und um die durch die Technologie entstehende Bedrohung von Softwarefirmen dominierten im Februar das Marktgeschehen. Viele Investoren befürchten, dass Technologie-Unternehmen aktuell zu viel in KI investieren. Da diese Werte aber weiterhin beachtliche Gewinne liefern und nun relativ deutlich günstiger geworden sind, halten wir eine Gegenbewegung durchaus für möglich.
– Ausblick: Mit den guten Konjunkturzahlen, den starken Unternehmensgewinnen und dem positiven Momentum bleibt das Umfeld für Aktien grundsätzlich positiv. Da die Inflationsrate nun auch in den USA gegen 2 Prozent tendiert, sind weitere Zinssenkungen zu erwarten. Kurzfristig sorgt die geopolitische Situation mit den Kriegshandlungen im Iran für Unruhe. Mittelfristig sollte deren Einfluss auf die Finanzmärkte aber begrenzt bleiben.
Renaissance Anlagestiftung übernimmt Asic-Mehrheit
Die Renaissance Anlagestiftung, welche schwergewichtig in Schweizer KMU investiert, meldet die Übernahme der Kapitalmehrheit an der Asic Robotics in Burgdorf. Die 1997 begründete Renaissance ist an 14 KMU in den Branchen Energie, Infrastruktur, Uhren, MedTech, Industrieproduktion und Marketing beteiligt. 45 Pensionskassen haben Mittel bei der Renaissance angelegt. Die Berner Zeitung schreibt dazu:
Die Schweizer Anlagestiftung Renaissance übernimmt laut Medienmitteilung die Mehrheit der Aktien. Ihr Kapital stammt ausschliesslich von Pensionskassen. Sie ist seit 2013 Aktionärin von Asic.
Renaissance wolle Asic langfristig bei einem nachhaltigen Wachstum unterstützen und die starke lokale Verankerung ebenso fördern wie die industrielle DNA und die strategische Unabhängigkeit, heisst es. An den 230 Mitarbeitenden sowie den Standorten in Burgdorf und im süddeutschen Radolfzell werde festgehalten.
Renaissance übernimmt die Anteile von der deutschen KMU-Investorin Paragon, die 2018 bei Asic eingestiegen war. Der Transaktionspreis wird nicht bekannt gegeben. Daneben bleibt der Unternehmer Stefan Schelker Teilhaber. Ergänzend dazu wird die Eigentümerstruktur durch zusätzliche Investitionen aus dem Umfeld des Unternehmens gestärkt. (…)
Zur Gruppe gehören drei Tochtergesellschaften: Asic Robotics fertigt in Burgdorf mit rund 95 Mitarbeitenden Montage- und Testsysteme für die industrielle Fertigung. Ambis Solutions produziert seit 2021 an einem neu gebauten Standort in Burgdorf mit 55 Mitarbeitenden Zuführtechnik, Automationssysteme und Profiltechnik.
Pematech in Radolfzell automatisiert Prüf- und Montageprozesse für Leiterplatten, elektronische Baugruppen und Geräte. Der Umsatz der Gruppe beläuft sich auf rund 75 Millionen Franken.
Irankrieg aus Anlegersicht
Schätzung des Nahost-Exposures eines Portfolios
Dr. Stephan Skaanes, CFA, Partner, Oliver Kunkel, Partner und
Luca Tonizzo, CFA, Managing Director von PPCmetrics zeigen in einer Präsentation das Exposure von gängigen Aktien- und Anleihenindizes sowie eines durchschnittlichen Investors gegenüber den Ländern des Nahen Ostens.
— Seit Jahresbeginn bis am 27.02.2026 (abends)betrug die Rendite der Schweizer Pensionskassen im Durchschnitt schätzungsweise rund +2.3%.
— Dies zeigt der täglich auf der Website von PPCmetrics aktualisierte «Pension Ticker».
— Sowohl der technische (123.3%) als auch der ökonomische Deckungsgrad (119.9%) der Schweizer Pensionskassen lagen im Durchschnitt am
27.02.2026 weiterhin deutlich über 100% (Werte = Schätzungen). Den höchsten Nahost-Anteil weist die Anlagekategorie Anleihen Emerging Markets in
Hartwährung (Hard Currency) mit 19.15% auf.
— Auf dem globalen Anleihenmarkt sowie im CHF Anleihenmarkt ist der Nahost-Anteil hingegen gering. Die höchsten Nahost-Anteile bei den Aktien weisen die Anlagekategorien Aktien Emerging Markets (5.23%) und Aktien Frontier Markets auf (9.23%).
— In globalen Aktienindizes ist der Anteil an Unternehmen aus dem Nahen Osten hingegen gering.
— Mit dem obenstehenden Raster lässt sich approximativ herleiten,welches direkte Exposure ein Investor gegenüber dem Nahen Osten aufweist.
Hansruedi Scherrer in der Atioz Stiftungsaufsicht
Hansruedi Scherer ist Anfang dieses Jahres in den Verwaltungsrat der ATIOZ BVG- und Stiftungsaufsicht Tessin, Ostschweiz und Zürich eingetreten. Mit Scherer gewinnt die neu geschaffene Aufsichtsorganisation eine der prägenden Persönlichkeiten der unabhängigen Pensionskassenberatung in der Schweiz.
Er gehörte 1996 zu den Gründungspartnern von Metrics, das 1998 mit PPC zu PPCmetrics fusionierte. Über Jahrzehnte hinweg war er eine zentrale Figur beim Aufbau des Unternehmens und amtete bis Ende 2024 als Verwaltungsratspräsident.
Neben seiner Tätigkeit bei ATIOZ ist Scherer Mitglied des Stiftungsrats der Messerli Stiftung. Seit 2023 präsidiert er zudem den Verwaltungsrat der Motorex-Bucher Group. Bereits seit 2019 steht er dem Stiftungsrat der Fagus lucida Stiftung vor.
Die beiden regionalen Aufsichtsbehörden BVS (Zürich) und OSTA (Ostschweiz) wurden per 1. Januar 2026 zur neuen gemeinsamen Organisation ATIOZ zusammengeführt. ATIOZ beaufsichtigt rund 900 Pensionskassen sowie etwa 2’000 klassische Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von über 600 Milliarden Schweizer Franken. (sp)







