Der Preis ist heiss
Die Weltwoche hält lapidar fest: “Lange hatte sie sich dagegen gewehrt, erst auf richterlichen Druck hin publizierte die NZZ am Sonntag eine angemessene, wenn auch verkrampft formulierte Entschuldigung an Thomas Matter für die Berichterstattung im Fall Swissfirst. Noch eine Spur trotziger verhält sich die Jury des Zürcher Journalistenpreises. Ohne ein einziges Wort des Bedauerns verkündete Jurypräsident Fredy Gsteiger im Branchenmagazin Persönlich, dass die beiden NZZaS-Journalisten ihren Preis für die «beste Recherche» behalten dürfen, obwohl sie in ihrer Artikelserie ohne Vorliegen von Beweisen Thomas Matter an den Pranger stellten und dazu beitrugen, dass ein Unternehmen zugrunde ging und Arbeitsplätze vernichtet wurden. Kaum etwas zu befürchten haben die beiden NZZaS-Journalisten auch vom Stiftungsrat des Preises. Mit Christoph Born sitzt dort derselbe Anwalt, der sie vor Gericht gegen Thomas Matter vertreten hatte.”
In “persoenlich” heisst es: “Wir haben einstimmig beschlossen, den beiden Autoren Jacquemart und Hug den Preis nicht abzuerkennen." Dies bestätigt Jury-Präsident Fredy Gsteiger gegenüber "persoenlich.com". Man habe damals die Gesamtleistung der Recherchen ausgezeichnet, welche auf gewisse Missstände und Probleme aufmerksam gemacht hat. Daran habe sich inzwischen nichts geändert. "Es ist nach wie vor nicht erwiesen wer recht hat in dieser Angelegenheit", erklärt Gsteiger weiter. Gefordert wurde die Rückgabe von der Aktion Medienfreiheit.
Nun ist nicht ganz zu übersehen, dass es bei den Medien auch “gewisse Missstände und Probleme” gibt, auf die hinzuweisen wäre. Zum Beispiel der sehr lockere Umgang mit Gerüchten und Verdächtigungen. Und die wären sogar zu beweisen, wie der Fall “Swissfirst” aufs trefflichste zeigt.







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