Keine Lichtblicke
Die Neuigkeiten der letzten Tage halten keinerlei Trost für die Investoren bereit. Der von Swisscanto berechnete PK-Monitor lässt vermuten, dass die Finanzierungssituation der Pensionskassen noch schlechter ist als bisher vermutet. Bis Ende Februar läuft die Umfrage der Aufsichtsämter von Bund und Kantonen bei den Kassen mit Unterdeckung; dann liegen weitere und breit abgestützte Daten vor. Wie und wann die Ergebnisse publiziert werden ist noch nicht klar, aber zweifellos besteht dafür ein grosses Interesse. Die Grafik mit den neusten Zahlen des BVG-Index von Pictet illustrieren bestens die desolaten Verhältnisse. Sie lassen kaum Raum für positive Überraschungen.

Der Bundesrat hat mittlerweile auf die Kritik an der Inkraftsetzung der revidierten BVV2 geantwortet (Interpellation Graber). Die Antwort enthält alle die Argumente, welche auch an dieser Stelle schon mehrfach genannt wurden. Jetzt steht die Motion Sommaruga zur Diskussion. Gefordert werden darin "weniger Risiken auf Kosten der Versicherten". Risikominderung nach Sommaruga heisst u.a. Verzicht auf strukturierte Produkte und Hedge Funds, Verzicht auf Aktivfonds, obligatorische Absicherung aller Fremdwährungsanlagen etc. Und natürlich ist Frau Sommaruga gleichzeitig auch gegen die Senkung des Umwandlungssatzes. Also hohe Performance sozusagen mündelsicher und gesetzlich vorgeschrieben. Das mag klappen auf der Insel der Glückseligen, auf der Sommaruga politisiert. In jenen Gefilden, in denen die Stiftungsräte von Vorsorgeeinrichtungen hausen, gelten leider andere Gesetze.
Peter Wirth







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