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      Nr.
172 / 21. Juni 2010           

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                           Die Schlagzeilen
Die noch weitgehend ungeklärten Vorgänge bei der BVK Zürich füllen die Schlagzeilen der Medien. Offenbar sind aber auch Berner Pensionskassen in die Machenschaften der BT&T verwickelt.   
PK-Barometer Nachdem im laufenden Jahr die Vorsorgeeinrichtungen von einem sehr freundlichen Börsenklima profitieren konnten, hat der Mai mit seinen Turbulenzen an der Währungsfront einen leichten Einbruch gebracht.  
image Der Tages-Anzeiger hat auf der Basis von eingeholten Offerten eine Reihe von Gemeinschafts- und Sammelstiftungen verglichen. Die Resultate enthalten einige Überraschungen.  

 


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Unter Verdacht

Die Vorgänge bei der BVK Zürich mit den Verwicklungen ihres Anlageverantwortlichen in die Geschäfte der BT&T füllen derzeit die Schlagzeilen. Zu trennen sind dabei die eigentlichen Korruptionsvorwürfe von den Anlageentscheiden. Das aber dürfte gar nicht so einfach sein, zumal die jetzt untersuchten Ereignisse schon einige Jahre zurückliegen. Das trifft offenbar auch auf die Berner Pensionskassen zu, die ebenfalls mit der BT&T Geschäfte machten. Dass die Vorfälle untersucht und die Beteiligten bei nachgewiesenem Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden, steht nicht zur Diskussion. Wenn aber die NZZ gleich einen Generalverdacht schon aufgrund der in der 2. Säule gesparten Summen äussert, dann geht das zu weit und wenn der Tages-Anzeiger die Villa des Verdächtigten abbildet, ist das unter der Rubrik Sensationsmache abzulegen.

Ändern wird man das aber nicht können. Die Pensionskassen sind nicht nur Spar- und Versicherungseinrichtungen, sondern ebenso politische Institutionen geworden, wo schon der Verdacht auf kleinste Unregelmässigkeiten einen Sturm in den Medien auslöst. Der Hinweis, dass 2500 andere Pensionskassen ihre Arbeit seit Jahren und Jahrzehnten anstandslos, seriös und mit grosser Verantwortung ausüben, interessiert dann schlicht nicht.

Peter Wirth E-Mail

 

Bern: Keine Rücknahme der Erhöhung des Pensionsalters

“Am Anfang zur Rentenalterdebatte im Berner Stadtrat stand eine Entschuldigung: «Wir haben einen Fehler gemacht. Wir haben die reglementarisch vorgesehene Mitsprache der Sozialpartner missachtet. Wir entschuldigen uns», sagte Claude Grosjean (GLP). Mit einem Überraschungscoup hatten die Mitte-rechts-Parteien vor zwei Wochen einem Antrag zum Durchbruch verholfen, der eine Erhöhung des Rentenalters von 63 auf 64 Jahre für Frauen und auf 65 Jahre für Männer vorsieht. Der Aufschrei bei den Gewerkschaften und den städtischen Angestellten war gross, schreibt der Bund.

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“A trop miser sur la securité, le régulateur affaiblit le 2e pilier”

«L’environnement des caisses de pension se dégrade», affirme Jean-Paul Steiner, directeur de Nestlé Capital Advisers, en charge du fonds de pension du numéro un mondial de l’industrie alimentaire. Mais attention, ce responsable, qui s’exprimait à Lausanne dans le cadre de conférences organisées par la banque Wegelin & Co, ne parle pas du problème des krachs boursiers à répétition, de la crise de l’euro ou des risques de défaut de paiement de la Grèce et autres pays surendettés.

Non, la détérioration provient avant tout «des régulateurs, pas seulement en Suisse, qui poussent systématiquement à une réduction du risque». Ce repli vers la sécurité, par ailleurs coûteux en termes administratifs, est bien sûr la conséquence directe des deux débâcles boursières traversées au cours de la décennie 2000-10. Mais il pose au moins deux grands problèmes. Primo, il induit «inévitablement des baisses de rendements, au détriment des cotisants», énumère Jean-Paul Steiner. Secundo, «inciter les fonds de pension à privilégier les obligations par rapport aux actions revient à prétériter la génération de capital» et donc, au final, «à peser sur la croissance économique globale».

LeTemps / Article
 

IPE: Afiaa to invest in India and Japan this year

Investition in Premium-Objekt in BrisbaneAFIAA, the global property investor owned by 18 Swiss pension funds, is aiming to make real estate investments in Japan and India before the end of 2010. The Swiss Foundation for International Real Estate Investments is currently in the process of building up a A$ 400m (€280m) exposure to Australian commercial property (left) as its first step into Asia Pacific.

IPE

Motion: Steuerbefreite AHV-Leistungen

Hans Kaufmann wollte mit seiner Motion “AHV steuerfrei” die AHV-Renten steuerlich vollständig befreien. Der Nationalrat lehnte die Motion mit 112 gegen 48 Stimmen ab.

Ratsprotokoll

VPS: Jean-Marc Wanner neuer VR

image Nachdem sich Hans Ender nicht mehr für eine weitere Amtsperiode als Verwaltungsrat zur Verfügung stellte, wählte die Generalversammlung des VPS Verlags neu Jean-Marc Wanner in den Verwaltungsrat. Jean-Marc Wanner ist Pensionskassen-Experte bei Hewitt Associates und war auch lange Mitglied der BVG-Kommission. Mit Jean-Marc Wanner nimmt wieder ein Romand Einsitz im Führungsgremium des Verlags. Sämtliche bisherige Verwaltungsräte wurden einstimmig gewählt. Das Jahresergebnis 2009 leidet unter den Auswirkungen der Finanzkrise auf den Werbemarkt. Auch die «Schweizer Personalvorsorge» verzeichnete im vergangenen Jahr einen starken Rückgang der Inserateinnahmen, der nur zum Teil durch das gute Ergebnis im Tagungs- und Schulungsbereich kompensiert werden konnte.

BSV: Der Wert von Generationenbeziehungen

admin Das Netzwerk Generationenbeziehungen, die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) und das Bundesamt für Sozialversicherungen haben in einer Studie den gesellschaftlichen, nicht-ökonomischen Wert von Generationenbeziehungen konzeptualisiert und Möglichkeiten für dessen Messung untersucht. Der Bericht liegt in deutscher Sprache vor mit Zusammenfassungen in Französisch, Italienisch und Englisch. Die gedruckte Publikation kann ab Juli 2010 bestellt werden.

Forschungspublikationen

Studien zu Invalidität und Migration des BSV

admin Gemäss der IV-Statistik variiert die Neuberentungsquote für Personen im erwerbsfähigen Alter je nach Herkunft stark: Am höchsten lag diese Quote im Jahr 2007 bei den türkischen Staatsangehörigen mit 0,83 Prozent, gefolgt von den Personen aus Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Bei Zugewanderten aus den traditionelleren Gastarbeiterländern Italien, Spanien und Portugal wurden Quoten zwischen 0,37 und 0,53 Prozent verzeichnet. Für Schweizerinnen und Schweizer lag die Neuberentungsquote im Jahr 2007 bei 0,29 Prozent und für Personen aus Frankreich, Deutschland, Österreich und Grossbritannien noch tiefer. Um den Gründen für diese Unterschiede auf die Spur zu kommen, hat das BSV dazu zwei Studien durchführen lassen.

Mitteilung BSV

Rentensysteme unter demografischem Druck

„Vorbild Schweiz, Deutschland nur Mittelmaß“ – auf diesen Nenner lassen sich die Ergebnisse einer internationalen Vergleichsstudie der Stiftung Marktwirtschaft zur langfristigen Nachhaltigkeit der öffentlichen Haushalte bringen, die Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Vorstandsmitglied der Stiftung Marktwirtschaft und Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität vorgestellt hat.

Mit Hilfe des Instruments der Generationenbilanzierung, die auch die zukünftige demographische Entwicklung berücksichtigt, hat Raffelhüschen die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte in sieben europäischen Industrieländern (Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Vereinigtes Königreich, Norwegen und Schweiz) und den USA als außereuropäischem Vergleichsmaßstab untersucht. Im nachfolgenden Ranking sieht man das Ergebnis:

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In den kommenden Jahrzehnten dürfte der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung in den Industriestaaten stark zulegen. Politische Reformen wie die Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters sind in vielen Ländern überfällig, schreibt die NZZ.

Artikel NZZ / Studie Stiftung Marktwirtschaft


 

Sonntags-Zeitung: Vergleich von Gemeinschafts- und Sammelstiftungen

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Zum fünften Mal hat die Beratungsfirma Weibel Hess & Partner AG für den Pensionskassenvergleich der SonntagsZeitung 27 Gemeinschafts- und Sammelstiftungen untersucht, denen 161’000 firmen mit 1,2 Mio. Versicherten angeschlossen sind. Der Vergleich zeigt, schreibt die SonntagsZeitung, dass die Konkurrenz unter den Sammelstiftungen zu Kostensenkungen führt. Vergleichen lohne sich allerdings nach wie vor: noch immer seien die Unterschiede bei den Kosten, den Leistungen und beim Service sehr gross.

In diesem Jahr wurden nicht mehr nur Offerten für ein Architekturbüro mit 17 Mitarbeitenden eingeholt, der Vergleich wurde auf zwei weitere Branchen und unterschiedliche Mitarbeiterzahlen ausgedehnt. Dies, weil die meisten Pensionskassen je nach Branchen und
Risikoklassen unterschiedliche Konditionen ansetzen. Bei den Sammelstiftungen der Lebensversicherer hat Nationale Suisse für alle drei Branchen die kostengünstigste Offerte eingereicht. Auch die Allianz Suisse hält unter den günstigsten mit und positioniert sich bei allen drei Betrieben auf dem zweiten Rang. Unter den Lebensversicherern verlangt die Pax für alle drei Firmen die höchsten Risiko- und Verwaltungskosten.

In der Kategorie der unabhängigen Gemeinschafts- und Sammelstiftungen ist die Stiftung Meta
die günstigste für alle untersuchten Branchen. In dieser Kategorie fällt auf, dass die Kassen Abendrot, CoOpera, Gemini, Grano, Nest, Revor und Spida einen Einheitstarif für alle Branchen kennen. Eine solche Tarifierung birgt Gefahren, weil damit tendenziell schlechtere Risiken angezogen werden, da Unternehmen mit besserer Risikoeinstufung billigere Kassen finden können, schreibt die SonnagsZeitung.

Alle Beiträge mit den Ergebnissen können von der Website der SonntagsZeitung herunter geladen werden.

Günstige Anlegeplätze (1.9MB), / Bessere Aussichten für den Ruhestand (1.1MB),
Der Zinssatz trennt Reiche von Armen (1.7MB) / Bei stürmischer See droht Schiffbruch (1.9MB)
Schwerer Kopf (3.5MB) / Die Rentner nicht vergessen (2.3MB) /
Ehre, wem Ehre gebührt (1.2MB)

Artikel SonntagsZeitung

Printausgabe der Pensionskassenstatistik

Titelblatt [Die berufliche Vorsorge in der Schweiz. Pensionskassenstatistik 2008]Die Publikation zur Pensionskassenstatistik 2008 in neuer Aufmachung ist erschienen. Nebst Angaben zur Konzeption der Erhebung liefert der erste Teil Informationen über die Struktur und die Entwicklung der beruflichen Vorsorge (obligatorischer und überobligatorischer Teil), d.h. über den aktuellen Stand der Vorsorgeeinrichtungen, die ak­tiven Versicherten und Leistungsbezüger sowie über die Bilanz und Betriebsrechnung. Abgeschlossen wird die Publikation mit einigen aus­gewählten Aspekten der beruflichen Vorsorge und wichtigen Eckwerten der Sozialversicherungen. Die detaillierten Zahlen sind auf einer CD-Rom enthalten. Die Statistik kann heruntergeladen oder beim BfS für 26 Fr. bestellt werden.

BfS / pdf


Taschenstatistik der Sozialversicherungen 2010

admin Die Taschenstatistik liefert aktuelle Angaben über die einzelnen Zweige und die Gesamtrechnung der Sozialversicherungen. Gedruckte Gratisexemplare sind verfügbar ab 10. Juli 2010; Bestellung via www.bundespublikationen.admin.ch (Bestellnummer: 318.001.10 d).

Taschenstatistik

Brutal: Rentenalter 62 in Frankreich

frankreich Die Franzosen müssen künftig länger arbeiten: Die Regierung will das gesetzliche Rentenalter bis 2018 schrittweise auf 62 Jahre anheben. Angesichts des ausufernden Haushaltsdefizits und der Überalterung der Bevölkerung sei die Reform «eine moralische Verpflichtung», sagte Frankreichs Arbeitsminister. Die Generalsekretärin der grössten Gewerkschaft der Lehrerschaft und des öffentlichen Dienstes (FSU) in Frankreich kritisierte die Reformen als «brutal und völlig ungerecht».

Obwohl sich die Anhebung der Altersgrenze in Frankreich im europäischen Vergleich recht bescheiden ausnimmt, riefen die führenden sechs Gewerkschaften nach ersten Demonstrationen am Dienstag in Paris zu einem landesweiten Protesttag am 24. Juni auf und kündigten weitere Demonstrationen für September nach Ende der Sommerferien an.

NZZ

Veranstaltungen

  • 29. Juni, Luzern
    VPS Verlag
    25 Jahre BVG. Entwicklung und Kontroverse.
    Info
  • 1. Juli, Bern
    AWP Soziale Sicherheit
    37. AWP-Tagung - 25 Jahre BVG.
    Infos
  • 31. August, Bern
    Aon Consulting
    Aon BVG-Info
  • 1. September, Zürich
    Aon Consulting
    Aon BVG-Info
  • 7. September, Fribourg
    VPS Verlag
    25 Jahre BVG. Entwicklung und Kontroverse (franz.).
    Infos
  • 10. September, Zürich
    Mercer Symposium
    Mercer Investment Symposium,
    Infos
  • 22. September, Zürich
    Fiancial Times / spn
    3rd Annual Swiss Leadership of Pensions Summit

 

Ausbildung

  • 24. Juni, Zürich
    Credit Suisse
    Brush up-Tag für Stiftungsräte.
    Infos und Anmeldung
  • 24./25. Juni, Unterägeri
    Fachschule für Personalvorsorge
    Führungsaufgaben und Verantwortlichkeiten der Stiftungsräte (2).
    Info
  • 1. Juli, Olten
    ASIP
    Aus- und Weiterbildung für Stiftungsräte, Aktualisierung.
    Info
  • 16. - 18. August, Ermatingen
    KGP Seminare
    1. Seminar.
    Info und Anmeldung
  • 18. - 20. August, Ermatingen
    KGP-Seminare
    2. Seminar, Ermatingen,
    Info und Anmeldung
  • 19. August, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Fachkurs Kapitalanlagen. 6x1 Tag.
    Info
  • 20. August, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Fachkurs Versicherungstechnik. 6x1 Tag.
    Info
  • 27. August/3. September, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Grundausbildung Stiftungsrat (1).
    Info
 

Impressum

Herausgeber: Vorsorgeforum - www.vorsorgeforum.ch

Redaktion: Peter Wirth, E-Mail

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