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      Nr.
163 / 8. Februar 2010           

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                           Die Schlagzeilen
Darstellung Umandlungssatz in der beruflichen Vorsorge Die Abstimmung über die Senkung des Umwandlungssatzes steht im Zentrum unserer Berichterstattung. Die Aussichten für die Befürworter stehen offenbar schlecht, obwohl die Gegner bisher ausser Polemik nichts zu bieten haben.  
parlament In der Frühjahrssession wird die Berufliche Vorsorge sowohl im Nationalrat- wie im Ständerat wieder Thema sein. Der NR behandelt die Strukturreform, der Ständerat diverse Vorstösse und ebenfalls die Strukturreform. 

 


Das Urgestein am Stammtisch

"Lieber Herr Wirth", ist der Brief überschrieben, der kürzlich mit Absender SP Schweiz in meinem Briefkasten landete. Unterschrieben ist er von Helmut Hubacher, Jahrgang 1926; 1975-90 Präsident der SP, Nationalrat von 1963 bis 97. "Politisches Urgestein", "Grand Old Man", sind Bezeichnungen, die man über ihn findet. Dass er mir schreibt, hat damit zu tun, dass er gerne Geld von mir hätte. Für die SP-Kampagne gegen die Senkung des Umwandlungssatzes. "Stoppen wir den Raubzug auf unsere Altersvorsorge", heisst es in der ersten Zeile. Unsere? Seine gewiss nicht, denn als Rentner ist er ja von allen Unwägbarkeiten der Zeitläufte weitgehend abgeschirmt. Also sorgt er sich um meine Vorsorge? Und mit welchen Argumenten?

"Erinnern Sie sich? Vor einem Jahr hat der Bundesrat die UBS mit über 60 Milliarden Franken unterstützt. Und gleichzeitig wurde beschlossen, die Renten der Pensionskassen um fast 10 Prozent zu kürzen! Gegen diesen Rentenabbau haben wir mit über 200'000 Unterschriften das Referendum ergriffen." Was haben die beiden Dinge miteinander zu tun? Nichts! Niente! Nada! Weiss das unsere Urgestein?

"Die bekannte Klage, dass die Pensionskassen ihre normale Rendite nicht mehr erwirtschaften können, ist überholt. Die finanzielle Situation der Pensionskassen hat sich in den letzten zwölf Monaten deutlich verbessert." Sie hat sich aber in den letzten zwölf Monaten weit weniger verbessert als im Jahr zuvor verschlechtert. Und ist neuerdings ein Jahresergebnis ausschlaggebend für den Umwandlungssatz? Der Grand Old Man gerät offenbar ins Schwadronieren und fährt in der gleichen Tonlage fort: "Unsere Forderungen lauten: Die Pensionskassen sollen ihre Anlagestrategie nicht mehr auf kurzfristige Börsengewinne ausrichten, sondern eine langfristige Rendite anstreben. Das ist möglich. Wenn die Pensionskassen klare Leitplanken erhalten und Bonus Ritter dort nichts mein zu suchen haben."

Ist das der Weg zu mehr Rendite, welche eine Senkung des Umwandlungssatzes überflüssig macht? Nein, es ist bloss Stammtisch-Geschwafel, mit welchem die Stimmbürger auf plumpe Art verunsichert werden. Ist Hubacher sich dessen bewusst? Nach einer 50jährigen politischen Karriere sich für so offenkundigen Mumpitz herzugeben, zeugt von einem bemerkenswerten Mangel an Selbstachtung. Die Elogen für Hubacher gehören korrigiert. Das "Grand" ist zu streichen. Helmut Hubacher ist bloss ein alter Mann.

Peter Wirth E-Mail

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BV in der Frühjahrssession 2010

parlamentNationalrat: 2.3.2010
BVG-Teilrevision Strukturreform.
07.055

Ständerat: 3.3.
Motion Stahl. Anpassungen des Freizügigkeitsgesetzes und Sicherheitsfonds.
08.3702
Motion Amacker. Auszahlung von Altersleistungen.
08.3821
Postulat Fetz. Geglätteter Pensionskassen Deckungsgrad statt absoluter Ein-Tages-Betrachtung.
09.4156

10.3.
BVG-Teilrevision Strukturreform
07.055

  Sessionen
 

Die 2. Säule auf YouTube

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Die Informations-Seite “mit-uns-für-uns” des ASIP zur Beruflichen Vorsorge hat ein kurzes Video über die Grundlagen der Altersvorsorge und insbesondere zur Funktionsweise der Pensionskassen aufgeschaltet. Reinschauen!
 

BSV: BV-Mitteilungen Nr. 116

admin Die Mitteilungen über die berufliche Vorsorge (Nr. 116) des BSV enthalten u.a. Hinweise der Info-Stelle AHV/IV und den Vorsorgeausgleich bei Scheidung. Eine Stellungnahme wird zum Thema Freizügigkeitseinrichtung abgegeben (Vollständiger Bezug der Altersleistung anstelle eines teilweisen Vorbezugs für Wohneigentum in den fünf Jahren vor dem ordentlichen Rentenalter). Die Mitteilungen enthalten zudem wieder Verweise auf eine Reihe von Urteilen.

  Mitteilungen Nr. 116

Abstimmungskampf auf YouTube: Rentenklauer und Kuchenbacken

Der Abstimmungskampf um den Umwandlungssatz wird mit allen, auch multimedialen Mitteln geführt. Ein krasser Action Thriller zeigt Unia-Aktivisten beim Raubzug auf die Ersparnisse der Allerjüngsten. Es geht nicht anders, wenn der Umwandlungssatz zu hoch ist.

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Vordergründig brav und bieder daher kommt der SGB-Beitrag zur Medienkonferenz vom 11.1.10,
dafür wird hier mit den Fakten umso brutaler umgegangen.

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Wer es gerne gemütlich hat, mit Kaffee und Kuchen, der wird sich an den Spot von Christa Markwalder halten (man traut ihr auch den besseren Kuchen zu als Rita Schiavi …).

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 Youtube Videos

Umwandlungssatz im Social Net

Die Debatte um den Umwandlungssatz hat längst Twitter, Facebook und Blogger erreicht. Über diese Kanäle finden auch die Beiträge auf der Website des Vorsorgeforums weitere Verbreitung. Nicht zuletzt die online Präsentation von Stephan Gerber stösst auf viel Zustimmung. Auf Facebook wird über die Rentenbeerdigung in St.Gallen berichtet. Auf Blogger werden die Positionen der Website faire-renten.ch erläutert. Bei vielen Jungen kommt die verbiesterte Rentenklau-Ideologie von SGB und SP offenbar nicht besonders gut an.

  

Hanspeter Konrad: “Fakten statt Ablenkungsmanöver”

“Rudolf Rechsteiner und die Seinen führen einen undifferenzierten, polemischen Abstimmungskampf. Sie bezeichnen die Pensionskassenberater als «Mitesser». Dabei sind Pensionskassen Nonprofit-Organisationen. Also nicht auf Profitmaximierung ausgerichtet” heisst es im Vorspann zu einem Beitrag von Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP in der NZZ. Er geht darin im Detail auf den von der Linken als Argument gegen die Pensionskassen missbrauchte Kostenvergleich zwischen 1. und 2. Säule ein. Er schreibt u.a. “Die zweite Säule gibt also schlicht und einfach mehr zu tun als die AHV, Arbeit, die mit anständigen Löhnen bezahlt werden muss. Gewerkschaften sollten dies eigentlich honorieren, anstatt es zu kritisieren. Aufgrund dieser Erwägungen betragen die Verwaltungskosten gemäss Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) in der 2. Säule insgesamt CHF 1.585 Mia oder CHF 360.-- pro Kopf (vgl. Faktenblatt vom 2.2.2010 auf www.bsv.admin.ch), was im Zusammenhang mit den Aufgaben vernünftig erscheint. Dazu kommen die Kosten im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung. Diese müssen ins Verhältnis zum verwalteten Vermögen gesetzt werden. Sie betragen gemäss BSV rund 0.18% des verfügbaren Kapitals (CHF 687 Mia). Viele Pensionskassen legen einen Teil des Vermögens direkt in Liegenschaften an. Die Verwaltung und Bewirtschaftung dieser Immobilien beansprucht rund 1.61% des Wertes der Liegenschaften (CHF 59 Mia). Die Stiftungsräte sind verantwortlich, im Anlageprozess immer wieder das Verhältnis von Kosten und Nutzen zu überprüfen.”

  Artikel Konrad

Tages-Anzeiger: Die SGB-Expertin schweigt

imageDer Tages-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 29.1.10 über die auffällige Absenz von Colette Nova, geschäftsführende Sekretärin und Expertin beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund für Fragen der Beruflichen Vorsorge, in der Diskussion um den Umwandlungssatz. Sie hat allerdings schon vor Jahresfrist bestätigt, dass sie in dieser Frage beim SGB in Ausstand treten werde. Der Tages-Anzeiger erwähnt ihre Position als Präsidentin der Auffangeinrichtung, welche ohne Senkung des Umwandlungssatzes in Bedrängnis geraten wird, genauso wie alle anderen Pensionskassen ohne überobligatorischen Teil. Nova hat aber zu Erkennen gegeben, dass sie generell die Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes befürwortet. Sie war Mitglied einer Arbeitsgruppe der BVG-Kommission, welche die Vorlage zu behandeln hatte und zuhanden des Bundesrates die Senkung einstimmig befürwortete. Sie hat innerhalb des SGB diese Haltung auch weiterhin vertreten, war dann aber von den Scharfmachern um Paul Rechsteiner und Rita Schiavi, denen es nicht um die Zukunft der 2. Säule, sehr wohl aber um ihre politische Macht geht, überstimmt worden.

  Artikel Tages-Anzeiger


UWS: Versicherer warnen vor den Folgen

Der PK-Umwandlungssatz soll gesenkt werden. Die grossen Versicherer werben für ein Volks-Ja: Wir würden mehr aus- als einzahlen, mahnen sie. Jährlich gehen 30'000 Personen in Rente. Pro Rentner fehlen bereits heute 20’000 Fr., wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) berechnet hat. Damit entsteht ein Umlageeffekt von über einer halben Milliarde Fr. Um die Renten sicherzustellen, müssen die Erwerbstätigen auf einen Teil ihrer Kapitalerträge verzichten. Denn diese Erträge werden dazu verwendet, laufende, garantierte Renten zu finanzieren. «Dieser Umlageeffekt dürfte in Zukunft immer grösser werden», sagt Olav Noack, CEO der Bâloise Schweiz. Entsprechend mutiert das Kapitaldeckungsverfahren in der beruflichen Vorsorge immer mehr zu einem Umlageverfahren analog zur Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) in der 1. Säule. Aber nicht nur das: Wie in der 1. Säule müssen immer weniger Erwerbstätige mehr Rentner finanzieren.

  Handels-Zeitung

CVP: JA zur sicheren 2. Säule

imageDie CVP Schweiz hat anlässlich einer Pressekonferenz ihre Kampagne "JA zur sicheren 2. Säule" präsentiert. Anwesend waren auch die Models der Plakatkampagne: Sabrina Mohn, jüngste Kantonalpräsidentin der CVP aus dem Kanton Baselland und CVP Nationalrat Jacques Neirynck, ältester Parlamentarier. Sie setzen sich gemeinsam für die Solidarität zwischen den Generationen ein.

  CVP


Le Temps: Taux de conversion: le débat sur les rendements

Une attente de baisse à long terme des rendements sur les marchés financiers est au centre de la proposition d’abaisser le taux de conversion à 6,4%. Si les dix dernières années ont été mauvaises au plan boursier, tous ne pensent pas qu’il faille en déduire que les marchés seront déprimés à long terme.

  Le Temps

Rudolf Strahm – diesmal in der NZZ

Rudolf Strahm, der bereits im Tages-Anzeiger mit einer sachfremden Argumentation zum Umwandlungssatz unangenehm aufgefallen ist, hat jetzt in der NZZ eine weitere Plattform gefunden. Schon der erste Absatz in seinem Artikel belegt seinen unbekümmerten Umgang mit den Realitäten: “Für die meisten autonomen Pensionskassen wäre die vorgezogene erneute Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent zurzeit nicht nötig. (…) Diese frühe, vorauseilende Absenkung zeigt die Überstürztheit der Vorlage. Der Pensionskassenverband ASIP, der militant für die erneute Absenkung der Rentenansprüche kämpft, vertritt eben vor allem die Privatassekuranz und die grossen BVG-Einrichtungen, die sich durch riskante Finanzanlagen am meisten geschädigt haben.”

Dazu ein paar Bemerkungen. “Für die meisten autonomen PKs wäre die Senkung derzeit nicht nötig”. Fakt: Die Mehrheit der grossen Kassen hat den Umwandlungssatz bereits auf deutlich unter 6,8 Prozent gesenkt. Auf dieser Website mehrfach erwähnte Beispiele: die Pensionskassen von Migros und Coop mit je 6,4%. Es liessen sich zahlreiche weitere anfügen. Warum haben sie den Satz gesenkt? Aus versicherungstechnischen Zwängen!  Weshalb soll Kassen ohne Ueberobligatorium nicht die gleiche Freiheit eingeräumt werden, zumal dort die Kosten eines zu hohen Satzes direkt von den Aktiven getragen werden müssen? Das beantwortet Strahm nicht und es scheint ihn auch nicht zu bekümmern, oder er sieht die Zusammenhänge nicht.

Weiter: “Der Pensionskassenverband vertritt vor allem die Privatassekuranz und die grossen BVG-Einrichtungen”. Der ASIP vertritt mitnichten die Interessen der Privatassekuranz. Das ist eine billige Unterstellung, mit der die für Strahm unangenehme Tatsache ausgetrickst werden soll, dass die überwältigende Mehrheit der Kassen auf eine Senkung angewiesen ist. Die grossen Kassen haben hier die genau gleichen Interessen wie die kleinen.

Im weiteren wärmt Strahm die Platte mit den überhöhten Beratungskosten und den spekulativen Verlusten auf. Aber diese Argumentation ist so wenig haltbar wie der Verweis auf die revidierten Anlagevorschriften, die nun mit dem Umwandlungssatz aber auch gar nichts zu tun haben. Wenn heute die 2. Säule ein gesetzgeberisches Ungetüm mit endlosen Vorschriften und entsprechend teurer Durchführung geworden ist, dann hat das Strahm als ehemaliger Parlamentarier auch sich selber zuzuschreiben.

PS. Der ASIP hat sich nach dem Strahm-Beitrag im Tages-Anzeiger die Mühe gemacht, im Detail auf seine Argumente einzugehen und zu widerlegen. Die einzige Konsequenz daraus scheint zu sein, dass er sich als völlig faktenresistent erwiesen hat.

  Offener Brief des ASIP / Analyse ASIP

Sonntags Blick: Finanzierungslücke bei Pensionskassen

imageWerner Vontobel bezieht sich im Sonntags Blick auf die bekannten Zahlen von Martin Janssen, der aufgrund seiner Renditeerwartungen bei der 2. Säule eine erhebliche Finanzierungslücke ortet. Der Sonntags Blick: “Die Fakten: Nach der Botschaft des Bundesrats können die Kassen einen Rentenumwandlungssatz nur garantieren, wenn sie einen Kapitalertrag von 4,9 Prozent erzielen. Das ist jedoch unrealistisch. Seit 2000 schwankt die jährliche Durchschnittsrendite der Pensionskassen um die 2,5 Prozent. Der Bundesrat selbst, beziehungsweise seine Experten, schätzen die künftig erzielbare Rendite auf 3,3 bis 4 Prozent. Setzt man den mittleren Wert von 3,65 Prozent in die Rechnung des Bundesrats ein, zeigt sich, dass die Pensionskassen und Sammelstiftungen statt 750 gut 860 Milliarden Franken Kapital bräuchten, um die Renten finanzieren zu können.”

Im Bericht des Bundesrats steht von diesen Fehlbeträgen nichts. «Natürlich nicht», meint Janssen, «diese Zahlen sind viel zu heiss. Sie bedeuten, dass vor allem Kassen mit vielen Rentnern praktisch pleite sind.» Janssen vermutet auch, dass die Rendite aus politischen Gründen zu hoch angesetzt wurde. Janssen, der Pensionskassen bei der Anlagestrategie berät, hält «höchstens 2 Prozent» für realistisch. Begründung: Die Pensionskassen können die Renten nur garantieren, wenn sie sich am Kapitalmarkt mit sicheren Anlagen abdecken.»

  Blick

FT: Pension funds and the lure of infrastructure investing

There they sit, fat and idle: the great pension funds, passive controllers of vast wealth. Governments slash spending and bank lending shrivels, while essential projects are crying out for funding. Surely these giant honeypots are the answer?

  Financial Times

AWP Soziale Sicherheit: Wohlfahrtsfonds in Gefahr

Franziska Bur Bürgin, Advokatin und dipl. Steuerexpertin, äussert sich in einem Beitrag der AWP Soziale Sicherheit Nr. 2/2010 zur anstehenden Differenzbereinigung in der Frage der AHV-Beitragspflicht von patronalen Wohlfahrtsfonds im Zuge der 11. AHV-Revision. Im Kern geht es darum, diese Fonds von den Begehrlichkeiten der AHV fernzuhalten, weil andernfalls ihr Existenz akut gefährdet wäre. Gerade im Bereich der 2. Säule haben die Wohlfahrtsfonds eine wichtige und segensreiche Wirkung. Bur Bürgin befürchtet, dass die vom Ständerat gewählte Formulierung der Verwaltung Tür und Tor öffnet, um die Befreiung zu umgehen.

Sie hält in ihrem Fazit fest: “Insofern bleibt nur zu hoffen, dass die Räte im Differenzbereinigungsverfahren wieder zur ursprünglichen Formulierung des Nationalrats zurückkehren. Andernfalls hat ein Arbeitgeber beim besten Willen keinen Anreiz mehr, freiwillige Sozialleistungen zu erbringen, und die Wohlfahrtsfonds werden in Kürze aus der Schweizer Vorsorgelandschaft verschwinden. Bei diesem Szenario werden nicht nur keine zusätzlichen Beiträge für die AHV generiert, sondern es kommen auch noch mehr Lasten auf Arbeitslosenkassen und Fürsorgestellen zu.”

  Artikel AWP
 

EU: Düstere Demographie-Prognosen für Altersvorsorge –
eine Zeitbombe auch für die Schweiz

Ein Papier der EU zu den Konsequenzen der demographischen Entwicklung bezüglich der Altersvorsorge und den Pensionskassen kommt zu beunruhigenden Schlüssen. U.a. heisst es: “Die Folgen der Alterung sind zehnfach so stark wie jene der Wirtschaftskrise”; sie seien eine “Zeitbombe”. Der herunterladbare Bericht verlangt etwas Englischkenntnisse, sollte aber Pflichtlektüre sein für alle jene, welche die Demographie- und Biometrie-Voraussagen als Geschwätz der Assekuranz abtun (wie soeben wieder geschehen von Herbert Brändli in einem Stocks-Beitrag). Mit Blick auf die Abstimmung von 7. März scheint in der Schweiz gewissen Kreisen jeder Common Sense und jedes Verantwortungsbewusstsein abhanden gekommen zu sein.

weiter lesen / EU-Report

BVS Zürich: Neues Meldeformular Unterdeckung

Im Dezember 2009 hat das Amt für Berufliche Vorsorge des Kt. Zürich (BVS) das Meldeformular Unterdeckung angepasst, wie es für die Jahresberichterstattung 2009 zu verwenden ist. Dabei handelt es sich um folgende Änderungen:
1.) die von den Experten für berufliche Vorsorge gewünscht worden sind
2.) um Änderungen aufgrund der Berichterstattung an das BSV
3.) um einige redaktionelle Anpassungen
Unter Ziff. 4 hat die Vorsorgeeinrichtung aufgrund einer Vorgabe des BSV Angaben zur Performance zu machen, unter Ziff. 7 wird im Zusammenhang mit der prognostizierten Deckungsgradentwicklung ein Disclaimer zugunsten der Experten für berufliche Vorsorge aufgenommen und unter Ziff. 8 wird betreffend die Bestätigung des Experten für berufliche Vorsorge konkret aufgeführt, welche Punkte dieser zu bestätigen hat.

  Formular


 

Swisscanto PK-Monitor: Verbesserung dank freundlichen Märkten

swisscanto Die Verbesserung der Deckungsgradsituation der Vorsorgeeinrichtungen im vergangenen Quartal hat sich im 4. Quartal fortgesetzt. Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor weist gegenüber dem Vorquartal eine Verbesserung der durchschnittlichen, vermögensgewichte­ten Deckung von 97,7% auf 98,3% aus. Per 31. Dezember 2008 lag sie noch bei 91,7%. Für die privat-rechtlichen Pensionskassen beträgt der Anstieg der durchschnittlichen Deckung seit Jahresbeginn 7,3 Prozentpunkte von 97,0% auf 104,3%, für die öffentlich-rechtlichen 6 Prozentpunkte von 85,9% auf 91,9%.

Trotz der Verbesserung haben noch nicht alle Vorsorgeeinrichtungen den Einbruch im Jahr 2008 vollständig überwunden. Insgesamt befindet per sich 31. Dezember 2009 noch rund ein Viertel aller erfassten Pensionskassen in Unterdeckung. Bei den öffentlich-rechtlichen sind es 66,7%, bei den privat-rechtlichen 20,3%.

Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten des AWP/Complementa Risiko Check-up und der Swisscanto Pensionskassenumfrage. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 31. Dezember 2009 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2008 von 441 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt 360 Mia. Franken. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2009 gewählten Anlagestrategie.

  Swisscanto PK-Monitor

CS Pensionskassen-Index: Einbruch teilweise ausgebügelt

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Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (blaue Linie in Abbildung oben) hat im Berichtsquartal um 2,07 Punkte resp. 1,73 % auf 121,68 Punkte zugelegt. Zum positiven Resultat haben der Dezember +1,54 % und der November + 0,62 % beigetragen, während der Oktober 2009 ein leichtes Minus von 0,43 % zu verzeichnen hatte. Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie), stieg im Berichtsquartal um 0,5% resp. 0,66 Punkte auf den Stand von 134,03. Im Gesamtjahresvergleich erhöhte sich der Pensionskassen Index insgesamt um 10,86 %, was nach 2005 das zweitbeste Jahresergebnis seit Messbeginn darstellt. Trotz des guten Jahres und einer Outperformance von 8,86 % gegenüber der BVG-Vorgabe konnte die Performancelücke nur verringert, nicht aber geschlossen werden. Die gesamte Differenz zwischen dem Index und der BVG-Vorgabe hat sich per Ende 2009 auf 12,35 Punkte (9,21%) reduziert.

weiter lesen /   CS PK-Index Q4 2009

Neue Textausgaben zur AHV und IV

admin Die Informationsstelle AHV/IV hat die Textausgaben zur AHV und zur IV mit Stand 1. Januar 2010 neu publiziert. Die Textausgaben sind perfekte Hilfsmittel in der Ausbildung und in der Praxis für alle, die mit der 1. Säule der Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge zu tun haben. Die Ausgaben können via Internet bestellt werden.

  Gesetzesausgaben AHV/IV/EO

P&I: Weltweiter Performance-Vergleich für 2009

U.S. pension funds, aided by strong equity and bond returns and a declining dollar, returned 19.6% in 2009, outperforming their peers in the world's seven largest markets. Strong equity markets lifted pension fund returns worldwide into double digits, a major about-face from 2008 when real returns sank as low as -27%. U.S. plans lost an average 25.2% in 2008. Pension fund returns in the U.K. rose 14.5% in 2009, in part because of a falling pound boosting international investment returns. U.K. plan returns sank 13.1% in 2008.

Currency movements went the other way in commodities-rich countries like Australia and Canada in 2009. Aussie investors returned an average 14%, after the Australian dollar soared against most major currencies. The real return in 2008, which included a 5% bump in inflation, was -27%. Canadian pension funds were up 13.8% last year, after losing 14.7% in 2008. Pension fund returns in the Netherlands, Switzerland and Japan rose 13.2%, 10.8% and 9.5% in 2009, respectively. Dutch funds were up from a -16.6% return in 2008, when Swiss funds returned -13.3% and Japan, -21.2%.

  P&I

Dutch pension fund to sue State Street over 120/20 fund

holland The US asset management company State Street is being sued by Dutch pension fund Stichting Pensioenfonds Medewerkers Apotheken (PMA) after a 120/20 strategy allegedly cost the fund a reported $76m.

The figure had been invested through the firm's Europe Edge Fund, a 120/20 European equities fund that sought to outperform the MSCI Europe Index by engaging in limited short-selling of securities. The Dutch pension fund accuses State Street of mismanagement and deceit, claiming the asset manager transferred ownership of all the fund’s securities to ill-fated Lehman Brothers without their knowledge.

  Citywire

Veranstaltungen

  • 2. März, Zürich
    Towers Watson
    Towers Watson Frühstück: Risiko- und Kostenmanagement für Pensionskassen in einem schwierigen Umfeld.
    Infos
  • 9. März, Basel
    Towers Watson
    Towers Watson Frühstück: Risiko- und Kostenmanagement.
    Infos 
  • 17 mars, Genève
    Towers Watson
    Gestion des risques et des coûts: un défi pour les Caisses de pensions dans un environnement instable.
    Infos
  • 20-22 avril, Les Diablerets
    Pittet Associés, PricewaterhouseCoopers, Towers Watson
    Journée de la prévoyance. Un rendez-vous de référence pour les acteurs du 2e pilier.
    Infos
  • 4. / 5. Mai, Kerenzerberg
    Institut für Rechtswissenschaft, Uni St.Gallen
    Intensivseminar: Selbständigerwerbende und Unfallrisiko. Infos
  • 5. / 6. Mai, Zürich
    VPS
    Fachmesse 2. Säule.
    Website
  • 26. Mai, Luzern
    Institut für Rechtswissenschaft, Uni St.Gallen
    Sozialversicherungsrechts-Tagung 2010,
    Infos
  • 28. Mai, Bern
    ASIP
    Mitgliederversammlung

Ausbildung

  • 11./18. März, Luzern
    VPS Verlag
    Workshop Pensionskassenführung für Stiftungsräte. Flyer
  • 12./19. März, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Grundausbildung Stiftungsrat (1).
    Info
  • 12. März, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Fachkurs Rechtsgrundlagen. 6x1 Tag.
    Info
  • 14. April. Zug
    VPS Verlag
    Modulkurs Einführung in die Berufliche Vorsorge. 5 Tage.
    Infos
  • 16./23. April, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Basisseminar berufliche Vorsorge.
    Info
  • 21. April, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Governance-Check für Stiftungsräte und Geschäftsführer.
    Info
  • 27. April, Bern
    Aon Consulting
    Basis-Seminar für Stiftungsräte
  • 27. April, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Tagesseminar zur Aktualisierung (3).
    Info
  • 27. Mai, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Fachkurs Rechnungswesen. 6x1 Tag.
    Info
 alle Termine

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Das Vorsorgeforum: Das Vorsorgeforum wurde 1989 gegründet. Ihm gehören als Mitglieder an: private und öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrich-tungen, Organisationen der Sozialpartner, der Schweizerische Pensions-kassenverband, Pensionskassen-Experten, der Schweizerische Versicherungs-verband, die Bankiervereinigung, Dienstleistungsunternehmen und engagierte Private.