Das Urgestein am Stammtisch
"Lieber Herr Wirth", ist der Brief überschrieben,
der kürzlich mit Absender SP Schweiz in meinem Briefkasten
landete. Unterschrieben ist er von Helmut Hubacher, Jahrgang
1926; 1975-90 Präsident der SP, Nationalrat von 1963 bis 97.
"Politisches Urgestein", "Grand Old Man", sind Bezeichnungen,
die man über ihn findet. Dass er mir schreibt, hat damit zu tun,
dass er gerne Geld von mir hätte. Für die SP-Kampagne gegen die
Senkung des Umwandlungssatzes. "Stoppen wir den Raubzug auf
unsere Altersvorsorge", heisst es in der ersten Zeile.
Unsere? Seine gewiss nicht, denn als Rentner ist er ja von allen
Unwägbarkeiten der Zeitläufte weitgehend abgeschirmt. Also sorgt
er sich um meine Vorsorge? Und mit welchen Argumenten?
"Erinnern Sie
sich? Vor einem Jahr hat der Bundesrat die UBS mit über 60
Milliarden Franken unterstützt. Und gleichzeitig wurde
beschlossen, die Renten der Pensionskassen um fast 10 Prozent zu
kürzen! Gegen diesen Rentenabbau haben wir mit über 200'000
Unterschriften das Referendum ergriffen." Was haben die
beiden Dinge miteinander zu tun? Nichts! Niente! Nada! Weiss das
unsere Urgestein?
"Die bekannte
Klage, dass die Pensionskassen ihre normale Rendite nicht mehr
erwirtschaften können, ist überholt. Die finanzielle Situation
der Pensionskassen hat sich in den letzten zwölf Monaten
deutlich verbessert." Sie hat sich aber in den letzten zwölf
Monaten weit weniger verbessert als im Jahr zuvor
verschlechtert. Und ist neuerdings ein Jahresergebnis
ausschlaggebend für den Umwandlungssatz? Der Grand Old Man gerät
offenbar ins Schwadronieren und fährt in der gleichen Tonlage
fort: "Unsere Forderungen lauten: Die Pensionskassen sollen
ihre Anlagestrategie nicht mehr auf kurzfristige Börsengewinne
ausrichten, sondern eine langfristige Rendite anstreben. Das ist
möglich. Wenn die Pensionskassen klare Leitplanken erhalten und
Bonus Ritter dort nichts mein zu suchen haben."
Ist das der Weg zu
mehr Rendite, welche eine Senkung des Umwandlungssatzes
überflüssig macht? Nein, es ist bloss Stammtisch-Geschwafel, mit
welchem die Stimmbürger auf plumpe Art verunsichert werden. Ist
Hubacher sich dessen bewusst? Nach einer 50jährigen politischen
Karriere sich für so offenkundigen Mumpitz herzugeben, zeugt von
einem bemerkenswerten Mangel an Selbstachtung. Die Elogen für
Hubacher gehören korrigiert. Das "Grand" ist zu streichen.
Helmut Hubacher ist bloss ein alter Mann.
Peter Wirth
E-Mail


Nationalrat:
2.3.2010
BVG-Teilrevision Strukturreform.
07.055
Ständerat:
3.3.
Motion Stahl. Anpassungen des
Freizügigkeitsgesetzes und Sicherheitsfonds.
08.3702
Motion Amacker. Auszahlung von
Altersleistungen.
08.3821
Postulat Fetz. Geglätteter Pensionskassen
Deckungsgrad statt absoluter
Ein-Tages-Betrachtung.
09.4156
10.3.
BVG-Teilrevision Strukturreform
07.055
Sessionen

Die Informations-Seite “mit-uns-für-uns”
des
ASIP zur Beruflichen Vorsorge hat ein kurzes
Video über die Grundlagen der Altersvorsorge und
insbesondere zur Funktionsweise der
Pensionskassen aufgeschaltet. Reinschauen!
Die Mitteilungen über die
berufliche Vorsorge (Nr. 116)
des
BSV enthalten u.a.
Hinweise der Info-Stelle
AHV/IV und den Vorsorgeausgleich
bei Scheidung. Eine
Stellungnahme wird zum
Thema Freizügigkeitseinrichtung
abgegeben (Vollständiger Bezug
der Altersleistung anstelle
eines teilweisen Vorbezugs für
Wohneigentum in den fünf Jahren
vor dem ordentlichen
Rentenalter). Die Mitteilungen
enthalten zudem wieder Verweise
auf eine Reihe von Urteilen.
Mitteilungen Nr.
116
Der Abstimmungskampf um den
Umwandlungssatz wird mit allen, auch
multimedialen Mitteln geführt. Ein krasser
Action Thriller zeigt Unia-Aktivisten beim
Raubzug auf die Ersparnisse der Allerjüngsten.
Es geht nicht anders, wenn der Umwandlungssatz
zu hoch ist.

Vordergründig brav und bieder
daher kommt der SGB-Beitrag
zur Medienkonferenz vom 11.1.10,
dafür wird hier mit den Fakten umso brutaler
umgegangen.

Wer es gerne gemütlich hat,
mit Kaffee und Kuchen, der wird sich an den Spot
von Christa Markwalder halten (man traut ihr
auch den besseren Kuchen zu als Rita Schiavi …).

Youtube
Videos
An einer Pressekonferenz,
stellte das Luzerner
Jungparteienkomitees “Kein
Renten-Lochness” ihre Kampagne
vor. Das Jugendkomitee hat sich
den Namen “Lochness” gegeben.
“Der Name ist ein Anspielung auf
das Rentenloch, die Unterdeckung
der
Pensionskassen. Und eben
dieses Rentenloch wird sich bei
einem Nein am 7. März in ein
Monster verwandeln.” sagte
Simon Birrer
der die Kampagne koordiniert.
Nach Ansicht von
Renato Bucher,
Präsident der JCVP Kanton
Luzern, argumentieren die Gegner
der Senkung im Abstimmungskampf
mit fragwürdigen Mitteln. “Den
Befürwortern wird Rentenklau
vorgeworfen, doch das Gegenteil
ist der Fall. Mit der Senkung
wird verhindert, dass nicht uns
Jungen die Rente geklaut wird!”,
so Bucher. Für Bucher sind die
Gegner die eigentlichen Diebe: ”
Die wahren Rentendiebe sind Herr
Rechsteiner
mit seinem Gewerkschaftsbund,
sowie die linken Parteien. Die
Linken wollen das Geld von den
Arbeiterinnen und Arbeitern
klauen. Rechsteiner und seine
Kumpanen führen langfristig die
Versicherungsgesellschaften und
die Pensionskassen in die
Sanierungsbedürftigkeit.” sagt
Renato Bucher.
ZNews
Der Tages-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe
vom 29.1.10 über die auffällige Absenz von
Colette Nova, geschäftsführende
Sekretärin und Expertin beim Schweizerischen
Gewerkschaftsbund für Fragen der Beruflichen
Vorsorge, in der Diskussion um den
Umwandlungssatz. Sie hat allerdings schon
vor Jahresfrist bestätigt, dass sie in dieser
Frage beim SGB
in Ausstand treten werde. Der Tages-Anzeiger
erwähnt ihre Position als Präsidentin der
Auffangeinrichtung, welche ohne Senkung des
Umwandlungssatzes in Bedrängnis geraten wird,
genauso wie alle anderen Pensionskassen ohne
überobligatorischen Teil. Nova hat aber zu
Erkennen gegeben, dass sie generell die Senkung
des Mindest-Umwandlungssatzes befürwortet. Sie
war Mitglied einer Arbeitsgruppe der
BVG-Kommission, welche die Vorlage zu behandeln
hatte und zuhanden des Bundesrates die Senkung
einstimmig befürwortete. Sie hat innerhalb des
SGB diese Haltung auch weiterhin vertreten, war
dann aber von den Scharfmachern um Paul
Rechsteiner und Rita Schiavi,
denen es nicht um die Zukunft der
2. Säule, sehr wohl aber um ihre politische
Macht geht, überstimmt worden.
Artikel Tages-Anzeiger
In einem Interview befragte die
“Schweizer
Personalvorsorge” den
Präsidenten des
ASIP, Christoph
Ryter, nach der Höhe
des Umwandlungssatzes bei der
Migros-Pensionskasse, deren
Geschäftsführer er ist. Die
Antwort Ryters: “Die
Migros-Pensionskasse ist eine
der wenigen
Vorsorgeeinrichtungen der
Schweiz, welche sowohl die
Alters- als auch die
Risikoleistungen im
Leistungsprimat festlegt.
Deshalb findet sich im Reglement
des Hauptplanes keine Bestimmung
zum Umwandlungssatz. Zudem
beträgt das ordentliche
Rücktrittsalter 63 Jahre für
Männer und Frauen statt 65
beziehungsweise 64 im BVG. Unter
Berücksichtigung der
Rückstellungen werden aber die
Verpflichtungen der MPK mit den
Grundlagen BVG 2005 und einem
technischen Zins von 3.5 Prozent
bewertet. Dies würde mit den
versicherten
Hinterlassenenleistungen einem
theoretischen Umwandlungssatz im
Alter 65 von rund 6.47 Prozent
bei den Männern entsprechen. Er
würde theoretisch damit bereits
heute weit unter dem im Gesetz
vorgesehenen Satz liegen.” Pro
Memoria: am 7. März wird über
eine Senkung des
Umwandlungssatzes von 6.8 auf
6.4% abgestimmt.
Werner
Beyer,
SR-Präsident der Pensionskasse
Fenaco, wurde in einem Interview
mit der Schweizer
Personalvorsorge auch nach
der Abstimmung zur Senkung des
Umwandlungssatzes befragt. Seine
Antwort: “Ich lege Wert darauf,
im Vorsorgebereich voraussehbare
Entwicklungen in den
Stiftungsräten rechtzeitig zu
thematisieren. Unser
Umwandlungssatz liegt seit 1997
bei 6.7 Prozent. Wir haben im
Stiftungsrat beschlossen, auf
2010 den technischen Zinssatz
auf 3.5 Prozent zu senken und
eine zusätzliche Rückstellung
für künftige
Pensionierungsverluste
vorzunehmen. Eine weitere
Absenkung des Umwandlungssatzes
wird in den nächsten Jahren
folgen.”
Der Beobachter
geht im Detail
auf die
Verwaltungskosten
bei der AHV ein,
welche vielfach
als vorbildlich
bezeichnet und
als
Gegenargument
gegen die 2.
Säule verwendet
werden. Er zeigt
auf, dass die
von
Strahm
et. al. in der
laufenden
Abstimmungskampagne
ad nauseam
wiederholten
Zahlen und
Vorwürfe jeder
Grundlage
entbehren. Der
Beobachter
schreibt:
“Offiziell ist
die AHV eine
Musterschülerin
in Sachen
Effizienz. Das
zumindest lässt
die
AHV-Statistik
vermuten. Für
das Jahr 2008
weist sie ihre
Verwaltungs- und
Durchführungskosten
mit 130,8
Millionen
Franken aus. (…)
Pro Versicherten
macht das gerade
mal knapp 20
Franken im Jahr
aus – das wäre
wohl Weltrekord.
Die Sache hat
allerdings einen
Haken: Mit der
Realität haben
diese Zahlen
wenig zu tun.
Der Grossteil
der
Verwaltungskosten
taucht in der
Rechnung gar
nicht auf. Die
Verwaltungskosten
aller 80
Ausgleichskassen
werden nirgendwo
gesamthaft
erfasst: Die 52
Verbands-, 26
kantonalen und
die zwei
Ausgleichskassen
des Bundes
führen alle
eigene
Vollkostenrechnungen.
Das gilt genau
gleich für die
2143
AHV-Zweigstellen
in den
Gemeinden. Deren
Aufgaben und
Finanzierung
sind erst noch
kantonal
unterschiedlich
geregelt und nur
sehr beschränkt
vergleichbar. Im
Klartext: Was
die
AHV-Verwaltung
uns wirklich
kostet, weiss
niemand. Ein
Skandal.”
Und weiter: “Nur
so ist es
möglich, dass in
der Diskussion
über die Kosten
von AHV und
Pensionskassen
jeder mehr oder
weniger
behaupten kann,
was er will. Wie
der ehemalige
Preisüberwacher
Rudolf
Strahm,
der kürzlich –
ausgehend von
bloss 25 Franken
Kosten pro
AHV-Versicherten
– der zweiten
Säule 30-mal
höhere
Pro-Kopf-Verwaltungskosten
unterschob als
der AHV.
Abgesehen von
der grossen
Datenunsicherheit,
sind Vergleiche
der
Verwaltungskosten
der beiden ganz
unterschiedlich
funktionierenden
Versicherungsmodelle
grundsätzlich
heikel. Klar ist
nur, dass die
zweite Säule von
ihrem Aufbau und
ihrer
Ausrichtung her
systembedingt
teurer ist.”
Artikel
Beobachter
Die Weltwoche berichtet in
Ausgabe 04/10 über das Verhalten
des Schweizer Fernsehens im
Abstimmungskampf über die
Senkung des Umwandlungssatzes
und die politisch eingefärbte
Verbindung zum K-Tipp und ihrem
Herausgeber René
Schuhmacher samt den
dazugehörigen Seilschaften im
SP- und Gewerkschafts-Lager.
Alex Baur
schreibt zu der Sendung des
Kassensturz am 12.1.10 u.a.:
“In dieser
Sendung fehlte der obligate
Werbespot für den
«Medienpartner» K-Tipp
nicht, der am folgenden Tag in
Grossauflage und mit einer
Sonderbeilage zur Rentenvorlage
in der deutschen Schweiz breit
gestreut wurde. «Der K-Tipp
steht für unabhängige
Produktetests», ist im Editorial
zu lesen, «deshalb sind die
Leistungen der Pensionskassen
für uns ein Thema.» Der
Redaktion, so wird dem Leser
weisgemacht, gehe es lediglich
um das bedrohte Portemonnaie des
Konsumenten und um überhöhte
Margen der Versicherungen.
Politisch gibt man sich strikte
neutral.
Auch der
Gegner bleibt nicht unerwähnt.
«Hinter den millionenschweren
Plakatkampagnen», schreibt der
K-Tipp in bestem
Enthüllungsjargon, «stehen
gemäss Recherchen der
Konsumentenzeitschrift Saldo
FDP und Economiesuisse.» Das
klingt so, als stünde man über
der Sache. In Tat und Wahrheit
muten die Aktionen der
Befürworter geradezu hilflos an,
gemessen an der
Propagandamaschinerie, welche
die Referendumsführer in diesen
Tagen angeworfen haben. Nur ist
diese Propaganda für den Laien –
ein Traum für jeden Werber –
kaum als solche zu erkennen. Die
Botschaft erreicht ihn, getarnt
als journalistische Recherche,
über vermeintlich neutrale,
politisch unverdächtige Kanäle.
Seit Monaten
veranstalten Schuhmachers
Konsumentenblätter ein
publizistisches Sperrfeuer für
das Referendum. Allein unter dem
Schlagwort «Rentenklau» finden
sich im Archiv von K-Tipp
und Saldo sechzehn
Artikel. Selber sehen sich die
Magazine in der Rolle eines
David, der gegen einen
übermächtigen Goliath ankämpft.
Zumindest aus publizistischer
Sicht trifft eher das Gegenteil
zu.”
Weltwoche
Stocks erläutert
die wichtigsten
technischen
Elemente im
Zusammenhang mit
der Senkung des
Umwandlungssatzes
und kommt zu
folgenden
Schlüssen: “Wer
in diesen Tagen
den
Pensionskassen-Ausweis
erhält, erkennt
daraus nicht die
ganze Malaise
der beruflichen
Vorsorge. Als
Erwerbstätiger
ersieht man
daraus nur die
magere
Verzinsung des
persönlichen
Alterssparkapitals
und schiebt die
Schuld dafür,
aufgrund der
Intransparenz
des Systems, der
vermeintlichen
Inkompetenz und
Gebührenreiterei
der
Pensionskassen-Verantwortlichen
zu. In Tat und
Wahrheit ist die
tiefe Verzinsung
aber eine Folge
davon, dass
überhöhte Renten
von
Pensionierten
quersubventioniert
werden. Das
sollen tiefere
Rentenumwandlungssätze
korrigieren,
über die am 7.
März abgestimmt
wird.”
weiter lesen
Wer
Pensionskassen
zwingt, mit
Vorsorgegeldern
zu spekulieren,
um ungedeckte
Renten
finanzieren zu
können, ist
verantwortungslos
und gefährdet
die Sicherheit
der zweiten
Säule. Damit die
Pensionskassen
auch in Zukunft
sichere Renten
auszahlen
können, muss der
Umwandlungssatz
an die Realität
angepasst
werden. Mit
einer massvollen
Senkung des
Umwandlungssatzes
wird das
Leistungsziel
der beruflichen
Vorsorge
weiterhin
erreicht. Die
unfaire
Subventionierung
der Neurentner
durch die
Erwerbstätigen
wird hingegen
deutlich
reduziert. Die
Pensionskassenexperten
sind sich einig:
Anstatt mit
politischen
Wunschvorstellungen
Rentenlöcher in
Kauf zu nehmen,
sollten die
Stimmbürgerinnen
und Stimmbürger
den Tatsachen
verantwortungsvoll
ins Auge schauen
und den
Umwandlungssatz
an die Realität
anpassen.
Presseportal
Die Nationalräte Rudolf Rechsteiner und Jürg Stahl kreuzen über die BVG-Abstimmungsvorlage die Klingen. NZZ
Ein als
“überparteiliches Komitee”
bezeichnete Kombination von
Vertretern der SP, der Grünen
und der CSP hat in Bern seinen
Kampf gegen die Anpassung des
Mindest-Umwandlungssatzes
fortgesetzt. Die Unterlagen
können
hier herunter geladen
werden.
Ursprünglich war für den
den Anlass allerdings Grösseres geplant gewesen und
eine
Voreinladung unter dem Titel
“Stiftungsräte und
Pensionskassenfachleute gegen
Senkung des Umwandlungssatzes”
an die Medien ergangen. Es
hätten Stiftungsräte von aus den
Pensionskassen der SBB, der Post
und der SRG SSR Idée Suisse, aus
den Kassen der Novartis,
Syngenta, Clariant, Valorec,
Freelance, Securitas, Bâloise
und Profond sowie aus den
öffentlich-rechtlichen Kassen
des Bundes (Publica), der Stadt
Zürich, des Kantons Thurgau, des
Kantons Bern und der Stadt
Winterthur) auftreten sollen.
Aus dem “Komitee Stiftungsräte
und Pensionskassenfachleute
gegen den Rentenklau ist nun ein
sog. überparteiliches Komitee
ohne die Stiftungsräte
geworden. Eine Begründung für
den Rückzieher wurde nicht
gegeben, ist aber leicht
vorstellbar.
Der PK-Umwandlungssatz soll
gesenkt werden. Die grossen Versicherer werben
für ein Volks-Ja: Wir würden mehr aus- als
einzahlen, mahnen sie. Jährlich gehen 30'000
Personen in Rente. Pro Rentner fehlen bereits
heute 20’000 Fr., wie das Bundesamt für
Sozialversicherungen (BSV) berechnet hat. Damit
entsteht ein Umlageeffekt von über einer halben
Milliarde Fr. Um die Renten sicherzustellen,
müssen die Erwerbstätigen auf einen Teil ihrer
Kapitalerträge verzichten. Denn diese Erträge
werden dazu verwendet, laufende, garantierte
Renten zu finanzieren. «Dieser Umlageeffekt
dürfte in Zukunft immer grösser werden», sagt
Olav Noack, CEO der Bâloise
Schweiz. Entsprechend mutiert das
Kapitaldeckungsverfahren in der beruflichen
Vorsorge immer mehr zu einem Umlageverfahren
analog zur Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHV) in der 1.
Säule. Aber nicht nur das: Wie in der 1. Säule
müssen immer weniger Erwerbstätige mehr Rentner
finanzieren.
Handels-Zeitung
“Bruno
Pfister kämpft als CEO von Swiss
Life an verschiedenen Fronten:
beispielsweise gegen Übernahmegerüchte, beim
Turnaround der Tochter AWD und nicht zuletzt
an politischer Front. Ein Ausstieg aus dem
verpolitisierten Pensionskassengeschäft ist
für ihn derzeit aber kein Thema”, heisst es
auf Stocks.
Zur Kollektivversicherung
Schweiz sagt Pfister: “ Dort wollen wir uns
vom Vollversicherer, der primär sogenannte
Vollversicherungslösungen für
Vorsorgeeinrichtungen anbietet und dabei
sämtliche Risiken trägt, zum
«Vollsortimenter» entwickeln. Das heisst,
auch dort werden wir vermehrt Lösungen
offerieren, die unsere Bilanz von
Zinsrisiken entlasten – etwa
Asset-Management-Dienstleistungen oder die
Rückversicherung von Todesfall- und
Invaliditätsrisiken.”
Und zur Abstimmung über
den
Umwandlungssatz und einen allfälligen
Ausstieg nach einem Nein zur Senkung:
“Grundsätzlich glauben wir an den
Kundennutzen und damit auch an den
volkswirtschaftlichen Sinn der
Vollversicherung insbesondere für kleine und
mittlere Unternehmen, die bei ihren
Vorsorgelösungen keine Risiken für
allfällige Pensionskassensanierungen
eingehen wollen. Solange die
Rahmenbedingungen so gestaltet sind, dass
wir eine vernünftige Rendite erwirtschaften
können, die die Kapitalkosten deckt, sehe
ich keinen Grund, dass wir aus dem
Vollversicherungsgeschäft aussteigen. Anders
wäre es, wenn sich die Rahmenbedingungen
massiv verschlechtern würden. Das betrifft
aber weniger den Umwandlungssatz als
vielmehr den BVG-Mindestzinssatz und die
Gewinnausschüttungsquote, die sogenannte
Legal Quote. Konkret: Wenn Letztere vom
Brutto- aufs Nettoprinzip wechseln würde,
müssten sich die Swiss Life und wohl die
gesamte Lebensversicherungsbranche Gedanken
machen, wie das Geschäft weiter betrieben
werden soll.”
Stocks
Der Verwaltungsrat des VPS
Verlags hat in Ausgabe 01-10 der
Schweizer Personalvorsorge Stellung bezogen
zur UWS-Abstimmung vom 7.3. Es wird
festgehalten: “Der möglichen Wahrnehmung der
eigenverantwortlichen Führung werden bei einem
zu hohen BVG-Umwandlungssatz
laufend engere Grenzen gesetzt. Auch deshalb
muss der gesetzliche Mindestumwandlungssatz nach
BVG gesenkt werden. Als Alternative zu einer
kapitalgedeckten, obligatorischen 2. Säule mit
realistischem Umwandlungssatz wird auch immer
wieder der Ausbau der AHV gefordert. Dabei wird
verkannt, dass die Schweizer Altersvorsorge
deshalb so stabil ist, weil sie auf zwei Systeme
mit unterschiedlichen Finanzierungsmethoden
baut. Dabei ergänzen sich die 1. Säule im
Umlageverfahren und die 2. Säule im
Kapitaldeckungsverfahren ausgezeichnet.
Voraussetzung für die Sicherheit
unserer Altersvorsorge ist, dass jede Säule nach
ihren Regeln funktioniert. Eine 2. Säule in
Sozialversicherungsfesseln kann nicht mehr den
Beitrag zur Altersund Hinterlassenensicherung
leisten, den sie soll. Um der 2. Säule ihre
nötige Wirkung und Stabilität zu belassen, muss
der gesetzliche Mindestumwandlungssatz gesenkt
werden. Aus diesen triftigen Gründen empfehlen
wir Ihnen, «Ja» zu stimmen für einen tieferen
Umwandlungssatz.”
Stellungnahme VR VPS
Die CVP Schweiz hat anlässlich einer
Pressekonferenz ihre Kampagne "JA zur sicheren
2. Säule" präsentiert. Anwesend waren auch die
Models der Plakatkampagne: Sabrina Mohn,
jüngste Kantonalpräsidentin der CVP aus dem
Kanton Baselland und CVP Nationalrat
Jacques Neirynck, ältester
Parlamentarier. Sie setzen sich gemeinsam für
die Solidarität zwischen den Generationen ein.
CVP
Une attente de
baisse à long terme des
rendements sur les marchés
financiers est au centre de la
proposition d’abaisser le taux
de conversion à 6,4%. Si les dix
dernières années ont été
mauvaises au plan boursier, tous
ne pensent pas qu’il faille en
déduire que les marchés seront
déprimés à long terme.
Le Temps
«Es wird ganz schwierig, diese Abstimmung noch zu gewinnen», sagt der Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann. Viele der bürgerlichen Befürworter eines tieferen Umwandlungssatzes für die Pensionskassen klagen, die technischen Argumente seien kaum ans Volk zu bringen, schreibt der Tages-Anzeiger. Weiter heisst es:
“Wer an den Sieg glaubt, tönt anders. Zwar wurden bisher keine Umfragen zur Pensionskassenvorlage vom 7. März veröffentlicht. Aber in Internetforen dominieren gegnerische Argumente. Und die Umfragen des Pro-Lagers für den internen Gebrauch sehen offenbar nicht gerade berauschend aus. SVP-Nationalrat Hans Kaufmann (ZH) spricht von «steigenden Ja-Anteilen». Gleichzeitig findet er die millionenschwere Kampagne des Wirtschaftsverbandes Economiesuisse mit dem Kuchensujet zu anständig. «Man müsste doch endlich einmal aufdecken, was die Gewerkschaften für Lügengeschichten verbreiten», ärgert er sich.”
Tages-Anzeiger
Sondages catastrophiques. Formations politiques divisées. Campagne chère et sans effets tangibles. Cela ressemble à une recette perdante pour le centre-droite, qui soutient la baisse du taux de conversion minimal du deuxième pilier soumise au vote le 7 mars. Pour mémoire, ce chiffre détermine la part du capital cotisé au titre de la prévoyance professionnelle qui est versé comme rente annuelle. Il passerait de 6,8% à 6,4% de ce capital (6400 francs pour 100 000 francs d’épargne).
Depuis hier, le scepticisme ressenti par les élus battant campagne est chiffré. Selon un sondage, commandé par l’Union syndicale suisse (USS) et Unia, seulement 12% des personnes sondées sont prêtes à soutenir une réforme approuvée par l’UDC, le PRD et le PDC, contre l’avis de la gauche. Le soutien descend même à 6% en Suisse romande. Il y a presque autant d’opposants que d’indécis sur l’ensemble du pays, soit environ 40%.
Au front pour le oui, Guy Parmelin (UDC/VD) ne s’avoue pourtant pas battu: «Les dix prochains jours seront décisifs. Nous devons faire passer notre message: refuser cette réforme ne fera qu’aggraver un problème que nous aurons de toute façon à résoudre, notamment pour des raisons démographiques. Mais le climat de crise rend les gens méfiants à l’égard de telles réformes.»
24 heures
Rudolf Strahm,
der bereits im
Tages-Anzeiger
mit einer
sachfremden
Argumentation
zum
Umwandlungssatz
unangenehm
aufgefallen ist,
hat jetzt in der
NZZ eine
weitere
Plattform
gefunden. Schon
der erste Absatz
in seinem
Artikel belegt
seinen
unbekümmerten
Umgang mit den
Realitäten: “Für
die meisten
autonomen
Pensionskassen
wäre die
vorgezogene
erneute Senkung
des
Umwandlungssatzes
auf 6,4 Prozent
zurzeit nicht
nötig. (…) Diese
frühe,
vorauseilende
Absenkung zeigt
die
Überstürztheit
der Vorlage. Der
Pensionskassenverband
ASIP, der
militant für die
erneute
Absenkung der
Rentenansprüche
kämpft, vertritt
eben vor allem
die
Privatassekuranz
und die grossen
BVG-Einrichtungen,
die sich durch
riskante
Finanzanlagen am
meisten
geschädigt
haben.”
Dazu ein paar
Bemerkungen.
“Für die meisten
autonomen PKs
wäre die Senkung
derzeit nicht
nötig”. Fakt:
Die Mehrheit der
grossen Kassen
hat den
Umwandlungssatz
bereits auf
deutlich unter
6,8 Prozent
gesenkt. Auf
dieser Website
mehrfach
erwähnte
Beispiele: die
Pensionskassen
von Migros und
Coop mit je
6,4%. Es liessen
sich zahlreiche
weitere anfügen.
Warum haben sie
den Satz
gesenkt? Aus
versicherungstechnischen
Zwängen!
Weshalb soll
Kassen ohne
Ueberobligatorium
nicht die
gleiche Freiheit
eingeräumt
werden, zumal
dort die Kosten
eines zu hohen
Satzes direkt
von den Aktiven
getragen werden
müssen? Das
beantwortet
Strahm nicht und
es scheint ihn
auch nicht zu
bekümmern, oder
er sieht die
Zusammenhänge
nicht.
Weiter: “Der
Pensionskassenverband
vertritt vor
allem die
Privatassekuranz
und die grossen
BVG-Einrichtungen”.
Der ASIP
vertritt
mitnichten die
Interessen der
Privatassekuranz.
Das ist eine
billige
Unterstellung,
mit der die für
Strahm
unangenehme
Tatsache
ausgetrickst
werden soll,
dass die
überwältigende
Mehrheit der
Kassen auf eine
Senkung
angewiesen ist.
Die grossen
Kassen haben
hier die genau
gleichen
Interessen wie
die kleinen.
Im weiteren
wärmt Strahm die
Platte mit den
überhöhten
Beratungskosten
und den
spekulativen
Verlusten auf.
Aber diese
Argumentation
ist so wenig
haltbar wie der
Verweis auf die
revidierten
Anlagevorschriften,
die nun mit dem
Umwandlungssatz
aber auch gar
nichts zu tun
haben. Wenn
heute die 2.
Säule ein
gesetzgeberisches
Ungetüm mit
endlosen
Vorschriften und
entsprechend
teurer
Durchführung
geworden ist,
dann hat das
Strahm als
ehemaliger
Parlamentarier
auch sich selber
zuzuschreiben.
PS. Der
ASIP
hat sich nach
dem
Strahm-Beitrag
im
Tages-Anzeiger
die Mühe
gemacht, im
Detail auf seine
Argumente
einzugehen und
zu widerlegen.
Die einzige
Konsequenz
daraus scheint
zu sein, dass er
sich als völlig
faktenresistent
erwiesen hat.
Offener Brief
des ASIP /
Analyse ASIP
Werner
Vontobel bezieht sich im Sonntags Blick
auf die bekannten Zahlen von Martin
Janssen, der aufgrund seiner
Renditeerwartungen bei der 2. Säule eine
erhebliche Finanzierungslücke ortet. Der
Sonntags Blick: “Die Fakten: Nach der Botschaft
des Bundesrats können die Kassen einen
Rentenumwandlungssatz nur garantieren, wenn sie
einen Kapitalertrag von 4,9 Prozent erzielen.
Das ist jedoch unrealistisch. Seit 2000 schwankt
die jährliche Durchschnittsrendite der
Pensionskassen um die 2,5 Prozent. Der Bundesrat
selbst, beziehungsweise seine Experten, schätzen
die künftig erzielbare Rendite auf 3,3 bis 4
Prozent. Setzt man den mittleren Wert von 3,65
Prozent in die Rechnung des Bundesrats ein,
zeigt sich, dass die Pensionskassen und
Sammelstiftungen statt 750 gut 860 Milliarden
Franken Kapital bräuchten, um die Renten
finanzieren zu können.”
Im Bericht des Bundesrats steht von diesen
Fehlbeträgen nichts. «Natürlich nicht», meint
Janssen, «diese Zahlen sind viel zu heiss. Sie
bedeuten, dass vor allem Kassen mit vielen
Rentnern praktisch pleite sind.» Janssen
vermutet auch, dass die Rendite aus politischen
Gründen zu hoch angesetzt wurde. Janssen, der
Pensionskassen bei der Anlagestrategie berät,
hält «höchstens 2 Prozent» für realistisch.
Begründung: Die Pensionskassen können die Renten
nur garantieren, wenn sie sich am Kapitalmarkt
mit sicheren Anlagen abdecken.»
Blick
There they sit, fat and idle:
the great pension funds, passive controllers
of vast wealth. Governments slash spending
and bank lending shrivels, while essential
projects are crying out for funding. Surely
these giant honeypots are the answer?
Financial Times
Die Kommission für soziale
Sicherheit und Gesundheit des
Nationalrates schloss die
Detailberatung zur UVG-Revision
mit zahlreichen Abweichungen von
den bundesrätlichen Anträgen
praktisch ab. Sie eliminierte
zahlreiche Differenzen bei der
BVG-Strukturreform und machte
einen Schritt weiter bei der
Lösung des Problems der
Leistungssistierungen im KVG.
Nach der
zweiten Beratung der Vorlage
BVG Teilrevision.
Strukturreform (07.055
s) durch den
Ständerat in der Dezembersession
2009 bestehen noch zwölf
Differenzen zum Nationalrat. Die
Kommission beantragt dem
Nationalrat, in neun Punkten dem
Ständerat zu folgen. Hingegen
will sie namentlich daran
festhalten, dass die
Aufsichtsbehörde in rechtlicher,
finanzieller und administrativer
Hinsicht unabhängig sein muss
(Art. 61 Abs.3).
Mitteilung SGK-N /
Fahne WS 09 S
Franziska Bur Bürgin,
Advokatin und dipl. Steuerexpertin, äussert sich
in einem Beitrag der
AWP Soziale Sicherheit Nr. 2/2010 zur
anstehenden Differenzbereinigung in der Frage
der AHV-Beitragspflicht von patronalen
Wohlfahrtsfonds im Zuge der 11. AHV-Revision. Im
Kern geht es darum, diese Fonds von den
Begehrlichkeiten der AHV fernzuhalten, weil
andernfalls ihr Existenz akut gefährdet wäre.
Gerade im Bereich der 2. Säule haben die
Wohlfahrtsfonds eine wichtige und segensreiche
Wirkung. Bur Bürgin befürchtet, dass die vom
Ständerat gewählte Formulierung der Verwaltung
Tür und Tor öffnet, um die Befreiung zu umgehen.
Sie hält in ihrem Fazit fest:
“Insofern bleibt nur zu hoffen, dass die Räte im
Differenzbereinigungsverfahren wieder zur
ursprünglichen Formulierung des Nationalrats
zurückkehren. Andernfalls hat ein Arbeitgeber
beim besten Willen keinen Anreiz mehr,
freiwillige Sozialleistungen zu erbringen, und
die Wohlfahrtsfonds werden in Kürze aus der
Schweizer Vorsorgelandschaft verschwinden. Bei
diesem Szenario werden nicht nur keine
zusätzlichen Beiträge für die AHV generiert,
sondern es kommen auch noch mehr Lasten auf
Arbeitslosenkassen und Fürsorgestellen zu.”
Artikel AWP
Ein Papier der EU zu den
Konsequenzen der demographischen Entwicklung
bezüglich der Altersvorsorge und den
Pensionskassen kommt zu beunruhigenden
Schlüssen. U.a. heisst es: “Die Folgen der
Alterung sind zehnfach so stark wie jene der
Wirtschaftskrise”; sie seien eine “Zeitbombe”.
Der herunterladbare Bericht verlangt etwas
Englischkenntnisse, sollte aber Pflichtlektüre
sein für alle jene, welche die Demographie- und Biometrie-Voraussagen als Geschwätz der
Assekuranz abtun (wie soeben wieder geschehen
von Herbert Brändli in einem
Stocks-Beitrag). Mit Blick auf die
Abstimmung von 7. März scheint in der Schweiz
gewissen Kreisen jeder Common Sense und jedes
Verantwortungsbewusstsein
abhanden gekommen zu sein.
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EU-Report
Im Dezember 2009 hat das Amt für
Berufliche Vorsorge des Kt. Zürich (BVS)
das Meldeformular Unterdeckung angepasst, wie es
für die Jahresberichterstattung 2009 zu
verwenden ist. Dabei handelt es sich um folgende
Änderungen:
1.) die von den Experten für berufliche Vorsorge
gewünscht worden sind
2.) um Änderungen aufgrund der Berichterstattung
an das BSV
3.) um einige redaktionelle Anpassungen
Unter Ziff. 4 hat die Vorsorgeeinrichtung
aufgrund einer Vorgabe des BSV Angaben zur
Performance zu machen, unter Ziff. 7 wird im
Zusammenhang mit der prognostizierten
Deckungsgradentwicklung ein Disclaimer zugunsten
der Experten für berufliche Vorsorge aufgenommen
und unter Ziff. 8 wird betreffend die
Bestätigung des Experten für berufliche Vorsorge
konkret aufgeführt, welche Punkte dieser zu
bestätigen hat.
Formular
Die Verbesserung der Deckungsgradsituation
der Vorsorgeeinrichtungen im vergangenen
Quartal hat sich im 4. Quartal fortgesetzt.
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor weist
gegenüber dem Vorquartal eine Verbesserung
der durchschnittlichen,
vermögensgewichteten Deckung von 97,7% auf
98,3% aus. Per 31. Dezember 2008 lag sie
noch bei 91,7%. Für die privat-rechtlichen
Pensionskassen beträgt der Anstieg der
durchschnittlichen Deckung seit Jahresbeginn
7,3 Prozentpunkte von 97,0% auf 104,3%, für
die öffentlich-rechtlichen 6 Prozentpunkte
von 85,9% auf 91,9%.
Trotz der Verbesserung
haben noch nicht alle Vorsorgeeinrichtungen
den Einbruch im Jahr 2008 vollständig
überwunden. Insgesamt befindet per sich 31.
Dezember 2009 noch rund ein Viertel aller
erfassten Pensionskassen in Unterdeckung.
Bei den öffentlich-rechtlichen sind es
66,7%, bei den privat-rechtlichen 20,3%.
Der Swisscanto
Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten
des AWP/Complementa Risiko Check-up und der
Swisscanto Pensionskassenumfrage. Grundlage
für die aktuellen Schätzungen per 31.
Dezember 2009 bilden die effektiven Angaben
per 31. Dezember 2008 von 441
Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von
insgesamt 360 Mia. Franken. Die Schätzungen
sind Hochrechnungen aufgrund der
Marktentwicklungen und der von den
Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2009
gewählten Anlagestrategie.
Swisscanto PK-Monitor
Der Credit Suisse Schweizer
Pensionskassen Index (blaue Linie in Abbildung
oben) hat im Berichtsquartal um 2,07 Punkte
resp. 1,73 % auf 121,68 Punkte zugelegt. Zum
positiven Resultat haben der Dezember +1,54 %
und der November + 0,62 % beigetragen, während
der Oktober 2009 ein leichtes Minus von 0,43 %
zu verzeichnen hatte. Die BVG-Mindestverzinsung
(rote Linie), stieg im Berichtsquartal um 0,5%
resp. 0,66 Punkte auf den Stand von 134,03. Im
Gesamtjahresvergleich erhöhte sich der
Pensionskassen Index insgesamt um 10,86 %, was
nach 2005 das zweitbeste Jahresergebnis seit
Messbeginn darstellt. Trotz des guten Jahres und
einer Outperformance von 8,86 % gegenüber der
BVG-Vorgabe konnte die Performancelücke nur
verringert, nicht aber geschlossen werden. Die
gesamte Differenz zwischen dem Index und der
BVG-Vorgabe hat sich per Ende 2009 auf 12,35
Punkte (9,21%) reduziert.
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CS PK-Index Q4 2009
Die Informationsstelle AHV/IV
hat die Broschüren «Soziale
Sicherheit in der Schweiz /
Social security in Switzerland »
und «Die Schweiz verlassen /
Leaving Switzerland» neu
aufgelegt. Die beiden Broschüren
sind ausschliesslich via
Internet abrufbar.
AHV/IV
Die Informationsstelle AHV/IV hat die
Textausgaben zur AHV und zur IV mit Stand 1.
Januar 2010 neu publiziert. Die Textausgaben
sind perfekte Hilfsmittel in der Ausbildung und
in der Praxis für alle, die mit der 1. Säule der
Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge zu
tun haben. Die Ausgaben können via Internet
bestellt werden.
Gesetzesausgaben AHV/IV/EO
U.S. pension funds, aided by
strong equity and bond returns and a declining
dollar, returned 19.6% in 2009, outperforming
their peers in the world's seven largest markets.
Strong equity markets lifted pension fund
returns worldwide into double digits, a major
about-face from 2008 when real returns sank as
low as -27%. U.S. plans lost an average 25.2% in
2008. Pension fund returns in the U.K. rose
14.5% in 2009, in part because of a falling
pound boosting international investment returns.
U.K. plan returns sank 13.1% in 2008.
Currency movements went the
other way in commodities-rich countries like
Australia and Canada in 2009. Aussie investors
returned an average 14%, after the Australian
dollar soared against most major currencies. The
real return in 2008, which included a 5% bump in
inflation, was -27%. Canadian pension funds were
up 13.8% last year, after losing 14.7% in 2008.
Pension fund returns in the Netherlands,
Switzerland and Japan rose 13.2%, 10.8%
and 9.5% in 2009, respectively. Dutch funds were
up from a -16.6% return in 2008, when Swiss
funds returned -13.3% and Japan, -21.2%.
P&I
The US asset management company
State Street is being sued by
Dutch pension fund Stichting
Pensioenfonds Medewerkers
Apotheken (PMA) after a 120/20
strategy allegedly cost the fund
a reported $76m.
The figure had
been invested through the firm's
Europe Edge Fund, a 120/20
European equities fund that
sought to outperform the MSCI
Europe Index by engaging in
limited short-selling of
securities. The Dutch pension
fund accuses State Street of
mismanagement and deceit,
claiming the asset manager
transferred ownership of all the
fund’s securities to ill-fated
Lehman Brothers without their
knowledge.
Citywire
Veranstaltungen
- 2. März, Zürich
Towers Watson
Towers Watson Frühstück: Risiko- und
Kostenmanagement für Pensionskassen in einem schwierigen
Umfeld.
Infos
- 9. März, Basel
Towers Watson
Towers Watson Frühstück: Risiko- und
Kostenmanagement.
Infos
- 17 mars, Genève
Towers Watson
Gestion des risques et des coûts: un défi pour les
Caisses de pensions dans un environnement instable.
Infos
- 20-22 avril, Les Diablerets
Pittet Associés, PricewaterhouseCoopers, Towers
Watson
Journée de la prévoyance. Un rendez-vous de
référence pour les acteurs du 2e pilier.
Infos
- 4. / 5. Mai, Kerenzerberg
Institut für Rechtswissenschaft, Uni St.Gallen
Intensivseminar: Selbständigerwerbende und
Unfallrisiko.
Infos
- 5. / 6. Mai, Zürich
VPS
Fachmesse 2. Säule.
Website
- 26. Mai, Luzern
Institut für Rechtswissenschaft, Uni St.Gallen
Sozialversicherungsrechts-Tagung 2010,
Infos
- 28. Mai, Bern
ASIP
Mitgliederversammlung
Ausbildung
- 11./18. März, Luzern
VPS Verlag
Workshop Pensionskassenführung für Stiftungsräte.
Flyer
- 12./19. März, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Grundausbildung Stiftungsrat (1).
Info
- 12. März, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Fachkurs Rechtsgrundlagen. 6x1 Tag.
Info
- 14. April. Zug
VPS Verlag
Modulkurs Einführung in die Berufliche Vorsorge. 5
Tage.
Infos
- 16./23. April, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Basisseminar berufliche Vorsorge.
Info
- 21. April, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Governance-Check für Stiftungsräte und
Geschäftsführer.
Info
- 27. April, Bern
Aon Consulting
Basis-Seminar für Stiftungsräte
- 27. April, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Tagesseminar zur Aktualisierung (3).
Info
- 27. Mai, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Fachkurs Rechnungswesen. 6x1 Tag.
Info
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Vorsorgeforum -
www.vorsorgeforum.ch
Redaktion:
Peter Wirth,
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