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      Nr.
162 / 25. Januar 2010           

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                           Die Schlagzeilen
http://www.vorsorgeforum.ch/storage/pictures/illustration/start.jpg Das hässliche Geheimnis hinter der Kampagne der Linken: Ein zu hoher Umwandlungssatz geht zu Lasten der Bezüger kleiner Einkommen. Stephan Gerber, Präsident der Kammer der Pensionskassen-Experten, zeigt die Zusammenhänge auf. Die Argumentation lässt sich mit einer Live-Präsentation seines Vortrags verfolgen. 
 
forum An einem Pressegespräch des Vorsorgeforums orientierten Vertreter der Fachverbände über die Notwendigkeit einer Anpassung des Mindestumwandlungssatzes. ASIP, Versicherungsverband und Pensionskassen-Experten sind sich einig: An einer Senkung des Satzes führt kein Weg vorbei.  
 
Pensionskassen von Kantonen und Gemeinden sollen sich nicht zu 100 Prozent ausfinanzieren müssen. Geht es nach der Sozialkommission des Ständerats (SGK) sollen öffentlich-rechtliche Pensionskassen in 40 Jahren nur einen Deckungsgrad von mindestens 80 und nicht von 100 Prozent erreichen.  
 
NR Pirmin Bischof fordert mit einem Postulat die Abschaffung der Stempelsteuer. Die aus der Zeit Napoleons stammende Steuer belastet auch die Pensionskassen, weil sie als Wertschriftenhändler gelten.  

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Die Fahne hoch

Man muss den Satz zwei Mal lesen - so klar hat man das bisher nicht gesehen. Im Vorwärts, der Zeitung der linken Avantgarde, stehen folgende Zeilen: "Ausschlaggebend ist für uns, was die Abschaffung der Pensionskassen beschleunigt. Dies ist eindeutig ein NEIN; wird der Umwandlungssatz nicht gesenkt, kommen die Pensionskassen schneller in unlösbare Probleme und ihre Abschaffung wird möglich." Der Artikel wurde schon im letzten Sommer geschrieben, darauf aufmerksam wurden wir durch einen Hinweis von Prof. Monika Bütler.

Die linke Avantgarde der Schweiz legt hier ihr Programm offen: die Abschaffung der Pensionskassen, denen die Erwerbstätigen in unserem Land unverständlicherweise noch immer in sentimentaler Anhänglichkeit verbunden sind - ein betrüblicher Mangel an Klassenbewusstsein. Wohl deshalb wird dieser Punkt meist schamhaft verschwiegen.

Hinter dem Widerstand gegen die Senkung des Umwandlungssatzes steckt aber noch ein anderes hässliches Geheimnis: Die Zeche für den zu hohen Satz bezahlen die Bezüger kleiner Löhne. Wer bei einer grossen öffentlichen Kasse versichert ist oder bei einem Grossunternehmen, wird von der geplanten Senkung nicht betroffen und wird auch nichts davon bemerken, wenn der Satz unverändert bleibt. Und zwar ganz einfach deshalb, weil diese Kassen ihre Umwandlungssätze bereits auf unter 6,8 Prozent gesenkt haben. Pensionierungsverluste werden somit vermieden.

Anders sieht es aus bei Kassen im Bereich des Obligatoriums. Dort ist keine Kompensation mit überobligatorischen Leistungen möglich. Die Pensionierungsverluste müssen getragen werden von den Arbeitgebern und den aktiv Versicherten. Was das heisst, wird aus dem Referat von Stephan Gerber, Präsident der Kammer der Pensionskassen-Experten, deutlich.  Die Abschaffung der Pensionskassen ist deshalb auch mit einem Nein am 7.3. wohl nicht zu erwarten, wohl aber die Fortdauer und weitere Verstärkung einer höchst unsozialen Umverteilung. Bemerkenswert, wie locker das die Gewerkschaftsbosse hinnehmen.

Das Referat Gerber kann auf unserer Website online verfolgt werden, mit Kommentar und Grafiken.

Peter Wirth E-Mail

UWS: Medienkonferenz der Gewerkschaften zum Rentenloch

sgb Vor dem Hotel Bern, in welchem am 11.1.2010 die Medienkonferenz der Gewerkschaften und der sog. Konsumentenpresse stattfand, demonstrierte eine kleine Gruppe junger Menschen. Nein, nicht wie gehabt gegen den Rentenklau (der an der Konferenz selbst endlos beklagt wurde), sondern gegen das Rentenloch, das sich durch falsche technische Parameter in den Pensionskassen auftut und das von den Jungen gegen jede Generationen-Fairness gefüllt werden muss. Sie thematisierten genau das, was von den Unterstützern des Referendums verschwiegen und unter den Tisch gekehrt wird: dass die Pensionskassen nur bestehen können, wenn sie über technisch einwandfreie Grundlagen verfügen. Also keine Pensionierungsverluste erzeugen, die von den Aktiven getragen werden müssen.

weiter

Umwandlungssatz: Und jetzt die freie Pensionskassen-Wahl

img_nzzsonntag Charlotte Jacquemart verweist in ihrem Artikel in der NZZaS vom 17.1.10 auf  die Tatsache, dass die grossen Pensionskassen mit überobligatorischen Leistungen dank der Möglichkeit zur Kompensation ihren Umwandlungssatz längst den technischen Gegebenheiten angepasst haben und dies auch weiterhin tun werden. Die Tatsache ist bekannt und wurde am Pressegespräch des Vorsorgeforums detailliert dargestellt. Um auch Neues zu bieten, entwickelt Jacquemart nun kühne, eigene Vorstellungen: “Folgerichtig und vernünftiger, als alle paar Jahre über einen neuen Satz zu streiten, wäre deshalb, diesen gar nicht mehr gesetzlich festzulegen: Pensionskassen garantieren nur noch den verzinsten Spartopf, so wie es auch bei einem Stellenwechsel der Fall ist. Geht jemand in Pension und bezieht lieber eine monatliche Rente, als sich das Kapital auszahlen zu lassen, lässt er sich von seiner Kasse eine Renten-Offerte machen. Ist er damit unzufrieden, holt er bei anderen Pensionskassen weitere Offerten ein.”

Kassen und Firmen ohne einen Hauch sozialpolitischer Verantwortung würden ein solches Vorgehen mit Begeisterung begrüssen. Der Umwandlungssatz in solchen Fällen dürfte in der Gegend von 5,5 Prozent liegen, bestenfalls. Als Richtschnur könnten die Bedingungen für Leibrenten bei Lebensversicherungen dienen. Weshalb eine Kasse unter den Voraussetzungen überhaupt noch eine Rente ausrichten sollte, bleibt Jacquemarts Geheimnis. Das Anlagerisiko liesse sich dank Auszahlung voll auf die Versicherten überwälzen, die anspruchsvolle Verwaltung von Rentnerguthaben wäre überflüssig. Gänzlich unerfindlich bleibt, weshalb eine Pensionskasse eine Offerte für eine Rente erstellen sollte.

Aber Jacquemart hat noch einen weiteren Pfeil im Köcher: “Eine Vereinfachung des Pensionskassensystems wirkte befreiend, käme finanziell günstiger und wäre ein erster Schritt in Richtung freie Pensionskassenwahl. Diese ist in unserer globalisierten, dynamischen Arbeitswelt, in der die meisten Arbeitnehmer mehrmals im Leben den Arbeitgeber wechseln, längst überfällig.” Endlich haben wir ihn – den Link zwischen Umwandlungssatz und freier Pensionskassen-Wahl. Die grosse Freiheit in der 2. Säule, das Nirvana der Vorsorge. Es hat seinen Reiz offensichtlich noch längst nicht eingebüsst.

GastroSocial: Wieder über dem Strich

image Die GastroSocial Pensionskasse kann per Ende 2009 gute 10% Performance und einen Deckungsgrad von über 101% vorweisen. Das Lohnsummenwachstum bei GastroSocial beträgt mehr als 3%. Der Bestand an angeschlossenen Betrieben bei der Ausgleichskasse beträgt 20'960 Betriebe. Die Pensionskasse hat ihren Bestand um 160 erhöht und zählt per Ende Jahr 19’959 angeschlossene Betriebe. Das Unternehmen ist mit dem neuen Qualitätslabel ISO 9001:2008 und dem Datenschutz-Gütesiegel GoodPriv@cy zertifiziert. Links im Bild Urs-Peter Amrein, Direktor der GastroSocial.

  Mitteilung GastroSocial

Swisscanto: Erfolg für Flex

swisscanto Die vor einem Jahr gegründete Swisscanto Flex Sammelstiftung der Kantonalbanken hat gemäss einer Mitteilung “die Erwartungen trotz des schwierigen Marktumfeldes klar übertroffen”. Per 1. Januar 2010 startet die Swisscanto Flex Sammelstiftung mit über 3'000 Versicherten in 48 angeschlossenen Unternehmen und einem Vorsorgevermögen von über 460 Mio. Franken.

Weiter heisst es: “Die Flexibilität des Angebotes für KMU unterschiedlicher Grösse war vor allem für Unternehmen mit autonomer oder teilautonomer Pensionskasse ausschlaggebend für einen Anschluss bei der Swisscanto Flex Sammelstiftung. Als unabhängige Sammelstiftung bietet sie den KMU Vorsorgekonzepte an, welche bezüglich Individualität und Transparenz einer autonomen Pensionskasse in nichts nachstehen. Dadurch überlegen sich vermehrt selbstständige Pensionskassen auch mittelgrosser Unternehmen, ihre Autonomie aufzugeben und sich einer solchen Sammelstiftung anzuschliessen.”

  Mitteilung Swisscanto
 

SGK-S: 80 Prozent Deckung für Kassen mit Staatsgarantie

Pensionskassen von Kantonen und Gemeinden sollen sich nicht zu 100 Prozent ausfinanzieren müssen. Geht es nach der Sozialkommission des Ständerats (SGK) müssen öffentlich-rechtliche Pensionskassen in 40 Jahren nur einen Deckungsgrad von 80 und nicht von 100 Prozent erreichen, schreibt die Handels-Zeitung (AWP).

Wie Kommissionspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ) an einer Medieninformation erklärte, fiel der Kommissionsentscheid zugunsten eines tieferen Mindestdeckungsgrades mit 9 gegen 2 Stimmen bei einer Enthaltung. Mit dieser Variante können Kantone und Gemeinden mit nicht ausfinanzierten Pensionskassen in den nächsten 40 Jahren viel Geld für andere Zwecke einsetzen. Der Vorschlag der Ständeratskommission kostet 9,9 Mrd. Franken. Die vom Bundesrat vorgeschlagene volle Ausfinanzierung würde 30 Mrd. Fr. kosten. Nur eine Minderheit der SGK unterstützte diesen Vorschlag. Eine zweite Minderheit wollte gar keine konkreten Zieldeckungsgrade vorschreiben.

Laut Kuprecht entschied die SGK im weiteren, dass Vorsorgeeinrichtungen mit einem Deckungsgrad von heute über 100 Prozent, nicht mehr unter die Grenze von 100 Prozent fallen dürfen. Der Ausgangsdeckungsgrad dürfe nicht unterschritten werden. Öffentlich-rechtliche Pensionskassen, die auf dem Weg zum 80-Prozent-Ziel bis Anfang 2020 noch einen Deckungsgrad von weniger als 60 Prozent ausweisen, sollen diese Unterdeckung verzinsen müssen. Gleiches gilt für Pensionskassen, deren Unterdeckung Anfang 2030 noch unter 75 Prozent liegt. Zudem schlägt die SGK dem Ständerat vor, dass die Vorsorgeeinrichtungen einen Finanzierungsplan vorlegen müssen. Darin müssen sie aufzeigen, wie das finanzielle Gleichgewicht langfristig gesichert werden kann.

In der Gesamtabstimmung hiess die SGK die Vorlage mit 6 gegen 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen gut. Sie gelangt nun in der Frühjahrs-Session in den Ständerat.

  Handels-Zeitung

Postulat Hofmann: Abschaffung der Stempelsteuer

Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht mit Vorschlägen zu unterbreiten, wie die Stempelabgaben abgeschafft werden können. Der Bericht des Bundesrates soll zu jeder der folgenden Stempelabgaben gesondert aufführen, in welchem Zeitrahmen und allenfalls in welchen zeitlichen Stufen diese eliminiert werden können: Emissionsabgaben; Versicherungsstempel; Umsatzabgaben.
Die Abschaffung soll unter Berücksichtigung der Lage des Bundeshaushalts geprüft werden. Insbesondere soll der Bericht aber auch berücksichtigen, welche Stempelabgaben am schädlichsten für den Wettbewerb sind und daher am dringendsten abgeschafft werden sollten.

Begründung: Viele Akteure müssen heute Stempelabgaben (eingeführt zur Zeit der Besatzung durch Napoleon) bezahlen: Z.B. Unternehmensgründer (Emissionsabgabe), Börsenanleger wie Pensionskassen, Anleiheemittenten wie Unternehmen und öffentliche Körperschaften (namentlich die Eidgenossenschaft) und sämtliche Anleger, die Schweizer Titel kaufen. Die Abgabe auf Versicherungsprämien, z.B. auf Einmaleinlagen der Lebensversicherung, zahlen die Versicherungsnehmer. Die schädlichen Auswirkungen für die Wirtschaft übertreffen die Steuereinnahmen. Ökonomisch gilt der Stempel als längst veraltet.

   Postulat
 

Avenir Suisse: Ein Sach-Comic zur Zweiten Säule – und ein Fachpapier

imageWährend dem bald pensionierten Kommissar Affolter anhand eines Kafi Lutz die Grundlagen der Altersvorsorge erklärt werden, plant Hans Baumann seine ersten Ferien im Ruhestand. Am nächsten Tag wird er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Fedpol schaltet sich in die Ermittlungen ein und Kommissar Affolter macht sich an die Lösung seines letzten Falls.

Nach dem im Oktober 2009 präsentierten Vorschlag für eine gleitende Erhöhung des AHV-Alters will Avenir Suisse nun ein jugendliches Publikum auf die demographischen Probleme der beruflichen Vorsorge aufmerksam machen. Das Mittel dafür ist – zum ersten Mal – ein Comic-Band. Die Geschichte «Die Fünfte Variable» stammt vom bekannten Comic-Autor Christophe Badoux. Und sie beschreibt die unkonventionellen Methoden, mit denen die Pensionskasse Vesperis ihre Probleme löst.

imageDas gleichzeitig publizierte Fachpapier von Martin Janssen, Professor für Finanzmarktökonomie am Swiss Banking Institute der Universität Zürich, behandelt in didaktischer Weise die aktuellen Herausforderungen des Pensionskassen-Systems. Nach einer kurzen Schilderung der Entstehung und Funktionsweise der Beruflichen Vorsorge erläutert der Autor den Auf- und Abbau des Altersguthabens und die dafür bestimmenden Faktoren – sprich die fünf Variablen. Besonders eingehend werden dabei jene beiden Variablen behandelt, die nicht vom Gesetzgeber beeinflusst werden können, sich aber seit der Einführung der beruflichen Vorsorge im Jahr 1985 stark verändert haben: die Erhöhung der Lebenserwartung in den letzten 20 Jahren, die zu einer längeren Rentenbezugsdauer führt, sowie die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen, aufgrund der die nominellen Renditen tendenziell niedriger ausfallen.

   Avenir Suisse

Zürcher Info Tage 2010: Verbands-Schelte

Wiederum auf reges Interesse stossen die Info-Tage der Zürcher Aufsicht (BVS), welche am 12. Januar die Premiere der diesjährigen Veranstaltungsreihe hatten. Deren Besucher wurden Zeugen einer ungewöhnlich heftigen Auseinandersetzung. Grund dafür: die anhaltende Diskussion um Nullverzinsung und Deckungsgrad. Man würde meinen, es handle sich hier um ein Thema von eher untergeordneter Bedeutung. Weit gefehlt. Erich Peter, Chef des BVS, erklärte, er sei “irritiert” über die Stellungnahme des ASIP zur Frage der Nullverzinsung und zu seinem Artikel in der AJP. Der ASIP sei nicht ehrlich und suggeriere, das Amt verlange unterjährige Deckungsgradberechnungen und überhaupt werde die vom Amt angewandte Praxis “bewusst falsch dargestellt”.

Wenig Freude hat Peter gemäss eigenem Bekunden auch an den von der NZZ zitierten Aussagen von Anton Streit, Vizedirektor des BSV. In allen bisherigen Besprechungen habe Streit bisher die Zürcher Meinung geteilt. Auch die Pensionskassen-Experten kamen bei dieser “Chropflerete” nicht gut weg, nachdem deren Kammer bereits vor geraumer Zeit eine vom Zürcher Amt abweichende Meinung zur Nullverzinsung publik gemacht hatte. Ihnen wurden generell Mängel im Fach Jurisprudenz angekreidet. Wie tief die ganze Auseinandersetzung Peter getroffen haben muss, liess sich an seiner Äusserung erkennen, in der er um Verständnis für seinen “Weltschmerz” bat.

Hanspeter Konrad, der von Peter auch persönlich attackiert worden war, nutzte sein Referat (es war das letzte des Morgens) für eine nicht minder deutliche Replik. Die von Peter lancierten Angriffe seien deplaziert, stellte er fest. Es gehe bei dieser Diskussion im Kern um eine bundesrätliche Weisung, über die man in guten Treuen unterschiedlicher Meinung sein könne. Die geäusserte Kritik am Papier des ASIP sei “rechtlich unhaltbar” und das Zürcher Amt dürfe nicht für sich beanspruchen, immer im Recht zu sein.

Die beiden Kontrahenten gaben sich nach geschlagener Schlacht die Hand und signalisierten damit Versöhnung. Zu hoffen ist, dass die aufgestaute Frustration, nachdem sich die Betroffenen nun Luft gemacht haben, in konstruktive Zusammenarbeit übergeht.

  Beiträge zur Nullverzinsung

Einbussen im Kollektivgeschäft der Versicherer

Erich WalserAnlässlich seiner Jahres-Medienkonferenz orientierte der Schweizerische Versicherungsverband über alle die Branche betreffenden Themen. Zum Gang des Kollektivgeschäfts im Jahr 2009 machte Verbandspräsident Erich Walser folgende Aussagen: “Der Rückgang um 3,5% in der Kollektivlebenversicherung mag auf den ersten Blick viel erscheinen, ist auf den zweiten Blick aber kein Grund zur Sorge. 2009 herrschte im Kollektivgeschäft ein Treten an Ort, was die Konkurrenz zwischen (teil)autonomen Pensionskassen und den vollständig rückgedeckten Sammelstiftungen der Lebensversicherer betrifft. Wir erinnern uns: Ende März wiesen sechs von zehn Pensionskassen eine Unterdeckung auf. Betriebe, die einer solchen Kasse angeschlossen waren, hätten beim Wechsel zu einer Sammelstiftung der Lebensversicherer ihr Vorsorgewerk ausfinanzieren müssen oder aber die Unterdeckung den überobligatorischen Altersguthaben der Versicherten belasten müssen – angesichts der schwierigen Wirtschaftslage für viele ein Ding der Unmöglichkeit.

Dabei wären sicher viele Arbeitgeber gerne in eine Vollversicherungslösung mit ihren umfangreichen Garantien gewechselt. Ein Beleg dafür sind die wenigen Abgänge von Betrieben zu (teil-)autonomen Pensionskassen. Es ist vielmehr dem Wettbewerb der Versicherer untereinander und den Zugeständnissen bei den Prämien zuzuschreiben, dass die wiederkehrenden Prämien 2009 um 0,9% sanken. Die Einmalprämien im Kollektivleben-Geschäft gingen um 5,9% zurück. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass infolge der Wirtschaftskrise Diensteintritte und freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse abgenommen haben.”

  Referat Walser

SVV: Neue Folge des Märchens vom Rentenklau

“Unter der Federführung von Nationalrat Rudolf Rechsteiner verbreitete die SP Schweiz eine Medienmitteilung mit einer neuen Folge ihres Märchens vom Rentenklau. Darin behauptet sie, die Versicherer hätten im vergangenen Jahr mit übersetzten Risikoprämien 56 Prozent Gewinn zu ihren Gunsten erzielt”, schreibt der Versicherungsverband in einer Mitteilung.

Weiter heisst es: “Gemäss der von der Finma bereits Anfang September 2009 veröffentlichten Betriebsrechnung resultierte 2008 für die Lebensversicherer zwar tatsächlich ein positiver Saldo aus dem Risikoprozess von 1,669 Milliarden Franken. Was die Finma ebenfalls bekanntgab, Rechsteiner und die SP aber geflissentlich verschweigen: Diesem positiven Ergebnis stehen negative Ergebnisse von rund 2,6 Milliarden Franken aus dem Sparprozess und von rund 170 Millionen Franken aus dem Kostenprozess gegenüber.”

Damit kann von einem Gewinn der Versicherer keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Lebensversicherer haben im Jahr 2008 in der beruflichen Vorsorge happige Verluste eingefahren, wie die Finma in ihrer Medienmitteilung vom 3. September 2009 bestätigte. Das kumulierte negative Betriebsergebnis von über 900 Millionen Franken ging voll zu Lasten der Lebensversicherer. Für die angeschlossenen Vorsorgewerke hatte aber selbst das annus horribilis 2008 keine negativen Konsequenzen.

   Mitteilung SVV / Mitteilung SP

Pension fund sues Alcon, Novartis, Nestle over deal

Massachusetts Bricklayers And Masons Trust Funds, a $95 million pension fund based in Massachusetts, sued Alcon Inc (ACL.N), Novartis AG (NOVN.VX) and Nestle S.A. (NESN.VX) in connection a deal that the fund claims discriminates against minority shareholders.

  Reuters

Veranstaltungen

  • 28. Januar, Zürich
    Lusenti Partners
    Performer Invesment Conference: Nicht-traditionelle Anlagen nach der Krise.
    Infos
  • 2. Februar, Genève
    Lusenti Partners
    Performer Investment Conference: Les investissements non-traditionells apès la crise. Infos
  • 5. / 6. Mai, Zürich
    VPS
    Fachmesse 2. Säule.
    Website
  • 28. Mai, Bern
    ASIP
    Mitgliederversammlung
  • 31. August, Bern
    Aon Consulting
    Aon BVG-Info
  • 1. September, Zürich
    Aon Consulting
    Aon BVG-Info


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