ASIP: Standortbestimmung zum Jahresbeginn
Peter Bänziger (Swisscanto), der im vergangenen Jahr eine ebenso optimistische wie mutige Prognose über die Entwicklung der Kapitalmärkte für 2009 abgegeben hatte – und recht behalten sollte – zeigte sein Dilemma auf: Das Jahr 2010 sei schwieriger zu prognostizieren, dafür würden seine Prognosen jetzt wohl eher geglaubt. Die Finanzkrise erklärte er für überstanden und für die Wirtschaft erwartet er eine normale Erholung mit massiven Gewinnsteigerungen der Unternehmen bei gleichzeitig wenig veränderten Zinsen und geringer Inflation. Die Konsequenz: Aktien seien zu übergewichten. Sein Schlagwort zum neuen Jahr: The Trend is your Friend - and the Trend is up.
Dem Präsidenten des ASIP, Christoph Ryter, oblag es, aus Sicht des Verbands die Lage zu analysieren. “Wir sind noch nicht über den Berg”, gab er zu bedenken. Die Zinsen sind tief und an den Aktienmärkten waren über die letzten zehn Jahre bestenfalls die Gebühren zu verdienen. Er ging auf zahlreiche aktuelle Themen ein. So auf die Diskussion um die Nullverzinsung, zu welcher er eine Aussprache am Runden Tisch vorschlug. Kritisiert wurde von ihm die AHV, welche durch ihre Beitragspolitik die Wohlfahrtsfonds gefährde. Es sei wenig hilfreiche, wenn eine Sozialversicherung sich auf Kosten der anderen sanieren wolle. Überrascht wenn nicht irritiert zeigte er sich über den grossen Einfluss der internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf die Schweizer Pensionskassen, obwohl diese im Grunde gar nicht betroffen sein sollten.
Das abschliessende Podiumsgespräch vereinigte Politiker und Vertreter der Sozialpartner. Auf die Frage von Moderator Hanspeter Konrad, ob denn nicht mit Absprachen zwischen den Sozialpartnern der Einfluss der Politik auf die 2. Säule eingedämmt werden könnte, musste Thomas Daum (Arbeitgeber) zu bedenken geben, dass unter den aktuellen Bedingungen das sich wohl kaum realisieren lasse. Paul Rechsteiner, (SGB) bestätigte diese Annahme indirekt, indem er es während der ganzen Diskussion standhaft unterliess, Fragen über Kosten und Finanzierung sowohl bei AHV wie Beruflicher Vorsorge zu beantworten, sondern sich auf die bekannten politischen Schlagworte beschränkte. Nur über Ausgaben zu reden ohne die Finanzierung zu bedenken, hat aber wenig Sinn, wie jeder verantwortungsvolle pater familias sehr wohl weiss.
Die Folien zu den Referaten können auf der Website des ASIP herunter geladen werden (Login für Mitglieder).
Erfolg für Ethos bei Say on Pay

SR DRS: “Gutes Börsenjahr hilft Pensionskassen”
2009
war ein überraschend gutes Jahr für die meisten
Pensionskassen. Denn die internationalen Börsen
verzeichneten deutliche Kursgewinne, meint
Wirtschaftsredaktor Klaus Bonanomi
von Radio DRS.Viele Pensionskassen profitierten von der schnellen Teilerholung der Finanzmärkte, bestätigte Hanspeter Konrad, Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbandes (Asip), gegenüber Schweizer Radio DRS. Insofern überrasche es nicht, dass viele Vorsorgeeinrichtungen ihre Unterdeckung teilweise oder ganz ausgleichen konnten. Genaue Zahlen werde man zwar erst in einigen Monaten haben, doch man gehe davon aus, dass noch 20 Prozent der Pensionskassen sich in einer Unterdeckung befinden. Im Frühjahr war es noch 57 Prozent.
Das bedeute, dass nun viele Pensionskassen ihre Sanierungen beenden könnten. “Für die Versicherten ist das eine gute Nachricht. Denn viele Kassen sanierten sich einseitig auf dem Buckel der Arbeitnehmer, indem sie das angesparte Kapital tiefer verzinsten. Das bedeutet, das die Rente dereinst tiefer ausfallen wird”, heisst es beim Radio weiter, ohne dass der Vorwurf irgendwie untermauert würde.
Bei den Sanierungsmassnahmen im Vordergrund habe sicher eine tiefere Verzinsung der Altersguthaben gestanden, stellte auch Konrad fest. Viele Pensionskassen hätten aber auch Sanierungskonzepte beschlossen, die aus einem Mix der verschiedenen Varianten: tiefere Verzinsung, Sanierungsbeiträge sowie allenfalls auch Zuschüsse seitens der Arbeitgeber.
Radio DRS / Interview mit HP Konrad
Hören
SR DRS: Die 2. Säule spielerisch verstehen
Radio
DRS hat in “Espresso” einen
Bericht über die Online-Info
“Renten-ABC” von Martin
Wechsler
gesendet und schreibt dazu: das
«Renten
ABC» will die komplexen
Details der Altersvorsorge mit
der Pensionskasse entwirren und
spielerisch beibringen, welche
Entscheide in einer
Berufskarriere zu welcher
Veränderung der Rente aus der 2.
Säule führen. Wann kann
Wohneigentum mit Geldern aus der
Pensionskasse gekauft werden?
Wie wirken sich Arbeitslosigkeit
oder eine Scheidung auf die
Rente aus? Solche Fragen können
mit dem Internetspiel
ausprobiert und simuliert
werden.
Tages-Anzeiger: Strahm versucht sich erneut am Thema Pensionskassen
Man kann man an dieser Stelle die Lektüre getrost abbrechen und feststellen, dass ausser Unterstellungen und perfiden Angriffen bei Strahm wenig zu holen und schon gar nichts zu lernen ist. Er breitet – wie schon bei früherer Gelegenheit – seine effekthascherische Polemik aus, ohne sich um die Fakten zu kümmern. Der Tages-Anzeiger, der sich mit seinem “PK-Rating” um Information und Transparenz in der 2. Säule bemüht, sollte sich überlegen, ob er seine Spalten weiterhin auch für die Meinungen des Herrn Strahm zu den Pensionskassen hergeben will. Beides zusammen geht nicht.
ASIP: Kolumne Strahm – unverantwortlich und unseriös
In der beigefügten Analyse zeigen wir im Detail auf, was wir mit „irreführenden Behauptungen“ meinen. Wir bitten Sie um Kenntnisnahme. Unseres Erachtens wird durch das exklusive Zurverfügungstellen dieser Plattform die journalistische Pflicht der ausgewogenen Berichterstattung aufs Gröbste verletzt. Eine solche Art des Kommentars ist unverantwortlich und unseriös. Wir bitten Sie um eine Stellungnahme und Mitteilung, wie Sie in Zukunft in solchen Fällen vorgehen wollen.”
Die erwähnte Analyse geht im Detail auf die rein polemischen und weder von Fachwissen noch von journalistischem Verantwortungsgefühl belasteten Ausführungen von Strahm ein und belegt ihre Unhaltbarkeit.
Brief an den Tages-Anzeiger / Analyse des Textes Strahm / Artikel Strahm
economiesuisse: 2. Säule sichern und Zusatzbeiträge verhindern
An einem Medienanlass der economiesuisse haben sich Vertreter der Verbände und Sozialpartner zum Thema Anpassung des Mindestumwandlungssatzes geäussert. Für Rudolf Stämpfli, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, ist klar: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Lasten gerecht verteilt werden.“ Stämpfli betont, dass es nicht angehen kann, die Finanzierungslast zu hoher künftiger Renten alleine den aktiven Versicherten zu übertragen und ihnen damit höhere Lohnabzüge aufzubürden.Auch für den Präsidenten des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse, Gerold Bührer, ist die Anpassung des BVG-Umwandlungssatzes ein notwendiger Schritt: „Die Gegner sprechen von Rentenklau, tatsächlich ist es aber ein Diebstahl an den Erwerbstätigen und der kommenden Generation, wenn der Umwandlungssatz nicht angepasst wird. Ungedeckte Rechnungen bei der Altersvorsorge schaden dem Vertrauen in die soziale Sicherheit und können sich in Zukunft zu einem gewaltigen Standortnachteil entwickeln.
Der Finanzierungsbedarf anderer Sozialversicherungen wird in absehbarer Zeit zu Mehrkosten für die Erwerbstätigen führen. „Dies geht so nicht“, sagt Hans-Ulrich Bigler vom Schweizerischen Gewerbeverband. „Der Widerstand der Linken und der Gewerkschaften gegen die Anpassung des Umwandlungssatzes ist für mich unverständlich. Wer diese Korrektur verhindern will, setzt die Stabilität der 2. Säule leichtfertig aufs Spiel und handelt unverantwortlich."
Weiter bestimmt die Rendite, wie hoch der Umwandlungssatz für die jährlich ausbezahlte Rente ist. Die eingerechnete Rendite muss von den Pensionskassen garantiert werden. Mit dem Satz, der heute gilt, müssen die Pensionskassen fast fünf Prozent Zins erreichen. Suzanne Steiner-Weck, Arbeitnehmervertreterin im Stiftungsrat der Sulzer Vorsorgeeinrichtung (SVE), und Christoph Ryter, Präsident des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP, sind sich einig: „Finanziell sicher ist eine Kasse, die gegenüber ihren Versicherten Verpflichtungen eingeht, die sie realistischerweise erfüllen kann.“
Yves Rossier zum UWS-Referendum: “Mit 180 gegen einen Baum”
Medieneinladung des Gewerkschaftsbundes zum UWS
Hektik um den UWS, SGB aktiviert Stiftungsräte
P.W. Dazu ist mindestens festzuhalten, dass die allermeisten der Kassen, aus denen sich die Stiftungsräte des Komitees rekrutieren, von einer Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes gar nicht betroffen wären, weil sie hohe überobligatorische Leistungen bieten und die vom Gesetz verlangten Sätze mit tieferen Sätzen im Ueberobligatorium kompensieren können und dies in grossem Masse auch tun. Der Gewerkschaftsbund macht zudem nirgends einen Hinweis auf die Tatsache, dass die Festsetzung des Umwandlungssatzes durch die Stiftungsräte genehmigt werden muss. Es liegt also in ihrer Macht, auch höhere Sätze als gesetzlich verlangt festzusetzen. Die Gewerkschaften scheinen darauf bedacht, den Handlungsspielraum der paritätisch zusammen gesetzten Stiftungsräte weiter zu beschneiden, um für sich die Priorität der Politik zu nutzen. Dass sie dabei die Stiftungsräte desavouieren, scheint sie nicht zu stören.
Unia kritisiert UWS-Argumentation in Abstimmungsbüchlein
Nach Meinung der Gewerkschaft Unia präsentiert der Bundesrat viel zu tiefe Renditezahlen. Damit würden die Stimmbürger für dumm verkauft, schreiben Joël Widmer und Werner Vontobel im Blick. Begründet wird dies mit der gestiegenen Lebenserwartung der Rentner, vor allem aber mit den gesunkenen Renditeerwartungen. Das Abstimmungsbüchlein dokumentiert diese mit einer Grafik zur Entwicklung der siebenjährigen Bundesobligationen. Deren Rendite sank in den letzten 20 Jahren von über sechs auf heute unter zwei Prozent.
Für die Gewerkschaft Unia, welche die Senkung des Umwandlungssatzes unter dem Stichwort Rentenklau bekämpft, ist dies irreführend. «Damit verkauft der Bundesrat die Stimmbürger für dumm», so Unia-Sprecher Nico Lutz. Die Kassen sollten laut Lutz ihre Gelder auch in Immobilien und Anlagen anlegen. Mit solchen gemischten Anlagen seien höhere Renditen möglich. Das zeige etwa der Pensionskassenindex der Bank Pictet, der seit 1985 eine durchschnittliche Rendite von über sechs Prozent ausweise.
Le Matin: la calculette qui ne met personne d’accord

PKBS hat sich (etwas) erholt
Widerstand in Solothurn gegen gemeinsame Kasse für die FHNW
BE: Lehrer fordern Gleichbehandlung bei der Pensionskasse
Arbeits- und Vorsorgebedingungen im Detailhandel
«Für das Verkaufspersonal mit seinen tiefen Löhnen ist es wichtig, einen tiefen oder gar keinen Koordinationsabzug zu haben», sagt Carlo Mathieu von der Gewerkschaft Syna. «Der Koordinationsabzug stellt eine gesetzliche Diskriminierung der Teilzeiter dar.» Die Höhe des Anteils des Arbeitgebers am Beitrag in die Pensionskasse sei zweitrangig.
Keinen Koordinationsbeitrag ziehen nur Denner und Lidl ab. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen aufs volle Gehalt Beiträge ein. Einen flexiblen Abzug, der sich dem Beschäftigungsgrad anpasst, kennen Coop, Migros und Aldi. Einen relativ tiefen Abzug von 12'500 Franken nimmt Manor vor. Lediglich Spar zieht die ganzen, vom Gesetzt vorgesehenen 23'940 Franken ab.

Motion Rossini: BV und Säule 3a. Statistik der Anspruchsberechtigten und der Renten, Antwort BR
Antwort des Bundesrates: Im Rahmen des statistischen Mehrjahresprogramms des Bundes sind drei Aktivitäten zu dieser Thematik geplant: die Neurentenerhebung, die Steuerdatenerhebung und die Statistik der Alterssicherung.
Das für den Bundesrat prioritäre Projekt ist die Neurentenerhebung, welche die Neurenten auf Ebene der Bezüger erfasst. Die Daten für diese Angaben stammen einerseits von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), die von Pensionskassen, Versicherungen und Banken Meldungen über Neurenten der 2. und 3. Säule erhält, und andererseits von der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS), welche die Register der 1. Säule führt. Dieses Vorhaben ist aufgrund der Zusammenarbeit mit verschiedenen Beteiligten (mehrere Bundesämter, alle Kantone, etwa 4000 Vorsorgeeinrichtungen) sehr aufwendig. Seine Realisierung wird aus diesem Grund noch längere Zeit in Anspruch nehmen und dürfte nicht vor 2013 abgeschlossen sein.
Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Postulat Fetz: Geglätteter Pensionskassen-Deckungsgrad statt absoluter Ein-Tages-Betrachtung
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Wechsel im Stiftungsrat der Gemini
Reto Kuhn neuer CIO der Vaudoise

NZZ: Kontroverse um Nullverzinsung im BVG
In der NZZ vom 9.1.10 heisst es dazu: “Auf Anfrage erklärt BSV-Vizedirektor Anton Streit, dass das Bundesamt in den letzten Jahren stets folgende Meinung vertreten habe: Um aus einer Unterdeckung herauszukommen oder um zu verhindern, dass die Kasse in eine finanziell schwierige, unstabile Lage gerät, kann eine Vorsorgeeinrichtung eine Minder- oder Nullverzinsung durchführen, allerdings nur, wenn das gesetzlich obligatorische Leistungsniveau weiter gewahrt bleibt.
«Es ist gut möglich, dass wir dazu einige Präzisierungen anbringen werden», sagt Streit. Denkbar sei auch, dass dies im Rahmen einer generellen Überarbeitung der Weisungen zur Behebung von Unterdeckung geschehe. Aus der heutigen Formulierung in den Weisungen könne jemand den Schluss ziehen, dass etwas verboten sei, nur weil es nicht explizit erwähnt ist.
Der BSV-Vizedirektor ist nicht der Meinung, dass das vielzitierte Bundesgerichtsurteil vom vergangenen September eine Praxisänderung erzwingt. Das Urteil betreffe eine Zinsfrage im Zusammenhang mit einem Scheidungsfall, und weil es nur von drei Richtern (statt fünf) gefällt worden sei, gelte es nicht als Leitentscheid. Bis jemand einen solchen erzwingt, hat aber möglicherweise die Politik die Rechtslage geklärt.”
Artikel NZZ /
Beiträge zum Thema
auf der Website Vorsorgeforum
NZZ: “Pensionskassen und das Langleberisiko”
PfZW rechnet mit rasch wachsender Lebenserwartung

SGB: “Stopp dem bürgerlichen Abbauwahn bei den Sozialversicherungen”

Funding Status of U.S. Pensions Tops 85 Percent at End of 2009
Assets for the typical U.S. corporate pension plan rose 0.9 percent and liabilities declined 2.6 percent for the month, as reported by the BNY Mellon Pension Summary Report for December 2009. For the year through December 31, 2009, BNY Mellon reports the funding ratio for the typical U.S. corporate pension plan is up 11.6 percentage points.
UK pension funds saw returns of 14% in 2009
NL: cover ratios rise to 109%

Veranstaltungen
- 5. Januar 2010, Bern
ASIP
Start ins neue Vorsorgejahr (Mitgliederanlass) - 11. Januar, Bern
SGB
Medienkonferenz zum Umwandlungssatz - 12. / 21. Januar; 11. Februar; 3. März,
Zürich
BVS - Amt für berufliche Vorsorge des Kt. Zürich
Informationstage 2010 zur BV. Flyer, Anmeldung - 15. Januar, Bern
Vorsorgeforum mit ASIP, SVV, Kammer der PK-Experten
Mediengespräch zum Umwandlungssatz - 28. Januar, Zürich
Lusenti Partners
Performer Invesment Conference: Nicht-traditionelle Anlagen nach der Krise. Infos - 2. Februar, Genève
Lusenti Partners
Performer Investment Conference: Les investissements non-traditionells apès la crise. Infos - 5. / 6. Mai, Zürich
VPS
Fachmesse 2. Säule. Website - 28. Mai, Bern
ASIP
Mitgliederversammlung











