PK-Sanierungsmassnahmen: nicht konjunkturwirksam, schädliches Moratorium
Zusammenfassend wird in der Studie bemerkt: “Als Fazit halten wir fest, dass die betrachteten Sanierungsmassnahmen, wenn überhaupt, nur marginale Effekte auf die Konjunktur haben und damit die Wirkung der Konjunkturpakete des Bundes nicht mindern dürften. Dem stehen erhebliche mittel- bis langfristige Risiken eines Moratoriums gegenüber, die für das System der beruflichen Vorsorge eine reelle Gefahr darstellen. In der Abwägung kommen wir deshalb zum Schluss, dass ein Moratorium grundsätzlich schädlichere Wirkungen entfalten kann als eine zügige Sanierung.”

Weltwoche: Die NZZ am Sonntag und der Medienskandal Swissfirst
Die NZZ am Sonntag musste sich in einem in verknorztem Juristendeutsch formulieren Vergleich bei Thomas Matter, Gründer der Swissfirst, entschuldigen. Selbstverständlich blieb eine Entschuldigung an die Adresse der Pensionskassen aus, denen “Mauscheleien” und damit korruptes Verhalten vorgeworfen wurde. Die beiden für die “Story” massgeblichen Journalisten der NZZ am Sonntag, Charlotte Jacquemart und Daniel Hug, erhielten für ihre Kolportage renommierte Journalistenpreise, welche sie trotz der offenkundigen und haarsträubenden Fehlleistungen behalten dürfen. Dass sie zumindest mitverantwortlich am Untergang einer Bank und dutzender Arbeitsplätze sind, scheint für die Juroren belanglos. Und dass der gute Ruf von einem halben Dutzend Vorsorgeeinrichtungen grundlos geschädigt wurde – kein Anlass, einen Fehler einzugestehen.
Beobachter: "Bullshit"
am Verwaltungsgericht
Damit machte das Verwaltungsgericht gleich zwei Fehler: Zum einen wäre Schumachers Klage ohnehin kostenlos gewesen – ob sie gewonnen hätte oder nicht. Der Satz im Brief erscheint wie der Versuch, einen Laien zu übertölpeln. Zum andern schätzte das Gericht die Rechtslage völlig falsch ein: Lora Schumacher hat nämlich, gemäss zwei Bundesgerichtsentscheiden, sehr wohl Anspruch auf die Witwenrente. So war denn die Pensionskasse sofort bereit, die Witwenrente zu zahlen, als ihr ein Rechtsanwalt diese klare Rechtslage darlegte. Auch das Berner Verwaltungsgericht musste Schumachers Klage schliesslich gutheissen.
Wie heisst doch der Titel des Vortrags, den die Präsidentin des Berner Verwaltungsgerichts unlängst hielt: «Wie vermeide ich Bullshit in der Berufsausübung?»
FuW: «Mindestintelligenz» für Vorsorge
“Zu einer gegenüber dem vorgesehenen Rhythmus vorzeitigen Anpassung des BVG-Mindest-Zinses für 2010 lässt das gegenwärtige Zinsumfeld jedoch wenig Spielraum. Eine Erhöhung ist ökonomisch kaum zu rechtfertigen, eine weitere Senkung würde die Ungleichheiten im BVG-System noch akzentuieren.”
“Verzinsungsungleichheiten und Renten-Subventionierungen sind im schweizerischen Vorsorgesystem eigentlich nicht vorgesehen. Da die Transfers zwischen den Generationen aber einen Immer ausgeprägteren Garantiecharakter entwickeln, ist im BVG anstelle des Mindestzinses eine «Mindestintelligenz» zu fordern.”
“Der Nachteil des heutigen Vorsorgesystems ist, dass selbst die Kapitalien der Rentner voll dem Schwankungsrisiko der Pensionskassenvermögen ausgesetzt sind. Dabei ist nach allen Regeln der Vermögensbewirtschaftung für die Phase des Kapitalverzehrs eine schwankungsarme Anlagestrategie angezeigt. Intelligent ist demzufolge, die Pensionskassenversicherten in Altersgruppen einzuteilen und unterschiedliche Anlagestrategien für ihre Kapitalien zu bestimmen.”
“Mit dem
Pensionierungszeitpunkt würde das
Alterskapital auf ein rein
ertragsorientiertes diversifiziertes
Anleihenportfolio umgeschichtet.
Voraussetzung eines solches
Vorgehens ist, dass die
Mindestzinsvorschrift entfällt und
der Rentenberechnungssatz auf der
Anleihenrendite basiert. Dafür würde
das BVG-System von der Stellung von
Kapital- und Zinsgarantien befreit,
die zu suboptimalen Anlagestrategien
verleiten und letztlich für
Beschäftigte und arbeitgebende
Unternehmen nachteilig sind.”
Blick: Kündigung, um an das PK-Kapital zu kommen?
Gerd Löhrer macht in seiner Antwort klar, dass die Pensionskasse mit ihren Todesfallleistungen keineswegs kleinlich ist und eine Verringerung der Arbeitslosenversicherung durchaus gerechtfertigt wäre, da es sich hier mit einer Kündigung sogar um ein schweres Selbstverschulden handeln würde.

Hubert Giger ist nicht der erste Gewerkschafter, der die Meinung vertritt, auch Rentner müssten für Sanierungen ihrer Vorsorgewerke verpflichtet werden können. Schon im März 2003 sagte Hugo Fasel, der damalige Präsident von Travail.Suisse: «Wer die Renten für tabu erklärt, schiebt einen grossen Teil der Last auf die Arbeitnehmenden.» Nun will also auch der oberste Gewerkschafter der Lokomotivführer dieses Tabu brechen. Giger bedauert, dass sich Politiker nicht bereit erklären, dieses heisse Eisen anzufassen.
Am 17.7.09 verabschiedete der Stiftungsrat gemäss «Sonntag» die Massnahmen für die zehnjährige Sanierungsperiode. Sie würden aber noch unter Verschluss gehalten, bis sie der SBB-Verwaltungsrat am 7. September abgesegnet hat. Gemäss “Sonntag” ist vorgesehen
- Ab 2010 wird ein Sanierungsbeitrag von 2,5 Lohnprozenten abgezogen.
- Das Zielrentenalter wird von 63,5 auf 65 Jahre erhöht.
- Das bisher einbezahlte Altersguthaben der Mitarbeiter wird für ein Jahr gar nicht verzinst, und danach folgen Minderverzinsungsrunden. Dies kann einer Kürzung der späteren Renten von heutigen Mitarbeitern von 10 Prozent entsprechen – je nachdem, wie viel der SBB-Angestellte bereits in die Pensionskasse einbezahlt hat.
Ascoop: “Jeder Abgang ist schmerzhaft”
Herr Jaeggi,
wann
wechseln Sie
den Namen
«Ascoop»
aus?
André Jaeggi:
Die
Geschichte
der Ascoop
ist eine
Tatsache.
Wir können
diese nicht
negieren. Im
Gegenteil:
Wir leiten
aus dieser
Geschichte
Ansprüche
ab. Ein
Drittel
unserer
Deckungslücke
ist auf
Altlasten
zurückzuführen,
welche auf
zu ambitiöse
Vorgaben der
damaligen
Aufsicht,
des
Bundesamts
für Verkehr
(BAV),
zurückzuführen
sind.
Sie sprechen
den
technischen
Zins an.
Richtig. Der
technische
Zins wurde
uns
vorgegeben.
Und dieser
war bei den
damaligen
Arbeitnehmer-
und
Arbeitgeberbeiträgen
zu hoch. Das
heisst, die
Beiträge
waren zu
tief, um die
Leistungen
korrekt zu
finanzieren.
So haben die
Unternehmen
und damit
die
öffentliche
Hand
gespart.
Immerhin
kann man der
Pensionskasse
SBB nicht
die gleiche
Misswirtschaft
vorwerfen
wie Ihren
Vorvorgängern.
Wie gesagt:
Das
Finanzloch
bei der
Ascoop ist
nicht allein
auf diese
Misswirtschaft
zurückzuführen,
sondern
ebenfalls
auf die
Vorgaben der
Aufsichtsbehörde.
Und noch
etwas: Viele
unserer
Vorsorgewerke
wurden von
der
öffentlichen
Hand
überhaupt
nicht
ausfinanziert,
von
Schwankungsreserven
will ich
schon gar
nicht reden.
Hier
verlangen
wir gleich
lange
Spiesse.
BZ: Riesige Vorsorgelöcher bei den Privatbahnen
NZZ zur Vorsorge im öffentlichen Verkehr: Höhere Abgeltungen oder Flurbereinigungen
“Unabhängig davon, ob die einzelnen Vorsorgewerke sich im Schosse der Ascoop sanieren oder – falls dies für sie möglich ist – in eine andere Kasse wechseln, haben sie ihre jeweiligen Unterdeckungen zu beseitigen. In vielen Fällen lässt sich das ohne Beteiligung der öffentlichen Hand nicht erreichen. Beim Bundesamt für Verkehr (BAV), das unterstreicht, die Lösung des Problems sei primär eine Sache der einzelnen Unternehmen und ihrer Verwaltungsräte, setzt man auf individuelle Lösungen, wie Vizedirektor Pierre-André Meyrat sagt. Diese könnten darin bestehen, dass die Betriebe jene Mittel, die sie nicht aus eigener Kraft in ihre Vorsorgewerke einzuschiessen vermögen, auf dem Kapitalmarkt beschaffen. Unternehmen, die im Regionalverkehr tätig sind, könnten dann versuchen, die Zinslasten über höhere Abgeltungen seitens von Bund und Kantonen auszugleichen. Das bedingt aber, dass die öffentlichen Körperschaften die dafür vorgesehenen Mittel entsprechend aufstocken; diesbezügliche Entscheide sind freilich noch nicht gefallen.”
155 Zürcher Kassen melden Unterdeckung
Laut
Regierungsrat
haben von den
729
angeschriebenen,
dem
Freizügigkeitsgesetz
unterstellten
Vorsorgeeinrichtungen
330 Kassen dem
BVS bereits
freiwillig ihren
Deckungsgrad
gemeldet. 155
wiesen eine
Unterdeckung
aus. Das sind 47
Prozent der
Meldungen oder
21 Prozent des
Gesamtbestandes
an
beaufsichtigten
Pensionskassen.
Der
durchschnittliche
Deckungsgrad
aller bis Ende
Februar 2009
freiwillig
gemeldeten
Unterdeckungen
beträgt 93,18
Prozent.
Einzelne Kassen
wiesen einen
Deckungsgrad von
unter
90 Prozent aus.
Feintool und Sozialpartner einigen sich über Sozialplan, Regelung für Pensionskasse
Der Sozialplan zugunsten der 182 Mitarbeiter der Firma Mühlemann in Biberist umfasst 20 Punkte. Besondere Berücksichtigung fanden Mitarbeiter ab dem 59. Altersjahr. Ihnen werden Einbussen in der Pensionskasse massgeblich durch Feintool ausfinanziert.
PK Stadt Luzern: GPK mit Vorbehalten zur Sanierung
Breval und Netzer zu Anlagen und Finanzen der AHV
Haben Sie
mit der jüngsten Erholung
wieder zugelegt?
Breval:
Nur teilweise, denn wir
haben seit über einem Jahr
die Volatilität schrittweise
reduziert. Im 2. Semester
hätten wir ein «Rebalancing»
vornehmen sollen, indem wir
jene Anlagen kaufen, die wir
zuvor verkauft haben. Der
Verwaltungsrat hat aber
entschieden, dass dies zu
risikoreich wäre. Wir haben
daher auf Zukäufe
verzichtet.
Ihre
risikoreiche Anlagestrategie
wurde kritisiert.
Breval:
Wir hatten einen
Aktienanteil von 35%, heute
liegt er bei 20%. Damit
haben wir in fünf Jahren bis
2007 durchschnittlich 6,2%
pro Jahr erwirtschaftet.
Damals hat nie jemand etwas
kritisiert. Verlieren wir
aber 18%, wenn die Märkte
bis zu 40% und mehr
einbrechen, dann hätten wir
weniger volatile Anlagen
halten sollen. Wir hatten
keinen höheren Aktienanteil
als eine durchschnittliche
Pensionskasse.
Ethique suisse pour fonds de pension norvégien
Calpers klagt gegen Rating-Agenturen
Non-U.S. institutions have opportunity and motive to return to hedge funds
Hewitt: Personalabbau in jedem zweiten Unternehmen
Die Untersuchung wurde im Frühjahr 2009 durch Hewitt Associates in der Schweiz durchgeführt. Insgesamt haben 81 Unternehmen verschiedener Grössen und Industriesektoren teilgenommen, darunter auch 13 SMI kotierte Unternehmungen. Die Untersuchung liefert detaillierte Resultate über die momentane Entlassungssituation in der Schweiz, wobei auch Aspekte wie Abfindungszahlungen, Kündigungsfristen und Outplacement Services analysiert werden.

Motion: Sicherheitsfonds, Vermeidung von Härtefällen bei Massenentlassungen
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comPlan: Wechsel der Geschäftsführung, Françoise Bruderer übernimmt a.i.
Ab 1. Juli 2009 übernimmt Françoise Bruderer, Geschäftsleiterin der Pensionskasse Post, ad interim, die Geschäftsführung von comPlan. Wir freuen uns, mit ihr eine sehr erfahrene Pensionskassengeschäftsführerin gewonnen zu haben, und danken ihr für ihre spontane Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen.”
Wechsel an der Spitze von Hewitt
Zur Person von Daniel Thomann wird festgehalten: “In seiner langjährigen Beratungstätigkeit bei Hewitt hat Daniel Thomann zahlreiche Mandate von Pensionskassen grösster Schweizer Unternehmen sowohl in der Deutsch- wie auch der Welschschweiz betreut. Auch war er während 16 Jahren Mitglied der BVG-Kommission und des Vorstandes der Schweizerischen Aktuarvereinigung. Daniel Thomann hat bei Hewitt Führungsaufgaben im Bereich der Pensionskassenberatung auf europäischer Ebene inne, welche er auch weiterhin ausführen wird. Nebenberuflich ist Daniel Thomann im Vorstand des Schweizer Pensionskassenverbandes (ASIP) vertreten.”

Erich Peter: Unterdeckung und Sanierung - Rechte und Pflichten der Vorsorgeeinrichtung
Behandelt werden u.a. folgende Punkte: Rechtliche Grundlagen, Definitionen, Meldung der Unterdeckung, Aufgaben der Akteure, Einzureichende Unterlagen, Anforderungen an die Sanierungsmassnahmen.
economiesuisse: Für einen fairen Umwandlungssatz
Um auf Nummer sicher zu gehen und das Fundament der zweiten Säule solide zu halten, ist eine weitere Anpassung des Umwandlungssatzes dringend nötig. Der Entscheid von Bundesrat und Parlament, den Umwandlungssatz bis 2015 auf 6,4 Prozent zu bringen, ist darum völlig richtig. Gewerkschaften und linke Kreise haben das Referendum gegen diesen Schritt ergriffen. Die Anpassung erfolgt für sie zu früh, geht zu weit und erfolgt zu rasch. Nun wird das Volk das letzte Wort haben.
CS Pensionskassen-Index Q2: plus 4,8 Prozent
Ivo Furrer: Economiquement, le taux minimal LPP devrait être de 0%
Le Temps: Est-ce que vous profitez de la sous-couverture des caisses de pension autonomes pour gagner de nouveaux mandats?
Ivo Furrer: Non, pas vraiment. La sous-couverture oblige les entreprises qui aimeraient changer de système à procéder à un versement complémentaire. Ce n’est pas à nous de financer ce transfert. En principe, il appartient à l’employeur d’assurer ce versement. Vu le coût de l’opération, l’entreprise décide de ne pas changer. Un degré de sous-couverture protège donc les caisses autonomes et les fondations collectives face à d’éventuelles aspirations à changer d’institution de prévoyance.

Li: Rechenschaftsbericht 2008 des Sozialfonds
Die Summe der verwalteten Vorsorgegelder belief sich am Bilanzstichtag auf 334,7 Mio. Franken (Vorjahr 326,4 Mio.), was einem Zuwachs von 8,3 Mio. entspricht. Die Anzahl der angeschlossenen Unternehmen betrug am Stichtag 31. Dezember 2008 1317 (Vorjahr 1257). Am 31. Dezember 2008 waren bei der Stiftung Sozialfonds insgesamt 6966 Personen (2283 Frauen und 4683 Männer) aktiv versichert. Davon waren 3451 Personen in Liechtenstein, 1658 Personen in der Schweiz sowie 1844 Personen im europäischen Raum wohnhaft.
European Pensions Awards 2009
UK: Pensions experts predict 'horrific news' on funds


Veranstaltungen
-
13. / 27. August, Liestal
Nordwestschweizer BVG-Aufsichtsbehörden
BVG-aktuell. Flyer -
2. September, Zürich
VPS Verlag
VPS Forum, Themen aus dem Bankwesen. Anmeldung -
15. Septemberm Zürich
AAM Privatbank
Breakfast Meeting mit Hanspeter Konrad, ASIP -
15. September
Lusenti Partners
Swiss Equities. Website -
16. September, Bern
AAM Privatbank
AAM Breakfast mit Hanspeter Konrad, ASIP -
17. September
Lusenti Partners
Swiss Equities. Website -
22. und 28. Oktober, Bern
Amt für Stiftungsaufsicht des Kt. Bern
BVG-Seminar 2009. Website -
3. November, Zürich
VPS Verlag
VPS Impulse, Anmeldung
Ausbildung
-
20. August, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Fachkurs Kapitalanlagen. 5x1 Tag. Infos -
21. August, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Fachkurs für Versicherungstechnik. 6x1 Tag. Infos -
24.-26. August, Ermatingen
KGP / ASIP
1. KGP-Seminar 2009. Anmeldung -
26.-28. August, Ermatingen
KGP / ASIP
2. KGP-Seminar 2009. Anmeldung -
28. August / 4. September, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Seminar "Alternative Anlagen". Infos -
1. / 8. September, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Intensivseminar Arbeitsrecht. Infos
Alle Termine auf unserer Website












