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      Nr.
149 / 06. Juli 2009           

BVG-aktuell RSS     

           Die Schlagzeilen
sgb Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat an einer Medienkonferenz Vorschläge zur Sanierung der Pensionskassen präsentiert. Darunter sind diverse alte Bekannte, aber auch die Forderung nach Bundesmitteln für spezielle Problemfälle.  
image Herbert Brändli, Gründer und Spiritus Rector der Profond, polarisiert und provoziert. Die NZZ widmet der Profond einen kritischen Kommentar, im "Sonntag" kommt Brändli in einem Interview zum Wort.  
image Die in massiver finanzieller Schräglage befindliche Ascoop versucht mit der Gründung einer neuen Sammelstiftung einen Befreiungsschlag; mittlerweile haben erste Mitglieder gekündigt und suchen ihr Heil anderswo.  
sbb Der Bundesrat hat bekannt gegeben, wie er die Botschaft zur Sanierung der Pensionskasse SBB zu gestalten gedenkt. Rund 1,15 Milliarden Bundesmittel will er zur Verfügung stellen.  

 

 


Von wegen Sommerloch

Zwar haben landauf, landab die Sommerferien begonnen. Die News zur Beruflichen Vorsorge sind deswegen nicht weniger geworden. Im Gegenteil. Der vorliegende Newsletter Nr. 149 ist der umfangreichste aller Zeiten.

Der Bundesrat hat sich bezüglich Sanierung der Pensionskasse SBB für eine mittlere Linie entschieden und will 1,15 Mrd. an weiteren Mitteln zur Verfügung stellen. Ob damit das Problem aus der Welt geschafft werden kann, ist eine andere Frage. Es fehlen nämlich nochmals rund 3 Mrd., und es ist höchst unsicher, ob die SBB diese selber beschaffen kann. Die Bereitschaft, den Bund noch stärker zu belasten, scheint aber gering. Mit unserer kleinen Sommerumfrage haben Sie Gelegenheit, Ihre persönliche Meinung kund zu tun. (Umfrage).

Die Probleme werden noch komplizierter mit der Schieflage der Ascoop. Sie soll sich nach Ansicht der Landesregierung selber helfen. Ob ihr das gelingt, ist ebenfalls nicht garantiert. Nach den ersten Austritten und der Gründung einer neuen Sammelstiftung zeichnet sich eine Dreiteilung der angeschlossenen Firmen ab, je nach der Finanzstärke ihrer Vorsorgewerke. Die schwächsten werden zur Existenz gefährdenden Belastung ihrer Mutterfirmen. Da es sich aber dabei um den sakrosankten Service Public handelt und erst noch im öffentlichen Verkehr mit vielfach unverzichtbaren Leistungen für den Tourismus, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Bund oder allenfalls die Kantone früher oder später doch nach Lösungsmöglichkeiten suchen müssen.

Das tut der Gewerkschaftsbund bereits und lancierte an seiner Medienkonferenz einen  Versuchsballon mit der Forderung nach Bundesmitteln für unverschuldet in Not geratene Vorsorgeeinrichtungen. Dass er hier heikles Gelände betritt, ist dem SGB auch klar, wenigstens seiner Geschäftsführenden Sekretärin (ihr Präsident ist in solchen Dingen eher unverfroren). Natürlich wäre ein solcher Schritt, wenn auch noch so gut abgesichert und begründet, ein übler Systembruch mit unabsehbaren Folgeschäden. Die Politik würde künftig noch heftiger ins Tagesgeschäft der Kassen eingreifen wollen, die 2. Säule endgültig in den Sog der Parteiinteressen geraten.

Aber mit einem entschiedenen "no, we can't" ist es auch nicht getan. Denn ohne rasche und massive Börsenhausse oder aber eine mehrjährige starke Inflation ist für eine Reihe von Kassen in der Tat schwer absehbar, wie sie zur Volldeckung zurückkehren sollen. Zur Stabilisierung des Systems ist deshalb Phantasie gefragt, die etwas weiter reicht als der Ruf nach dem Bund. Der Sicherheitsfonds als Deus ex Machina ist finanziell zu schwach auf der Brust, um substanziell etwas beizusteuern zu können. Dazu wäre ein zusätzlicher Fonds notwendig, der aber noch nicht einmal in Umrissen absehbar ist. Vielleicht könnte die Sommerzeit zur Entwicklung von Visionen genutzt werden. Das ist nicht verboten und sollte auch nicht alleinige Sache allzeit aktiver Parlamentarier sein.

Peter Wirth E-Mail

 

NZZ: Heikler Balanceakt der Profond-Vorsorgeeinrichtung

nzzWerner Enz schreibt in der NZZ über die Situation der Sammelstiftung Profond u.a.: “Wenn nicht alles täuscht, beschäftigt die Vorsorgeeinrichtung Profond die BVG-Aufsicht des Kantons Zürich aus vielen Gründen. Das Gesetz ruft nach einer Sanierung, wenn die Verpflichtungen einer Kasse zu einem erheblichen Teil nicht mehr gedeckt sind. Profond kam Ende Jahr auf einen Deckungsgrad von 82,4%, und damit ist Sanierungsbedarf sicher gegeben. Dies ist umso mehr der Fall, als der technische Zins (…) mit 4% sehr hoch angesetzt ist. Sorgenfalten muss der Aufseher erst recht bekommen, wenn er die Unterdeckung in absoluten Zahlen (ein negatives Stiftungskapital von 573 Mio. Fr.) und die Aktienquote (von über 50%) ins Kalkül mit einbezieht. Profond ist nicht einfach ein kleiner Player, sondern eine rasch gewachsene Kasse mit stattlichem Vermögen und noch stattlicheren Verbindlichkeiten.

Damit rückt rasch die Frage ins Blickfeld, ob der BVG-Sicherheitsfonds da überhaupt ein tragfähiges Auffangnetz bilden kann. Wegen der begrenzten Ressourcen, die zurzeit im Sicherheitsfonds liegen, ist das eindeutig nicht der Fall. Daraus leitet sich aber ab, dass Vorsorgeeinrichtungen, die durch Unternehmen ohne Eigenkapital geführt werden, eine heisse Sache werden können. Das ist umso mehr der Fall, weil Sammelstiftungen aller Art geradezu zu einer aggressiven Anlagestrategie verführt werden, denn sie zahlen keine risikogerechten Prämien für die Leistungen des BVG-Sicherheitsfonds. Fazit: Profond kann zu einem Systemrisiko werden, weil die Politik versagt hat.”

NZZ

Mitteilungen über die BV Nr. 112

adminDie Mitteilungen des BSV über die Berufliche Vorsorge Nr. 112 enthalten u.a. eine Stellungnahme über Arbeitgeberzahlungen an eine FZ-Einrichtung sowie drei aktuelle Rechtsfälle.

Mitteilungen des BSV

Kurt Speck: Zweite Säule aus Schieflage befreien

image Kurt Speck schreibt in “io new management” u.a.: “Nun damit zu argumentieren, die Pensionskassen würden sich bei einem wirtschaftlichen Aufschwung automatisch erholen, greift zu kurz. Konjunktureller Rückenwind verschafft den besser finanzierten Vorsorgewerken sicher eine Atempause, die strukturellen Probleme aber löst er nicht. Im Klartext: Bei der Zweiten Säule wird mit falschen Lebenserwartungen und Kapitalmarktzinsen gerechnet. Ohne einen niedrigeren Umwandlungssatz und die Entpolitisierung beim Mindestzins lässt sich die berufliche Vorsorge nicht ins Lot bringen.

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BVZ-Töchter gründen eigene Pensionskasse

imageDie zum BVZ Konzern gehörenden Bahnunternehmen Matterhorn Gotthard Bahn und Gornergrat Bahn gründen per 1. Januar 2010 eine eigene Pensionskasse. Die eigene Pensionskasse wird durch den Arbeitgeber per 31.12.2009 auf einen Deckungsgrad von 90% ausfinanziert. Vorsorge und Leistungsplan bleiben in der neu zu bildenden Pensionskasse unverändert. Sie verfügen gemäss Expertenberichten mit zusammen rund 600 Mitarbeitern über eine ausreichende Grösse für eine eigene Pensionskasse. Zudem weisen die beiden Unternehmen mit einem Verhältnis Aktive zu Rentnern von 70% zu 30% eine gute Ausgangslage für die Finanzierung der eigenen Pensionskasse auf. Die beiden Bahnen verlassen damit die Ascoop, der sie bisher angeschlossen waren.

Moneycab

Finanzierungslücke bei der PK der Stadt-Luzern

Die Pensionskasse der Stadt Luzern weist per Ende 2008 ein Defizit von rund 170 Millionen Franken aus. «Die Finanzkrise ist eine Ursache für das Defizit», sagt Finanzdirektor Franz Müller. Mitschuldig sei auch die Struktur der Pensionskasse: «Die Kasse hat sehr viele Bezüger mit fixen Rentenzahlungen.» Der Stadtrat hat nun zuhanden des Parlaments einen Bericht ausgearbeitet und schlägt diverse Sanierungsmassnahmen vor. Die aktiven Pensionskassenmitglieder sollen auf ihre Altersguthaben ein Prozent weniger Zins erhalten. Weiter seien die Rentner bereit, auf ein Prozent Teuerungsausgleich zu verzichten. Die Massnahmen sind auf maximal fünf Jahre beschränkt. «Wir sind finanziell im Parterre angelangt, aber noch nicht im Keller. Mit der Revision wollen wir wieder in den ersten Stock», sagt Müller.

20Minuten

SO: Alles wird gut

solothurnEin Sorgenkind der Solothurner Staatsfinanzen ist die Pensionskasse. Diese weist einen Deckungsgrad von 65,2 Prozent auf, was einer Unterdeckung von 1,13 Milliarden Franken entspricht. Für den Finanzdirektor ist die Pensionskasse jedoch «kein Sanierungsfall». Der Deckungsgrad soll in den nächsten 20 Jahren auf 70 bis 80 Prozent klettern. Der Solothurner Kantonsrat war sich einig, dass bei der Pensionskasse keine Hektik angebracht sei.

BernerZeitung

IGaSG: Factsheet geplant, Stellungnahme zu Motion Bortoluzzi/Egerszegi

Die  Mitglieder  der  Interessengemeinschaft  autonome  Sammel- und  Gemeinschaftseinrichtungen (IGaSG) haben gemäss einer Pressemitteilung beschlossen, vergleichbare Daten ihrer Vorsorgestiftungen in einem Factsheet auf der Homepage der Interessengemeinschaft zu veröffentlichen. Damit wollen sie sich von Anfragen aller Art entlasten, weil dort alle wichtigen Angaben zur Vorsorgeeinrichtung zusammengefasst würden.

Die  Mitglieder  begrüssen gemäss der Mitteilung  die  Motion  von  Ständerätin Christine  Egerszegi,  die  bei  Auflösungen  von Verträgen  in  der  beruflichen  Vorsorge  gleiche  Regeln  sowohl  für  Sammelstiftungen  der Versicherungsgesellschaften  wie  für  autonome  Sammel- und  Gemeinschaftseinrichtungen  fordert. Eine gleichlautende Motion wurde im Nationalrat von Toni Bortoluzzi unter dem Titel „BVG-Wechsel des Vorsorgewerks ohne Verluste“ eingebracht. Die Versammlung bestätigte die Wahl der Vorstandsmitglieder und David Pittet als Präsident.

Mitteilung IGaSG

24heures: Retraites Populaires tire désormais profit de son image de prudence

imageElle vit une crise à deux visages. Certes, Retraites Populaires paie la chute des marchés et a vu ses placements baisser de 10,28% en 2008, un résultat «satisfaisant» en comparaison avec le marché, mais la société profite aussi de ces temps difficiles. Grâce à son image qui, en d’autres temps, aurait pu passer pour «pépère» et qui, aujourd’hui, attire. Elle a ainsi encaissé l’an dernier 499,3 millions de francs (+9,1%) de primes. Un record. Et le rythme ne faiblit pas en 2009. «Dans ces périodes difficiles, les gens recherchent davantage de sécurité et sont donc intéressés par nos produits simples et compréhensibles, par notre institution qui véhicule cette image», résume Claude Richard, directeur général de cette mutuelle qui, à défaut de craindre la crise, doit réfléchir à de nouveaux marchés de croissance.

24heures

Prisma Anlagestiftung mit Finanzprodukt von swissQuant Group

PRISMADie Prisma Anlagestiftung lanciert einen auf Pensionskassen zugeschnittenen Teilfonds mit quantitativen Anlagen. Die Entwicklung des Produkts beruht auf der Idee des dynamischen Risiko- Managements und der stetigen Anpassung der Asset Allokation. Es bietet damit eine Alternative zu traditionellen Portfolios mit festen Anlagequoten.

„Das im Auftrag der Prisma Anlagestiftung von swissQuant entwickelte quantitative Produkt integriert sowohl das Prinzip der Risikokontrolle als auch eine optimierte Diversifikation unter stetiger Anpassung an einen vorbestimmten Rahmen mit Hilfe von Trendschätzungen und einer variablen Strukturierung des Portfolios“, erklärt Bruno Maumené, Mitglied des Prisma-Stiftungsrates. Das in neun verschiedene Anlagekategorien Investierte quantitative Produkt hält sich an zwei Parameter: eine maximale Volatilitätstoleranz und eine Höchstgewichtung pro Anlagekategorie.

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WSJ: Hedge Funds Set For Best Start In A Decade

Hedge funds are on course to complete their best start to the year since 1999 in a recovery that has begun to restore investors' faith in them, while other parts of the financial services industry continue to show signs of revival.

Hedge funds made an estimated 9.73% in returns for the year to June 24, according to figures published by data provider Hedge Fund Research. Individual managers, including UK firm Henderson Global Investors, have seen funds rise by more than 60% this year. In the wake of these results, the GBP1.8 billion (EUR2.1 billion) Avon Pension Fund has been advised to stick with its 10% allocation to hedge funds after putting them under review, while the Clwyd Pension Fund said it would keep 5% in funds of hedge funds and is looking for a single manager hedge fund.

Wallstreet Journal

Michael Jackson's death could benefit Dutch fund

michael_jackson.jpgFor Dutch pension fund ABP, Michael Jackson's death could be good for business. The passing of the man called "King of Pop" last week has created a run on his music, which is partly owned by Dutch state pension fund ABP. It is the world's third-largest state pension fund after Japan's and Norway's. ABP bought two music catalogues last year, including the rights to some Michael Jackson songs like "You Are Not Alone," according to the website of Imagem Music Group, which manages the music assets for ABP.

The ABP spokesman declined to say what return the fund expects on its Michael Jackson songs but ABP said last year it expected its total portfolio of music rights to return just over 8 percent annually. ABP bought its pop music portfolio for 140 million euros last year from Universal Music Group, while it paid 126 million pounds for the classical music portfolio of private equity firm HgCapital Trust. Each time a CD is sold, or a radio station plays a song ABP owns, the fund makes money.

ABP, which invests in music to diversify its 173 billion euro ($242.5 billion) portfolio, also holds the rights to pop artists such as Justin Timberlake, Beyonce, Kaiser Chiefs, and classical composers such as Stravinsky and Rachmaninov. ABP was interested in buying the Beatles music collection that Michael Jackson owned if the Jackson family decided to sell, the spokesman said. "We are always interested in good investment opportunities. The Beatles catalog is of course one of the most beautiful in pop history," said the ABP spokesman.

Reuters

FT: Pension funds get more cautious

ft European pension funds have switched from being long-term investors to risk averse, short-term players focused on fixing their deficits by the date set by their regulator. Respondents, primarily pension funds, to this year’s IPE European Institutional Asset Management survey, said the “investment horizon” was the most important factor in the management of their in-house assets. Previously this was seen as far less important than factors such as performance and risk.

The sharp readjustment coincides with a marked retrenchment into lower risk assets. Exposure to fixed income and cash has risen and is expected to rise still further while equity holdings, now just a quarter of the typical portfolio, are forecast to remain around this level.

Financial Times

 

Botschaft zur PK-SBB Sanierung angekündigt, Unterstützung mit 1,15 Mrd. geplant

sbbDie Pensionskasse SBB (PK SBB) befindet sich bereits seit einigen Jahren in Unterdeckung. Ende 2008 belief sich diese auf rund 3 Milliarden. Dazu kommt, dass die Kasse einen hohen Rentneranteil aufweist (rund 63 Prozent des Vorsorgekapitals entfällt auf die Rentner), was sie schwer sanierbar macht. Im vergangenen Jahr führte der Bundesrat eine Vernehmlassung durch. Im Vernehmlassungsbericht stellte er vier Varianten zur Diskussion. Drei davon sahen eine Rekapitalisie­rung der SBB durch den Bund vor und unterschieden sich durch die Höhe der vom Bund zu leistenden Summe. Als vierte Variante stellte der Bundesrat eine Lösung ohne Bundeshilfe zur Dis­kussion.

Aus Sicht des Bundesrates ist eine Hilfe an die SBB zur Sanierung ihrer Pensionskasse not­wendig. Er hat daher das EFD beauftragt, bis Ende 2009 eine Botschaft mit einem Bundesbeitrag von 1'148 Millionen zu erarbeiten. Bei dieser Lösung bezahlt der Bund die Unterdeckung der Altersrentner per Ende 2006 sowie die Kosten für die Senkung des technischen Zinssatzes von 4% auf 3,5%. Davon werden die von der Pensionskasse erlittenen Verluste aus nicht finanzierten Leistungen (wie z. B. aus freiwilligen vorzeitigen Pensionierungen) abgezogen.

Damit orientiert sich der Bundesrat am Vorgehen bei PUBLICA: Auch PUBLICA er­hielt vom Bund eine Einmaleinlage zur Finanzierung des fehlenden Deckungskapitals bei den Altersrentnern aufgrund der Senkung des technischen Zinssatzes. Ausserdem trägt diese Lösung der Tatsache Rechnung, dass über 80 Prozent der Altersrentner der PK SBB ehemalige Bundesrentner sind, welche bis Ende 2004 Anrecht auf Gleichbehand­lung mit den Bundesrentnern hatten. Mit diesem Bundesbeitrag allein kann die PK SBB mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht saniert werden. Daher erwartet der Bundesrat, dass sich die SBB und ihre Mitarbeitenden in Ergänzung dazu substantiell an der Sanierung der Kasse beteiligen.

Aufgrund der in der Vernehmlassung eingegangenen Stellungnahmen, die sich gegen­über einem Bundesbeitrag für die ASCOOP noch zurückhaltender äusserten als gegenüber einem Beitrag zur Sanierung der PK SBB, verzichtet der Bundesrat auf die Erarbeitung einer Vorlage zur Sanierung der ASCOOP. Aufgrund der schwierigen Situation, in welcher sich verschiedene bei ASCOOP versicherte und im Regionalen Personenverkehr tätige Unternehmen befinden, prüfen UVEK und EFD jedoch in Einzelfällen gemeinsam Lösungsoptionen.

Weiter lesen (Interview mit BR Leuenberger im SF DRS) ...

Motion: Soziale Sicherheit für Berufe mit häufig wechselnden oder befristeten Anstellungen

parlamentEingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, für Berufe mit häufig wechselnden oder befristeten Anstellungen, wie sie bereits im Arbeitslosenversicherungsrecht definiert sind, bestehende Lücken in der sozialen Sicherheit gegenüber anderen Berufen so weit wie möglich zu schliessen. Es soll dabei insbesondere die freiwillige berufliche Vorsorge auf entsprechende Anstellungsverhältnisse ausgedehnt werden können, und die Voraussetzungen des Arbeitslosenrechtes sollen für sukzessive Arbeitszeitreduktionen (Bemessungszeitraum, anrechenbarer Arbeitsausfall) angepasst werden.

Weiter lesen (Motion mit Antwort des Bundesrates) ...

Motion: Wechsel des Vorsorgewerks ohne Verluste

parlamentEingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, eine Teilrevision des BVG vorzulegen, mit dem Ziel, gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Versicherungseinrichtungen und autonomen bzw. halbautonomen Vorsorgeeinrichtungen, insbesondere Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, zu schaffen. Bei der Auflösung von Verträgen (Art. 53e BVG) sind die Abzüge für das Zinsrisiko bei Anschlüssen mit Versicherungseinrichtungen abzuschaffen und es ist dafür zu sorgen, dass auch die Versicherungseinrichtungen in Analogie zu den Vorschriften bei Teilliquidation der autonomen/halbautonomen Vorsorgeeinrichtungen technische Rückstellungen, Teuerungsfonds-, Wertschwankungs- und Überschussfondsanteile der neuen Vorsorgeeinrichtung zu übergeben haben.

Motion Bortoluzzi
 

Economist: The end of retirement

imageDie Zeitschrift Economist behandelt in einer Reihe von Beiträgen das Thema Alterung der Gesellschaft und Altersvorsorge. Die Auswirkungen auf alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft sind dramatisch und weithin unterschätzt. Kein Zweifel besteht für die Autoren, dass wir länger arbeiten und die Hoffnung auf allezeit gesicherte und stetig verbesserte Altersleistungen aufgeben müssen.

Economist

Can Ageing Be Solved?

At the World Congress of Gerontology and Geriatrics in Paris, amid sessions on Alzheimer's disease, elderly care, and osteoporosis is a session provocatively titled "Ageing Is No Longer an Unsolved Biological Problem." It's organized by Leonard Hayflick, a professor of anatomy at the University of California, San Francisco. Hayflick spoke with Technology Review about his theory for the biological causes of aging and explains why he thinks that research directed at the fundamental processes of aging will yield greater returns than studying diseases of aging, such as Alzheimer's and cardiovascular disease.

Technology Review

GV der Konferenz der kant. BVG-Aufsichtsbehörden, Prioritätenliste für Unterdeckungsfälle

kantone

Die GV der kantonalen BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden fand dieses Jahr in Lausanne statt. Einer Mitteilung von Christina Ruggli, Präsidentin der Konferenz, kann entnommen werden, dass schwergewichtig die Sanierungsmöglichkeiten bei Unterdeckungen sowie die generelle Lage zur finanziellen Situation der Vorsorgeeinrichtungen behandelt wurden. Aus Sicht der Aufsichtsbehörden könne festgehalten werden, dass die bisher eingegangenen Unterlagen im grossen Ganzen den Anforderungen, welche aus Gesetz und Verordnung resultieren, entsprechen. Ein gewisser Verbesserungsbedarf sei feststellbar bei den Aussagen zum Zeithorizont, in welchem die Sanierungsmassnahmen wieder zu einer Volldeckung führen. Dabei sei den Beteiligten zuzubilligen, dass Prognosen aufgrund der instabilen Lage der Finanzmärkte sehr schwierig sind. Die Aufsichtsbehörden befassen sich derzeit mit einer Bestandesaufnahme über die entsprechenden Vorsorgeeinrichtungen und behandeln die eingehenden Fälle gemäss ihrer Prioritätenliste.

Unterdeckungsfälle aus den Vorjahren bzw. Unterdeckungsfälle, deren Deckungsgrad kleiner ist als 90%, erfahren eine Behandlung in erster Priorität; in zweiter Priorität werden Fälle mit einem Deckungsgrad zwischen 90 und 100% behandelt und in einer dritten Priorität diejenigen Fälle, welche eine eingeschränkte Risikofähigkeit aufweisen (Deckungsgrad grösser als 100%, jedoch verminderte Wertschwankungsreserven). Ebenfalls in erster Priorität behandelt werden Fälle, in welchen die hinter der Vorsorgeeinrichtung stehende Firma wirtschaftliche Schwierigkeiten hat oder allenfalls ihre Bilanz deponieren musste.

pdf  Mitteilung


 

Seco: Mehr Zuwanderung dank Personenfreizügigkeit

adminDer erleichterte Zugang zu Fachkräften aus dem EU-Raum begünstigte das hohe Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum der letzten Jahre. Die Konkurrenz für die inländischen Arbeitnehmenden dürfte durch die Öffnung des Arbeitsmarktes tendenziell gestiegen sein. Eine Verdrängung ansässiger Erwerbspersonen oder eine wegen der Personenfreizügigkeit höhere Arbeitslosigkeit waren jedoch nicht feststellbar. Eine negative Entwicklung bei tiefen Löhnen konnte durch die Flankierenden Massnahmen weitgehend verhindert werden. Das sind die Ergebnisse des 5. Observatoriumsberichts über die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit seit Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens Schweiz-EU am 1. Juni 2002.

Mitteilung Seco

Jahresbericht «Sozialversicherungen 2008» erschienen

adminDer jährliche Bericht über die Sozialversicherungen gemäss Artikel 76 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) wurde vom Bundesrat am 1. Juli verabschiedet und liegt nun vor. Der Jahresbericht «Sozialversicherungen 2008» enthält im Sinne einer Gesamtübersicht aktuelle Informationen zu den Sozialversicherungen, einen Überblick über die jüngsten politischen Diskussionen und die sich bietenden Perspektiven. Er gibt Auskunft über die neuesten Kennzahlen der einzelnen Sozialversicherungen und stellt auch Querbezüge zwischen den verschiedenen Sozialversicherungen dar. In einem Schwerpunkt werden in dieser Ausgabe die bilateralen Abkommen und ihre Auswirkungen auf die Sozialversicherungen beleuchtet.
Gedruckte Exemplare des Berichts können ab Mitte August bestellt werden via Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, 3003 Bern, www.bundespublikationen.ch (Bestellnummer 318.121.08D).

Jahresbericht 2009


 

Neue Vorstandsmitglieder des SVV

Die Delegierten des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) haben an ihrer Generalversammlung Präsident Erich Walser und elf Vorstandsmitglieder wiedergewählt und drei Mitglieder neu in den Vorstand aufgenommen: Thomas Buberl, Zurich Schweiz, Philippe Hebeisen, Vaudoise und Olav Noack, Basler Versicherungen. Sie ersetzen Rolf Mehr (Vaudoise), der altershalber zurückgetreten ist, Markus Hongler (Zurich) und Martin Strobel (Bâloise), die innerhalb ihrer Unternehmen neue Funktionen übernehmen. Ausserdem wurde Yvo Furrer, Swiss Life, zum neuen Präsidenten des Ausschuss Leben gewählt.

Mitteilung SVV

Allianz: Grosswetterlage für die Vollversicherung

Manfred KnofIn einem Interview mit der Handels-Zeitung äusserte sich CEO Manfred Knof über die Allianz in der Schweiz. Auszüge aus dem Interview:

Knof: Die Grosswetterlage spricht ganz klar für die Vollversicherung. In der Finanzkrise ist die Vollversicherungslösung der Versicherer die Antwort für Sicherheit und Stabilität. Das Wachstum, das wir im BVG-Geschäft in den beiden letzten Jahren verzeichneten, zeigt, dass die Kunden die Vollversicherung bewusst wählen, weil das Risiko nicht vom Kunden getragen werden muss wie bei den autonomen und halbautonomen Sammelstiftungen.

Also verzeichnen Sie im laufenden Jahr ein gutes Wachstum?

Knof: Das Wachstum hat sich infolge der schwierigen Marktsituation natürlich verringert. Treibende Kräfte sind in diesem Geschäft Lohnsummenerhöhungen und Einmaleinlagen. Die Rezession führt dazu, dass die Löhne weniger oder nicht angehoben werden und dass die Einmaleinlagen zurückgehen. Daher werden die Wachstumsraten im BVG-Geschäft 2009 leicht tiefer ausfallen als in den Vorjahren.

Erhalten Sie dennoch mehr Anfragen von Unternehmen, die ihre BVG-Gelder in Sicherheit bringen möchten?

Knof: Das ist so. Das Problem ist aber, dass die Kunden aufgrund der Unterdeckung der Sammelstiftung, bei der sie angeschlossen sind, finanziell gefangen sind. Bei einem Wechsel würden Sie einen Teil des Kapitals verlieren. Daher wünsche ich mir künftig gleiche Spielregeln und eine einheitliche Aufsicht für die Akteure der 2. Säule.

Handels-Zeitung

PKRück: Anhaltendes Wachstum

imageIm vierten Geschäftsjahr vermochte die Lebensversicherungsgesellschaft PKRück ihren Erfolgskurs fortzusetzen: 2008 wuchs die Anzahl Versicherten um 58% auf 95'000. Bei gleichzeitiger Verbesserung der Solvabilität hat die Gesellschaft zudem ihren Jahresgewinn um 41% auf 1.44 Mio. Franken gesteigert.

Als Folge des substanziellen Kundenzuwachses haben sich auch die Prämieneinnahmen dynamisch entwickelt. PKRück konnte im Jahr 2008 Einnahmen in der Höhe von 105.3 Mio. Franken verzeichnen, was einem Zuwachs von 49% gegenüber dem Vorjahr (70.7 Mio.) entspricht. Auch für das Jahr 2009 stehen die Zeichen gemäss einer Medienmitteilung gut: PKRück verfügt bereits über vertraglich vereinbarte Prämieneinnahmen in Vorjahreshöhe.

Um trotz starkem Wachstum eine hohe Solvabilität sicherzustellen, haben die Aktionäre der PKRück die Eigenkapitalbasis gestärkt. Zusammen mit dem beachtlichen Neugeldzufluss konnten die Kapitalanlagen so um 56% auf 220.5 Mio. Franken gesteigert werden. Damit wies die Gesellschaft Ende 2008 eine Solvabilitätsdeckung von 357% auf. Dies entspricht dem Dreifachen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Eigenmittel.

Das Jahr 2008 war aufgrund der prekären Lage an den Finanzmärkten ein schwieriges Jahr für Kapitalinvestoren. Dennoch konnte PKRück dank ihrer risikogerechten Anlagestrategie ein leicht positives Anlageergebnis erzielen. Die Anlagerendite für das Gesamtportfolio beläuft sich auf 0,1%.

Medienmitteilung

 

Mehr Transparenz bei IV-Entwicklung des Bundespersonals

adminWeniger neue IV-Fälle beim Bundespersonal und Massnahmen zur langfristigen Senkung der Invalidisierungen. Dies geht aus dem Bericht des Bundesrates zur IV-Entwicklung beim Bundespersonal hervor. Der Bericht erfüllt eine Motion der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (GPK-S). Die heute verfügbaren Zahlen zeigen, dass die neuen IV-Fälle beim Bundespersonal in den letzten Jahren abgenommen haben. Der Abwärtstrend ist genereller Art und gilt für alle erhobenen Alterskategorien (unter 50 Jahre, 50-59 Jahre, über 60 Jahre). Um künftig noch konkretere Aussagen zur Entwicklung der Invalidisierungen beim Bundespersonal machen zu können, sieht der Bundesrat Reportings zu weiteren Kennzahlen vor. Erste Daten nach neuer Erhebung sind für das Jahr 2011 zu erwarten.

Mitteilung EFD

Japans Pensionskassen melden Rekordverlust

japanJapans Pensionskassen des öffentlichen Dienstes verlieren alles, was sie in den vergangenen acht Jahren verdient haben. Die Pensionskassen verloren 10 Billionen Yen ($104 Mrd.) im vergangenen Jahr, der zweite Verlust in Folge. Das entspricht einem Wertverlust von 10 Prozent. Die Verluste der letzten beiden Jahre verschlangen damit sämtliche Gewinne seit 2001.

Wie die Regierung bekanntgab, wachse der Anteil der älteren Bevölkerung kontinuierlich, seit die Geburtenrate fällt. 2025 wird ein Viertel der Bevölkerung im Pensionsalter sein. Die Pensionskassen des öffentlichen Dienstes haben ein Vermögen von ca. 150 Billionen Yen, von denen der Regierungsfonds ca. 90 Billionen Yen selbst investiert. Der Verlust in der Periode April bis Dezember betrug 9,13%.

Börse.Go

Veranstaltungen

  • 13. / 27. August, Liestal
    Nordwestschweizer BVG-Aufsichtsbehörden
    BVG-aktuell.
    Flyer

  • 2. September, Zürich
    VPS Verlag
    VPS Forum, Themen aus dem Bankwesen.
    Anmeldung

  • 15. September
    Lusenti Partners
    Swiss Equities.
    Website

  • 17. September
    Lusenti Partners
    Swiss Equities.
    Website

  • 22. und 28. Oktober, Bern
    Amt für Stiftungsaufsicht des Kt. Bern
    BVG-Seminar 2009.
    Website

  • 3. November, Zürich
    VPS Verlag
    VPS Impulse,
    Anmeldung

Ausbildung

  • 2. Juli, Olten
    ASIP
    Aus- /Weiterbildung Stiftungsräte

  • 8. Juli, Zürich
    ASIP
    Praxisseminar: Aktuelle Rechtsfragen.
    Infos

  • 20. August, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Fachkurs Kapitalanlagen. 5x1 Tag.
    Infos

  • 21. August, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Fachkurs für Versicherungstechnik. 6x1 Tag.
    Infos

  • 24.-26. August, Ermatingen
    KGP / ASIP
    1. KGP-Seminar 2009.
    Anmeldung

  • 26.-28. August, Ermatingen
    KGP / ASIP
    2. KGP-Seminar 2009.
    Anmeldung

  • 28. August / 4. September, Olten
    Fachschule für Personalvorsorge
    Seminar "Alternative Anlagen".
    Infos

 

Impressum

Herausgeber: Vorsorgeforum - www.vorsorgeforum.ch

Redaktion: Peter Wirth, E-Mail

Inserate: Gerne senden wir Ihnen unsere Insertionsbedingungen.

Abo: Wenn Sie diesen Newsletter abonnieren möchten, dann senden Sie bitte ein leeres Mail an: mail@vorsorgeforum.ch mit dem Wort "subscribe" in der Betreffzeile. Bitte keine anderen Mails an diese Adresse.

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Der Newsletter erscheint i.d.R. alle vierzehn Tage.

Das Vorsorgeforum: Das Vorsorgeforum wurde 1989 gegründet. Ihm gehören als Mitglieder an: private und öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrich-tungen, Organisationen der Sozialpartner, der Schweizerische Pensions-kassenverband, Pensionskassen-Experten, der Schweizerische Versicherungs-verband, die Bankiervereinigung, Dienstleistungsunternehmen und engagierte Private.