In the long run
Die aktuellen Meldungen machen deutlich: wir
haben in der Beruflichen Vorsorge ein kurzfristiges Problem,
nämlich wie die Unterdeckung überwunden werden kann und ein
langfristiges, wie der Leistungsanspruch mit den fundamentalen
Gegebenheiten des Kapitalmarkts in Übereinstimmung zu bringen
ist. Beides bereitet derzeit gleichermassen Kopfzerbrechen.
Martin Janssen weist seit geraumer Zeit auf die finanzielle
Überforderung der Kassen aufgrund der gesetzlichen Parameter und
warnt eindringlich vor einer "Aushöhlung der Kassen".
Bemerkenswerterweise hat jetzt der Beobachter seine Thesen
aufgegriffen und auf Basis der neusten Swisscanto-Zahlen die
beunruhigenden Konsequenzen der letzten Jahren mit ihrer tiefen
Performance dargestellt. Noch bemerkenswerter aber auch
folgerichtig ist, dass der Beobachter das Referendum gegen die
Anpassung des Umwandlungssatzes nicht unterstützt und den Mut
aufbringt, die unangenehmen Tatsachen auf den Punkt zu bringen.
Diese Anpassung ist ein erster und notwendiger Schritt in die
richtige Richtung und gleichzeitig der Lackmustest für unsere
Demokratie, nämlich für ihre Fähigkeit, sich den Realitäten zu
stellen, auch wenn es wehtut.
Peter Wirth
E-Mail

Beobachter:
Sie sind 60. Wie
sieht Ihre
persönliche
Altersvorsorge
aus?
Martin
Janssen:
Ich habe eine
eigene Firma und
werde so lange
arbeiten, wie
ich kann. In der
zweiten Säule
bin ich nur
obligatorisch
versichert.
Warum? Weil AHV
und BVG im
Prinzip der
Volksabstimmung
unterstehen –
und die Renten
letztlich vom
Volkswillen
abhängen. Das
Volk könnte ja
auch
entscheiden, das
Kapital der
zweiten Säule
umzuverteilen.
Wir stehen
mitten in diesem
Prozess.
Beobachter:
Jetzt malen Sie
aber ganz
schwarz.
Janssen:
Überhaupt nicht.
Die meisten
Pensionskassen
versprechen
heute eine Rente
auf der Basis
einer
fünfprozentigen
Verzinsung des
Sparkapitals.
Das ist nur
machbar, wenn
man das Geld
fast zu 100
Prozent in
Aktien anlegt.
Das birgt hohe
Risiken. Und die
tragen
ausschliesslich
die
Erwerbstätigen
und die
Arbeitgeber.
Beobachter:
Profitieren also
die Rentner auf
Kosten der
Erwerbstätigen?
Janssen:
Es wird im
grossen Stil
umverteilt. Die
neu gesprochenen
Renten sind
heute um 30 bis
40 Prozent zu
hoch. Das
Vorsorgesystem
wird so
ausgehöhlt.
Ausser es gibt
hohe Inflation.
Dann werden
umgekehrt alle
Rentner
schrittweise
enteignet, weil
ihre Rente jedes
Jahr weniger
wert wird.
Interview
Janssen im
Beobachter
Das
Schwerpunktthema der Schweizer
Personalvorsorge 5/2009 ist
aktuell und umstritten:
Alternative Anlagen für
Pensionskassen. Zum Thema
äussern sich u.a.: Michael
Brandenberger (Complementa),
Beat Philips und Kathrin Gerster
(Aluna), Daniel Manser (payoff),
Peter Billerbeck (Renaissance),
Georg Wessling und Christoph
Gort (Harcourt). Sie decken
weitgehend das Spektrum ab, das
heute unter dem Titel
“alternativ” gehandelt wird. Es
sind dies Hedge Funds, Private
Equity, Derivate etc. Wer
Antworten sucht auf die Frage,
ob überhaupt noch alternative
Anlagen oder jetzt erst recht,
wird hier zumindest Anregungen
finden.
Schweizer
Personalvorsorge
Les mauvais résultats des caisses
de pensions entraînent des diminutions de rentes
et le peuple en a marre. Il l’a fait savoir en
signant massivement le référendum Non à la
réduction du 2e pilier lancé par la gauche et
Unia. Coup de gueule du syndicaliste Aldo
Ferrari, secrétaire régional vaudois.
L’Illustré
LCP Libera
behandelt in der
neusten Ausgabe
ihrer
Schriftenreihe
“Horizonte” Nr.
34 das Thema
“Unterdeckung”.
Es wird
eingegangen auf
die
einzuhaltenden
Grundsätze, die
Wirkungen von
Massnahmen
anhand eines
Beispiels, die
Minder- und
Nullverzinsung
sowie die
Erkenntnisse aus
der Praxis. Die
Ausgabe kann von
der Website der
Libera
heruntergeladen
werden.
Libera Horizonte
Invoquant
l’accroissement
de notre
espérance de
vie, des voix
s’élèvent pour
réclamer un
abaissement des
taux de
conversion. Or
il suffit d’une
brève
rétrospective
pour révéler une
image
surprenante et
justifier un
ajustement à la
hausse, d’autant
plus si les
caisses de
pension
entendent
affirmer leur
raison d’être.
LeTemps
Attention: chute de tabous! Sur
le chantier à venir du 2e pilier
ils vont tomber de haut,
assommant sur leur passage les
doux rêveurs. La caisse de
pension de Georg Fischer a brisé
le premier en supprimant une
compensation du renchérissement
octroyée depuis moins de dix ans
à quelque 700 de ses retraités.
Pour l’heure, une indexation
versée pendant plus de dix
années et le montant nominal de
la rente calculé à l’heure de la
retraite restent des acquis
protégés par la loi.
L’Hebdo
Die
Versicherten der Bernischen
Lehrerversicherungskasse (BLVK)
verlangen, gleich behandelt zu
werden wie die Mitglieder der
Bernischen Pensionskasse (BPK).
Ohne Gegenstimme genehmigten die
70 anwesenden Delegierten im
Berner Rathaus den Vorstoss, den
Vertreter aus der Stadt Bern
eingebracht hatten. Sie
schrieben darin, bei den
Staatsangestellten gebe es im
Kanton Bern eine
Zweiklassengesellschaft.
Die
BLVK-Versicherten zahlten seit
2005 «massive
Sanierungsbeiträge», obwohl sie
an der schlechten Situation
ihrer Pensionskasse unschuldig
seien, während die Kasse der
anderen Staatsangestellten
geschont werde. Insbesondere
wollen die BLVK-Delegierten,
dass der technische Zinssatz bei
beiden Pensionskassen gleich
ist.
Die
Pensionskassen der bernischen
Staatsangestellten weisen beide
eine starke Unterdeckung auf.
Ende 2008 betrug der
Deckungsgrad bei der BLVK mit
ihren rund 22 000 Versicherten
73,5 Prozent. Bei der Bernischen
Pensionskasse mit ihren 32 500
Mitgliedern waren es Ende Jahr
87,3 Prozent.
Die
BLVK-Führung will den
technischen Zinssatz von heute 4
auf 3,25 Prozent absenken. Die
BPK möchte von 4 auf 3,5 Prozent
hinuntergehen. Entsprechende
Gesuche sind bei der bernischen
Regierung hängig. Der Leiter
BLVK-Kapitalanlagen, Theodor
Tillmann, sagte am Mittwoch im
Berner Rathaus, per 18. Mai habe
die BLVK im neuen Jahr eine
Rendite von plus 3,75 Prozent
erreicht - nach minus 14 Prozent
auf dem verfügbaren
Vorsorgekapital im Vorjahr.
BernerZeitung
In ihrem
Jubiläumsjahr
2008,
100
Jahre
Aargauische
Pensionskasse,
erzielte
die APK
eine
Performance
von
minus 16
Prozent
(Benchmarkrendite:
minus
17.6
Prozent).
Die
Wertschwankungsreserve
von 15
Prozent
reichte
nicht
aus, um
die
massiven
Kurseinbrüche
aufzufangen.
Die APK
weist
mit 92.9
Prozent
eine
Unterdeckung
aus. Die
aktuelle
Performance
im
laufenden
Jahr
erreicht
wieder
plus 1.5
Prozent.
Sie
verfügt
gemäss
eigener
Darstellung
“jedoch
mit rund
drei
Versicherten
pro
Rentner
über
eine
gesunde
Struktur
und
einen
langen
Anlagehorizont”.
Aus
heutiger
Sicht
kann sie
die
Unterdeckung
ohne
Sanierungsbeiträge
von
Arbeitgebern
und
Versicherten
beheben.
2008 war
die APK
nicht
nur
durch
die
aussergewöhnliche
Situation
an den
Kapitalmärkten
gefordert.
Mit der
Ausfinanzierung,
dem
Wechsel
vom
Leistungs-
zum
Beitragsprimat
und der
Umstellung
vom
einheitlichen
Vorsorgeplan
auf
arbeitgeberspezifische
Vorsorgelösungen
wandelte
sich die
APK
grundlegend.
Mitteilung
APK
Nach einem Expertengutachten und der
diesbezüglichen Forderung der Aufsichtsbehörden
macht sich der Regierungsrat für die Behebung
der Unterdeckung der LUPK stark, um die
finanzielle Situation der Pensionskasse
«baldmöglichst» zu stabilisieren. Ein rasches
Handeln sei angebracht, da sich sonst die
finanzielle Lage der LUPK weiter verschlechtern
würde. Dazu soll eine Vorlage verabschiedet
werden, zu der sich alle betroffenen und
interessierten Kreise im Rahmen eines
Vernehmlassungsverfahrens bis Ende Juli 2009
äussern können. Ende März 2009 lag der
Deckungsgrad bei 90,5%, wie es auf der Website
der LUPK
heisst.
Zisch
Der Regierungsrat hat
sich zum Ziel gesetzt, für die Sanierung
eine möglichst gerechte Opfersymmetrie
aller Beteiligten zu erreichen. Die
aktiven Versicherten sollen im nächsten
Jahr einen Sanierungsbeitrag von 0,5%
des versicherten Lohnes beisteuern. Ab
dem Jahr 2011 soll dieser Beitrag auf 1%
verdoppelt werden. Ferner müssen die
Versicherten vorübergehend mit einer
niedrigeren Verzinsung ihrer
Altersguthaben rechnen. Die
Arbeitgeberseite, also der Kanton Luzern
und die angeschlossenen Unternehmen,
sollen gemäss dem Vorschlag des
Regierungsrates ab 2010 einen
Sanierungsbeitrag von 1% leisten und
diesen ab 2011 auf 2% erhöhen. Die
Sanierungsbeiträge entsprechen
gesamthaft gegenüber den heutigen
Beiträgen einen vorübergehenden
Aufschlag in der Grössenordnung von 7,5%
im Jahr 2010, beziehungsweise 15% ab
2011. Sie dauern an, bis ein
Deckungsgrad von 100% erreicht ist.
Schweizer Magazin
Nachdem die Pensionskasse Georg
Fischer, Eigentümerin eines sechsstöckigen
Wohnhauses in Zürich Schwamendingen, am 2.
Oktober 2008 allen Mietern des Wohnhauses an der
Aprikosenstrasse 28 auf den Frühling 2009 hin
gekündigt hatte, ist ein Rechtsstreit entbrannt.
Das Haus sollte renoviert und die Wohnungen
später zu höheren Priesen wieder vermietet
werden. Nun hat sich die Pensionskasse mit den
Mietern aus der Aprikosenstrasse 28 gütlich und
aussergerichtlich geeinigt. Der geschlossene
Vergleich sieht vor: Die Kündigungen werden um
zwei Jahre bis zum 31. März 2011 aufgeschoben.
Bis zu diesem Zeitpunkt, das haben die Mieter im
Gegenzug zugesagt, werden sie sich eine neue
Wohnung suchen und das Haus verlassen. Somit
kann die Pensionskasse das Bauvorhaben, wenn
auch verzögert, weiterverfolgen.
Schaffhauser Nachrichten
Die Schweizer Pensionskassen legen die
Vorsorgegelder der Versicherten zu fast 40%
in Obligationen an. Die festverzinslichen
Wertpapiere gelten zwar landläufig als
sicher, bergen aber auch Verlustrisiken,
worauf an einem Anlass der
Obligationenkommission Schweiz hingewiesen
wurde. Die
NZZ hat am 22.5.09 darüber berichtet.
Unter den
Obligationen-Arten sei das Verlustrisiko in
der Vergangenheit wegen der längeren
Duration und der Zinsrisiken bei
«Eidgenossen» tendenziell am höchsten
gewesen, hiess es an dem Anlass gemäss NZZ.
Angesichts der in der Finanzkrise erfolgten
«Flucht in die Sicherheit» an den
Finanzmärkten sehen viele Marktteilnehmer
nun die Gefahr, dass sich eine
«Staatsanleihen-Blase» gebildet haben
könnte. Aufgrund ihrer sehr hohen Allokation
in Obligationen könnten den Pensionskassen
hier Verluste drohen.
Als weitere Entwicklung
hat das Diversifikationspotenzial von
Obligationen gegenüber Aktien seit 2005
deutlich abgenommen. Die Korrelation des
Obligationen-Barometers Swiss-Bond-Index
Gesamt gegenüber dem Swiss-
Performance-Index (SPI) lag 2004
beispielsweise bei einem Wert von knapp 0,5
und ist im März dieses Jahres auf rund 0,1
angestiegen. Bei einer Korrelation von +1
sind zwei Investitionen in ihrer
Wertentwicklung komplett gleichläufig; bei
einer Korrelation von 1 hingegen völlig
gegenläufig.
Der Optimismus auf den
Weltmärkten erreicht neue
Höhen: Laut der von Merrill
Lynch im Mai durchgeführten
Umfrage unter
Vermögensverwaltern sind
sieben von zehn Investoren
davon überzeugt, dass sich
die Weltwirtschaft innerhalb
der nächsten zwölf Monate
erholen wird. Michael
Hartnett, Co-Leiter der
internationalen
Investmentstrategie bei Banc
of America
Securities-Merrill Lynch
Research, sagte: "Der
Konsens hat sich von
apokalyptisch pessimistisch
hin zu widerwillig
optimistisch verlagert. Es
muss jedoch beachtet werden,
dass bei der Mittelzuteilung
Aktien immer noch
untergewichtet werden, was
darauf hinweist, dass sich
die Idee eines neuen
Bullenmarkts noch nicht
durchgesetzt hat." Insgesamt
nahmen 214 Fondsmanager, die
eine Gesamtsumme von 561
Milliarden USD verwalten, an
der weltweiten Umfrage vom
2. bis zum 8. April teil.
Insgesamt 181 Manager, die
356 Milliarden USD
verwalten, nahmen an den
regionalen Umfragen teil.
Die Umfrage wurde von Banc
of America Securities -
Merrill Lynch Research mit
Unterstützung des
Marktforschungsunternehmens
TNS durchgeführt
fondstrends
Die Konferenz der kantonalen
BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden erläutert in
einem Pressecommuniqué die empfohlene Handhabung
der neuen Teilliquidationsbestimmungen, welche
ohne Uebergangsfrist per 1.6.09 in Kraft treten.
Die revidierte BVV2 führt zu einer Überprüfung
der Teilliquidationsreglemente und in der Regel
auch zu einer Anpassung, weil die Mitgabe der
Schwankungsreserven auch bei Barabgeltung
zwingend ist. Angepasste Reglemente müssen
erneut durch die Aufsichtsbehörde genehmigt
werden (mit Verfügung).
Im Communiqué der Konferenz
wird dazu festgehalten: “Aufgrund der ohnehin
starken Arbeitsbelastung der
Vorsorgeeinrichtungen wie auch der
Aufsichtsbehörden infolge der Finanzmarktkrise
wird derzeit keine Anpassungsfrist von Seiten
der Aufsichtsbehörden her angeordnet.
Vorbehalten bleiben aktuelle Teilliquidationen
oder Spezialfälle aufgrund der entsprechenden
Umstände. Wir empfehlen den
Vorsorgeeinrichtungen aber, sich mit den
geänderten Bestimmungen auseinander zu setzen
und den Anpassungsbedarf ihrer
Teilliquidationsreglemente zu prüfen und die
erforderlichen Änderungen an die Hand zu
nehmen.”
Pressecommuniqué der Konferenz
Die Helvetia Versicherungen weist im
Kollektiv-Leben einen Betriebsgewinn in Höhe
von 15.4 Millionen Franken aus. Im der
Mindestquote (Legal Quote) unterstellten
Geschäft wurden 99.2 Prozent und im übrigen
Geschäft 90.2 Prozent der Erträge an die
Versicherten zurückgeführt. Die gesetzlich
vorgeschriebene Mindestquote wurde somit in
allen Bereichen übertroffen. Im
wirtschaftlich schwierigen Umfeld wurde eine
Performance auf den Kapitalanlagen von netto
1.26 Prozent erwirtschaftet. Den aktiv
Versicherten konnten Verzinsungen
(reglementarische Verzinsung zuzüglich
Zinsüberschüsse) von 2.95 Prozent im
BVG-Obligatorium und 3.25 Prozent im
Überobligatorium gutgeschrieben werden. Dazu
trägt laut Darstellung der Helvetia vor
allem die Bewirtschaftung des
Überschussfonds bei. Dieser wird in guten
Anlagejahren stärker gefüllt, damit auch in
schlechteren Jahren Überschussbeteiligungen
ausgeschüttet werden können.
Helvetia
Der Staat kann und soll zur Sicherung
der Renten keine Geburtenförderung
betreiben, meint der Ökonomieprofessor
Reiner Eichenberger. Die Schweiz leide
vielmehr unter dem Bevölkerungswachstum.
Dieses verursache der Gesellschaft
enorme Kosten.
NZZ:
Braucht die Schweiz mehr Kinder, um die
AHV zu retten?
Reiner
Eichenberger:
Auf keinen Fall. Aus sehr sorgfältigen
Untersuchungen im Auftrag des Bundes –
nämlich aus sogenannten
Generationenbilanzen – wissen wir, dass
heute im Durchschnitt ein Kind über sein
ganzes zukünftiges Leben gerechnet mehr
Leistungen und Transfers vom Staat
erhält, als es an ihn mit all seinen
Steuern und Abgaben bezahlt.
Wenn der Staat
also den Kindersegen nicht fördern soll,
wie kann er Kinder sinnvoll
unterstützen?
Es gibt aus Sicht der
Gesellschaft nichts Schlimmeres, als
wenn Kinder später nicht für sich selber
sorgen können. Deshalb soll man in die
geborenen Kinder investieren. Sie sollen
in geordneten Verhältnissen und
stressfrei aufwachsen können.
Was halten Sie von
der Idee, Kinderlosen höhere AHV-Abzüge
aufzuerlegen?
Nichts. Eine
Besteuerung der Kinderlosigkeit wäre ja
nur dann sinnvoll, wenn durch
Kinderlosigkeit Kosten für die
Gesellschaft entstünden. Das trifft aber
nicht zu. Die Kinderlosen sind nicht die
Bösen.
Interview NZZ
La
solidarité entre jeunes et personnes
âgées se fissure. Assurance-maladie,
AVS, 2e pilier: l’actuelle génération
passe à la caisse comme jamais. Thomas
Held, directeur d’Avenir Suisse, dénonce
les limites de notre système.
LeMatin: Le fait
est que les jeunes d'aujourd'hui se
sentent une génération sacrifiée...
Held: C'est vrai qu'ils le
sont. Je fais partie de la génération
qui a profité des largesses de notre
système social et qui en même temps a
mis à mal les marchés financiers.
Aujourd'hui tous les états ont créé
d'énormes dettes à cause de la crise et
cela se répercutera sur des
investissements que l'on ne fera plus
pour la jeune génération. Les jeunes
vont payer, mais il ne faut pas pour
autant stigmatiser les personnes âgées.
Evitons d'introduire un discours moral
sur des faits qui sont simplement
mathématiques.
LeMatin
Die Gesamtausgaben für die
Soziale Sicherheit stiegen 2007
auf 142,4 Milliarden Franken
(2006: 137,2 Milliarden
Franken). Teuerungsbereinigt
nahmen die Ausgaben pro
Einwohner um 1,8 Prozent zu.
Bedingt durch ein starkes
Wirtschaftswachstum hat sich die
Sozialausgabenquote
(Sozialausgaben im Verhältnis
zum BIP) 2007 um 0,4
Prozentpunkte auf 27,8 Prozent
verringert. Damit ist die Quote
seit dem Höchststand von 2004
(29,3%) zum dritten Mal in Folge
gesunken. Dies zeigen die
provisorischen Daten des
Bundesamtes für Statistik (BFS).
Gesamtrechnung
Am 27. September 2009 werden die Stimmbürger
über die Zusatzfinanzierung für die IV abstimmen
(,Bundesbeschluss über eine befristete
Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung
durch Anhebung der Mehrwertsteuersätze").
Anlässlich einer Medienkonferenz hat Bundesrat
Pascal Couchepin den Standpunkt des Bundesrats
erläutert. Die Dokumentation zur Vorlage ist auf
der Website des BSV abrufbar.
Dokumentation
The deficit at the federal agency that
guarantees pensions for 44 million Americans
tripled in the last six months to a record high,
reaching $33.5 billion, largely as a result of
surging bankruptcies among companies whose
pensions it expects it will soon need to take
over.The agency, the
Pension Benefit Guaranty Corporation, faced a
shortfall of just $11 billion as of October. The
combined effect of lower interest rates, losses
on its investment portfolio and rising numbers
of companies filing for bankruptcy produced the
jump in its projected deficit, officials said
Wednesday. Because the agency has $56 billion in
assets — most of which is invested in
Treasury bonds — it is not facing any
prospect of default in the short term, officials
said.
NYT
Der Gesetzgeber habe mit der
Einführung der zweiten Säule im
Pensionssystem, also den
Pensionskassen, "halb Österreich
zu Gefangenen gemacht," sagte
Alfred Noll, Anwalt für die
Pekabe, die Interessenvertretung
für Pensionskassenmitglieder. Er
will einen von 2600
Pekabe-Mitgliedern unterstützten
Antrag beim österreichischen
Verfassungsgerichtshof
einbringen. Dieser soll prüfen,
ob das Eigentumsrecht verletzt
wurde.
"Es gibt für
Pensionskassenberechtigte in
Österreich keine Möglichkeit,
ihre Ansprüche zu sichern oder
darüber zu disponieren," sagte
Noll. Er sprach sogar von einer
"Sittenwidrigkeit der Verträge",
die die Unternehmen mit den
Pensionskassen abschließen, von
denen im Endeffekt jedoch die
Mitglieder profitieren sollten.
Diese haben nach
österreichischem Recht keinen
individuellen Zugriff auf die
angesparten Mittel. "Die
Berechtigten aus den Verträgen
sind gezwungen, der Vernichtung
und Entwertung ihres
Pensionskapitals zuzusehen."
Wiener Zeitung
Veranstaltungen
-
10. - 11. juin,
Genève
VPS Verlag
Salon Prévoyance Professionelle Suisse.
Site
Internet
-
17. juin, Genève
Lusenti Partners
Performer Konferenzen und Workshops
Infrastruktur- und Immobilienanlagen.
Website
-
18. - 19. Juni,
Kt. Waadt
Konferenz der kant. BVG-Aufsichtsbehörden
Generalversammlung
-
19. Juni, Zürich
Sustainability Forum, WWZ Uni Basel, St. Gallen
Research Centre for Ageing
Tagung: Wie sicher ist unsere Vorsorge? Auswirkungen der
Finanzkrise auf das 3-Säulen-System.
Website
-
24. Juni, Bern
AWP
36. AWP-Tagung: Aktuelle Herausforderungen in der
BV.
Infos, Anmeldung
-
25. Juni, Zürich
Lusenti Partners
Performer Konferenzen
Infrastruktur- und Immobilienanlagen.
Website
Ausbildung
-
3. Juni, Luzern
AND Communication
PK-Rhetorik.
Info
-
5. / 12. Juni,
Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Grundausbildung für Stiftungsrat (Stufe 1).
Infos
-
17. Juni, Zürich
Mercer
Mercer BVG-Seminar 2009.
Infos /
Flyer
-
18. Juni, Zürich
Kammer der Pensionskassen-Experten
Weiterbildungsveranstaltung "Grundlagen der Stop
Loss-Rückversicherung" und "Internationale Vorsorgesysteme".
Website
-
18. Juni, Zürich
Credit Suisse
Brush up-Tag für Stiftungsräte.
Infos und Anmeldung
-
19. juin,
Lausanne
Chambre suisse des actuaires conseils
Journée de formation "Fondement de l'assurance Stop Loss" et
"Systèmes de pévoyance internationaux".
Website
-
18. - 19. Juni,
Unterägeri
Fachschule für Personalvorsorge
Ausbildung für Stiftungsräte (Stufe 2).
Website
-
23. Juni, Luzern
AND Communication
Pensionskassen und Medien - Professionell Auskunft geben.
Details
Impressum
Herausgeber:
Vorsorgeforum -
www.vorsorgeforum.ch
Redaktion:
Peter Wirth,
E-Mail
Inserate:
Gerne senden wir Ihnen unsere Insertionsbedingungen.
Abo: Wenn Sie diesen Newsletter abonnieren
möchten, dann senden Sie bitte ein leeres Mail an:
mail@vorsorgeforum.ch mit dem Wort "subscribe" in
der Betreffzeile. Bitte keine anderen Mails an diese
Adresse.
Wenn Sie von der Mailing List gestrichen werden wollen,
so senden Sie diesen Newsletter zurück mit dem Vermerk "remove"
in der Betreffzeile oder senden Sie ein
Mail.
Mitteilungen an die Reaktion bitte unter
info@vorsorgeforum.ch.
Der Newsletter erscheint i.d.R. alle vierzehn Tage.
Das Vorsorgeforum:
Das Vorsorgeforum wurde 1989 gegründet. Ihm gehören als
Mitglieder an: private und öffentlich-rechtliche
Vorsorgeeinrich-tungen, Organisationen der
Sozialpartner, der Schweizerische Pensions-kassenverband,
Pensionskassen-Experten, der Schweizerische
Versicherungs-verband, die Bankiervereinigung, Dienstleistungsunternehmen und engagierte Private.
|
|