Tabus und andere Unannehmlichkeiten
Die Schlagzeile im Blick löste Artikel in der
gesamten Schweizer Presse aus. "Erste Firma kürzt Renten, Tabu
gebrochen" hiess es landesweit. Ob es in der Tat die erste
Kürzung war, ist noch offen, jedenfalls war es die erste, welche
publik wurde. Das Vorgehen der PK von Georg Fischer hat grosse
Diskussionen ausgelöst. Bemerkenswert daran: während SP und Unia
in die übliche Empörungs-Rethorik verfielen, verfing dieses Mal
das Rentenklau-Schlagwort nicht. Auch der Gewerkschaftsbund fiel
auf seiner neuen Website
vor allem durch sein Stillschweigen zu den Vorgängen auf. Der
Artikel im Blick war objektiv formuliert und sachlich richtig.
Das zeigt: die Medien und eine grössere Öffentlichkeit sind sich
zunehmend bewusst: Pensionskassen-Leistungen können nicht
beliebig verordnet werden, sondern sind in hohem Masse abhängig
vom Kapitalmarkt. Und bei schmerzhaften Entscheiden ist es -
zumindest im Notfall - auch angemessen, die Rentner
miteinzubeziehen.
Nicht überraschend
wurde in den Medien der Link gezogen zwischen den Entscheiden
bei GF und den Resultaten der Swisscanto-Umfrage 2009. Diese hat
wiederum eine Fülle von Details über Struktur, Leistungen und
Anlagen der Pensionskassen zu Tage befördert. Beachtung fanden
aber vor allem die Angaben über die mittelfristig erzielten
Renditen. Auch unter Ausschluss des Katastrophen-Jahres 2008
reichen sie bei der Mehrheit der Kassen nicht aus, die
gesetzlich definierten Leistungen zu finanzieren. Die Folge ist
eine verdeckte und deshalb nur schwer zu berechnende
Umverteilung zwischen Aktiven und Rentnern.
Während aber das
Faktum in Fachkreisen nur mit grosser Zurückhaltung behandelt
wird, in der Presse findet es zunehmend Beachtung. Charlotte
Jacquemart hat in ihrem Beitrag in der NZZ am Sonntag auf den
Zusammenhang mit dem Umwandlungssatz hingewiesen, und sie
beschreibt die durch die überhöhten Sätze erzwungene
Kompensation im überobligatorischen Teil. Auch für Werner
Vontobel vom SonntagsBlick ist die damit ausgelöste Umverteilung
ein Thema. Und natürlich ist sie für die bevorstehenden
Abstimmung über das UWS-Referendum von erheblicher Bedeutung.
Wer die Idee vom "Generationenvertrag" ernst nimmt, darf nicht
darüber hinwegsehen. Ein Vertrag, bei dem das Kleingedruckte
nicht transparent gemacht wird, ist das Papier nicht wert, auf
dem er steht.
Peter Wirth
E-Mail

In der
NZZ am Sonntag befasst sich
Charlotte Jacquemart mit dem
Thema Rendite und
Umwandlungssatz auf Basis
der Ergebnisse der neusten
Swisscanto-Umfrage. Diese hat
gezeigt, dass in umhüllenden
Kassen der Umwandlungssatz
bereits heute den Stand erreicht
hat, der mit der vom Gesetzgeber
beschlossenen Gesetzesrevision
anvisiert wird (und über den die
Stimmbürger erst noch zu
entscheiden haben).
Sie schreibt:
“Die Kassen bedienen sich dabei
eines buchhalterischen Tricks:
Weil die meisten Arbeitnehmer in
der zweiten Säule einen
obligatorischen und einen
überobligatorischen Spartopf
haben - der vom Bundesrat
verordnete hohe Satz gilt nur
für das Obligatorium -, senken
die Kassen den Satz im
überobligatorischen Teil einfach
so stark, dass sie im
Durchschnitt einen nachhaltig
finanzierbaren Satz erhalten.
Das ist wichtig: Mit jedem
Neurentner, der heute mit
überhöhter Rente in Pension
geht, wird die Umverteilung von
Jung zu Alt weitergeführt. Bei
Kassen, die in weiser
Voraussicht schon vor längerem
die Umwandlungssätze gesenkt
haben, hat der Deckungsgrad
selbst im schlimmsten aller
Anlagejahre 2008 nicht so stark
gelitten.”
“Welche
«Verluste» diese Umverteilung
zwischen den Generationen für
die aktive Arbeitnehmerschaft
zum Beispiel im Jahr 2008
bedeutet haben, weiss niemand so
genau. Wer bei den Kassen
nachfragt, kriegt keine einfache
Antwort und schon gar nicht eine
simple Zahl. Einige ausgewählte
Beispiele (Tabelle) illustrieren
immerhin, wie hoch die
Jahresverluste 2008 waren und
wie ungleich die Belastung in
Kassen mit hohen Rentneranteilen
ausfällt.”
Werner Vontobel schreibt im Sonntags-Blick unter
dem Titel “Die ganz grosse Enteignung” zu den
Resultaten der
Swisscanto-Studie: “Unser Rentensystem
steckt in einer tiefen Krise. Die
Pensionskassen sind gezwungen, Renten zu
zahlen, die sie nicht finanzieren können. Dazu
bräuchten sie gut 4,5 Prozent Rendite. Im
Schnitt der letzten acht Jahre erzielten sie
aber je nach Quelle nur 0 bis 1 Prozent.
Praktisch haben damit die aktiven Arbeitnehmer
rund ein Viertel ihrer BVG-Beiträge unfreiwillig
den Rentnern überwiesen.”
“Wie gut müssen wir das Geld
anlegen, damit die Kassen wieder gesund werden?
Erkenntnis: Bei einem Ertrag von 4,8 Prozent ist
bis 2013 alles wieder im Lot. Aber das sind
Luftschlösser. Die Pensionskassen können nur
dann nachhaltig Renditen von 5 Prozent erzielen,
wenn entweder die Inflation über 3 Prozent
klettert, oder die Profite wieder deutlich
schneller steigen als die Löhne – bis zum
nächsten Crash. Von beiden Übeln ist das zweite
das weitaus grössere.”
Blick Vontobel
La question est sensible: elle
touche aux rentes. Elle est
aussi incertaine, car la réponse
dépend de la prévision du
rendement des placements des
caisses de pension sur les
marchés. Ajoutez à cela le
traumatisme d’un krach boursier,
d’une récession brutale et de
mesures d’assainissement dans de
nombreuses caisses de pension:
la votation sur la réduction de
6,8% à 6,4% du taux de
conversion de la loi sur la
prévoyance professionnelle (LPP)
sera passionnée.
LeTemps
Den Pensionskassen fehlen rund 60
Milliarden Franken. Die berufliche Vorsorge
steht vor einer Zerreissprobe. BILANZ zeigt die
Gründe und mögliche Lösungen.
Bilanz
Der Börsencrash des Jahres 2008 ist
auch an der Pensionskasse der Novartis nicht spurlos
vorüber gegangen, aber die Folgen sind weitaus moderater
als bei vielen anderen Vorsorgeeinrichtungen. Der
Deckungsgrad ging gemäss BVV2 von 128 auf 112 Prozent
zurück, nach der “konservativen” Definition der Kasse
von 110 auf 100 Prozent. Das ist nicht mehr ganz so
komfortabel wie auch schon, aber im Vergleich mit dem
Durchschnitt der Vorsorgeeinrichtungen immer noch
beruhigend. Auch die Performance kann sich mit einem
Minus von 8 Prozent sehen lassen, insbesondere mit Blick
auf die Asset Allocation mit 21 Prozent Aktien und 8
Prozent alternativen Anlagen. Die Kasse zählt rund
30’000 Versicherte und weist ein Vermögen von über 12
Mrd. Franken auf.
Jahresbericht mit den wichtigsten Angaben
Die Pensionskasse pro
orientiert über ihr Geschäft 2008
und hält u.a. fest: “Die Zahl der
angeschlossenen Unternehmen stieg
2008 um 23,5 % auf über 5000 und die
Anzahl der Versicherten um 22 % auf
gut 28’000. Der Deckungsgrad der
Stiftung Pensionskasse pro beträgt
91,0 % (Vorjahr 100,4 %). Der
durchschnittliche Deckungsgrad der
Vorsorgewerke liegt bei 92,2 %
(Vorjahr 101,8 %).
Als Beitrag zur
Sanierung der Unterdeckung hat der
Stiftungsrat im Herbst 2008 ein
Zinsmodell eingeführt, nach welchem
sich die Verzinsung der
Altersguthaben nach der Höhe des
Deckungsgrades richtet. Mit einem
Deckungsgrad unter 97,5 % ist eine
Minder- oder Nullverzinsung (im
Anrechnungsprinzip) möglich. So
bestimmt der Stiftungsrat jeweils im
Dezember auf Grund einer Prognose
des Jahresergebnisses den Zinssatz
für das Abschlussjahr. Für das
Geschäftsjahr 2009 gilt der
Vorjahreszins als provisorischer
Zinssatz (1,75 %). Der
Geschäftsbericht 2008 ist auf der
Internetsite
www.pkpro.ch abrufbar.”
Mitteilung PK pro
Mit einer Jahresperformance von - 10.9% auf dem
Gesamtvermögen erzielte die Pensionskasse
Basel-Stadt (PKBS) nach eigener Einschätzung
“angesichts der Finanzmarktkrise ein im
Quervergleich gutes Ergebnis.” Gemessen an der
benötigten Rendite führten die Wertveränderungen
der Aktien jedoch zu einem grossen (Buch-)Verlust,
sodass der Deckungsgrad um rund 14% gesunken
ist. In dieser Situation sind
Sanierungsmassnahmen zu ergreifen.
Im Rahmen der Einführung eines
neuen Pensionskassengesetzes per 1.1.2008 wurde
die PKBS auf einen Deckungsgrad von 100%
ausfinanziert (Bereiche Staat und Universität
Basel). Das Vermögen der PKBS beträgt per
31.12.2008 CHF 8.2 Mia. Vergleiche mit dem Stand
per 31.12.2007 sind nicht aussagekräftig, da per
1.1.2008 ein Mittelzufluss von ca. 1.5 Mia.
erfolgte (Ausfinanzierung Staat und Universität
auf 100%). Die Betriebsrechnung 2008 zeigt bei
einem Vermögensertrag von CHF - 1.0 Mia. einen
Verlust von CHF 1.4 Mia.
weiter
Am 12.05.2009 hat die Delegiertenversammlung der
Pensionskasse des Bundes
Publica die Arbeitnehmervertretung in deren
Kassenkommission gewählt. Die Kassenkommission
ist das oberste Organ von Publica. Sie übt die
Leitung sowie die Aufsicht und Kontrolle über
die Geschäftsführung aus. Sie verfügt über 16
Mitglieder und ist paritätisch zusammengesetzt
(je 8 Mitglieder, die Arbeitnehmer und
Arbeitgeber vertreten).
Publica Mitteilung
Les transports publics VMCV sont dotés d’une caisse de retraite
au taux de couverture en chute libre. Conséquence, leur
propriétaire, les dix communes de la Riviera, devront bourse
délier à hauteur de 3 millions.
24heures
Watson Wyatt hat
den Performancevergleich per
31.3.2009 der Anlagestiftungen
publiziert. Erfasst wurden 14
Anlagestiftungen und 7
Immobilienstiftungen. Die
Anlagestiftungen weisen ein
Gesamtvermögen von 60,6 Mrd.
Franken auf (gegenüber 31.12.08
minus 1,8%). Marktführer sind
die CS (15,8 Mrd.) und
Swisscanto (14,2 Mrd. Franken).
Bei den Obligationen CHF Inland
(aktiv) ergibt sich für das 1.
Quartal ein durchschnittliches
Plus von 0,9 Prozent, für 12
Monate von 7,3 Prozent. Aktien
Schweiz (aktiv) erzielten im Q1
–9,5, über 12 Monate –30,9%. Der
Durchschnitt über 5 Jahre liegt
bei –0,8%, über 10 Jahre bei
–1,7%. Die Differenzen zwischen
den einzelnen Anbietern sind
auffallend gering. Die Zahlen
für Aktien Ausland (aktiv)
lauten: Q1: –3,4%, 12 Monate
–36,3%.
Detaillierter
Bericht
Ethos
schreibt in einer Mitteilung: “Die von Ethos
und acht öffentlichen Schweizer
Pensionskassen bei den fünf grössten
Unternehmen gestellten
Say-on-Pay-Aktionärsanträge trugen Früchte:
Vier der fünf Unternehmen (ABB, Credit
Suisse Group, Nestlé et UBS) unterziehen die
Vergütungen einer Abstimmung der
Aktionärinnen und Aktionäre. Bei diesen
Unternehmen konnte Ethos den
Say-on-Pay-Antrag zurückziehen. Einzig
Novartis ging nicht auf das
Aktionärsanliegen ein und empfahl, den
Aktionärsantrag abzulehnen. Allerdings
stimmten 31 Prozent der Novartis-Aktionäre
für den Ethos-Antrag: ein deutliches Zeichen
an die Adresse des Verwaltungsrats.”
Ethos
Ethos steigt
ins Private-Equity-Geschäft
ein. Zusammen mit dem
Vermögensverwalter
Unigestion lanciert die
Pensionskassenstiftung einen
Dachfonds. Dieser ist auf
Umwelt- und
Nachhaltigkeitsinvestments,
schreibt Cash.
Weiter
heisst es: Hanspeter Bader,
Chef für Private Equity bei
Unigestion, will für den
Dachfonds zunächst 250
Millionen Dollar einsammeln.
Bei einer Eintrittshürde von
7,5 Millionen Dollar kommen
hauptsächlich
institutionelle Investoren
in Frage. Erstmals
geschlossen wird der Fonds
im kommenden dritten
Quartal. Die ersten
Auszahlungen sollen in zwölf
Jahren geleistet werden.
Unter dem
Dachfonds will Bader 12 bis
15 Private-Equity-Fonds
sammeln, die alle nach den
von Ethos überprüften
Kriterien investieren. Das
heisst, in junge, innovative
Firmen mit Kapitalbedarf,
deren Technologien der
Umwelt in irgendeiner Form
nachhaltig nützen, vor allem
aber in solche aus dem
Bereich erneuerbare
Energien. Ein riesiger
Markt, der über Jahrzehnte
hinweg ein gigantisches
Entwicklungspotenzial
verspricht.
Cash
Europäische Pensionskassen
investieren zunehmend in nicht-traditionelle
Anlageklassen. Damit ist das Ziel verbunden,
die Portfolios stärker zu diversifizieren
und auf diese Weise die Risiken besser
steuern und kontrollieren zu können. 35
Prozent der Pensionskassen in
Grossbritannien und 60 Prozent der
Pensionskassen im übrigen Europa wollen neue
Anlageklassen in ihre Portfolios aufnehmen,
um die Anlagerisiken in Zukunft
erfolgreicher zu kontrollieren. Dies sind
die wichtigsten Resultate der aktuellen
Asset Allocation-Studie des
Beratungsunternehmens Mercer. Im Rahmen der
Studie wurden über 1.000 europäische
Pensionskassen mit einem Vermögen von
insgesamt 400 Mrd. Euro berücksichtigt.
Die Bankenkrise und der
Kollaps von Lehman Brothers haben das
operative Risiko, das mit der Anlage von
institutionellen Geldern verbunden ist,
deutlich gemacht. Institutionelle Anleger
schauen nun nach Wegen, um die Risiken, die
ihren Plänen innewohnen, in den Griff zu
bekommen. Dies soll in erster Linie durch
eine weitere Diversifizierung ihrer Anlagen
gelingen", erläutert Sven Ebeling, Leiter
des Bereichs Investment Consulting bei
Mercer in der Schweiz.
Über zwei Drittel der
Befragten haben bereits Überprüfungen der
Anlagestrategie im Jahr 2008 durchgeführt
oder planen diese für 2009. Fast 70 Prozent
haben ihre Exposition gegenüber
Gegenparteirisiken 2008 genauer unter die
Lupe genommen, über 50 Prozent ihr Cash
Management. Mehr als 70 Prozent wollen in
diesem Jahr ihre Programme bei der
Wertpapierleihe und 46 Prozent ihre
Transaktionskosten überprüfen. "Viele
Pensionskassen waren sich der zusätzlichen
Risiken, die mit ihren Securities
Lending-Programmen verbunden sind, nicht
bewusst" sagt Ebeling. "Sie werden diese
Programme in Zukunft genauer beobachten, um
unliebsame Überraschungen zu vermeiden."
Zusammenfassung Moneycab
/
Mercer Studie
Warum die beiden Basel vor
zehn Jahren einen eigenen Weg gegangen sind
und für die
Pensionskassen-Auskünfte einen
speziellen Verein gegründet haben (alle
anderen Auskunftstellen sind dem “Verein
für unentgeltliche Auskünfte für
Versicherte” angeschlossen), scheint sich
mittlerweile im Dunkel der Geschichte zu
verlieren. Tatsache ist, dass die Vereine
problemlos koexistieren, und die Basler nun
mittlerweile seit zehn Jahren für einen
bescheidenen Obolus von zehn Franken pro
Auskunft ihre Dienste den Versicherten von
Pensionskassen anbieten (während es die
anderen gratis machen). Vor allzu grosse
Probleme scheinen die rund 20 Fachleute, die
sich für die Beratung zur Verfügung stellen,
nicht gestellt zu werden und nur selten ist
eine vertiefte Abklärung notwendig. Seit
Beginn seiner Tätigkeit hat der Verein 460
Ratsuchenden weitergeholfen, im
Jubiläumsjahr waren es 56. Wichtigstes Thema
bildet der Leistungsanspruch, es folgen die
Freizügigkeitsleistungen und dann all das,
was sich nur unter “Diverses” zusammen
fassen lässt. Die Jubiläums-GV fand auf
Einladung der PK Novartis im architektonisch
beeindruckenden “Campus” statt, wo bei einer
Führung die Bauten der weltweiten
Architekten-Elite von Gehry bis Chipperfield
bewundert werden konnten.
Verein für Pensionskassen-Auskünfte
Aufgrund des Alterseinkünftegesetzes ist in
Deutschland bei der Besteuerung von
Altersbezügen ab dem VZ 2005 zwischen
Einzahlungen bzw. Auszahlungen aus der sog.
Basisversorgung einerseits und Einzahlungen
bzw. Auszahlungen aus anderen
Vorsorgeeinrichtungen zu unterscheiden.
Nachdem die OFD Karlsruhe
bereits im September 2007 mit einer Vfg.
ihre früheren Direktiven Thematik ergänzte
und darin erläutert hatte, was bei der
steuerlichen Behandlung von Ein- und
Auszahlungen in eine Schweizer Pensionskasse
ab dem VZ 2005 im Einzelnen zu
berücksichtigen ist, stellt die Behörde
jetzt eine Liste mit ca. 30 anhängigen
Klageverfahren zusammen, die hauptsächlich
die Einmalzahlung und den Vorbezug wegen
Wohneigentums zum Gegenstand haben (OFD
Karlsruhe, Vfg. v. 22.4.2009, S 225.5/161 A
- St 131).
News zum Steuerrecht
Der
Bundesrat hat per 1. Juni 2009 u.a. die Art. 27g
Abs. 2 und Art. 27h Abs. 1 und 4 BVV2 revidiert.
Mit dieser Revision wird die bundesgerichtliche
Rechtsprechung vom 9. Juni 2005 korrigiert,
wonach bei einer Überweisung der
Austrittsleistung in bar dem austretenden
Kollektiv keine Wertschwankungsreserven
mitzugeben sind. Das Amt für berufliche Vorsorge
und Stiftungen des Kt. Zürich orientiert auf
seiner Website über die Revision der
Teilliquidations-Bestimmungen.
Info Schreiben des Amtes
Der Stiftungsrat der
Pensionskasse
SBB hat den 46-jährigen Markus Hübscher zum neuen
Geschäftsführer gewählt. Hübscher folgt auf Rudolf Stampfli,
der Ende Oktober 2009 in Pension gehen wird. Als
Geschäftsführer ist Markus Hübscher verantwortlich für die
Führung der Kasse, die 57'000 Versicherte mit einem
Vorsorgekapital von gut 14 Mrd. Fr. hat. Markus Hübscher
tritt am 1. September 2009 in die PK SBB ein und übernimmt
auf 1. November 2009 die Gesamtverantwortung.
Alfred
Storck ist neuer Präsident des Stiftungsrats der
Avadis Anlagestiftung. Der frühere
stellvertretende Finanzchef und Leiter Finanzen
& Steuern des ABB Konzerns bringt wertvolle
Erfahrung in das Gremium ein. Er ist seit 2007
Mitglied des Stiftungsrats und Honorarprofessor
im Steuer- und Finanzbereich an der Universität
St. Gallen und hat verschiedene Lehraufträge an
den Universitäten Wien und Freiburg im Breisgau.
Der promovierte
Wirtschaftswissenschafter ist Mitglied im
Aufsichtsrat von ABB Deutschland und in
internationalen Steuergremien. Er löst Christoph
Oeschger als Präsident der Avadis Anlagestiftung
ab. Oeschger will sich stärker auf die Führung
der auf Pensionskassendienstleistungen
spezialisierten Avadis Vorsorge AG
konzentrieren, bleibt aber Stiftungsrat der
Avadis Anlagestiftung.
Mitteilung Avadis
Nach fünf Jahren mit positiven
Anlageergebnissen und einer Durchschnittsrendite
von 6,2 Prozent erlitt der AHV-Ausgleichsfonds
im letzten Jahr einen Anlageverlust von 4,85
Milliarden Franken, was einem Rückgang von 18,2
Prozent entspricht.
Vor diesem Hintergrund hat der
AHV-Ausgleichsfonds verschiedene Initiativen
ergriffen, wie Recherchen von
finews.ch
ergaben. So kontaktierte das Anlageteam kürzlich
den früheren Chefökonomen der UBS, Klaus
Wellershoff, um eine Zusammenarbeit im Rahmen
eines internen Investment-Komitees zu prüfen,
wie Eric R. Breval, Geschäftsführer des
AHV-Ausgleichsfonds entsprechende Angaben
bestätigte. Ein Entscheid sei jedoch noch nicht
gefallen.
finews
The life expectancy of the Dutch
population has increased much more than
initially forecast, the Actuarial Society (AG)
has suggested. Moreover, the rise of the
expected average age is also accelerating,
according to the AG which based its calculations
on figures from Statistics Netherlands (CBS).
The AG said men born between 2002
and 2007 are now likely to live almost four
months longer – to up to almost 77 on average –
compared to the recognised prognosis. In its
most recent prognosis against figures produced
at the end of 2008, the CBS has raised the
expected age for men who are born now from 81.5
years to 83.2 years, while women’s average age
is forecast to rise from 84.2 to 85.5 years.
IPE
Swisscanto hat die
Resultate
ihrer zum neunten Mal durchgeführten,
umfassenden Umfrage bei den schweizerischen
Vorsorgeeinrichtungen anlässlich einer
Tagung in Zürich präsentiert. Dabei wurden
aktuelle Daten zu Performance, Deckunsgrad
und Asset Allocation sowie über allfällige
geplante oder bereits eingeleitete
Sanierungsmassnahmen bekannt. Teilgenommen
haben 272 Pensionskassen mit einem
Vorsorgevermögen von 342 Mrd. Franken und
2,2 Mio. Versicherten.
In den vergangenen Monaten
wurde viel geschrieben über die Entwicklung
des Deckungsgrads und es wurden zahlreiche
und teilweise stark voneinander abweichende
Daten über das Ausmass der herrschenden
Unterdeckung bekannt. Swisscanto hat per
31.12.2008 wiederum neue Zahlen aufgrund der
Umfrage ermittelt. Sie gewinnt Aussagekraft
insbesondere im Vergleich mit den früheren
Umfragen, weil hier ein weitgehend
identisches Sample mit einer einheitlichen
Erfassungssystematik vorliegt.
Die Grafik zeigt konkret
auf, wie sich der Deckungsgrad der
Pensionskassen für rund 60 Prozent der
Versicherten entwickelt hat. Der Rückschluss
auf die Gesamtheit der Pensionskassen muss
mit Fragezeichen versehen werden. Die
kantonalen Aufsichtsämter gehen aufgrund
ihrer eigenen Umfrage weiterhin davon aus,
dass lediglich rund ein Drittel der Kassen
sich gegenwärtig in Unterdeckung befinden.
Ungenügende Renditen
Aufschlussreicher als die
Deckungsgradzahlen sind die Angaben über die
Renditen und die Entwicklung der Asset
Allocation. Nicht einmal 1% der
teilnehmenden Vorsorgeeinrichtungen
vermochte im Berichtsjahr eine positive
Performance zu erzielen. In absoluten Zahlen
sind es genau zwei. Ebenfalls zwei mussten
eine Einbusse von über 25% hinnehmen. Fast
die Hälfte der Vorsorgeeinrichtungen liegt
im Bereich von -10% bis -15%. Gesamthaft
beträgt der Durchschnitt -12,9% .
Beunruhigend sind insbesondere die
längerfristigen Durchschnitte. Während über
5 Jahre die durchschnittlich ausgewiesene
Performance noch in der Gegend von 2% oder
knapp darunter liegt, oszilliert sie für die
verschiedenen Grössenkategorien von
Vorsorgeeinrichtungen für 8 Jahre um 0%.
Einschränkend ist zu bemerken, dass in den
Zeitraum von 8 Jahren nicht nur der Crash
von 2008 fällt, sondern auch jener von
2001-2002. Die Kassen erzielten somit kaum
Kapitalerträge, mussten aber während der
gesamten Zeitspanne einen Mindestzins
zwischen 2,25% und 3,0% ausrichten. Dieses
unbefriedigende Rendement ist nicht allein
auf das “Annus horribilis” 2008
zurückzuführen. Die Durchschnittsrendite
über 8 Jahre betrug auch für den Zeitraum
2000-07 lediglich 2,9 Prozent und damit
deutlich weniger, als gemäss den gesetzlich
vorgegebenen technischen Parametern für die
Leistungserbringung notwendig wäre.
weiter /
Swisscanto
Pensionskassen-Studie

In einem Interview mit
NZZ Impulse äussert sich Peter
Bänziger, Leiter Asset Management
Swisscanto, zum Verhalten der
Pensionskassen in der
Finanzkrise, die Unterdeckung und
die eingeleiteten Sanierungsmassnahmen.
Kritisch kommentierte er die Kürzung von
Renten, wie sie kürzlich von GF
angeordnet wurde.
NZZ Impulse

Der Swiss Institutional
Survey ist eine halbjährlich durchgeführte
Online-Umfrage bei Schweizer
Vorsorgeeinrichtungen, die von Lusenti
Partners LLC in Nyon (VD) realisiert wird.
An der 12. Umfrage mit Stichdatum
31.12.2008, die im 1. Quartal 2009
durchgeführt wurde, nahmen 131 – zumeist
grosse – institutionelle Anleger mit einem
Gesamtvermögen von 167.7 Milliarden Franken
teil, was rund 30% des Gesamtvermögens der
2. Säule entspricht. Das durchschnittliche
verwaltete Vermögen der Teilnehmer liegt bei
1’280 Millionen, der Median bei 470
Millionen.
Die Schweizer
Vorsorgeeinrichtungen haben 2008 eine
durchschnittliche Performance von -13.35%
(nicht vermögensgewichtete Werte), bzw. von
-13.49% (vermögensgewichtete Werte)
realisiert. Keine der 131
Vorsorgeeinrichtungen, die an unserer
Umfrage teilgenommen haben, hat eine
positive Performance erzielt; die beste
Performance beträgt -4.2%, die schlechteste
-30.6%.
Die indikative Volatilität
der strategischen Asset Allokation der
Umfrageteilnehmer betrug 2008, berechnet auf
Grundlage repräsentativer Benchmarks und der
durchschnittlichen Allokation, 8.8%. Die
Volatilität der effektiven Asset Allokation
per Ende Jahr ist mit 7.4% weniger hoch und
bedeutet, dass die Teilnehmer ihr
Risikoprofil wesentlich reduziert haben, vor
allem gegen Ende des Jahres. Aufgrund der
Finanzkrise sind die Volatilitäten für das
Jahr 2008 um 25% höher als die langfristigen
Volatilitäten (über 20 Jahre). Das
Verhältnis Performance/Volatilität ist ein
risikoadjustierter Performanceindikator; er
ist 2008 stark negativ (-1.83), über eine
Periode von 3 Jahren jedoch positiv.
12. Institutional Survey
Der am 5.5.09 erstmals
publizierte Deckungsgrad-Index der Schweizer
Pensionskassen von Bilanz, Handelszeitung und
Stocks In Zusammenarbeit mit Lusenti-Partners
beruht auf dem Swiss Institutional Survey von
Lusenti Partners. Ausgewertet werden die nach
Vermögensgrösse gewichteten Daten von 107
Vorsorgeeinrichtungen mit einem Gesamtvermögen
von 132,2 Milliarden Franken. Der aktuelle
Indexstand wird quartalsweise auf Basis des
Pictet-Performanceindex BVG-25 mit einem
Aktienanteil von 25 Prozent sowie einem
technischen Zinssatz von 3,5 Prozent
hochgerechnet. Die älteren Indexangaben werden
gemäss den effektiven Umfrageergebnissen des
Swiss Institutional Survey von Lusenti Partners
nachgeführt. Nebst dem Hauptindex werden die
drei Unterindices privat-rechtliche
Pensionskassen, öffentlich-rechtliche
Pensionskassen sowie Sammel- und
Gemeinschaftsstiftungen geführt. Die
Lebensversicherungen mit Vollgarantie werden
nicht berücksichtigt.
Deckungsgrad nach Institutionen,
DG Entwicklung -
Handelszeitung
Der Crash hat Einkommen und
Vermögen von Pensionierten dezimiert. Die
Versicherungen reagieren darauf mit neuen
Rentenprodukten.
Thurgauer Zeitung
Die Einführung einer
Grundrente, die lediglich die physische
Existenz sichert, wäre eine Abkehr von der
jetzigen Sozialhilfepraxis. Entsprechend erfährt
sie Widerstand.
Schwierige Zeiten für radikale
Sozialpolitik (Schweiz, NZZ Online)
The combined deficit of 7,400 UK final salary
pension schemes narrowed to 188.5 billion pounds
($286 billion) in April on the back of rising
equity markets and gilt yields, data from the
Pension Protection Fund showed. The combined
deficit narrowed from 242 billion pounds at
end-March as buoyant stock markets boosted
pension scheme assets by 4 percent and higher
gilt yields reduced liabilities by 3.2 percent,
the PPF said in its monthly survey of UK schemes.
Total scheme assets rose 3.2
percent to 772.3 billion pounds during the
month, adding to a 3.5 percent increase in March
which took assets to 748.2 billion pounds, the
data showed. By the end of April 6,429 schemes
were in deficit, or 87 percent of the total,
compared with 6,637 at the end of March while
953 schemes were in surplus, up from 774.
The Guardian
Veranstaltungen
-
10. - 11. juin, Genève
VPS Verlag
Salon Prévoyance Professionelle Suisse.
Site
Internet
-
17. juin, Genève
Lusenti Partners
Performer Konferenzen und Workshops
Infrastruktur- und Immobilienanlagen.
Website
-
18. - 19. Juni, Kt. Waadt
Konferenz der kant. BVG-Aufsichtsbehörden
Generalversammlung
-
19. Juni, Zürich
Sustainability Forum, WWZ Uni Basel, St. Gallen
Research Centre for Ageing
Tagung: Wie sicher ist unsere Vorsorge? Auswirkungen der
Finanzkrise auf das 3-Säulen-System.
Website
-
24. Juni, Bern
AWP
36. AWP-Tagung: Aktuelle Herausforderungen in der
BV.
Infos, Anmeldung
-
25. Juni, Zürich
Lusenti Partners
Performer Konferenzen
Infrastruktur- und Immobilienanlagen.
Website
Ausbildung
-
28. Mai, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Fachkurs Rechnungswesen. 6x1 Tag.
Infos
-
3. Juni, Luzern
AND Communication
PK-Rhetorik.
Info
-
5. / 12. Juni, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Grundausbildung für Stiftungsrat (Stufe 1).
Infos
-
17. Juni, Zürich
Mercer
Mercer BVG-Seminar 2009.
Infos /
Flyer
-
18. Juni, Zürich
Kammer der Pensionskassen-Experten
Weiterbildungsveranstaltung "Grundlagen der Stop
Loss-Rückversicherung" und "Internationale Vorsorgesysteme".
Website
-
18. Juni, Zürich
Credit Suisse
Brush up-Tag für Stiftungsräte.
Infos und Anmeldung
-
19. juin, Lausanne
Chambre suisse des actuaires conseils
Journée de formation "Fondement de l'assurance Stop Loss" et
"Systèmes de pévoyance internationaux".
Website
-
18. - 19. Juni, Unterägeri
Fachschule für Personalvorsorge
Ausbildung für Stiftungsräte (Stufe 2).
Website
-
23. Juni, Luzern
AND Communication
Pensionskassen und Medien - Professionell Auskunft geben.
Details
Impressum
Herausgeber:
Vorsorgeforum -
www.vorsorgeforum.ch
Redaktion:
Peter Wirth,
E-Mail
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