KOMMENTAR
Die 80 Prozent-Lösung
National- und
Ständerat haben sich bei der Finanzierung der
öffentlich-rechtlichen Kassen auf einen minimalen
vorgeschriebenen Deckungsgrad von 80 Prozent geeinigt. Das ist
keine Überraschung und war schon lange voraussehbar. Das nicht
eben ambitiöse Ziel soll innert einem Zeitraum von 40 Jahren
erreicht werden. Auch das kein Zeichen von besonderem Ehrgeiz.
40 Jahre - ein ganzes BVG-Beitragsleben. Ob sich wohl anno 2052
jemand daran erinnern und überprüfen wird, ob auch alle
öffentlichen Kassen sich brav an die Vorgaben gehalten haben?
Und was, falls nicht?

Wichtiger als das
Deckungsziel und die Übergangsfrist ist die Tatsache, dass dem
verbreiteten finanziellen Schlendrian der öffentlichen Hände
wenigstens im Bereich 2. Säule (hoffentlich) ein Riegel gesetzt
wird. Anträge von Links, die Minimallösung noch weiter
aufzuweichen und gänzlich wirkungslos zu machen, blieben
glücklicherweise erfolglos. Wohin es führt, wenn
Staats-Pensionskassen nach belieben finanziert werden, ist
derzeit am Beispiel USA geradezu dramatisch abzulesen. Auf eine
Billion Dollar wird das Loch geschätzt, in welches die Vorsorge
von Millionen Destinatären abzustürzen droht. Das belastet die
Konjunkturerholung in den USA, weil es den Spardruck sowohl bei
den Staaten wie den Versicherten noch weiter erhöht.
Dies wie jenseits
des Atlantiks geben die Regierungen widerstandslos der
Versuchung nach, Versprechen auf Kosten künftiger Generationen
zu machen, tatkräftig unterstützt von allmächtigen
Personalverbänden und ihrer Lobby in den Parlamenten. Der jetzt
gefundene Kompromiss gibt hierzulande wenigstens eine Grundlage,
die übelsten Missbräuche bei den Pensionskassen zu verhindern,
bevor es zu spät ist.
Peter Wirth,
E-Mail
AKTUELL
Die beiden in der beruflichen Vorsorge tätigen
Unternehmen Prevas und Gewos rücken im Rahmen einer Nachfolgeregelung
bei der Prevas AG näher zusammen. Die von Georg Brönnimann
und Dr. Claude Stierlin gegründete
Prevas ist seit 1982 Anbieterin umfassender
Pensionskassen-Administration mit Expertentätigkeit. Der Unternehmung
angehängt ist die Prevas-Sammelstiftung. 2004 gegründet, hat die Gewos
heute ihre Schwerpunkte bei der externen Geschäftsführung, den
Veranstaltungen und Publikationen für Pensionskassen und wird von den
beiden Eigentümern, Viktor Ackermann und Lydia
Krauss, geleitet. Prevas und Gewos bleiben weiterhin
selbständig. Per 1. Oktober 2010 wird die Geschäftsleitung der Prevas
durch Viktor Ackermann erweitert, während Lydia Krauss die
Gesamtleitung
der Gewos übernimmt. Zur Gewährleistung eines optimalen Übergangs sind
Stierlin und Brönnimann in den kommenden Jahren weiterhin für die
Prevas
tätig.
Gewos AG
/ Prevas AG
Das
diesjährige Mercer Investment Symposium war mit “Investing in a
Two Speed World” überschrieben. Die zwei Geschwindigkeiten sieht
Mercer in den divergierenden Verhältnissen bei den entwickelten
Volkswirtschaften (geringes Wachstum, hohe Verschuldung,
Überalterung) und den Emerging Markets (geringe Verschuldung,
junge Bevölkerungsstruktur, hohes Wachstum). Um auf diese neue
Situation angemessen reagieren zu können, empfiehlt das
Beratungsunternehmen die Abkehr von der traditionellen
Kategorienbetrachtung und die verstärkte Ausrichtung nach der
Risikostruktur. Was aber die Pensionskassen derzeit vor allem
umtreibt, sind weniger solch globale Verschiebungen als vielmehr
die aktuelle Anlagemisere mit den rekordtiefen Zinsen. Das
jedenfalls wurde sowohl aus den Ausführungen der Praktiker als
auch im abschliessenden Panel deutlich.
Mercer Symposium (Docs)
MEDIEN
Der
Verlag VPS hat die erste Ausgabe eines Verzeichnisses
der Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen herausgegeben.
Für alle Unternehmen, die ihre Vorsorgesituation
überprüfen oder einen Wechsel ins Auge fassen, ein
höchst wertvolles Hilfsmittel mit allen wichtigen Infos
zu rund 30 unabhängigen Sammelstiftungen und 7
Sammelstiftungen von Versicherungen. Das Verzeichnis
wird ergänzt mit einer Check List, die beim Wechsel
eines Anschlusses abzuhaken ist.
VPS
“Den Schweizer Pensionskassen geht die
Luft aus. Gemäss einer Umfrage des Schweizerischen
Pensionskassenverbandes (ASIP) haben sie in den
vergangenen zehn Jahren auf allen Anlagekategorien im
Schnitt eine Rendite von 1,1 Prozent erzielt. Im
gleichen Zeitraum mussten sie ihren Versicherten den
gesetzlichen Mindestzins von durchschnittlich 2,9
Prozent gutschreiben. Folge: Die Altersguthaben der
künftigen Rentner steigen schneller als das vorhandene
Kapital. Doch es kommt noch schlimmer: Auf diesen
überhöhten Guthaben müssen die (meisten) Kassen
Jahresrenten von 6,8 Prozent auszahlen (6800 Franken
Rente pro 100000 Franken Sparkapital). Dazu brauchen sie
in Anbetracht der gestiegenen Lebenserwartung eine
Rendite von 4,9 Prozent viermal mehr, als sie effektiv
erzielt haben”, schreibt Werner Vontobel
im Sonntagsblick, und fährt fort: “Das kann
nicht aufgehen”.
P.W. Man erinnert sich, dass im
Frühjahr der Blick mit vollen Rohren gegen die Anpassung
des Umwandlungssatzes geschossen hat. Und wir kennen die
Konsequenzen dieser ach so versichertenfreundlichen
Haltung. Wie geht das zusammen mit obiger Jeremiade?
Artikel
Sonntagsblick
Laut einem Bericht des
TV-Wirtschaftsmagazins Eco verfügen die SBB über grosse
Reserven bei ihrem Immobilienbesitz, der für die
Sanierung der Pensionskasse genutzt werden könne.
Eco
Bruno Schletti
beschreibt in einem Artikel im “Tages-Anzeiger” den Trend vom
Leistungs- zum Beitragsprimat. Im Detail eingegangen
wird u.a. auf den Wechsel bei der PK der CS. Ausführlich
zitiert wird Roman von Ah, der den
Wechsel als Risikovermeidungsstrategie der Arbeitgeber
bezeichnet. Bei den öffentlichen Kassen mit
Leistungsprimat trägt das Risiko der Steuerzahler.
Artikel
PENSIONSKASSEN
“HR Today” widerspricht dem gängigen Vorurteil,
Temporärarbeit sei “prekär”. In einem Beitrag auf der Website werden
die
in der Schweiz geltenden Bestimmungen und die Vorteile der
Temporärarbeit dargestellt, welche von vielen Arbeitnehmern gezielt
gewählt werde und für eine Mehrheit den Übergang zu einer
Festanstellung
biete. Dabei wird auch auf die Vorsorgeeinrichtung des
Branchenverbandes
swissstaffing hingewiesen. “Punkto BVG sind die temporär Arbeitenden
zuverlässiger versichert als die meisten Schweizer Arbeitnehmenden:
Dank
ihrem häufig jungen Alter und ihrer in der Regel nur kurzen
Verweildauer
bei der Temporärarbeit tragen sie dazu bei, dass ihre Pensionskassen
bei
Top-Gesundheit sind. Die grösste Pensionskasse für temporär Arbeitende
ist jene des Branchenverbandes swissstaffing. Die Stiftung 2. Säule
swissstaffing zählt 14′750 Versicherte (Stichtagsbetrachtung). Davon
beziehen nur gerade 670 – also 4,6 Prozent – eine Rente. Eine solch
günstige Altersstruktur kennen nur wenige andere Pensionskassen in der
Schweiz.”
Weiter ...
Les mesures d'assainissement de la CIA,
principale caisse de prévoyance de l'Etat, ne sont pas
encore acquises. En effet, le SSP-VPOD, syndicat de la
fonction publique, lance un référendum interne contre
les modifications statutaires adoptées par l'assemblée
des délégués le 26 août.
Tribune
de Genève
KAPITALANLAGEN

Michael Ferber
beschäftigt sich in der
NZZ erneut mit den Datenbanken über Vermögensverwalter von
PPCmetrics und Ecofin. Wie Ferber schreibt, wird PPCmetrics ihre
Datenbank “fmbase.com” per 30.9.2010 abschalten. Die Vorwürfe
lauteten,
die Plattformen bildeten nicht das gesamte Asset-Manager- Universum
ab.
Zudem verwendeten die Pensionskassenberater nicht in ausreichendem
Masse
unabhängige Daten. Laut Dominique Ammann,
Partner bei PPCmetrics, wird der gesamte Auswahlprozess von PPCmetrics
neu gestaltet. Damit solle er für die Pensionskassen transparenter
werden und man wolle erreichen, dass keine Vermögensverwalter vom
Selektionsprozess ausgeschlossen seien.
Artikel
NZZ
PK-GESCHÄFTSFÜHRUNG
Im Rahmen einer Ausbildung zum MAS FH International
Accounting and Reporting an der Kalaidos Fachhochschule Schweiz
hat
Graziella Briccola eine Masterarbeit zum Thema “Pension Fund
Governance
aus der Sicht der Anspruchsgruppen” verfasst. Behandelt werden die
Fragen “Welchen Sinn und Zweck sehen die engeren Anspruchsgruppen
einer
Pensionskasse in der Regulierung durch Gesetz und Selbstregulierung
(Pension Fund Governance) und welche Bedürfnisse haben sie?”
Zur Ermittlung der Bedürfnisse wurden 240 Fragebogen an
die Anspruchsgruppen Arbeitnehmer/Rentner,
Stiftungsräte/Geschäftsführer
und Pensionskassenexperten/Revisoren verschickt. 59 % der
angeschriebenen Personen haben geantwortet und sind in die Auswertung
eingeflossen. Es wurden Fragen zu Einhaltung/Umsetzung der Pension
Fund
Governance, Transparenz, Interessenwahrnehmung, Aufgaben der Pension
Fund Governance, Sinn und Zweck der Pension Fund Governance,
Regelwerke,
Regulierungsdichte, Überprüfung der Einhaltung der Pension Fund
Governance und Interessenkonflikte sowie Mitspracherechte, freie Wahl
der Pensionskasse gestellt.
Als eines der Ergebnisse ist hervorzuheben, dass bei
keiner der Anspruchsgruppen die freie PK-Wahl eine Mehrheit findet.
Wahlmöglichkeiten werden im Bereich Anlagestrategie und Verzinsung
gewünscht. Keine Einigkeit besteht bei der Frage der Ueberregulierung.
Die Anforderungen im Gesetz werden als nachvollziehbar bezeichnet.
Zusammenfassung
der Umfrage
VERSICHERTE
Les mesures d'assainissement de la CIA,
principale caisse de prévoyance de l'Etat, ne sont pas
encore acquises. En effet, le SSP-VPOD, syndicat de la
fonction publique, lance un référendum interne contre
les modifications statutaires adoptées par l'assemblée
des délégués le 26 août.
Tribune
de Genève
GESETZGEBUNG
Die
Pensionskassen von Kantonen und Gemeinden müssen nicht innert 40
Jahren
voll ausfinanziert werden. Der Nationalrat ist dem Ständerat gefolgt
und
hat sich mit grosser Mehrheit für einen Deckungsgrad von 80 Prozent
ausgesprochen. Der Bundesrat hatte eine vollständige Ausfinanzierung
innert 40 Jahren vorschreiben wollen. Dies wäre für viele Städte und
Kantone mit hohen Kosten verbunden - vor allem in der Westschweiz.
Bei einer vollen Ausfinanzierung rechnen die Kantone
mit
Kosten von 31 Milliarden Franken, wie Marie-Thérèse Weber-Gobet
(CSP/FR)
ausführte. Sollen gar noch Schwankungsreserven aufgebaut werden,
rechnen
sie mit 100 Milliarden Franken. Der Bundesrat beziffert den Bedarf auf
24, respektive 50 Milliarden Franken.
Die Kantone hatte mit einem Referendum gedroht für
den
Fall, dass das Parlament dem Bundesrat folgt. Der Ständerat senkte
deshalb im März die Zielvorgabe auf 80 Prozent. Dem schloss sich der
Nationalrat am 15.9. 2010 nun an: Mit 106 zu 73 Stimmen folgte die
grosse Kammer dem Ständerat und lehnte einen Antrag aus den Reihen von
SVP und FDP ab, den Deckungsgrad auf 90 Prozent festzulegen.
Die vollständige Ausfinanzierung wäre zwar
theoretisch
«wünschenswert und richtig», sagte Hansjörg Hassler (BDP/GR). In
Anbetracht der hohen Kosten für die Kantone seien die 80 Prozent ein
«pragmatischer und gangbarer Kompromiss».
Selbst der Bundesrat rückte von seinem
ursprünglichen
Vorschlag ab und schloss sich den 80-Prozent an. Diese Variante sei
«die
vernünftigste», sagte Bundesrat Didier Burkhalter. Denn sie
berücksichtige sowohl die Kantone als auch das bundesrätliche Ziel,
die
Pensionskassen zu sichern.
Keine Chance hatten Anträge von Linken und Grünen,
die
von den Kantonen weniger finanzielle Opfer fordern und den
Deckungsgrad
auf 60 oder 70 Prozent festlegen wollten. Es sei fragwürdig, dass auch
die öffentlich-rechtlichen Pensionskassen immer stärker an die
Finanzmärkte gebunden werden sollten, hatte Paul Rechsteiner (SP/SG)
argumentiert.
Mit 99 zu 55 Stimmen abgelehnt wurde auch der linke
Antrag, für künftige Leistungsverbesserungen keine Ausfinanzierung zu
verlangen. In der Gesamtabstimmung wurde die Vorlage mit 125 gegen 39
Stimmen gutgeheissen. Sie geht mit wenigen Differenzen von geringer
Tragweite zurück in den Ständerat.
Basler
Zeitung /
NR Wortprotokoll
Der
Bundesrat ermöglicht den Freizügigkeitsstiftungen der beruflichen
Vorsorge, ihren Versicherten ab dem nächsten Jahr eine breitere
Angebotspalette für die Vermögensanlage anzubieten. Diese Marktöffnung
soll den Wettbewerb unter den Einrichtungen fördern, ohne dass die
Sicherheit für die Anleger zusätzlich tangiert wird.
Die Freizügigkeitsstiftungen verwalten Vorsorgekapital
von Versicherten der 2. Säule. Sie kommen insbesondere dann zum Zug,
wenn jemand z.B. eine Stelle verlässt, ohne eine neue anzutreten und
somit das gebundene Vorsorgekapital nicht an eine neue Pensionskasse
überwiesen wird.
Mit der Verordnungsänderung, die der Bundesrat
beschlossen hat, haben die Versicherten künftig mehr
Auswahlmöglichkeiten, wie sie ihre Freizügigkeitsgelder anlegen
möchten.
Bisher waren zusätzlich zum Kontosparen nur schweizerische
Kollektivanlagen (insbesondere Fonds) zugelassen. Neu dürfen die
Freizügigkeitsgelder auch in ausländische Fonds investiert werden,
welche die FINMA in der Schweiz zum Vertrieb zulässt. Ausserdem werden
Direktinvestitionen in bestimmte verzinsliche Anlagen wie Bundes- oder
Kassenobligationen zugelassen. Ebenso können die Stiftungen
Vermögensverwaltungsaufträge an Banken, Fondsleitungen,
Effektenhändler
und Vermögensverwalter von kollektiven Kapitalanlagen erteilen. Diese
unterstehen einer direkten und präventiven Aufsicht der FINMA.
Mitteilung
BS
PERSONELLES
(AWP) Bei AFIAA, der Anlagestiftung von Schweizer
Pensionskassen mit Fokus auf internationalen Gewerbeliegenschaften,
ist
es zu zwei Rücktritten im Stiftungsrat gekommen. In Zusammenhang mit
den
laufenden Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Zürich im Fall BVK ist
Daniel Gloor per Ende Juni 2010 von seiner Funktion
zurückgetreten, teilte die Stiftung mit.
Christoph Burckhardt habe das Gremium anlässlich der letzten
Stiftungsratssitzung vom 25. August über seinen Rücktritt auf Ende des
Geschäftsjahres per 30. September 2010 informiert, heisst es weiter.
Beide Stiftungsräte seien zu keiner Zeit mit
Investitionsentscheidungen
betraut oder in solche konkret involviert gewesen.
Thomas Schönbächler ist laut Mitteilung neues
Mitglied
des Stiftungsrates. Es handelt sich um den Chef der Zürcher BVK
Personalvorsorge des Kantons Zürich.
Mitteilung
AWP / AFIAA /
Artikel TA
In einem Artikel im Zürcher Oberländer schildert
Martin Hubatka (Allvisa) seine Tätigkeit im
Verein “BVG-Auskünfte”, den er vor 12 Jahren (mit-)begründete.
Artikel
Oberländer
RECHTSFRAGEN

Wie die
NZZ am Sonntag berichtet, hat das Bundesamt für
Sozialversicherung (BSV)
gegen Carl Helbling und Oskar Leutwyler
eine Strafanzeige eingereicht. Die Anzeige beruht gemäss Meldung
der NZZaS auf der unveröffentlichten Expertise des Basler
Anwalts Christoph Degen zu der Situation bei
der Sammelstiftung Gemini. Dies wurde von Corinne Bouvard von
der Oberstaatsanwaltschaft Zürich bestätigt: «Anfang der Woche
ist bei der Staatsanwaltschaft See/Oberland eine Anzeige des BSV
im Fall Gemini eingetroffen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun
die Anzeige.»
Michael Ferber
geht in einem
NZZ Artikel auf die Situation rund um die Vorfälle
bei der Gemini-Sammelstiftung ein und kommentiert die
Haltung des
BSV, das zwar eine Strafklage gegen Helbling
und Leutwyler eingereicht hat, den
Untersuchungsbericht des Basler Anwalts
Christoph Degen hingegen nicht publizieren
will. Zitiert werden zahlreiche an dem Fall
interessierte Fachleute.
Artikel
NZZ
Ein Leser hat sich beim
Rechtsberatungsdienst des Blick mit der Frage gemeldet,
ob seine Ehe ungültig erklärt werden könne, um nach
einer Scheidung eine Teilung der Ansprüche in der BV zu
vermeiden. Wenig überraschend bekommt er die Auskunft,
dass dies aussichtslos sei. Interessanter ist der
Verweis, dass die Teilung des PK-Guthabens eine
zwingende Bestimmung ist, welche auch nicht durch eine
Parteivereinbarung wegbedungen werden kann und auch
nicht durch einen Ehevertrag mit Gütertrennung. Da im
speziellen Fall der Mann bereits pensioniert ist, wird
das Gericht die Entschädigung festsetzen.
Artikel
Blick
Wer ehemalige UBS-Manager für ihre Sünden
in den Jahren 2008 und 2009 vor Gericht ziehen will,
muss bis 14. Oktober handeln. Dann läuft die Frist für
Verantwortlichkeitsklagen ab, schreibt der
Tages-Anzeiger.Weiter heisst es
in dem Artikel: “Die Geschäftsprüfungskommissionen (GPK)
von National- und Ständerat würden eine solche Klage
begrüssen. Mehr noch: Sie haben in ihrem Bericht von
Ende Mai den Bundesrat aufgefordert, dies zu
ermöglichen. Konkret riefen sie ihn in der viel
beachteten «Empfehlung 19» auf, die Voraussetzungen
dafür zu schaffen, dass die Eidgenossenschaft selbst
oder «Organe des Bundes mit eigener Rechtspersönlichkeit
als Aktionäre» gegen die UBS-Verantwortlichen vorgehen
könnten.
Die GPK dachten dabei an den
AHV-Fonds, die Bundespensionskasse Publica, die Suva
sowie die Pensionskassen von Post und SBB. Der Bundesrat
solle ihnen «die Übernahme des Prozessrisikos und der
Verfahrenskosten» garantieren.
Danach sieht es aber nicht aus: Der
Bundesrat und das für die «Empfehlung 19» zuständige
Bundesamt für Justiz haben bislang keinerlei Garantien
abgegeben. Laut übereinstimmenden Aussagen von
AHV-Fonds, Publica, Suva sowie den Pensionskassen von
Post und SBB hat man mit ihnen nicht einmal informell
das Gespräch gesucht. Auch gegenüber dem TA gibt sich
das Bundesamt für Justiz (BJ) wortkarg: Der Bundesrat
werde im Herbst zum GPK-Bericht Stellung nehmen, teilt
BJ-Sprecher Folco Galli mit. Mehr könne er nicht sagen.”
Tages-Anzeiger
/
Bericht GPK
BVK
Der Tages-Anzeiger berichtet über
neuste Erkenntnisse im Fall BVK.
TA
Zur politischen Aufarbeitung der
BVK-Korruptionsaffäre setzt der Zürcher Kantonsrat eine
Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) ein. Dies
hat auf Antrag der Geschäftsprüfungs- und der
Finanzkommission mit 162 zu 0 Stimmen beschlossen.
NZZ
AKTUARIELLES
Der
PK-Experte Willy Thurnherr von Mercer äussert sich im
Zusammenhang mit dem PK-Rating in einem Interview beim Tages-Anzeiger
zu
aktuellen Fragen der beruflichen Vorsorge. Konkret ging es dabei u.a.
um
den ökonomischen Deckungsgrad und damit verbundene Fragen der
Finanzierungssituation der Vorsorgeeinrichtungen. Auszüge aus
dem
Gespräch:“Herr
Thurnherr, was würde geschehen, wenn die Pensionskassen den
ökonomischen
Deckungsgrad berechnen und ausweisen müssten?
Würde man ohne Übergangsfrist wechseln, dann wären
die
Folgen dramatisch, besonders für Kassen mit vielen Rentnern. Es gibt
Pensionskassen, die mit einem technischen Zins von 3,5 bis 4 Prozent
rechnen. Dies entsprach den ökonomischen Gegebenheiten vor 10 bis 15
Jahren. Seither sind die Zinsen markant gefallen, und es ist keine
Trendwende in Sicht. Die Rentenverpflichtungen würden um 15 bis 25
Prozent steigen, wenn der Diskontsatz – zum Beispiel – auf 2 Prozent
festgesetzt würde. Eine Umstellung hätte enorme Auswirkungen auf die
Bilanzen von Pensionskassen.
Unsere Berechnungen zeigen, dass der
Deckungsgrad
der Teilnehmer am PK-Rating um 10 Prozentpunkte fallen würde. Ist dies
repräsentativ?
Im Durchschnitt, so schätze ich, würde eine
ökonomische Betrachtung sicher um 10, eventuell sogar um bis zu 20
Prozent des Deckungsgrads von schweizerischen Pensionskassen
reduzieren.
Damit würden ihre Verpflichtungen um mindestens 60 Milliarden Franken
zunehmen. Viele Pensionskassen würden auf einen Deckungsgrad von 80
bis
90 Prozent zurückgeworfen und müssten saniert werden.
Interview
TA
STATISTIK

Im Pensionskassen-Rating des
«Tages-Anzeigers» schwingt dieses Jahr die Pensionskasse
der Swiss Re obenauf. Seit sie mitmacht, befindet sie
sich unter den besten Vorsorgeeinrichtungen. «Die
Mitarbeiter freuen sich jeweils, wenn sie sehen, dass
sie sich in einer guten Kasse befinden. Das erleichtert
auch die Personalrekrutierung für den Konzern»,
begründet Brigitte Schmid,
Geschäftsführerin der PK Swiss Re, warum sie sich dem
einzigen, fachlich vom Beratungsunternehmen Mercer
begleiteten Vergleich stellt.
P.W. Das PK-Rating beruht auf der
Auswertung von 28 Kriterien, die in den Kategorien
Leistungen, Finanzierung und Performance zusammen
gefasst werden. Für jede Kategorie wird ein separates
Rating erstellt, dessen Ergebnis dann in die
Gesamtwertung einfliesst. Damit wird sicher gestellt,
dass der Komplexität der beruflichen Vorsorge und ihrer
vielgestaltigen Durchführung Rechnung getragen wird. Die
fachtechnische Unterstützung durch Mercer garantiert,
dass alle Aspekte und ihre komplexe Verflechtung
beachtet werden. ASIP-Präsident Christoph Ryter
bestätigt, dass das Rating "an Qualität gewonnen hat und
fachlich in der Berufsvorsorge-Welt akzeptiert ist".
Trotz dem grossen Aufwand, welcher von
Tages-Anzeiger und Erich Solenthaler als
verantwortlichem Redaktor geleistet wurde, haben sich
leider nur 28 Pensionskassen zu einer Beteiligung
durchringen können. Das ist schade, weil die
Untersuchung sowohl für die verantwortlichen Organe wie
auch die Destinatäre wichtige Informationen liefert und
die Transparenz markant erhöht. Dass die Kassen
überhaupt nicht vergleichbar wären, wie vielfach
behauptet, trifft nicht zu. Und dass es gute und weniger
gute Vorsorgelösungen gibt, wird wohl kaum jemand
bestreiten wollen. Der Tages-Anzeiger wird sich aber
überlegen müssen, wie die Teilnehmerbasis des Vergleichs
vergrössert werden kann, weil sonst trotz des guten
Konzepts das ganze Unterfangen unbefriedigend bleibt.
Beiträge zum PK-Rating im Tages-Anzeiger:
1,
2,
3,
4
Tages-Anzeiger
In der von Ernst & Young erstmals
durchgeführten Pensionskassenstudie 2010 senden die
Vorsorgeeinrichtungen eine klare Botschaft nach Bern:
Sie beurteilen den Einfluss der Politik auf ihr
Tagesgeschäft mehrheitlich als negativ. Dass
Handlungsbedarf besteht, ist den Kassen jedoch klar. Sie
zeigen beispielsweise Offenheit gegenüber einem
massgeschneiderten Solvenz- oder Stresstest, heisst es
in einer Mitteilung von Ernst & Young.
Das Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsunternehmen Ernst & Young hat im Sommer 2010
erstmals eine Umfrage durchgeführt und dazu 48
Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz mit
unterschiedlichem Profil befragt. Im Zentrum standen
Fragen nach der aktuellen Lage der Institutionen und
nach ihrer Strategie zur Bewältigung von
Herausforderungen wie tiefe Renditen, erhöhte
Lebenserwartung oder Reservedefizite.
Weiter ...
SOZIALVERSICHERUNG
Mit
dem Familienzulagenregister will der Bund dafür sorgen,
dass für das gleiche Kind nicht mehrfach Zulagen bezogen
werden können. Nachdem das Parlament das
Familienzulagengesetz (FamZG) entsprechend ergänzt hat,
hat der Bundesrat nun die nötigen Detailregelungen in
die Familienzulagenverordnung aufgenommen. Das Register
soll Anfang 2011 in Betrieb genommen werden.
Mitteilung
EDI
Die Eidgenössische Kommission für
Frauenfragen EKF lehnt die in der 11. AHV-Revision
vorgesehene Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre
ab. Im Prinzip ist die EKF selbstverständlich für eine
Gleichbehandlung der Geschlechter – das ist auch ihre
Aufgabe. Die EKF ist aber der Meinung, dass die Erhöhung
des Frauenrentenalters aus Gleichstellungsgründen nicht
zwingend ist, schreibt das EDI in einer
Medienmitteilung.
EDI
INTERNATIONAL
Netherlands’
ABP, one of the world's largest pension funds warned Friday that it
may
have to reduce pension payments and called on authorities to change
regulations, as historically low interest rates are making it
increasingly difficult for it to maintain guarantees under current
valuation rules. The pension fund also warned that higher life
expectancy will have a bigger negative impact than previously
expected.
Weiter ...
Public
pensions at the state and local level
are underfunded by more than $1 trillion; in many cities,
pension obligations will soon consume a quarter or more of the
annual budget — money that will be unavailable for parks,
libraries, street maintenance and public safety.
Part of the problem is that pension funds need
significant new financing to cover the growing number of
retirees. But the real issue is the lack of incentive to improve
pension performance. What we need, then, is a federal program
that combines stimulus with serious fund reform.
NYT
Last month, the 100 largest US corporate defined
benefit
pension plans lost $17 billion in assets and saw liability increases
of
$91 billion, resulting in a $108 billion decline in pension funded
status,
a study by Milliman revealed. ai5000
Texas saved
millions of dollars this year
after raising its retirement age
for future hires and barring
them from counting unused sick
leave in their pensions. More
savings will appear in coming
years. Rhode Island also raised
its retirement age for future
retirees last year, after being
told it could save $90 million
in the first year alone.
Actuaries have
been using the method for years,
it turns out, but nobody noticed,
in part because official
documents usually describe it in
language few can understand.
The technique
is fairly innocuous in normal
times, allowing governments to
smooth out their labor costs
over many years. But it becomes
much riskier when pension funds
have big shortfalls, when they
need several decades to pay down
their losses and when they are
cutting benefits for future
workers — precisely the
conditions that exist today.
NYT
Many
of America's largest pension funds are sticking
to expectations of fat returns on their
investments even after a decade of paltry gains,
which could leave U.S. retirement plans facing
an even deeper funding hole and taxpayers on the
hook for huge additional contributions.
The median expected investment
return for more than 100 U.S. public pension
plans surveyed by the National Association of
State Retirement Administrators remains 8%, the
same level as in 2001, the association says.
Weiter ...
TERMINE

Tagungen,
Versammlungen, Konferenzen
- 24. September, Luzern
AWP Soziale Sicherheit, Rehafirst,
PKRück
Praxisanlass für PKs mit
öffentlich-rechtlichen Anschlüssen,
Infos
- 29. September, Zürich
Swisscanto
Pensionskassen im Herbst 2010.
Mediengespräch.
- 6 octobre, Vevey
Vontobel
Séminaire institutionnel 2010: Gestion
obligataire - quo vadis.
Flyer
- 21. / 26. Oktober, Bern
Stiftungsaufsicht Bern
BVG-Seminar 2010.
Flyer
- 26. Oktober, Zürich
Zürcher Kantonalbank
Ausbildungszyklus für Pensionskassen,
Vertiefungsseminar.
Infos
- 26. Oktober, Luzern
Inst. für Rechtswissenschaft, Uni
St.Gallen
BVG-Tagung 2010: Aktuelle Fragen der
beruflichen Vorsorge.
Website
- 27. Oktober, Zürich
spn
3. Schweizer Pensions Leadership Forum.
Infos
- 4. November, Zürich
VPS
VPS-Impulse. Themen: Strukturreform /
Gerichtsentscheide.
Flyer
- 12. November, Baden
Gewos
6. Gewos-Tagung für Aus- und
Weiterbildung.
Infos
- 17. November, Lausanne
EPAS
Forum Epas.
Détails
Aus- und
Weiterbildung
- 19. Oktober, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Tagesseminar zur Aktualisierung (3).
Info
- 20. Oktober, Basel
Uni Basel
FinanceCompact, Seminar mit 8 Modulen
- 22./29. Oktober, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Grundausbildung Stiftungsrat (1).
Info
- 26. Oktober, Zürich
Zürcher Kantonalbank
Ausbildungszyklus für Pensionskassen,
Vertiefungsseminar.
Infos
- 3. / 27. November / 1.
Dezember, Zürich
Credit Suisse
Ausbildungszyklus für Stiftungsräte,
Grundausbildung.
Infos
- 4. November, Zürich
Kammer der Pensionskassen-Experten
Weiterbildungsveranstaltung
"Generationentafel" und "Leistungsmanagement
5./6. IV-Revision bzw. Haftpflicht für die
Organe einer Vorsorgeeinrichtung".
- 5. / 9. November, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Basisseminar berufliche Vorsorge.
Info
- 11. / 18. November
VPS
Pensionskassenführung für
Stiftungsräte.
Anmeldung
- 12 novembre, Lausanne
Chambre suisse des actuaires-conseils
"Table de génération" et "Responsabilité
civile des organes de l'institution de
prévoyance et Gestion de Cas suite à la 5/6
révision LAI".
- 24. November, Olten
Fachschule für Personalvorsorge
Governance Check für Stiftungsräte und
Geschäftsführer.
Info
- 2. / 3. Dezember, Unterägeri
Fachschule für Personalvorsorge
Führungsaufgaben und
Verantworltichkeiten der Stiftungsräte.
Info
Weitere Termine
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