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Die aktuelle Diskussion

Umwandlungssatz

 

Mit dem Bericht des Bundesrates zur Zukunft der 2. Säule läuft im Herbst 2011 die nächste Runde der Diskussion um die Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes an. Die Arbeitnehmer-Organisationen bringen sich bereits in Stellung.

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Strukturreform

Die Vernehmlassung zu den Ausführungsbestimmungen zur Strukturrevision in BVV1, BVV2 und der neuen ASV hatte heftige Diskussionen ausgelöst. Die schliesslich in Kraft gesetzten Bestimmungen aber wurden mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Verfolgen Sie hier die Entwicklung und laden Sie alle wichtigen Dokumente herunter.

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Nr. 207
Die neuste Ausgabe

BVG-aktuell Themen

Entries in Versicherte (317)

9:01AM

KPMG Blog: “PK Vorbezüge für Wohneigentum amortisieren”

imageAuf dem KPMG-Blog schreibt Beat Seger zum Wohneigentumserwerb mit PK-Mitteln: “In einer Zeit, in welcher sich Technologien exponentiell weiter entwickeln und globalisierte Einflussfaktoren Wertverständnisse in erhöhter Kadenz beeinflussen, ist davon auszugehen, dass davon auch die Halbwertszeiten von Immobilien betroffen sind.  Bereits heute sind Liegenschaften aus den 70er Jahren „out of date“ und nicht mehr „state of the art“ und für Wohneigentumstransaktionen nur noch in Ausnahmefällen geeignet. Gut denkbar, dass sich bis 2030 die Handelbarkeit individueller Wohneigentumseinheiten auf 20 Altersjahre reduziert haben wird. (…)

Es besteht die grosse Gefahr, dass das heute für Wohneigentum eingesetzte Vorsorgegeld durch einen Immobilienverkauf nicht mehr realisierbar sein wird. Die Fremdfinanzierung des heutigen Käufers wird bis zu seiner Pension auf rund 50% reduziert sein; das heisst, das Finanzierungsinstitut ist auf der sichereren Seite. Dieses wird zum damaligen Zeitpunkt in der Regel keine zusätzliche Finanzierung gewähren, da die Darstellung der Tragbarkeit schwierig sein wird. Das vorbezogene Vorsorgegeld steckt, nach heutiger Usanz, noch zu einem grossen Teil in der Immobilie und steht daher nicht für Ausgaben oder notwendige Investitionen im Alter zur Verfügung, zumal die Verkäuflichkeit der Immobilie zu einem adäquaten Preis in vielen Fällen nicht gegeben sein wird. (..)

Ein rational nachvollziehbarer und die Mehrheit gleichstellender Lösungsansatz kann derjenige sein, dass sämtliche seit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Wohneigentumsförderung bezogenen Vorsorgegelder bis zum Eintritt ins Pensionsalter inflationsbereinigt zurückzuzahlen, also zu amortisieren, sind. Dadurch kann ein Gleichstand mit den Nichtbezügern erreicht werden.”

KPMG

3:27PM

Sonntag: Zentralstelle hilft auf der Suche nach PK-Guthaben

Der Sonntag berichtet über die Tätigkeit der Zentralstelle, die verlorene oder verloren geglaubte Guthaben in der 2. Säule ausfindig macht. Im Artikel wird berichtet: “Die Zentralstelle wurde 1999 vom Bund gegründet. «Wir sind quasi ein modernes Heiratsvermittlungsinstitut », sagt Geschäftsführer Daniel Dürr. Jährlich gehen über 23 000 Anfragen ein. 2011 konnte die Zentralstelle 15 315 Übereinstimmungen von Anfragen und Kontomeldungen lokalisieren. Liegen gelassene Gelder sind aber auch nach der Pensionierung nicht verloren. Denn sobald eine Vorsorgeeinrichtung ein vergessenes Guthaben meldet, untersucht die Zentralstelle, an welche Adresse die Rentenzahlungen der ersten Säule erfolgen. Im Anschluss werden auch hier die kontoführende Einrichtung und die berechtigte Person informiert. Im Jahr 2011 konnten so rund 7000 Übereinstimmungen verarbeitet werden.”

 Artikel Sonntag

10:40AM

D: Ungedeckte Vorsorge-Ansprüche der Beamten

brd In den kommenden Jahren geht in Deutschland eine große Anzahl von Landesbeamten in den Ruhestand und hat Anspruch auf staatliche Pensionen. Jedoch ist für sie nicht ausreichend Vorsorge getroffen worden. Die Pensionen müssen aus den laufenden Haushalten getragen werden. Für manch Bundesland steht damit eine Mammutaufgabe bevor, schreibt der Deutschlandfunk. Auf die Steuerzahler rollt damit eine Kostenlawine zu, die es in sich hat, meint Heinz Wirtz, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Bundes der Steuerzahler: "Beamtenpensionen sind der neuralgische Punkt für alle Länderhaushalte in Deutschland. Es ist ja so, dass in den 70er-, 80er-Jahren eine Fülle von Beamten eingestellt worden ist, ohne dass eine nennenswerte Vorsorge getroffen worden ist in puncto Altersversorgung. Das heißt: Die Altersversorgung muss immer aus dem laufenden Haushalt finanziert werden. Und es liegen ja Berechnungen vor, dass die laufenden Zahlungen immer größer werden und demzufolge der politische Gestaltungsspielraum für den Gesetzgeber auch immer kleiner wird. Zumal ja auf der anderen Seite erschwerend hinzu kommt, dass auch die Zinsbelastung aus der Verschuldung immer mehr steigt."

Die Pensionszusagen zeigen das wahre Ausmaß der Staatsverschuldung in Deutschland auf. In einer Studie für die Hans-Böckler-Stiftung kommt Gisela Färber, Expertin von der Hochschule für Verwaltung in Speyer, zu dem Ergebnis: Würde der Staat jetzt schon ernsthaft Vorsorge bis 2050 treffen, müsste er dafür rund 970 Milliarden Euro zurücklegen - "und das", so Färber, "sei noch konservativ gerechnet. 970 Milliarden Euro entsprechen ungefähr der Hälfte aller deutschen Staatsschulden insgesamt!" Eine Zahl, mit der niemand konfrontiert werden will. Weder die Politik, die zurzeit mit vergleichbaren Summen dafür kämpft, das internationale Finanzsystem und ganz besonders den Euro zu retten.

 Deutschlandfunk

9:45AM

SGB: “Renten müssen steigen”

image

Lediglich eine Minderheit der Pensionierten verfügt über drei Säulen der Altersvorsorge: Leistungen aller drei Säulen beziehen 34 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen. Leistungen aus der AHV und der beruflichen Vorsorge erhalten 44 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen. Über 12 Prozent aller Rentner bezieht nur eine Rente aus der ersten Säule, bei den Rentnerinnen sind es sogar 38 Prozent, schreibt der SGB zur obigen Grafik.

An einer Medienkonferenz des Schweiz. Gewerkschaftsbunds hat Doris Bianchi, geschäftsführende Sekretärin, die Situation der Rentner in der Schweiz analysiert. “Bei der Generation Gold ist eines klar: Das Einkommen ist bei den Rentnerinnen und Rentnern weit ungleicher verteilt als bei den Erwerbstätigen. Die 10 Prozent mit dem höchsten Einkommen beziehen mindestens 7,5 mal mehr Einkommen als die 10 Prozent mit dem tiefsten Einkommen. Bei den Erwerbstätigen hingegen verdienen die 10 Prozent Bestverdienenden 2,7 mal mehr als die 10 Prozent Tieflöhner. Die soziale Ungleichheit spitzt sich im Alter zu. Ein Blick auf die Bundessteuer-Statistik zeigt, dass 50 Prozent der Pensionierten ein Einkommen unter 3‘500 Franken bezieht. Das mag für einen Einzelhaushalt noch reichen; aber ein Paarhaushalt kann davon kaum leben, so dass zusätzliche Leistungen – wie etwa Ergänzungsleistungen – nötig sind. Bereits aus diesen Zahlen ist ersichtlich, dass es nach wie vor zahlreiche Rentnerinnen und Rentner gibt, die eine dürftige Einkommenssituation aufweisen.”

Bianchi kommt zum Schluss: “Viele Rentner und Rentnerinnen führen ein Leben mit wenig Spielraum. Auch nach einem vollen Arbeitsleben vermag die Rente aus der ersten und zweiten Säule keinen würdigen Lebensabend zu garantieren. Die Lösung dieser Malaise kann nicht im Ausbau der Ergänzungsleistungen liegen. Diese sind zur Abdeckung von Erwerbsbiographien mit Unterbrüchen heranzuziehen. Der Schlüssel liegt bei in der Stärkung der AHV. Der SGB wird in diesem Jahr Modelle präsentieren, wie das Renteneinkommen aus der AHV erhöht werden kann. Die Frage der Rentenhöhe war während Jahrzehnten kein Thema. Dieses Jahr wird sie der SGB in den Vordergrund rücken.”

 Referat Bianchi

4:01PM

Swiss: Unzufriedenes Kabinenpersonal

imageDer Tages-Anzeiger berichtet über die Vorsorge bei der Swiss und die Unzufriedenheit des Kabinenpersonals mit den geltenden Regelungen. “Äusserst schlecht auf ihren Arbeitgeber zu sprechen sind derzeit viele Flugbegleiter zwischen 50 und 57 Jahren. Da das Kabinenpersonal mit 58 pensioniert wird, steht die Alterskategorie vor dem Austritt aus dem Erwerbsleben. Dieser Austritt wird für viele mit grossen finanziellen Einbussen verbunden sein. Wegen der Frühpensionierung kommen sie auf weniger Beitragsjahre; gleichzeitig muss ihre Rente länger reichen.

In den Gesamtarbeitsverträgen (GAV) 2002 und 2006 hatte die Swiss (wie zuvor die Swissair) zur Finanzierung der vorzeitigen Pensionierung, die von der Airline gewollt ist, eine einmalige Zahlung zugesichert, mit der auch eine AHV-Überbrückungsrente abgegolten war. Sie betrug bei Vollpensum und 22 Dienstjahren zwischen 186 480 und 279 720 Franken oder fast ein Drittel des Altersguthabens bei der Pensionierung. Im GAV von 2009 fehlt die Einmalzahlung. Laut der Gewerkschaft des Kabinenpersonals Kapers legte die Swiss das Geld aber in höhere Arbeitgeberbeiträge um; sie sparte also kein Geld. Die Summen reflektierten zudem eine Börsenlage, die es gar nicht mehr gibt.

Rund 300 Flugbegleiter haben sich im Verein Porfavor organisiert und wehren sich laut Angaben im Internet gegen die ersatzlose Streichung. Diese verursache in der Altersvorsorge vieler Flugbegleiter eine gravierende Lücke. Kapers hat für Porfavor unter 300 Betroffenen eine Erhebung durchgeführt. Laut Porfavor ergab sie, dass 80 Prozent der älteren Flugbegleiter bei der Pensionierung mit 58 eine Rente erhalten werden, die weniger als 60 Prozent des zuletzt erzielten Bruttolohnes beträgt. Ein Drittel der älteren Flugbegleiter erhält gar unter 50 Prozent des letzten Lohns.

Die Swiss steht mit der Mitarbeitergruppe Porfavor in Kontakt, verweist ansonsten aber auf den Gesamtarbeitsvertrag, der von der grossen Mehrheit des Personals angenommen worden sei. 2009 hatte die Zustimmung 76 Prozent betragen. Hannes Schläppi, Präsident des Vereins Porfavor, wollte den Stand der Gespräche mit der Swiss nicht kommentieren.”

 Tages-Anzeiger

4:01PM

TA: Schweizer Haushalte verloren in zehn Jahren 184 Milliarden

Der Tages-Anzeiger rekapituliert die Vermögenszahlen der SNB und schreibt: “Das verlorene Jahrzehnt kostete die Schweizer Haushalte 184 Milliarden Franken. Nur weil sie viel mehr sparten, wurden sie nicht ärmer.”

Erich Solenthaler hält fest: “Der stärkste Motor ist das Zwangssparen – also die berufliche Vorsorge. Die jährlichen Mittelzuflüsse (der Saldo von Beiträgen und Renten) in die Pensionskassen machen mit 29 Milliarden Franken den grössten Teil des Sparaufkommens aus. Besonders seit 2004 wuchsen die Beiträge dank der guten Beschäftigungslage kräftig.

Aber das obligatorische Sparen reichte den Schweizern nicht aus. Auch die Bankguthaben verzeichneten eine imposante Zunahme. Aktien dagegen verloren zunehmend an Bedeutung. Dies nicht nur wegen der Wertverluste; sondern auch weil Schweizer einen Teil der Dividendenpapiere verkauften. Das lässt aufhorchen, denn Bankguthaben sind defensive, für den Erhalt der Substanz geeignete Anlagen. Umgekehrt gelten Aktien als Ausdruck von Optimismus, Vertrauen in die Zukunft und Risikobereitschaft. Vergleicht man also die Kontostände und die Aktienquote, dann ergibt sich ein zuverlässiges Stimmungsbarometer für das Land.

Laut Nationalbank machen Aktien nur rund 6 Prozent des gesamten Vermögens aus. Rechnet man die in Fonds steckenden Dividendenpapiere dazu, so dürfte der Anteil 8 bis 9 Prozent betragen. Vor 10 Jahren waren es noch fast doppelt so viele. Offensichtlich ist da einiges an Mut und Zuversicht verloren gegangen. Umgekehrt schnellten die Guthaben bei Banken und Postfinance im gleichen Umfang auf nunmehr 17 Prozent hoch. Die Ansprüche an Pensionskassen und Versicherungen verharrten bei etwa einem Viertel des Gesamtvermögens. Aktien, Obligationen und Fonds beanspruchen je etwa 5 Prozent.”

 Tages-Anzeiger

6:47PM

“Pensionskassenstudie belegt Rentenklau”

aon-hewittGemäss einer Mitteilung von Aon Hewitt zur diesjährigen Ausgabe des Swiss Pension Fund Surveys  zeigt sich: Der Druck auf die Vorsorgeverpflichtungen steigt. Eine grosse Mehrheit der Pensionskassen hat nicht genügend Reserven zur angemessenen Deckung des Anlagerisikos, und das bei anhaltender Ungewissheit in Bezug auf die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die zunehmende Lebenserwartung sowie künftig zu erwartende tiefere Kapitalerträge zwingen die Pensionskassen gleichzeitig, ihre Reglemente anzupassen. Dies zeigt der Trend zur Senkung des Umwandlungs- sowie des technischen Zinssatzes und der steigende Finanzierungsbedarf der Kassen.

Die Konsequenz ist eine immer gravierendere Umverteilung der Kosten zwischen den Generationen. Die Pensionskassen verfügen jedoch kaum über genügend Mittel, um diese Entwicklungen zu finanzieren und die Senkung des technischen Zinssatzes abzufedern, wenn sie sich nicht bereits in Unterdeckung befinden. „Die politische Übersteuerung zentraler Parameter wie Umwandlungssatz, Rentengarantie und BVG- Mindestzinssatz führt zu einer starken Generationensolidarität. Das war aber bei der Schaffung des BVG nie die Meinung gewesen.  Für diese Solidarität ist klar die erste Säule vorgesehen“, sagt Werner Hertzog, Managing Director von Aon Hewitt Schweiz.

Tatsächlich aber werden gemäss Hertzog die Jungen heute gleich drei Mal zur Kasse gebeten: durch eine tiefere Verzinsung ihrer Altersguthaben, durch die Beteiligung an Sanierungsmassnahmen und durch die Senkung der Umwandlungssätze. Laut der Studie wird etwa eine schnelle, konsequente Senkung des technischen Zinssatzes auf Werte zwischen 3,0 und 3,5 Prozent erwartet. 40 Prozent der beteiligten Pensionskassen wenden heute allerdings einen technischen Zinssatz von 3,5 Prozent, 37 Prozent sogar von 4 Prozent oder höher an. Der durchschnittliche Wert liegt bei 3,58 Prozent, im Vergleich zu 3,72 Prozent in 2009 und 3,86 Prozent in 2007. Die Entwicklung der Anlageperformance zwischen 2006 und 2010 lässt hingegen über den gesamten Beobachtungszeitraum hinaus eine extrem hohe Volatilität und eine enttäuschende, durchschnittliche Performance von 1,6 Prozent erkennen. Diese deckt die Renditeanforderungen der Pensionskassen bei Weitem nicht.

Werner Hertzog sagt dazu: „Technisch ist nichts gegen die diskutierten Massnahmen einzuwenden. Es ist aber fraglich, wie lange die Jungen da noch mitmachen werden, denn de facto findet bei ihnen Rentenklau statt. Wenn wir uns diesem Problem nicht stellen, riskieren wir früher oder später das System BVG an sich.“

Aon Hewitt hat die Studie nach 2005 zum fünften Mal durchgeführt. Die Gesamtauswertung vergleicht die Leistungen der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen sowie deren Finanzierung. Spezifische Auswertungen oder Spezialstudien geben vertiefte Einblicke in der Positionierung einer Firma im Bereich der beruflichen Vorsorge beziehungsweise die eigene Konkurrenzfähigkeit.

 Mitteilung

5:06PM

SonntagsZeitung: Rentenklau bei den Jungen

Die SonntagsZeitung berichtet über eine Studie von Aon Hewitt, welche die Konsequenzen der geltenden technischen Parameter in der BV auf die jungen Beitragszahler zum Thema hat. Die SOZ schreibt: “In einer Studie, die der Sonntags- Zeitung vorliegt, kommt Werner Hertzog zum Schluss, dass die Jungen gleich dreifach zur Kasse gebeten und damit um ihre Renten gebracht werden: durch die tiefere Verzinsung der Guthaben, die Beteiligung an möglichen Sanierungsmassnahmen der Kassen und schliesslich durch die Senkung des Umwandlungssatzes. «Die jungen Erwerbstätigen werden deutlich tiefere Renten erhalten als die heutigen Pensionäre», sagt er.

Die jüngsten Finanzmarktturbulenzen, bilanziert er in seiner Studie, hätten den Vorsorgeeinrichtungen deutlich stärker zugesetzt als bisher angenommen. Dies verschärfe die Problematik, dass viele Kassen mit einem zu hohen technischen Zinssatz rechneten. «Würde der technische Zinssatz der heutigen Realität angepasst werden, wiesen noch deutlich mehr Pensionskassen eine Unterdeckung auf», sagt er.

Gemäss Hertzog sollte der technische Zinssatz von heute durchschnittlich 3,58 Prozent auf gegen 3 Prozent sinken. Doch viele Kassen wehren sich gegen diese Massnahmen. «Einerseits leben sie nach dem Prinzip Hoffnung und glauben daran, dass es bald zu einer Erholung an den Kapitalmärkten kommt. Anderseits haben die Kassen aber die Tendenz, den Arbeitgebern zu viel zu versprechen », sagt er. Denn bei einer Unterdeckung werden Sanierungsmassnahmen notwendig, die viel Geld kosten. «Damit wird die Lohntüte der Mitarbeiter kleiner, und die Unternehmen verlieren an Attraktivität am Arbeitsmarkt.”

 Artikel SonntagsZeitung

5:15PM

Privatvermögen: Nur Hausbesitz grösser als Vorsorge

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Das Reinvermögen der privaten Haushalte nahm 2010 um 74 Mrd. auf 2691 Mrd. Franken zu (+2,8%). Ausschlaggebend für die Zunahme waren die anhaltend hohe Spartätigkeit der privaten Haushalte sowie der weitere Anstieg der Immobilienpreise. Die Wechselkursentwicklung hingegen belastete die Vermögensentwicklung mit rund 25 Mrd. Franken.

Die Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionskassen nahmen um 28 Mrd. auf 830 Mrd. Franken zu (graue Linie). Der Hauptgrund für die Zunahme war, dass die Beiträge für die zweite Säule der Altersvorsorge die Leistungsbezüge übertrafen.

Die finanziellen Verpflichtungen erhöhten sich insgesamt um 30 Mrd. auf 682 Mrd. Franken. Die Hypothekarkredite, welche rund 90% der gesamten finanziellen Verpflichtungen der privaten Haushalte ausmachen, nahmen um 28 Mrd. auf 632 Mrd. Franken zu. Die Konsumkredite blieben stabil (15 Mrd. Franken). Die übrigen Kredite stiegen um 2 Mrd. auf 32 Mrd. Franken.

 Mitteilung SNB

9:28AM

Treuhänder: Herausforderungen bei der fairen Bewertung von Pensionsverpflichtungen

imageIn der aktuellen, wie auch in der kürzlich erschienenen, Fassung sieht IAS 19 die Bewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Barwert vor. Im Treuhänder 11/2011 geht Jan Nesemann (PwC) der Frage nach, was unter einem Fair Value von Pensionsverpflichtungen zu verstehen ist und welche Herausforderungen bei der Bewertung eingebetteter Garantien und Optionen bestehen. Sein Fazit: Die Bewertung von Pensionsverpflichtungen zum Fair Value ist komplex. Grund dafür ist die Tatsache, dass keine aktiven Märkte existieren, auf denen entsprechende Produkte gehandelt werden. Folglich müssten bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts (IFRS 13) aufwendige ökonomische Bewertungsmodelle zum Einsatz kommen. Die nach IAS 19 derzeit vorgeschriebene Methode bewertet die Verpflichtungen nicht zum beizulegenden Zeitwert. Aus Sicht einer fairen Bewertung wäre die Adaption ökonomischer Bewertungsmodelle wünschenswert. Aufgrund ihrer Vielfalt und Komplexität kann keinem der bestehenden Modelle eindeutig der Vorzug gegeben werden. Wenngleich die Umsetzung herausfordernd ist, könnte es bei der zukünftigen Entwicklung des IAS 19 ein sinnvoller Ansatz sein, sich durch eine Kombination von verschiedenen Modellen einer ökonomischen Bewertung anzunähern.

 Artikel Nesemann

11:02AM

D: Steuerjagd auf Senioren

Financial Times Deutschland berichtet über die lückenlose Erfahrung der Steuerdaten von Rentnern. “Die Jagd beginnt. Zumindest in Nordrhein-Westfalen. Dort hat das Finanzministerium die zweite Phase der Hatz auf betagte Steuerhinterzieher gestartet. Finanzbeamte zwischen Aachen und Bielefeld überprüfen ab sofort gezielt Rentner, die bislang keine Steuererklärung abgegeben haben. Weitere Bundesländer dürften in den nächsten Wochen nachziehen.

Denn sie alle können nun auf einen gewaltigen Datenschatz zurückgreifen. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) in Brandenburg an der Havel hat seit sechs Jahren akribisch Informationen von Renten- und Pensionskassen, Versorgungswerken und Lebensversicherern gesammelt. Die Behörde kennt jetzt jeden Ruheständler - und weiß, was er an gesetzlichen und privaten Renten kassiert.”

 FT Deutschland

5:48PM

BVK: Sorgen der Versicherten

Weil sie Angst um ihre Pensionskasse haben, wandten sich Tausende Angestellte des Kantons in einem offenen Brief an Regierungsrätin Ursula Gut. Sie fordern eine rasche Sanierung. Überreicht wurden die Unterschriften am Donnerstagnachmittag von den Vereinigten Personalverbänden VPV des Kantons Zürich. In den letzten Monaten hätten die VPV bei vielen Staatsangestellten eine immer grösser werdende Sorge um die Sicherheit der BVK festgestellt, schreiben die VPV in einer Mitteilung.

 Tages-Anzeiger / Offener Brief

3:37PM

Grenzgängerinfo 15

Die Grenzgängerinformation Nr. 15 (31.10.2011) befasst sich mit der rechtlichen und politischen Entwicklung bei der Behandlung der schweizerischen beruflichen Vorsorge durch die deutschen Fiskalbehörden. U.a. wird festgehalten: “Nachdem zu den Hauptstreitpunkten „Beiträge zur Schweizer Pensionskasse“ und „Bezüge aus dem Schweizer Pensionskassensystem“ Revisionsverfahren beim Bundesfinanzhof anhängig sind, liegen die Voraussetzungen vor, dass einschlägige Verfahren (Einspruchs- und Finanzgerichtsverfahren) „ruhen“ können. Unter Berufung auf die Gerichtsverfahren und das ergangene Urteil zur dänischen 2. Säule der Altersvorsorge  kann daher bezüglich der Besteuerung von Pensionskassenbeiträgen und –bezügen Einspruch eingelegt werden, verbunden mit dem Antrag auf ein „Ruhen des Verfahrens“.

Das Ergebnis einer Besprechung von CDU-Bundestagsabgeordneten mit hochrangigen Vertretern des Bundesfinanzministeriums kann dahingehend zusammengefasst werden: Es bedarf weiterer Argumentationshilfe der IG Pensionskasse für die Politiker, damit die Steuerverwaltung von ihren (zwischenzeitlich in neuen von der Oberfinanzdirektion Karlsruhe im August 2011 veröffentlichten Verfügungen) wiederholten unzutreffenden Ausführungen zum Schweizer Pensionskassensystem vor höchstrichterlichen Entscheidungen abrückt.”

Armin Schuster, Bundestagsabgeordneter aus Lörrach, hält an der Doppelstrategie fest, in Zusammenarbeit mit der IG Pensionskasse einerseits im politischen Berlin auf praktikable Lösungen zu drängen. Andererseits sollen auch die Schweizer Regierungsvertreter für das Thema sensibilisiert werden, da eine Lösung auch im Interesse der Schweiz ist. So übergab Schuster am Rande eines Fachgesprächs über das Doppelbesteuerungsabkommen am 22. Juni 2011 dem schweizerischen Botschafter Christoph Schelling, Staatssekretär für internationale Finanzfragen, ein Vorschlagspapier der IG Pensionskasse. Dieser zeigte sich ebenso interessiert an einer Lösung des Problems wie Peter Maurer, Staatssekretär im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), den Schuster am 4. Juli 2011 auf Schloss Beuggen/Rheinfelden traf. 2012 anstehende Nachverhandlungen des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz könnten Bewegung in die Sache bringen. Die IG Pensionskasse erarbeitet aktuell ein fundiertes Dossier mit konkreten Lösungsvorschlägen, das Schuster im Herbst 2011 dem Bundesfinanzministerium übergeben wird.”

 Grenzgängerinfo

3:11PM

'Baby boomers are very privileged human beings'

ukMore than 80pc of Britain’s £6.7trn in wealth is owned by baby boomers (those born between 1946 and 1964). Collectively, the country owns £2.6trn in shares and savings – and those aged 50 to 64 own £1trn of this. A third of the £1.8trn held in pension funds is owned by this age group (and a further quarter is owned by those aged between 45 and 50). And they own 40pc of the £2.5trn tied up in property. In fact, property has been such a staggeringly good investment for this generation that one in five baby boomers owns a second home.

As Will Hutton  pointed out: "Having enjoyed a life of free love, free school meals, free universities, defined benefit pensions, mainly full employment and a 40-year-long housing boom, [the baby boomers] are bequeathing their children sky-high house prices, debts and shrivelled pensions. A 60 year-old today is a very privileged and lucky human being."

 The Telegraph

8:29AM

NZZaS: Besteuerung bei Kapitalbezug

Die NZZ am Sonntag publizierte eine Liste der ASGA-Pensionskasse mit der Steuerbelastung in den Kantonen beim Bezug der Altersleistung als Kapital.

 NZZaS

11:46AM

Gebundene Vorsorge – was kann man bei den Steuern abziehen?

Bei der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) können in diesem Jahr höchstens 6’682 Franken einbezahlt und beim steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden, wenn der Steuerpflichtige erwerbstätig und in einer Pensionskasse versichert ist. Für Personen, die in keiner Pensionskasse versichert sind, erhöht sich die maximale Abzugslimite auf 20 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens, höchstens aber auf 33’408 Franken.

Die Abzugslimite von 6’682 Franken (Stand 2011) gilt für alle Steuerpflichtigen, die ein Erwerbseinkommen aufweisen und einer Vorsorgeeinrichtung (nach Art. 80 BVG) angehören. Als Vorsorgeeinrichtungen in diesem Sinne gelten nicht nur BVG-registrierte Einrichtungen, sondern auch Pensionskassen im überobligatorischen Bereich. Die Abzugsberechtigung ist auch dann gegeben, wenn ein Arbeitnehmer nur Risikoprämien entrichtet (meistens bis zum 25. Altersjahr) oder wenn ein Steuerpflichtiger (zum Beispiel nach einer Verselbständigung) weiterhin Prämien an eine Freizügigkeitspolice für die Deckung der Risiken Tod und Invalidität bezahlt. Bei verheirateten Personen (oder eingetragenen Partnerschaften) können beide Partner die Abzüge für sich beanspruchen, wenn sie erwerbstätig sind. Die Beiträge dürfen zudem bis längstens fünf Jahre nach Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters abgezogen werden.

 SVV

11:21AM

Axa Winterthur lanciert “Flex Invest”

axaAxa Winterthur bietet neu ein Pensionskassenlösung an, bei der die Versicherten selber bestimmen können, ob sie ihr Erspartes in der beruflichen Vorsorge mit der Garantie eines Versicherers oder mit mehr Chancen auf einen höheren Ertrag anlegen wollen.

Die Möglichkeit besteht vom Gesetz her bereits seit 2006. Damals wurde das dritte Paket der 1. BVG-Revision in Kraft gesetzt. In diesem steht, dass Vorsorgeeinrichtungen, die ausschliesslich Lohnanteile über dem anderthalbfachen BVG-Maximallohn (das entspricht heute 125'280 Franken) versichern, innerhalb des Vorsorgeplans verschiedene Anlagestrategien anbieten dürfen. Doch ein Widerspruch im Gesetz sprach lange gegen die Umsetzung dieser Möglichkeit.

Das Freizügigkeitsgesetz schreibt den Pensionskassen vor, sie hätten der versicherten Person bei einem Stellenwechsel die gesetzlich vorgeschriebene Mindestleistung mitzugeben. Die unerwünschte Folge: Wenn wegen der vom Versicherten gewählten Anlagestrategie weniger Ertrag auf dessen Konto liegt, muss die Pensionskasse die Differenz auf Kosten der Versichertengemeinschaft ausgleichen. Dieser Widerspruch soll nun gemäss einer vom Parlament an den Bundesrat überwiesenen Motion (Motion Stahl) aufgehoben und das Freizügigkeitsgesetz entsprechend angepasst werden. Allerdings wurde die die geforderte Gesetzesänderung vom Parlament noch nicht behandelt deshalb auch nicht vollzogen. Es besteht deshalb auch noch ein erhebliches Mass an Unsicherheit.

Jene Vorsorgebeiträge, die aus den Lohnanteilen über dem anderthalbfachen BVG-Maximallohn stammen, können in diesem neuen Vorsorgewerk angelegt werden. Die Versicherten haben dann gemäss Darstellung der Axa Winterthur für dieses Kapital die Wahl zwischen vier vorgegebenen Anlagestrategien. Umgesetzt werden diese Strategien durch die Anlage des entsprechenden Sparkapitals in so genannte Mischvermögen, die von Schweizer Anlagestiftungen bereitgestellt werden. Die Versicherten können bei dieser Lösung nicht nur zwischen verschiedenen Anlagestrategien sowie Aktienanteilen zwischen 10 und 50 Prozent wählen, sie können – wenn sich die persönlichen Verhältnisse ändern – nach Wunsch auch zwei Mal jährlich von einem Mischvermögen in ein anderes wechseln.

 Pressemitteilung /dMotion Stahl

11:17AM

2,3% Lohnsteigerung geplant für 2012

aon-hewitt2012 werden die Saläre der Schweizer Arbeitnehmer voraussichtlich um 2,3% steigen. Das zeigen die Ergebnisse der Aon Hewitt-Studie „Salary Increase Survey 2011“, an der 116 Unternehmen aller Branchen und Grössen teilgenommen haben.

Fast 70% der Studienteilnehmer haben die Frage nach Retention-Problemen mit einem klaren Nein beantworten. Dies zeigt das neue Selbstbewusstsein der Unternehmen. Das erklärt sich auch daraus, dass die meisten Unternehmen ihre Programme zur Mitarbeiterbindung vor allem für Talente und High-Performer ausgebaut haben. Knapp 60% setzen dabei auf zusätzliche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, 45% lassen die High-Performer mithilfe von Aktien und oder Aktienoptionen am Unternehmenserfolg partizipieren und weitere 30% halten separate Budgets für Boni etc. bereit.

word Mitteilung Aon Hewitt

2:33PM

CHSS: Herabsetzung der Eintrittsschwelle in die 2. Säule

Die Zeitschrift “Soziale Sicherheit” des BSV befasst in in Nr. 4/2011 in drei Beiträgen ausführlich mit der im Rahmen der BVG-Revision tiefer gelegten Eintrittsschwelle in die 2. Säule und den damit verbundenen Konsequenzen. Dafür wurden zwei Studien in Auftrag gegeben, welche die quantitativen wie die qualitativen, die positiven wie die negativen Auswirkungen dieser Massnahme aufzeigen sollten.

Die (schon früher bekannt gegebenen Resultate) der von der ecoplan betreuten Studie lassen gemäss deren Autoren erkennen: 140 000 Personen konnten im Zuge der 1. BVG-Revision neu BVG-versichert werden. Grundsätzlich wurden die von der BVG-Revision anvisierten Zielgruppen (Arbeitnehmende mit kleinem Einkommen und Teilzeitbeschäftigte) erreicht. 79 Prozent der neu Versicherten sind Frauen; Frauen «profitieren» damit überdurchschnittlich von der Senkung der Eintrittsschwelle.

image


Infras kümmerte sich um die Auswirkungen auf Arbeitgeber und –nehmer. In den Folgerungen ist festgehalten: Aus Sicht der Forscher ist die Herabsetzung der Eintrittsschwelle im Rahmen der ersten BVG-Revision im Hinblick auf das Ziel des Gesetzgebers, die berufliche Vorsorge der Arbeitnehmenden mit kleinen Einkommen zu verbessern, insgesamt positiv zu würdigen. Wie bereits Ecoplan (2010) auswies, konnten neu zusätzliche Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen in die 2. Säule aufgenommen werden. Die vorliegende Studie zeigt zudem, dass diese Massnahme kaum zu unerwünschten Nebenwirkungen geführt hat.

 Beiträge CHSS

11:05AM

TA: Kostenexplosion, Altersvorsorge, Abstieg des Mittelstands: Die grössten Sorgen

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Gemäss den Ergebnissen einer Umfrage des Tages-Anzeiger «Wo drückt der Schuh?» sorgen sich die Leser weder um die Frankenstärke noch um Job-Verlust. Am meisten Sorgen bereiten die zwei wichtigsten gesellschaftlichen Sozialeinrichtungen: die Altersvorsorge und das Gesundheitswesen, bzw. deren Finanzierung (siehe Grafik). Diese Probleme wollen sie am dringendsten gelöst haben. Ebenfalls Kopfzerbrechen bereitet der wirtschaftliche Abstieg des Mittelstandes. Dicht dahinter folgen eine Reihe von Themen aus Umwelt, Migration und Wirtschaft. Das Thema Sicherheit erregt in der Leserschaft jedoch wenig Sorgen.

 Tages-Anzeiger